Was wären diese Bands ohne ihre Drummer?

September 24, 2014
in Category: Popkultur



Was wären diese Bands ohne ihre Drummer?

Was wären diese Bands ohne ihre Drummer?

Dass Prog Rock nicht immer besonders Chart-tauglich ist, mussten auch die Jungs von Rush feststellen, als sie vor 39 Jahren ihr drittes Album Caress Of Steel in die Umlaufbahn schossen. Leider hat die Platte – geht man mal nur von den Verkäufen aus – nach einer kurzen Flug-Parabel eine Bruchlandung hingelegt und verschwand ziemlich schnell wieder aus den heiligen Listen der Musikindustrie.
Dabei sah alles so gut aus: Erstmals schöpfte das talentierte Trio ihr Prog Rock Können vollends aus und alle bewiesen, wie gut – um es zu verdeutlichen: wirklich gut – sie an ihren Instrumenten waren.
Besonders Neil Pert, dem in seiner Rolle als Schlagzeuger in dieser Formation der Spagat zwischen Melodie und Rhythmus an einem Instrument abverlangt wird, welches den Violinschlüssel nicht kennt. Da sag noch einer, Schlagzeuger seinen keine Musiker! Weit gefehlt, denn jeder weiß schließlich: Drummers can make or break a band. In diesem Sinne – hier sind die Stockschwinger, ohne die die Hits ihrer Bands mit Sicherheit keine geworden wären:

 

Travis Barker - Blink 182
Und gleich jemand, an dem sich die Geister scheiden: Travis Barker, der uns mit der Post-Punk Formation Blink 182 die American Pie Zeit versüßte und mit als Mitglied des chaotischen Trios die Welt eroberte, kann sicherlich mehr, als einfach nur schnell spielen und feste draufhauen.
Fakt ist, bevor der schlanke Tattoo-Träger Mitglied von Blink wurde, begleitete er die Band als Support Act und sprang eines Abends als Ersatzschlagzeuger ein. Keine leichte Aufgabe, denn um die Songs für ein Konzert zu lernen, verlangt es schon einige Tage Übung. Er brauchte eine Stunde im Backstage Bereich. Seitdem ist er neben Mark Hoppus und Tom DeLonge untrennbarer Teil von Blink 182 und hatte in der jüngeren Vergangenheit ebenfalls Erfolg mit seinen Soloplatten.

 

Tommy Lee - Mötley Crüe
Seine Biografie liest sich wie aus der Feder eines überambitionierten Hollywood Regisseurs, denn für das, was Tommy Lee schon so alles mitgemacht hat, brauchen andere mehrere Leben.
Auf seiner Liste stehen: Mit dem Schlagzeug quer durch die Konzerthalle fliegen, in einem Porno mitspielen, Teil einer Reality Show sein, im Gefängnis sitzen, mit Pamela Anderson verheiratet sein, mit seiner ehemaligen Schülerband die Weltmacht an sich reißen.
Der gebürtige Halbgrieche machte dadurch nicht nur in der Musikwelt, sondern auch in der Regenbogenpresse von sich hören: Besonders als ein des Öfteren mal angetrunkener Schläger.
Nichtsdestotrotz beeindruckt er bei jedem Crüe Konzert mit beeindruckenden Soli und einem Knallharten Groove, der die Band maßgeblich nach vorne gebracht hat. Außerdem hätten die vier Musiker ohne die „Terror-Twins“ Lee und Sixx wohl nicht so eindrücklich den Rockstar-Legenden Status erhalten.

 

Stewart Copeland - The Police
Für Steward Copeland wäre eine Beschreibung als „wandelndes Metronom“ ganz passend. Denn kaum jemand hat ein solches Gefühl für das richtige Timing wie er. Und das ist – wie der ein oder andere sich vielleicht denken kann – das Stammkapital eines Schlagzeugers.
Es ist jedenfalls unumstritten, dass Steward als Drummer maßgeblich zum Erfolg von The Police beigetragen hat und mit seiner musikalischen Virtuosität den Klang der Band mit Einflüssen aus New Wave, Ska, Reggae und Jazz nachhaltig geprägt hat.
Damit nicht genug, bewies Copeland nicht nur als Drummer, sondern auch als Produzent und Komponist von Filmmusik sein Können und war bisher an rund 60 Produktionen beteiligt. Mit Kate Bush und Peter Gabriel gehört er zu den Pionieren im Einsatz des ersten digitalen Synthesizers mit Sampling-Technologie.

 

Keith Moon - The Who
Er hätte auch das Vorbild für die lila Puppe aus der Muppet Show sein können. Keith Moon – The Animal. Der wilde Schlagzeuger von The Who hat den Sound der Briten entscheidend beeinflusst, denn er hat mit seinem hemmungslosen Spiel die Band erst zu dem gemacht, wofür sie bekannt geworden ist.
Zu seinen Show-Effekten gehörte es auch, hier und da mal eine Ladung Schwarzpulver in seiner Bassdrum zu zünden – bei einer Fernsehshow nimmt er ein bisschen zu viel und legt damit landesweit den Sender lahm. Und tritt die Karriere von The Who erst so richtig los.
Das Leben dieses legendären Drummers muss leider ein tragisches Ende nehmen: Nur wenige Stunden nach der Bekanntgabe seiner Verlobung stirbt Keith Moon an einer Überdosis von dem Medikament, das eigentlich gegen seine Alkoholsucht helfen sollte.



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