Zeitsprung: Am 22.1.1990 lassen es Slash & Duff krachen und werden zensiert.

January 19, 2018
in Category: Popkultur



Zeitsprung: Am 22.1.1990 lassen es Slash & Duff krachen und werden zensiert.

Zeitsprung: Am 22.1.1990 lassen es Slash & Duff krachen und werden zensiert.

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 22.1.1990.

von Christof Leim

Auf die Gefahr hin, dass wir hier jetzt alt klingen: Könnt ihr euch noch an Zeiten erinnern, als Rockstars sich noch wie Rockstars aufgeführt haben? Ihr wisst schon: Nicht nur aufregende Musik, sondern auch ein Benehmen, das junge Fans fasziniert – so doof, cool, albern, großartig das auch manchmal sein mag. Es genügt womöglich nur ein Drink zuviel und ein „böses“ Wort zu rechten Zeit für einen gesteigerten Unterhaltungswert. Wie das so geht, haben Slash und Duff McKagan von Guns N’ Roses 1990 bei den American Music Awards gezeigt.


Für die weitere Lektüre läuft hier Guns N’ Roses:


Damals gilt die Band als das heißeste Eisen im Rock’n’Roll, als authentische Antithese zum glattgelutschen Hair Metal der Achtziger, denn die fünf Typen von Guns N’ Roses leben tatsächlich das wilde Leben. Im US-Fernsehen darf man zu der Zeit nicht mal „Pippikackearsch“ sagen, noch weniger als heute. Und das wird in Kombination dann lustig.

Bei der Preisverleihung am 22. Januar 1990 gewinnen Guns N’ Roses in der Kategorie „Favorite Heavy Metal Album“. Das überrascht die anwesenden Duff McKagan und Slash offensichtlich. Sie gehen auf die Bühne, mit Drink in der Hand, versteht sich, und wissen nicht so recht, was sie sagen sollen. Slash beugt sich zum Mikro: „Wir dachten, wir kommen einfach zu Show und gucken uns den ganzen Scheiß mal an…“. Huch, da war ja ein „böses“ Wort! Duff kann gerade noch „Trinkt einen auf uns! Danke!“ rufen, bevor nach nur 22 Sekunden das Mikro abgeschaltet und die Pausenmusik eingeblendet wird.



Lustigerweise gewinnen Guns N’ Roses dann auch noch „Favorite Heavy Metal Artist“. Und wieder stiefeln die beiden Kollegen bestens gelaunt und mit leichtem Seegang auf’s Podium. Und jetzt will Slash es wissen: „Hier sind noch ein paar Sachen, die ich eben nicht sagen konnte. Wir danken fuckin’… oops!“ Viel weiter kommen die beiden „happy drunks“ nicht, diesmal fällt schon nach 16 Sekunden die Klappe.



Bei der Pressekonferenz faseln die Spezialisten dann vor mehreren Dutzend Kameras genauso lustig-bescheuerten Unsinn: über Integrität, darüber, dass sie „eine Band sind, Mann!“, und über die Rap-Platten, die sie gerne hören. Slash macht sogar zur Erklärung so gut es geht ein paar Tanzbewegungen…



Alles in allem wird die Veranstaltung damit ein herrlicher Unfall, letztendlich harmlos, aber wunderbar respektfrei, beknackt und, ja, doch: Rock’n’Roll eben. Die Regisseure dürften jedenfalls hektische Flecken bekommen haben. Selbst 14 Jahre später gibt es noch ein großes Drama um „Nipplegate“, als Justin Timberlake bei einem Auftritt versehentlich für Sekunden Janet Jacksons Brust freilegt. Oh Himmel. So oder so: Ein bisschen Aufmischung wie von den Partylöwen Slash und Duff würde so mancher Preisverleihung vielleicht sogar ganz gut tun.

(PS: Was wir uns außerdem fragen: Warum nimmt Duff Slash beim ersten Mal an der Hand? War es so schlimm?)



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