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Popkultur

5 Songs, ohne die es Heavy Metal nicht gegeben hätte

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Metal ohne Gitarren? Wie ein Auto ohne Räder, Lenker und Motor. Doch wer hat überhaupt erst die Grundsteine für das Genre gelegt? Wir stellen euch die fünf Menschen vor, ohne deren Gitarrenspiel es Metal nie gegeben hätte.


Hört hier in die Genre definierenden Riffs rein:

Für die ganze Playlist klickt auf “Listen”.

Sister Rosetta Tharpe – Strange Things Happening Every Day

Um Metall zu schmieden, braucht es Energie, und zwar elektrische! Sister Rosetta Tharpe begann ihre Karriere mit Gospel, gehörte aber zu den ersten ihrer Zunft, die auf eine E-Gitarre zurückgriff und beeinflusste damit alle von Elvis bis Chuck Berry. Indem sie Mitte der vierziger Jahre auf Verzerrung zurückgriff, formte sie noch vor Anbruch des Rock’n’Roll-Zeitalters dessen Ästhetik mit – und legte mit Songs wie Strange Things Happening Every Day den ersten Grundstein für Heavy Metal. Ihr aggressives Spiel brillierte ebenso durch ein Novum, das für Metal stilprägend wurde: Gitarrensoli!


The Kinks – You Really Got Me

Es sollte allerdings noch einige Zeit dauern, bis die lautstarke Verzerrung richtig genutzt wurde. Dave Davies trieb es mit seinem „little green amp“ von der Firma Elpico noch weiter. Er malträtierte das Gerät der Legende nach mit einer Rasierklinge, und erreichte so einen noch krasseren Sound. Vor allem schrieb er als Gitarrist der Kinks 1964 mit You Really Got Me das bis dato krasseste Riff der Rock-Geschichte. Und Riffs sind bekanntlich der Grundstein für jeden Metal-Song!


The Yardbirds – Drinking Muddy Waters

Davies war ein Pionier des Riffs, Jimmy Page sein Perfektionist. Schon vor seiner Zeit als Led Zeppelin-Gitarrist hob er britischen Blues Rock mit den Yardbirds auf dem Album Little Games auf ein neues Level, indem er ihm Mitte und Ende der sechziger Jahre mehr Schmackes und ungleich mehr Virtuosität verlieh. Unter Pages Händen wurde Riffing wirklich intelligent. Und welche Metal-Band hat sich keine Scheibe von Led Zep abgeschnitten? Eben!


Jimi Hendrix – Purple Haze

À propos intelligent: Mit Jimi Hendrix hielt das Experiment Einzug in die Rock-Musik. Kein anderer Rock-Gitarrist seiner Zeit nutzte das Studio und die Möglichkeiten von Effektpedalen dermaßen gekonnt wie er. Seine 1967 veröffentlichte Single Purple Haze wird von einigen Metal-Fans sogar als der erste Metal-Song überhaupt gehandelt. Er hat wirklich alles: Harte Verzerrung, fette Riffs und ein mitreißendes Solo.


Black Sabbath – Black Sabbath

Die Metal-Wissenschaft kann sich aber vor allem auf eine Platte einigen, die den knallenden Startschuss des Genres abgab: Black Sabbath veröffentlichten ihr erstes Album am 13. Februar 1970 – natürlich ein Freitag, der 13.! Dementsprechend böse klang schon der Opener der bahnbrechenden LP: Glockengeläut, Donner, Regen wichen den bösesten Töne, welche die Musikwelt bis dahin gehört hatten. Bandgründer Tommy Iommi arbeitete mit dem dissonanten Tritonus, einem Intervall, das auch als „der Teufel in der Musik” bezeichnet wurde. Mehr Metal geht nicht!


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