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Popkultur

5 Wahrheiten über Led Zeppelin

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Foto von Dina Regine [CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Hier nehmen wir uns mal ein paar Minuten Zeit und prüfen gängige Klischees und Falschannahmen in der Musikwelt… Einfach, weil wir es können bzw. einfach, weil es so viel mehr Vorurteile gibt als alle Beatles, Rolling Stones und Queen-Singles zusammenaddiert (lies: sehr viele). Wir nehmen uns also ein Genre oder einen Künstler und schauen wie stichhaltig die gemeinhin als richtig wahrgenommenen Annahmen sind.

Led Zeppelin sind die Pioniere des Heavy Metal. Aus der Band The Yardbirds hervorgegangen, verkauften sie 300 Millionen Alben und schrieben Hits wie Stairway To Heaven. Von ihrer Gründung im Jahr 1968 bis zur Auflösung nach John Bonhams Tod im Jahr 1980 haben Led Zeppelin immer wieder eindrucksvolle Musikgeschichte geschrieben. Wir liefern fünf Fakten zur legendären Band.


1. Bitte keine Singles!

In Zeiten von Spotify, Plalyisten und Co kaum vorstellbar: Aber Robert Plant glaubte an die Bedeutung von Alben für eine Band. Nur eine Alben könne zeigen, was eine Band über einen bestimmten Zeitraum geleistet habe. Tatsächlich veröffentlichten Led Zeppelin in Großbritannien bis zum Jahr 1997, in dem Whole Lotta Love erschien, keine einzige Single. Im Radio wurde die Band natürlich trotzdem gespielt…


2. Alles nur geklaut?

So lautet zumindest der Vorwurf an Led Zeppelin. Schon Whole Lotta Love sei abgekupfert, behaupteten böse Zungen. Und auch Stairway To Heaven, der größte Hit der Band, war 40 Jahre nach seiner Veröffentlichung Gegenstand eines Rechtsstreites. Der Vorwurf: Das weltbekannte Riff, welches man zu Beginn des Songs hört, stamme eigentlich aus dem Instrumentalstück Taurus des Gitarristen Randy California und seiner Band Spirit, die 1968 und 1969 mit Led Zeppelin auf Tour waren. Randy California reichte selbst nie Klage ein, da ihm das Geld fehlte. Erst nach seinem Tod klagte der Treuhändler von California – vergeblich.


3. Die Band liebt J.R.R. Tolkien

Ramble On ist eine offensichtliche Verneigung vor dem grandiosen Autor. Nicht nur, dass das Stück ein Gedicht von Tolkien zitierte, nein, in der zweiten Strophe ist auch von Mordor und Gollum die Rede. Weitere Fantasy-Referenzen gefällig? Misty Mountain Hop ist nach einem Ort in Der Hobbit benannt und auch The Battle of Evermore ist mit Verweisen auf die Der Herr der Ringe-Trilogie gespickt.


4. Über den Wolken

Auch, wenn der Name etwas anderes vermuten lassen würde, reisten Led Zeppelin natürlich per Flugzeug durch die Lüfte – und zwar mit ihrem Privatjet, den sie 1973 zum Start ihrer US-Tour für 30.000 Dollar erwarben. The Starship, wie die Band das gute Stück taufte, war die erste Boeing 720-022 überhaupt. Neben einer großen Kabine mit Stühlen, Tischen und einer 10-Meter-Couch, einer Bar mit eingebauter Orgel, eigener Dusche und und und… Laut Peter Grant flog John Bonham das Flugzeug einmal von New York nach Los Angeles. Natürlich ohne Flugschein. Kleine Randnotiz: The Starship wurde auch mal von Deep Purple, The Rolling Stones und Alice Cooper gechartert.


5. Jimmy Page, der Studiomusiker

Vielen dürfte Jimmy Page als genialer Gitarrist von Led Zeppelin bekannt sein. Aber vor seiner Zeit in der Band, verdiente Page sein Geld als Sessionmusiker – und ist auf einigen der wichtigsten Songs der 60er Jahre zu hören. Zum Beispiel auf Donovan Leitchs Sunshine Superman, den Johnny-Hallyday-Alben Jeune Homme oder Je Suis Né Dans La Rue, auf der Al-Stewart-Platte Love Chronicles. Außerdem spielte er Gitarre auf fünf Songs des With a Little Help from My Friends-Albums von Joe Cocker.


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