10 Songs, die jeder Johnny Cash-Fan kennen muss

November 24, 2017
in Category: Popkultur



10 Songs, die jeder Johnny Cash-Fan kennen muss

10 Songs, die jeder Johnny Cash-Fan kennen muss

All hail the King of Country! Johnny Cash muss man einfach mögen, auch wenn man ansonsten wenig für das superamerikanische Genre übrig hat. Nicht umsonst wurde Johnny Cash schon früh zu einem Star weit über die Country-Welt hinaus – seine Songs, sein Stil und seine Persönlichkeit machten ihn zu einer Identifikationsfigur jenseits von Szenen und Geschmäckern. 2003 starb Cash in Nashville nach langer und schwerer Krankheit, doch gerade in seinen letzten Lebensjahren setzte er sich noch einmal ein künstlerisches Denkmal. Neben vielen alten Cash-Klassikern haben auch Songs aus dieser Zeit einen Platz in unserer Best-Of-Liste gefunden.


Hört euch hier unsere 10 Songs, die jeder Johnny Cash-Fan kennen muss, als Playlist an und lest weiter:


1. I Won’t Back Down (2000)

Wir beginnen direkt mit einer doppelten Legenden-Ladung. Der „Man In Black“ war während seiner ganzen Karriere ein Garant für geniale Coverversionen. Besonders die kurz vor seinem Tod entstandenen American Recordings sind vollgepackt mit solchen Highlights. Unter anderem findet man darauf I Won’t Back Down, einen Klassiker von Tom Petty – rest in peace! Tom und die Heartbreakers fungierten übrigens als Band auf Johnny Cashs Album Unchained (1996), und auch diese Coverversion spielte Petty zusammen mit Cash ein. Damit ist der Song ein Andenken an zwei ganz große Musiker.


2. Flesh And Blood (1970)

Mit diesem Song schaffte es Cash nicht nur an die Spitze der Country-Charts, sondern schrieb auch einen seiner schönsten Lovesongs. Im selben Jahr wurde John geboren, das gemeinsame Kind von Cash und June Carter, die er zwei Jahre zuvor geheiratet hatte. Kein Zweifel, dass ihn sein neu gefundenes Liebesglück zu dieser Nummer inspiriert hatte. Man muss sich die Lyrics auf der Zunge zergehen lassen: Aufrichtiger und reiner kann man kein Liebeslied schreiben.


3. A Boy Named Sue (1969)

Geschrieben wurde dieser Song von Shel Silverstein, doch seine Aufnahme hatte keinen besonders großen Erfolg. Also wandte er sich an Johnny Cash. Erst kurz seinem legendären Konzert im Gefängnis von San Quentin erhielt Cash den Song und spielte ihn dort relativ unvorbereitet – den Text musste er noch ablesen. Das Live-Album At San Quentin (1969) wurde allerdings ein massiver Erfolg und A Boy Named Sue einer von Cashs größten Hits. An vielen Stellen der Aufnahme hört man Cash und das Knast-Publikum gleichermaßen lachen – ein unglaubliches Stück Geschichte.


4. I Walk The Line (1956)

Mit Lovesongs kannte sich Cash schon immer aus, auch bevor er sich endgültig in June Carter verguckte. I Walk The Line bezieht sich auf seine erste Ehefrau Vivian Liberto. Eigentlich sollte der Song eine etwas langsamere Ballade werden, doch auf Bestreben der Plattenfirma wurde er ein wenig beschleunigt – mit großartigem Ergebnis, wie wir alle wissen. I Walk The Line beeinflusste damals nicht nur die Entwicklung der modernen Country-Musik, sondern wurde zur Ikone: Zwei Filme wurden nach ihm benannt, einer aus dem Jahr 1970 mit Gregory Peck in der Hauptrolle und der Cash-Film mit Joaquin Phoenix aus dem Jahr 2005.


5. Man In Black (1971)

Diesen Song muss wirklich jeder Fan des „Man In Black“ kennen, denn hier erklärt Johnny Cash seine Vorliebe für schwarze Klamotten und seine recht düstere Persönlichkeit. „Warum trage ich immer Schwarz, fragt ihr euch“, singt Cash, und setzt dann in vielen Strophen zur Erläuterung an: „I wear the black for the poor and the beaten down, livin' in the hopeless, hungry side of town.“ Der Song drückt auch das soziale Engagement aus, das immer ein wichtiger Teil von Cashs Karriere war: Er gab den Unterdrückten und Ausgegrenzten eine Stimme.


6. Jackson (1967)

Als die Sache zwischen Johnny und June Carter so richtig ernst wurde, nahmen die beiden ihr erstes gemeinsames Album auf: Carryin’ On With Johnny Cash And June Carter aus dem Jahr 1967. Es gibt zwar viele spätere Duette, in denen die beiden ihre Liebe ohne Zurückhaltung zelebrieren, doch Jackson ist in dieser Hinsicht besonders: Man ahnt die Funken zwar fliegen, aber es ist doch alles noch unausgesprochen und unschuldig. Abgesehen davon ist der Song ein Gipfeltreffen von zwei der größten Country-Musiker aller Zeiten, schwer zu überhören.


7. Folsom Prison Blues (1957)

Johnny Cash, der Knastbruder! Obwohl er einige Male verhaftet wurde, musst Cash nie selbst im Gefängnis sitzen. Dass er zwei seiner bekanntesten Live-Alben im Knast aufnahm, ist wie schon erwähnt mehr als nur ein Faible für Gangster und Verbrecher: Cash wollte den Leuten im Knast Hoffnung geben, und schrieb solche Songs wie diesen für sie. Dass er dafür nicht ganz grundlos von vielen ebenfalls für einen Ex-Knacki gehalten wurde, war ihm bestimmt herzlich egal.


8. Sunday Morning Come Down (1970)

Für viele Experten gilt dieser Song als eines der stärksten Stücke Musik, die je in Nashville geschrieben wurden. Er stammt von Kris Kristofferson, doch erst – wer sonst – Johnny Cash machte ihn zu einem Hit. Und Sunday Morning Come Down ist natürlich auch eine Nummer, die uns alle angeht: Die Geschichte beginnt mit dem schweren Kopf, den man nach einer langen Nacht hat, und wechselt zwischen den Höhepunkten der letzten Nacht und dem Leiden am Tag danach. Das ist der Preis, den man für ein gutes Leben bezahlen muss, das wusste Mr. Cash ganz genau.


9. Ring Of Fire (1963)

Diese Nummer brennt und brennt und brennt, für immer. Gibt es einen einzigartigeren Country-Song? Mit seinem Text und den genialen Trompeten-Parts ist Ring Of Fire kaum zu übertreffen. Merle Kilgore und June Carter schrieben den Song im Jahr 1962 und Johnny Cash benötigte dringend einen neuen Hit – manchmal fügt sich einfach alles perfekt zusammen.


10. Bridge Over Troubled Water

Der berühmteste Song aus Johnny Cashs Spätwerk ist eigentlich Hurt, ein Cover eines Nine-Inch-Nails-Songs. Doch dieser Song soll nicht immer herhalten müssen, er ist ja auch fragil und nutzt sich deshalb leicht ab. Es fehlt außerdem überhaupt nicht an Highlights auf den American Recordings. Cash interpretiert auf American IV: The Man Comes Around (2002) zum Beispiel den Simon & Garfunkel-Klassiker Bridge Over Troubled Water. Wer hier keine Gänsehaut bekommt, sollte schleunigst einen Arzt aufsuchen.


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