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Depeche-Mode-Mitglied Andy Fletcher ist tot

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Andy Fletcher
Foto: Sergione Infuso/Corbis via Getty Images

Depeche Mode trauern um ihr Gründungsmitglied Andy Fletcher. Wie die Band am 25. Mai 2022 über ihre sozialen Netzwerke bekannt gab, verstarb Fletcher im Alter von 60 Jahren.

„Wir sind schockiert und von Trauer überwältigt über den Tod unseres lieben Freundes, Familienmitglieds und Bandkollegen Andy ‚Fletch’ Fletcher. Fletch hatte ein wahres Herz aus Gold und war immer da, wenn man Unterstützung, ein lebhaftes Gespräch, ein gutes Lachen oder ein kaltes Bier brauchte. Unsere Herzen sind bei seiner Familie und wir bitten euch, in dieser schwierigen Zeit an sie zu denken und ihre Privatsphäre zu respektieren.“

Andrew John Fletcher wurde am 8. Juli 1961 im englischen Nottingham geboren. Gemeinsam mit seinem Schulfreund und späteren Depeche-Mode-Kollegen Vince Clarke gründete er die Band No Romance In China, bei der er Bass spielte. Später wechselte er an den Synth und gründete mit Martin Gore und Clarke die Gruppe Composition Of Sound, die sich — nach Ankunft von Dave Gahan in der Band — in Depeche Mode umbenannte.

Geringer kreativer Input

Fletcher hatte in der Gruppe bekanntermaßen einen geringen musikalischen Input. In den vielen Jahrzehnten, in denen er Depeche-Mode-Mitglied war, schrieb er an keinem einzigen Stück der Band mit. Seine Rolle soll aber bandintern durchaus wesentlich gewesen sein — so soll er streckenweise für den Zusammenhalt von Depeche Mode gesorgt und kreative Differenzen geschlichtet haben. Neben seiner Tätigkeit als Depeche-Mode-Musiker hatte Fletcher auch ein eigenes Label namens Toast Hawaii. Außerdem spielte er gelegentlich DJ-Sets.

Andrew Fletcher hinterlässt seine Frau Gráinne Mullan und zwei gemeinsame Kinder. Die Todesursache ist nicht bekannt.

Depeche-Mode-Fans warten indes immer noch auf den Nachfolger des 2017 erschienenen Spirit. Wann die Platte tatsächlich erscheint, steht in den Sternen — zwar war im vergangenen Jahr die Rede davon, dass die Band bereits im kreativen Prozess sei, ein offizielles Wort bezüglich eines neuen Werks und eines Veröffentlichungstermins steht indes aus.

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Geld verbrennen: Ghost wollen in die Fußstapfen von Rammstein treten

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Marc Pfitzenreuter/Redferns/Getty Images

Ghost sind in puncto Bühnenshow definitiv eine der auffälligsten Metalbands unserer Zeit, ihre Bühnenshow und Ästhetik ein absolutes Spektakel. So wie Rammstein, nur eben noch ein paar Nummern kleiner. Geht es nach Ghost-Mastermind Tobias Forge, kann sich die Gruppe durchaus vorstellen, den Weg von Till Lindemann & Co. zu gehen.

 von Markus Brandstetter

In einem Interview mit Loudwire erklärte Forge, dass es trotz großem Erfolg definitiv noch Luft nach oben für Ghost gäbe. „Rammstein ist das perfekte Beispiel für genau das. Wenn man sich eine Show anschaut, die sie 1995 gemacht haben, sind es im Grunde die gleichen Gags, sie machen die gleichen Sachen, nur vergrößert und in diesem riesigen Rahmen. Ich glaube, dass Ghost das auch könnten, aber dafür muss man in der Lage sein, überall eine Menge Tickets zu verkaufen“

Ghost: Das wäre das langfristige Ziel für die Band

Forge weiter: „Es kostet so viel, diese Show zu machen, dass man sie nicht nur einmal, nicht zweimal, nicht zehnmal machen kann, man muss sie so oft machen, und es dauert so lange, bis man das Geld wieder hat. Man verbrennt buchstäblich Geld. Das wäre mein langfristiges Ziel.“

Im Interview spricht Forge auch über seine Wandlung von Bühnenperson Cardinal Copia zu Papa Emeritus IV — und über Veränderung im Allgemeinen:  „Mir gefiel die Tatsache, dass wir nicht noch einmal das gleiche Spielchen machten. Natürlich wäre es eine weniger angenehme Erfahrung gewesen, wenn es wirklich in die Hose gegangen wäre und das dem Ganzen ein Ende bereitet hätte. Jetzt haben wir diese Figur jahrelang gespielt und sehen langsam das Ende davon. Es fühlt sich wie ein großer Kreis an.“

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Trotz Misserfolgen vor Gericht: „Nevermind“-Baby Spencer Elden kämpft weiter gegen Nirvana

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Paul Bergen/Redferns via Getty Images

Spencer Elden möchte den Gerichtskampf gegen Nirvana noch nicht aufgeben. Der heute 31-jährige Elden, der als Baby auf dem Cover des Grunge-Meilensteins „Nevermind“ zu sehen war, hatte die Band wegen Kinderpornografie verklagt — war damit vor Gericht aber gescheitert.

 von Markus Brandstetter

Wie jetzt bekannt wurde, legte Elden gegen die Abweisung seiner Klage bereits im September Berufung ein. Die Klage richtet sich konkret gegen Dave Grohl, Krist Novoselic, Courtney Love, die Universal Music Group und Kirk Weddle. Wie das Magazin SPIN berichtet, legten Elden und seine Anwälte einen neuen Antrag beim kalifornischen Berufungsgericht des neunten Gerichtsbezirks ein. Darin wird erklärt, dass der vorsitzende Richter fälschlicherweise entschieden, dass der Fall verjährt sei — obwohl Elden durch das Foto weiterhin geschädigt werde. Der Antrag, so das Magazin weiter, berufe sich auch auf das sogenannte Masha’s Law. Dieses besagt, dass Opfer von Kinderpornographie im Erwachsenenalter unabhängig von der Verjährungsfrist Schadensersatz fordern können.

Was in der Schrift zur Berufung steht

„Die Gerichte haben wiederholt entschieden, dass die Verbreitung von Kinderpornografie die Interessen des Opfers an seiner Würde verletzt, unabhängig vom Alter des Opfers zum Zeitpunkt der Verbreitung”,  zitiert SPIN die Berufung. Kurt Cobain kommt darin nicht besonders gut weg: der soll „seine verdrehte Vision für das Nevermind-Albumcover als Ausdruck seiner emotionalen und sexuellen Störungen“ in „mehreren Tagebucheinträgen“ beschrieben haben.

Verwunderung über Klage

Die Klage sorgte vielerorts für Verwunderung — schließlich erklärte Elden jahrelang, stolz auf das Cover zu sein und stellte es anlässlich des 25. Geburtstags der Platte im Jahr 2016 sogar nach. 2021 schien er seine Meinung geändert zu haben und reichte Klage gegen die Band und ihre Vertreter ein. Nachdem die erste Version der Klage abgewiesen wurde, reichte er diese modifiziert nocheinmal ein. Das Urteil: erneut abgewiesen.

Ob Elden diesmal vor Gericht mehr Erfolg haben wird, wird sich zeigen. Dave Grohl hatte anlässlich des 30. Geburtstags des Albums im Jahr 2021 gelassen auf eine mögliche Änderung des Frontcovers reagiert: „Ich denke, es gibt viel mehr, worauf man sich freuen kann, und viel mehr im Leben, als sich in solchen Dingen zu verzetteln. Und zum Glück muss ich mich nicht um den Papierkram kümmern“, so der ehemalige Drummer der Band und heutige Chef der Foo Fighters.

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Pantera-Comeback: Seht hier die Videos und Meinungen der Musikwelt

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Foto: Future Publishing/Getty Images

Die Comeback-Shows der mächtigen Pantera sind offiziell gestartet: Gestern spielte die Band ihr zweites Konzert in Mexiko. Wir haben da mal Videos, Bilder und Stimmen zusammengetragen…

von Björn Springorum

Und plötzlich stehen sie wieder auf der Bühne: Am vergangenen Freitag spielten Pantera ihre erste Live-Show seit über 20 Jahren – und standen natürlich unter weltweiter Beobachtung. Gestern dann standen Sänger Phil Anselmo und Basser Rex Brown gemeinsam mit den Comeback-Mitgliedern Zakk Wylde (Gitarre) und Charlie Benante (Schlagzeug) zum zweiten Mal auf der Bühne – beim Monterrey Metal Fest in Mexiko. Folgende Songs gab es für das ziemlich euphorische Publikum auf die Ohren:

A New Level
Mouth For War
Strength Beyond Strength
Becoming
I’m Broken
5 Minutes Alone
This Love
Fucking Hostile
Planet Caravan (Black-Sabbath-Cover)
Walk
Cowboys From Hell
Domination / Hollow

Paul Stanley ist begeistert

Was immer man auch von der Pantera-Reunion hält: Diese Setlist ist ein ziemlicher Brecher und etwas, das wohl die wenigsten noch mal live zu sehen gewagt hätten. „Rex, Phil und ich dachten uns die Setlist am Telefon aus“, so Schlagzeuger Benante in einem neuen Interview. „Ich schlug ihnen die Songs vor, die ich als Fan selbst gern hören würde, und sie stimmten natürlich zu.“ Benante betonte aber auch, dass sich die Setlist für die Europa-Konzerte 2023 sehr wahrscheinlich noch ein wenig ändern wird. Schauen wir aber mal in eine Nummer rein, die mit Sicherheit auch nächstes Jahr dabei sein wird:

Wie Benante nicht müde wird zu betonen, seien diese Konzerte keine Pantera-Reunion, sondern ein Tribut. Das kommt nicht bei allen gut an. Paul Stanley von KISS allerdings ist begeistert: „Wahnsinn, dass Phil, Rex und Pantera zurück sind und es immer noch draufhaben. Zakk und Charlie haben ihre Hausaufgaben mit Liebe und Hingabe gemacht. […] Dime und Vinnie wären stolz“, twitterte er nach der ersten Pantera-Show vergangenen Freitag. Auch unter den Fans überwiegen die positiven Stimmen. Mal sehen, was da noch so alles kommt…

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Zeitsprung: Am 24.7.1990 werden Pantera zu „Cowboys From Hell“

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