Zeitsprung: Am 13.3.2006 gibt es Zoff in der Rock & Roll Hall Of Fame

March 9, 2018
in Category: Popkultur



Zeitsprung: Am 13.3.2006 gibt es Zoff in der Rock & Roll Hall Of Fame

Zeitsprung: Am 13.3.2006 gibt es Zoff in der Rock & Roll Hall Of Fame

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 13.3.2006.

von Christof Leim

Am 13. März 2006 lädt die Rock And Hall Of Fame in Cleveland wie jedes Jahr zur Ehrung hochverdienter Musikgrößen. Dabei kommt es zu Altersmilde (Black Sabbath), Verweigerung (Sex Pistols) und inniglichen Bitten (Blondie). Dazu spielen Metallica ein paar Klassiker.

Black Sabbath sind 2006 schon seit zehn Jahren fällig für eine Aufnahme in den prestigeträchtigen Reigen der „Hall Of Famer“. Während dieser Zeit wurden sie acht Mal nominiert, aber immer übergangen. Weshalb Ozzy Osbourne 1999 auch einen offenen Brief an die Organisatoren geschrieben hatte: „Streicht unseren Namen von der Liste. Spart euch die Tinte, vergesst uns einfach. Die Nominierung bedeutet nichts, weil sie nicht von den Fans kommt, sondern von der angeblichen Elite der Musikindustrie und der Medien, die alle noch nie ein Album oder eine Konzertkarte gekauft haben.“ Doch offensichtlich haben die Jahre den „Prince Of Darkness“ milde werden lassen, denn nicht nur erscheint er mit seinen Sabbath-Kollegen zur Zeremonie und akzeptiert die Ehrung, er entschuldigt sich sogar für den Brief. Die Laudatio halten James Hetfield und Lars Ulrich von Metallica.



Die Sex Pistols hingegen ziehen durch: Sie bleiben der Sause fern und veröffentlichen ebenfalls einen bissigen Kommentar, den Jann Wenner, der Präsident der Hall Of Fame, durchaus genüsslich vorliest: „Die Hall Of Fame ist ein Pissfleck. Wir kommen nicht. Wir sind nicht eure Äffchen, na und? Herzlichen Glückwunsch. Wenn ihr für uns abgestimmt habt, dann hoffen wir, dass ihr eure Gründe notiert habt. Ihr seid zwar anonym, aber ihr seid immer noch Leute aus der Musikindustrie. Wir kommen nicht. Ihr passt einfach nicht auf.“ Den von John Lydon handschriftlich verfassten und sprachlich wie orthografisch eher hemdsärmeligen Brief hatten die Pistols auf ihrer Website gepostet.

Quelle: www.sexpistolsofficial.com


Richtig dramatisch wird es bei Blondie: Hier werden auch einige ehemalige Mitglieder geehrt, was auf dem Podium zu unschönen Szenen führt. Ex-Gitarrist Frank Infante bittet die Sängerin Debbie Harry ein bisschen zu eindringlich, beim Auftritt an diesem Abend mitspielen zu dürfen. Die Chefin lehnt das mit Hinweis auf die aktuellen Mitglieder ab: „Siehst du nicht, dass meine Band hier steht?“ Der ehemalige Bassist Nigel Harrison freut sich zunächst darüber, dass man sich „außerhalb des Gerichtssaales“ trifft, schlägt dann aber in die gleiche Kerbe: „Das ist Mist. Willkommen zum Bingo-Abend.“



Verlass ist auf Lynyrd Skynyrd: Kid Rock hält die Rede, die Band spielt – natürlich – Free Bird. Miles Davis wird posthum geehrt und in einem Video von vielen Kollegen völlig zu Recht für seine Verdienste gelobt. Am Schönsten wird’s aber, als Metallica zwei Sabbath-Klassiker raushauen: Hole In The Sky und Iron Man.



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