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Popkultur

Trio Schlagzeuger Peter Behrens ist gestorben

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Weiße Hose, weißes Shirt und rote Hosenträger, so erinnern sich viele an Peter Behrens, den Schlagzeuger von Trio.  Am Mittwoch ist er nun im Alter von 68 Jahren an multiplem Organversagen, in einem Krankenhaus in Wilhelmshaven, verstorben. Unzertrennlich verbunden ist die Neue Deutsche Welle mit der Band und ihr durch Minimalismus geprägter Sound hallt in dem zum Welthit avancierten Song Da Da Da nach. Zwar platzierte er sich in Deutschland lediglich auf Platz 2 hinter Nicoles Ein bisschen Frieden, doch weltweit wanderten 13 Millionen Tonträger über die Ladentheke.Untitled design (3)

Der „Schlaghandwerker“ wie er sich selber nannte, konnte nach der Trennung von Trio im Jahre 1986, nie wieder richtig Fuß fassen. Immer wieder versuchte er mit Soloprojekten erfolgreich zu sein, doch blieb ihm dies bis zu Letzt verwehrt.


 

Der Clown mit der Trommel

Holger Kreitling von der Welt hat seinen bewegenden, von vielen Rückschlägen und Drogenproblemen gesäumten Lebensweg nachgezeichnet: „Nach Flops trennte sich das Trio, Remmler und Krawinkel machten solo weiter, und Behrens nahm Drogen. (…) zehn Jahre lang gab es Kokain, Heroin, Haschisch, alles was da war. Solo-Singles floppten, Projekte scheiterten. Manchmal pumpte er sich Geld, manchmal kamen ein paar Tantiemen. Behrens war norddeutsch stur und faul und fertig. (…) Für sein Buch war er vor drei Jahren in Berlin, die viel zu großen Kleider schlabberten an seinem mageren Körper, aber das präzise Trommeln auf der kleinen Trommel gelang wie eh und je. Die Zeit als Popstar lag sichtbar lange zurück, er trauere ihr nicht nach, sagte er tapfer. Ein Clown, der in seiner Rolle aufgegangen war.“


Best-Of-Trio ohne


Zwischen niemand und unkaputtbar

Einen Blick auf die Anstrengungen und Anläufe Behrens endlich wieder auf die Welle des Erfolgs aufzuspringen hält Autor Michel von Laut.de in seinem Artikel fest: „Eine angedachte Wiedervereinigung von Trio Anfang der Nullerjahre scheitert, sehr zum Bedauern von Behrens. In seinen Memoiren macht er Egokämpfe zwischen Remmler und Krawinkel dafür verantwortlich.“ (…) Krawinkel stirbt 2014 an Krebs. Im selben Jahr veröffentlicht Behrens mit Schrader seine letzte Single I Am The Nowhere Man. 2015 tritt Behrens in einem Videoclip des Ex-Deichkind-Mitglieds Buddy Buxbaum auf. Treffender Titel: Unkaputtbar.“


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Der Taktgeber

Die FAZ weiß von Behrens unaufhörlichen Auftritten mit Trio Songs zu berichten, bei denen er, trotz aller Ups and Downs, präzise seinem Handwerk nachging: „Mit Ecki Schrader tourte er in letzter Zeit immer mal wieder durch Clubs in Norddeutschland und spielte dabei „Trio“-Lieder. Auch der noch Jahre nach der Auflösung von Trio existierenden Fangemeinde der ursprünglich aus Großenkneten stammenden Band hielt Behrens die Treue. So kam er als einziges „Trio“-Mitglied wiederholt zu den Fantreffen in Großenkneten, den sogenannten Triologentreffen, und spielte dort immer wieder am Schlagzeug.“

Ecki Schrader bestätigte Behrends Tod in einer Facebook Mitteilung:Peter Behrens FB Post


Schaut euch hier nochmal das unvergessene Video zu Da Da Da an:

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