10 Songs, die jeder Gov’t Mule-Fan kennen muss

June 13, 2017
in Category: Popkultur



10 Songs, die jeder Gov’t Mule-Fan kennen muss

10 Songs, die jeder Gov’t Mule-Fan kennen muss

Seit mehr als 20 Jahren sind Gov’t Mule ein verlässlicher Fels in der Brandung für Fans von klassischem Southern Rock. Also für alle, die Rock nicht ohne Blues, Funk und Soul buchstabieren wollen. Die perfekte Balance aus markigen Riffs und feinsinniger Virtuosität, das ist das Markenzeichen dieser Band, die nach einigen Besetzungswechseln und zehn Studioalben tatsächlich immer noch besser wird. Zur Feier des aktuellen Mule-Albums Revolution Come…Revolution Go wagen wir einen Schnelldurchlauf durch die lange Bandgeschichte der Amerikaner um Frontmann Warren Haynes.


 Hört euch hier alle 10 Songs, die jeder Gov’t Mule-Fan kennen muss in einer Playlist an und lest weiter:


1. Mule (live) – 1996

1995 veröffentlichten Warren Haynes, Allen Woody und Matt Abts ihre selbstbetiteltes Debütalbum als Gov’t Mule. Das war zwar keine schlechte Platte, aber auf dem ein Jahr später erschienenen Live At Roseland Ballroom hörte man das ganze Potenzial dieses Power-Trios: Live auf der Bühne, ohne Overdubs, pure Energie. Gitarrist und Sänger Haynes sowie Bassist Woody können natürlich mit vielen Jahren Erfahrung bei den Allman Brothers aufwarten, doch wie sie etwa im Song Mule die Psychedelik der 1960er-Jahre auferstehen lassen, erinnert auch herrlich an Größen wie Jimi Hendrix.


2. Game Face – 1998

Gov’t Mule waren von Anfang an zwar tief im Southern Rock der 1970er-Jahre verwurzelt, doch man hörte spätestens auf ihrem zweiten Album Dose, wie viele andere Elemente sich in diesem dichten Gitarrensound noch tummeln. Game Face ist ein langsam und schwer rockendes Brett, mit einem unmissverständlichen Heavy-Metal-Riff zwischen all den Funk- und Blues-Rock-Anleihen. Ein Musterbeispiel dafür, wie man Härte und grazile Virtuosität zusammenführen kann.


3. Wandering Child – 2000

Life Before Insanity erschien Anfang 2000 und war das wohl beste Mule-Album bis dato. Wandering Child wurde schnell zu einem echten Klassiker und eröffnete mit seiner markanten Bassline und seinem vertrackten Rhythmus viele Konzerte der Band. Eine wuchtige Nummer, die allen gleich klarmacht, wohin die Reise gehen soll. Und Warren Haynes bewies wieder einmal, welch geniale Riffs er aus dem Ärmel schütteln kann.


4. Banks Of The Deep End – 2001

Wenige Monate nach der Veröffentlichung von Life Before Insanity verloren Gov’t Mule im Jahr 2000 ein Herzstück ihrer Band: Bassist Allen Woody verstarb, während man sich schon an die Vorbereitungen für neues Material machte. Woody war ein so essentieller Teil von Mule, dass man seine Position erst mal nicht direkt wieder fest besetzen wollte, stattdessen sprangen Bass-Götter wie Flea oder Bootsy Collins als Gastmusiker ein. Die Band machte das bestmögliche aus ihrer desolaten Lage, und The Deep End Vol. 1 & 2 erreichten passable Chart-Platzierungen. Auf Banks Of The Deep End ist Phish-Bassist Mike Gordon zu hören, der sich perfekt in den Sound von Haynes und Abts integriert.


5. Bad Man Walking – 2004

Im Jahr 2004 erschien mit Bad Man Walking das erste Studioalbum mit einem neuen festen Bandmitglied am Bass, nämlich Andy Hess. Auch Keyboarder Danny Louis war neu im Mule-Lineup, und das frisch geformte Quartett läutete nun eine neue Ära ein. Der kraftvolle Blues Rock blieb das Fundament von Gov’t Mule, doch Haynes’ Songwriting konnte von den zusätzlichen Texturen im Mule-Sound nur profitieren. Bad Man Walking ist vielleicht das beste Beispiel: Louis füllt mit seinem Fender Rhodes die Lücken zwischen Bass und Gitarre, ohne deren Vorherrschaft infrage zu stellen.


6. Steppin’ Lightly – 2009

Bis zum übernächsten Mule-Album By A Thread im Jahr 2009 wurde Andy Hess allerdings durch Jörgen Carlsson am Bass ersetzt. Der neue, fettere und inspirierte Sound blieb jedoch. Carlsson spielte deutlich aggressiver als Hess und knüpfte damit an den Sound der Anfangsjahre an. Steppin’ Lightly gehört locker zu den besten Mule-Songs überhaupt. Hanyes wirbelt mit seinen Funk-Riffs ordentlich Staub auf, während seine Kollegen fast einen Reggae-Rhythmus in diesen feurigen Song bringen. Zeitloser kann Rock nicht klingen.


7. Captured – 2013

Nach einer kleinen Studiopause, in der Warren Haynes auch ein Soloalbum aufnahm, kehrten Gov’t Mule im Jahr 2013 mit Shout! ein bisschen zurück zu ihren Wurzeln. Songs wie das epische, neunminütige Captured zeigen Haynes in Bestform, mit extensiven Soli und einem sehnsüchtigen Folk-Rock-Flair in der Stimme.


8. Money – 2014

Das 20-jährige Bandjubiläum stand 2014 bei Gov’t Mule ins Haus, und das sollte ordentlich gefeiert werden. Man veröffentlichte eine Reihe von Archiv-Aufnahmen, unter anderem das 2008 in Boston aufgenommene Live-Album Dark Side Of The Mule. Dass es sich dabei um ein Pink-Floyd-Tribute handelt, braucht man eigentlich nicht erwähnen. Dieses Konzert galt schon vorher als legendär, denn wer konnte schon Pink-Floyd-Klassiker wie Wish You Were Here, Numb oder Money besser interpretieren als diese Herrschaften? Ein Gipfeltreffen, sozusagen.


9. Just Got Paid – 2016

Noch mal Archiv-Aufnahmen und Coversongs: 2016 erschienen die Tel-Star-Sessions, neu gemischte und gemasterte Demoaufnahmen von Gov’t Mule auf dem Jahr 1994 – einige ihrer ersten überhaupt, die bisher unveröffentlicht waren. Die erste Single dieser Platte war eine Coverversion von ZZ Tops Just Got Paid - das passte doch wie die Faust aufs Auge. Beeindruckend ist hier wieder, wie selbstverständlich Haynes und Co. mit fremdem Material umgehen und, ohne es zu übertreiben, ihre eigene Vision in den Song schneidern.


10. Stone Cold Rage – 2017

Wären Just Got Paid und Stone Cold Rage auf dem selben Album erscheinen, es hätte auch keinen gewundert. Diese Band wirbelt auch im Jahr 2017 noch verlässlich alle Zeitkoordinaten durcheinander, weil gute Musik einfach kein Alter kennt, nie. Die erste Single des neuen Mule-Albums Revolution Come…Revolution Go ist deutlich von der politischen Lage in den USA geprägt, und könnte glatt als Protestrock durchgehen. Aber Parolen liefern diese Herren nicht – sie sind so etwas wie der verlässliche Felsen in der Brandung. Für klassischen Rock und für alle anderen, die in diesen Zeiten ein bisschen Halt brauchen.


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