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Neue Live-Songs von Bob Dylan und The Grateful Dead aufgetaucht!

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Foto: Charlie Steiner/Getty Images

Seit Jahrzehnten zirkuliert in Fankreisen ein Bootleg des 1987er Konzerts von Bob Dylan und The Grateful Dead in Eugene, Oregon. Jetzt ist Honky Tonk Lagoon im Internet angekommen. Und darf kontrovers debattiert werden.

 von Björn Springorum

Am 19. Juli 1987 treten The Grateful Dead und Bob Dylan im Autzen Stadium in Eugene, Oregon auf. Teile der Show wurden als das notorisch negativ bewertete Live-Album Dylan And The Dead veröffentlicht, wobei sich ein Großteil der Kritik darauf bezog, dass auf dem Mitschnitt angeblich einige der besten Momente dieser merkwürdigen gemeinsamen Tour fehlten. Auftritt Internet: Vor wenigen Tagen sind jede Menge Songs von ebenjenem Konzert aufgetaucht, sodass man die ganze Tournee neu evaluieren kann, sofern man nicht selbst dabei gewesen ist. Hier gibt es die Songs zu hören:

Wurde Dylan etwa gezwungen?

Das Konzert in Eugene war das vierte von sechs Konzerten im Sommer 1987, die stets mit einem zweistündigen Set von The Grateful Dead begannen und dann von einem gemeinsamen Part fortgesetzt wurden – Bob Dylan mit Dead als Backing-Band, das hatte ja auf jeden Fall das Zeug zur Legende. Und wurde dennoch eher eine kuriose Angelegenheit: Angeblich wurde der Songwriter dazu gezwungen, Lieder zu spielen, die er seit Jahrzehnten nicht angefasst hatte. Jemanden wie Dylan zu etwas zwingen? Hm.

Ob das stimmt, weiß man bei einem zwanghaften Legendendrechsler und Wahrheitsverdreher wie Dylan natürlich nie. Schaut man sich die Playlist von Honky Tonk Lagoon aber mal an, fallen eben doch einige rare Perlen auf: Dead Man, Dead Man spielt er hier erstmals seit 1981 und Watching The River Flow erstmals seit 1978. Dazu gibt’s Klassiker wie It’s All Over Now Baby Blue in einer wirklich packenden Fassung mit hinreißendem Gitarrensound. So schlimm kann es für Dylan außerdem alles nicht gewesen sein: Einige dieser neu aufgetauchten Live-Songs wurden sogar über seinen offiziellen YouTube-Kanal geteilt.

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Zum 80. Geburtstag von Bob Dylan: Sein Leben in 11 Songs

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Wanda: Keyboarder Christian Hummer ist tot

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Foto: Manfred Schmid/Getty Images

Kurz vor Veröffentlichung ihres neuen Studioalbums Wanda haben die Österreicher einen schweren Verlust zu beklagen: Ihr langjähriger Keyboarder Christian Hummer ist gestorben.

von Björn Springorum

Diesen Freitag, den 30. September 2022, werden Wanda ihre selbstbetitelte neue Platte Wanda veröffentlichen. Wirklich feiern werden die Wiener diesen Release nicht: Wie die Band jetzt vermeldet hat, ist ihr langjähriger Keyboarder Christian Hummer gestorben. Er sei nach langer und schwerer Krankheit verstorben, so vermeldeten die Österreicher am Montagabend auf den sozialen Netzwerken.

Die Band schrieb: „Es gibt keine Worte, die diesem Verlust gerecht werden können. Christian war ein begnadeter Musiker und ein wundervoller Mensch. Seine Begeisterung für die Musik und seine Zuwendung zu den Menschen haben ihn so liebenswert gemacht.“

Brahms und Nirvana als größte Einflüsse

Christian Hummer wurde 1990 geboren und zählte 2012 zu den Gründungsmitgliedern der Band Wanda. Er nannte Brahms und Nirvana zu seinen größten Einflüssen und war an der Entstehung vieler Songs beteiligt. Bologna zum Beispiel entstand bei ihm zuhause. „Ich glaube, dass die Musik von Wanda direkt Leben ist“, sagte er mal in einem frühen Interview im österreichischen Radio. „Es sind Lieder, mit denen man sich identifizieren kann, weil es Erfahrungen sind, die man – wenn man lebt – einfach macht!“

Im Oktober 2014 verdrehten Wanda der Welt mit ihrem Debüt Amore den Kopf und etablierten sich schnell als einer der wichtigsten und bekanntesten Acts aus Österreich. Songs wie Bologna, Columbo oder Bussi Baby gehören dank Schmäh, Zynismus und hoffnungsloser Romantik längst zum deutschsprachigen Indie-Kanon. Diesen Freitag erscheint ihr neues Album Wanda, ab Ende November will man eigentlich durch Deutschland touren. Wir wünschen den Angehörigen und der Band in dieser schweren Zeit viel Kraft.

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Kippen, Schmäh und viel Amore: 10 Jahre Wanda

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Roger Waters: Streit um Absage von Polen-Konzert

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Jane Tyska/Digital First Media/East Bay Times via Getty Images

Roger Waters sorgt mal wieder für eine Kontroverse. Diesmal geht es um eine Konzertabsage in Polen — und offenbar sind politische Gründe im Spiel.

 von Markus Brandstetter

Waters hätte am 21. April 2022 eigentlich in der polnischen Stadt Krakau spielen sollen. Die Show wurde vor Kurzem abgesagt — laut Medienberichten von Waters und ohne Angabe von Gründen. Das dementiert der Musiker nun mit einem ausführlichen Statement — und beschuldigt die Stadt, ihn aufgrund seiner politischen Meinung zum Ukraine-Krieg zensieren zu wollen.

Roger Waters Statement im Wortlaut

„Es stimmt, dass ein Stadtrat in Krakau, ein Herr Łukasz Wantuch, damit gedroht hat, eine Sitzung abzuhalten, in der er den Stadtrat auffordert, mich zur ‚Persona non grata‘ zu erklären, weil ich mich öffentlich dafür einsetze, dass alle an dem katastrophalen Krieg in der Ukraine Beteiligten, insbesondere die Regierungen der USA und Russlands, auf einen Verhandlungsfrieden hinarbeiten, anstatt die Dinge auf ein bitteres Ende hin zu eskalieren, das ein Atomkrieg und das Ende allen Lebens auf diesem Planeten sein könnte“, schreibt er. „Ungeachtet dessen, dass dieser Bursche Łukasz Wantuch nichts von meiner Geschichte zu wissen scheint, in der ich mich mein ganzes Leben lang, auch unter persönlichen Opfern, für die Menschenrechte eingesetzt habe, forderte er in einem Artikel in einer lokalen Zeitung die guten Menschen in Krakau auf, keine Karten für meine Show zu kaufen. Nicht sehr demokratisch, Sir? Wenn Herr Łukasz Wantuch sein Ziel erreicht und meine bevorstehenden Konzerte in Krakau abgesagt werden, wäre das ein trauriger Verlust für mich, denn ich habe mich darauf gefreut, meine Botschaft der Liebe mit den Menschen in Polen zu teilen, etwas, das ich auf vielen Tourneen in meiner über fünfzigjährigen Karriere getan habe. Und bedauerlicherweise wird den Menschen in Krakau dadurch auch die Möglichkeit genommen, meine aktuelle Show “This Is Not A Drill” zu sehen, die eine wichtige Ergänzung zu meinem Lebenswerk darstellt. Seine drakonische Zensur meiner Arbeit wird ihnen die Möglichkeit nehmen, sich eine eigene Meinung zu bilden.“

Stein des Anstoßes: Waters’ Meinung zur Ukraine?

Der ehemalige Pink-Floyd-Musiker hatte im August 2022 mit einem CNN-Interview für Aufsehen gesorgt. Darin erklärte der 78-Jährige, dass Joe Biden Schuld an dem anhaltenden Krieg zwischen Russland und der Ukraine sei. „Nun, zunächst einmal schürt er das Feuer in der Ukraine – das ist ein großes Verbrechen“, so der Musiker. „Warum ermutigen die Vereinigten Staaten von Amerika [Wolodymyr] Zelenskyy, den [ukrainischen] Präsidenten, nicht zu Verhandlungen, um diesen schrecklichen, schrecklichen Krieg zu vermeiden, in dem… Wir wissen nicht, wie viele Russen getötet werden“, so Waters weiter. Wenn Biden wirklich wollte, wäre der Krieg sofort beendet, attestierte er.

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Roger Waters: Ich bin „viel, viel, viel wichtiger“ als The Weeknd

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Haben Queens Of The Stone Age gerade ihr Comeback angekündigt?

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Foto: Sebastien Bozon/Getty Images

Die Anzeichen verdichten sich, dass Josh Hommes Wüstenbande Queens Of The Stone Age kurz vor ihrer Rückkehr steht: Ihre Homepage macht sich allem Anschein nach bereit für das Comeback!

von Björn Springorum

Seit die Queens Of The Stone Age 2017 ihr Album Villains veröffentlichten, wurde es relativ ruhig um Josh Hommes Desert-Rock-Geschoss. Gut, Homme ist beschäftigt wie immer, hat die Eagles Of Death Metal, seine Desert Sessions, die Arbeiten als Produzent und hat beim Tributkonzetr für Taylor Hawkins kürzlich auch Them Crooked Vultures reaktiviert.

Die Gerüchteküche brodelt

Jetzt könnte sich aber endlich wieder was bei der legendären Band tun: Im Zuge der Ankündigung, dass die Band drei ihrer Alben (Queens Of The Stone Age, …Like Clockwork und Villains) als limitierte Vinyl-Neuauflagen auf den Markt bringen wird, haben sie auch ihre offizielle Webseite ein wenig geupdated. Auf der Startseite gibt es jetzt einen animierten TV mit mehreren Knöpfen, darunter Buy und Tour.

„Weltweite Jagd“ auf die Band

Klickt man auf Buy, bekommt man eine durchaus aufregende Nachricht vorgesetzt: „Breaking news“, heißt es da. „Albumankündigung von Queens Of The Stone Age steht unmittelbar bevor.“ Was ganz ähnliches wartet hinter dem Live-Button: „Breaking news: Weltweite Jagd auf Queens Of The Stone Age.“ Sogar eine ganze Reihe von durchgestrichenen Daten und Locations ist da zu sehen. Sieht also ganz so aus, als würden wir spätestens 2023 endlich wieder in den Genuss einer neuen Platte samt großangelegter Tour kommen. Haben wir aber auch verdient nach all den Jahren. Und hey, wenn er gerade dabei ist, kann er ja gleich im Studio bleiben und eine neue Platte von Them Crooked Vultures aufnehmen, oder?

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20 Jahre „Songs For The Deaf“: Eine sandige Autofahrt mit den Queens Of The Stone Age

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