10 Songs, die jeder Ska-Fan kennen muss

October 7, 2016
in Category: Popkultur



10 Songs, die jeder Ska-Fan kennen muss

10 Songs, die jeder Ska-Fan kennen muss

Roots Reggae, Dub, Dancehall, Rocksteady - die Liste von großartigen jamaikanischen Soundschöpfungen ist lang. Ende der 1950er entstand allerdings Ska als erste wichtige musikalische Strömung auf Jamaika, die international bekannt wurde. Stark beeinflusst von frühen amerikanischen R&B-Platten mutierte Ska während der 1960er langsam zu Rocksteady und Reggae, erfuhr aber viele Jahre später wieder verschiedene Revivals und wurde von neuen Generationen adaptiert. Hier sind zehn legendäre Songs, die die Entwicklung von Ska nachzeichnen.


 Höre dir hier alle Songs in einer Playlist an und zieh sie dir in deinen Player:


1. The Skatalites - Guns Of Navarone

The Skatalites waren eine der ersten großen jamaikanischen Ska-Bands der frühen 1960er. „Guns Of Navarone“ ist nicht nur ihr größter Hit, sondern auch die vielleicht erfolgreichste klassische Ska-Single aller Zeiten. Hier kommen viele Faktoren der Prä-Reggae-Ära zusammen: Produziert wurde der Song vom großen Coxsone Dodd im ebenfalls legendären Studio One, und niemand geringeres als Lee Perry steuerte ein paar spontane Wort-Ausbrüche bei. Wie viele andere frühe Klassiker wurde „Guns Of Navarone“ in den 1980ern mit Hilfe der Specials ein zweites Mal zum Hit.


2. Millie Small - My Boy Lollipop

In der Musikgeschichte lief es ziemlich oft so, dass erst weiße Musiker die Songs von schwarzen Interpreten oder Komponisten zu einem Hit machten – so wurde Rock & Roll zum Massenphänomen. Bei dieser poppigen Ska-Single ist es genau anders herum: 1964 machte Millie Small das unbekannte R&B-Original von Barbie Gaye aus dem Jahr 1956 zum internationalen Hit, mit Hilfe des Produzenten Robert Blackwell (Bruder von Island Records-Chef Chris Blackwell) und der Band Five Dimensions. My Boy Lollipop ist zwar kein reinrassiger Ska-Song, gilt aber als der erste große kommerzielle Erfolg des Genres.


 3. The Ethiopians - Train To Skaville

Diese Nummer ist allerdings so klassisch wie es nur geht. Die Vocal-Gruppe The Ethiopians unter der Führung von Tenor und Songwriter Leonard Dillon hatte mit Train To Skaville ihren großen Durchbruch. Die Themen und Vibes ihrer Songs sind entscheidende Vorläufer von Roots Reggae, stilistisch sind sie ein wichtiges Bindeglied zwischen Ska, Rocksteady und Reggae. Und das ist nur schwer zu überhören.


 4. Prince Buster - Earthquake

Prince Buster gilt für viele Experten als der Mann, der Ska berühmt machte und ohne den auch die spätere Two-Tone-Bewegung und die dritte Ska-Welle undenkbar wären. Bands wie die Specials oder Madness zollten Buster mit vielen Songs und Songtiteln Tribut. Earthquake schwenkt mit seinem langsamen Tempo schon deutlich Richtung Rocksteady, zu dessen Entwicklung Prince Buster als Sänger, Songwriter und Produzent ebenfalls viel beitrug. Im September 2016 verstarb er mit 78 Jahren – wir verneigen uns.


 5. Desmond Dekker & The Aces - Mount Zion

Klar, Desmond Dekker und seine großen Hits Israelits oder You Can Get It If You Really Want kennt jedes Kind. Aber schon lange vor seiner Weltkarriere gehörte Dekker neben Prince Buster, Bob Marley oder Laurel Aitken zu den wichtigsten jamaikanischen Ska-, Rocksteady- und Reggae-Sängern. Mit Songs wie King Of Ska hatte er sich früh einen Namen auf der Insel gemacht, Mount Zion zeigt Dekker und seine Backgroundsänger von ihrer spirituellen Seite, ohne auf einen handfesten Ska-Beat zu verzichten.


 6. The Specials - Ghost Town

Zusammen mit ihrem Label Two-Tone stehen The Specials stellvertretend für die zweite Ska-Welle, die Ende der 1970er-Jahre in Großbritannien entstand. In der Post-Punk-Ära vermischten sich unterschiedlichste Genres und Stile zu neuen Szenen. The Specials brachten Punk und traditionellen Ska zusammen, doch nach nur zwei Jahren ging es mit der Band schon wieder zu Ende. Ghost Town (1981) ist ihre letzte Single und wurde mit ihrer dystopischen, sozialkritischen Message zu einem unerwarteten Nummer-1-Hit.


 7. The Beat - Mirror In The Bathroom

Eine weitere wichtige Band der Two-Tone-Ära und des New-Wave-Ska-Revivals waren The (English) Beat. Ihre Karriere bestand auch nicht viel länger als die der Specials, aber auf drei Alben von 1980 bis 1982 haben sie Ska-Geschichte geschrieben und den Sound vielen neuen Hörern nahegebracht. Mirror In The Bathroom zeigt, wie man traditionell und minimalistisch bleiben und dabei trotzdem einen absoluten Ohrwurm zaubern kann.


 8. Madness - It Must Be Love

Ein letztes mal Two-Tone: Madness sind ohne Frage die erfolgreichste Band des britischen Ska-Revivals. Mehr als ihre Kollegen haben sie es verstanden, die klassischen Elemente des Genres mit modernem Pop-Songwriting zu unterfüttern. Mit ihrem größten Hit Our House haben sie die Grenze zum Pop zwar deutlich überschritten, und auch It Must Be Love ist eigentlich ein Pop-Song mit Ska-Verzierungen. Aber da Madness tief in der Szene verwurzelt sind und auch musikalisch immer wieder darauf zurückkommen, kann man ihnen das kaum vorwerfen. Tune!


 9. Fishbone - Party At Ground Zero

Durch Two-Tone kam Ska in den 1980ern auch in den USA an und löste dort die sogenannte „Third Wave“ von Ska aus. Vor allem in den 1990ern entwickelten junge Bands neue Stilmixe aus Punk, Funk und Ska, wobei der traditionelle R&B- und Soul-Einfluss von Ska immer weiter in den Hintergrund rückte und von einem ruppigen, schnellen (und weißen) Gitarrensound abgelöst wurde. Fishbone führten noch die eher klassische Two-Tone-Ästhetik weiter, Songs wie Party At Ground Zero sind aber schon totale Genre-Schmelztigel und beeinflussten die vielen neu aufkommenden Ska-Punk-Bands.


 10. Rancid - Time Bomb

Wie zum Beispiel Rancid. Time Bomb ist wahrscheinlich der berühmteste Ska-Punk-Song überhaupt, und klingt viel mehr nach The Clash als nach den jamaikanischen Roots. Reel Big Fish, Less Than Jake, sogar No Doubt könnte man hier noch erwähnen, wenn es um Ska-Flavour in den 90ern geht. Ein paar spaßige Songs sind hier durchaus entstanden - aber den real deal findet man doch eher in den vorherigen Dekaden.


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