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„Gangsta’s Paradise“-Rapper Coolio ist tot

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Foto: Paul Bergen/Getty Images

Gangsta’s Paradise machte ihn 1995 weltberühmt: Rapper Artis Leon Ivey Jr., besser bekannt als Coolio, ist im Alter von 59 Jahren tot aufgefunden worden.

von Björn Springorum

An diesem Song kommt 1995 niemand vorbei: Mit Gangsta’s Paradise stellt Coolio den Titelsong des Films Dangerous Minds – und landet damit einen Welthit. Jetzt ist der Rapper im Alter von 59 Jahren gestorben. Die Ärzte gehen von einem Herzstillstand aus. Wie Coolios langjähriger Manager mitteilte, wurde Coolio am Mittwoch tot im Haus eines Freundes gefunden. Der Künstler sei ins Badezimmer gegangen und nicht zurückgekommen. Ärzte fanden ihn leblos auf dem Boden und erklärten ihn noch vor Ort für tot.

Einer der besten Rap-Songs aller Zeiten

Bekannt wurde Coolio 1995 über Nacht. Mit Gangsta’s Paradise, ein Song mit Stevie-Wonder-Sample, liefert der Rapper ein feinfühliges, nachdenkliches Dokument aus dem Leben als Straßen-Gangsters. In den USA verbringt der Song gleich drei Wochen auf der Eins der Single-Charts, bekommt einem Grammy und wird später von „Weird Al“ Yankovic legendär als Amish Paradise verwurstet. Auch im Rest der Welt ist der Song ein Mega-Seller, der im Musikfernsehen auf Dauerschleife läuft. Insgesamt verkauft sich die Single über sechs Millionen Mal und erhält in zahlreichen Ländern Platin. Es soll Coolios erfolgreichster Song bleiben.

Coolio wird am 1. August 1963 als Artis Leon Ivey Jr. geboren. In den Achtzigern zog er von Pennsylvania nach Compton, Kalifornien, wo er in die Rap-Szene der West Coast eintaucht. Schon 1987 veröffentlicht er seine erste Single Whatcha Gonna Do?, gefolgt von seinem Debüt It Takes A Thief im Jahr 1994. Ein Jahr später wird er mit einem der besten Rap-Songs aller Zeiten, Gangsta’s Paradise, unsterblich.

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Kirk Hammett: „Toxische Männlichkeit hat diese Band angetrieben“

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Foto: Kevin Mazur/Getty Images

In einem ziemlich offenen und intimen Interview mit dem New Yorker graben Metallica ungewohnt tief. Insbesondere Kirk Hammett hat dabei einige Leichen aus dem Keller geholt…

von Björn Springorum

Metallica sind in aller Munde. Seit die größte Metal-Band der Welt ihr neues Album 72 Seasons für nächstes Frühjahr angekündigt hat, sind sie auf der ganzen Welt wieder das Tagesgespräch – und da natürlich auch völlig zurecht. In einem neuen, durchaus selbstkritischen und persönlichen Interview mit dem renommierten New Yorker hat sich Gitarrist Kirk Hammett jetzt aber auch ziemlich kritisch der eigenen Vergangenheit gegenüber geäußert.

„Bescheuerter maskuliner Macho-Bullshit“

„Toxische Männlichkeit hat diese Band angetrieben“, sagte der frisch 60 gewordene Kirk Hammett. „Bis heute sitze ich da und denke mir: Okay, jetzt schreibe ich dieses richtig, richtig harte, krasse Riff. Man muss sich nur mal diese Rhetorik ansehen: Hartes, krasses Riff. Diese Aggression spürt jeder, aber wir sind richtig in diesem bescheuerten maskulinen Macho-Bullshit aufgegangen.“

Das führte zeitweise sogar fast zu physischen Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Bandmitgliedern – klassisches Silberrückengehabe eben. „Wir betranken uns und rieben uns aneinander auf“, fährt er fort. „Einmal ist James aufgestanden und hat Lars weggestoßen, sodass er quer durch den Raum geflogen ist. Kaum sahen wir uns, nahmen wir uns in die Mangel. Wir konnten in einem Raum mit 20 Leuten sein und uns doch nur auf uns fixieren. Niemand sonst war wichtig“, gesteht Kirk Hammett.

Auch James Hetfield gibt sich im Interview sehr offen und verletzlich. „Auf der Bühne zu stehen bedeutet, in einer Fantasiewelt zu leben“, so der Sänger. „Jeder liegt dir zu Füßen bis du selbst glaubst, wie großartig du bist. Aber dann kommst du nach Hause und fragst dich, wo dieses Gefühl hin ist. Plötzlich fühlt es sich nicht mehr so großartig an, wenn du allein bist und den Müll rausbringen musst.“ Irgendwann werden eben selbst Rockstars erwachsen.

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Lars Ulrich über Metallica: In den 80er-Jahren wäre das Sellout gewesen

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James Devaney/GC Images

Metallica-Schlagzeuger Lars Ulrich sprach in einem aktuellen Interview mit New Yorker über Metallicas Medienpräsenz — und eine ganz besondere Kollaboration, die in den 1980er-Jahren bei den Fans wohl nicht so gut angekommen wäre.

 von Markus Brandstetter

Genauer gesagt ging in es in dem Interview um den Popularitätsschub, den Metallica bei einer jüngeren Generation durch die Netflix-Serie Stranger Things erfahren haben. Seriencharakter Eddie Munson (gespielt von Joseph Quinn) spielt in einer ikonischen Szene Metallicas Meilenstein Master of Puppets, um Dämonen abzuwehren. Daraufhin gab es immer wieder etwas Cross-Marketing zwischen der Band und der Serie. „Wenn du und ich vor zwanzig oder dreißig Jahren hier gesessen hätten, wäre es damals wirklich nur um die Musik gegangen”, so der Drummer. „So etwas zu machen, wäre als Sellout betrachtet worden. Aber die Kultur verzeiht diese Art von Dingen jetzt viel eher“, so Ulrich weiter.

Lars Ulrich: „Ist die Musik nicht gut genug?“

Mittlerweile werde Metallica oft mit der Serie assoziiert. „Ich glaube nicht, dass es heute Morgen irgendeinen Bericht über das Lollapalooza gab, in dem nicht Eddie oder Stranger Things erwähnt wurden. Und es ist nicht so wie ‚Eh, was zur Hölle, ist die Musik nicht gut genug?’ Es ist cool“.

 

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Metallica selbst hatten sich damals begeistert von der Zusammenarbeit gezeigt. „Die Art und Weise, wie die Duffer Brothers Musik in Stranger Things einfließen lassen, war schon immer von höchster Qualität. Daher waren wir mehr als begeistert, dass sie Master of Puppets nicht nur in die Serie aufgenommen haben, sondern auch eine so zentrale Szene darum herum gebaut haben“, so die Band damals in einem Statement. Weil’s so schön war, gab’s sogar noch gemeinsamen Merch von Metallica und dem Hellfire Club.

Und außer Stranger Things war da da doch auch noch was los im Camp Hetfield, Ulrich, Trujillo und Hammett… ach ja, genau — eine Welttournee, ein neues Album 72 Seasons und neue Single Lux Æterna. Die gibt’s hier zu hören:

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Eurythmics-Reunion soll bevorstehen — für 100 Millionen Pfund

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Jeff Kravitz/FilmMagic/Getty Images

Dass die Eurythmics im Rahmen der Zeremonie der Rock and Roll Hall of Fame vor kurzem eine spezielle Reunion gefeiert haben, hatten wir ja bereits an dieser Stelle erwähnt. Nun scheint es aber so, als käme es tatsächlich zu einer Wiedervereinigung der legendären Band um Annie Lennox und Dave Stewart.

 von Markus Brandstetter

Demnach soll dem Duo die stolze Summe von 100 Millionen Pfund für eine Reunion  geboten worden sein — das berichten laut der britischen Zeitung The Mirror namentlich nicht genannte Insider-Quellen. Die Wiedervereinigung soll demnach so gut wie sicher sein. „Die Eurythmics haben ein hohes Angebot für eine Welttournee erhalten“, so der Insider. „Die Tatsache, dass sie in der Rock & Roll Hall of Fame wieder gemeinsam auftraten, hat das Interesse von Veranstaltern geweckt, die die Band mit Geld überschütten, um wieder auf Tournee zu gehen“.

Neues Album nicht ausgeschlossen

Es wäre das erste Mal seit 20 Jahren, dass die Eurythmics auf Tournee gehen.  Damit nicht genug: Geht es nach diesem Bericht, soll sogar ein neues Album nicht ausgeschlossen sein. Das letzte Studioalbum der Band — der Longplayer Peace — erschien 1999. Sollten die Gerüchte tatsächlich stimmen, handelt es sich dabei durchaus um eine Sensation.

Gerüchte bislang nicht bestätigt

Zu früh freuen sollte man sich jedoch nicht — bislang handelt es sich um offiziell nicht bestätigte Gerüchte. Weder Annie Lennox noch Dave Stewart oder offizielle Sprecher der Band nahmen zu den Gerüchten Stellung. Bleibt also abzuwarten, ob Fans bald wieder Songs wie Sweet Dreams (Are Made Of This) live hören können.

Eurythmics, gegründet im Jahr 1980, hatten sich 1990 offiziell aufgelöst. 1999 folgte eine einjährige Reunion samt Tour, deren Gewinne an Greenpeace und Amnesty International gespendet wurden. Seitdem kam es sporadisch zu gemeinsamen Auftritten. Am 5. November 2022 wurde die Band in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Im Rahmen der Zeremonie performten Annie Lennox und Dave Stewart die Eurythmics-Songs Would I Lie to You?, Missionary Man und Sweet Dreams (Are Made of This).

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