Zeitsprung: Am 2.7.1971 spielen Queen zum ersten Mal in klassischer Besetzung.

June 26, 2018
in Category: Popkultur



Zeitsprung: Am 2.7.1971 spielen Queen zum ersten Mal in klassischer Besetzung.

Zeitsprung: Am 2.7.1971 spielen Queen zum ersten Mal in klassischer Besetzung.

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 2.7.1971.

von Christof Leim und Tom Küppers

Aller Anfang ist schwer. Das gilt sogar für Rockgötter, die für epische Klassiker Bohemian Rhapsody und We Are The Champions verantwortlich sind. Die frühen Schritte von Queen sind meilenweit entfernt von den ausverkauften Stadien und Arenen, in denen die Band später zuhause sein wird. Auch die erste Show der heute als klassisch angesehenen Besetzung am 2. Juli 1971 findet nicht wirklich in einem spektakulären Rahmen statt.



Ein knappes Jahr vorher hatten Sänger Freddy Mercury, Schlagzeuger Roger Taylor und Gitarrist Brian May ihren Bühneneinstand unter dem neuen Bandnamen Queen gegeben. Doch leider tun sich die drei mit der Position am Bass relativ schwer. Es dauert bis zum Februar 1971 (und drei weitere Kandidaten), bis das fehlende Puzzlestück gefunden wird. In einer Disco lernen Taylor und May über einen gemeinsamen Freund den Bassisten John Deacon kennen und laden ihn zum Vorspielen ein. Dabei punktet Deacon neben seinem musikalischen Können mit seiner ruhigen, überlegten und zurückhaltenden Art. Deacon erinnert sich im Magazin Bassist & Bass Techniques: „Sie fanden mich in Ordnung, weil ich weder Brian noch Freddie die Show stehlen wollte.“ Dass er zudem Elektrotechnik studiert und hervorragend mit den technischen Geräten umgehen kann, stört auch niemanden.

John Deacon live 1979. Foto-Credit: Eddie Mallin

Das neu formierte Quartett startet mit der Vorbereitung zu ihrem Debütalbum und feiert am 2. Juli 1971 am Surrey College in der Nähe von London seinen Bühneneinstand. Mark Hodkinson berichtet in seinem lesenswerten Buches Queen: The Early Years von folgender Anekdote: Vor Konzertbeginn kommt es zwischen dem schon damals flamboyanten Mercury und Deacon bezüglich der Klamottenauswahl zu einer kleinen Unstimmigkeit. Jeans und T-Shirt des Bassisten findet der Sänger dann wohl doch etwas zu zurückhaltend, weswegen er den neuen Mann zu einem eigens ausgesuchten Hemd überreden muss. Leider gibt es keinerlei Bild- oder Videoaufnahmen dieses Abends, auch eine genaue Setlist existiert nicht. Allerdings ist überliefert, dass Queen seinerzeit eine Mischung aus Coverversionen vom Schlage Jailhouse Rock oder Be Bop A Lula sowie Eigenkompositionen darbieten. Dazu gehören schon frühe Versionen von Stone Cold Crazy und Keep Yourself Alive. Das könnte sich dann ungefähr so angehört haben:



Üblicherweise treten Queen damals noch vor nicht mehr als hundert Zuschauern auf, nutzen diese frühen Shows allerdings, um an Musik und Show zu feilen. Sie fordern sogar die Besucher dazu auf, ihre Meinung kundzutun. Das alles lohnt sich offensichtlich, denn genau in diesem Line-Up wachsen Queen bis zum tragischen Ableben von Freddy Mercury am 24. November 1991 zu einer der größten Rockbands der Geschichte heran, deren Popularität bis heute ungebrochen ist.



Bestes Beispiel: Als in den Umbaupausen von Rock am Ring 2018 Trailer der kommenden Filmbiografie Bohemian Rhapsody gezeigt werden, jubeln alte und junge Fans gleichermaßen auf und singen die kurzen Musikfetzen aus voller Kehle mit.


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