------------

News

Rammstein: Flake kritisiert Wiedervereinigung Deutschlands

Published on

Foto: Jes Larsen/Universal Music

Die Wurzeln von Rammstein liegen in der ehemaligen DDR. Keyboarder Christian „Flake“ Lorenz hat sich nun zur Deutschen Wiedervereinigung geäußert und deren Auswirkungen scharf kritisiert. Im Interview mit der österreichischen Tageszeitung Der Standard gab er zu Protokoll: „Ab da ging ganz viel schief.“

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch das Video zu Deutschland anschauen:

„Wende und Wiedervereinigung muss man trennen“, stellt er im Gespräch mit Interviewer Stefan Weiss zunächst klar. „Die Wende habe ich als damaliger Punk miterlebt. Das verknöcherte alte Betonkopfgerüst des DDR-Politbüros war ja auch unser Feind. Wir wollten dieses idiotische Regime nicht mehr und haben dafür gekämpft, dass es aufgelockert wird. Als die Mauer fiel, wussten wir mit unserer plötzlich erlangten Freiheit zunächst überhaupt nichts anzufangen. Dann begann aber eine irre spannende Zeit, in der wir versucht haben, uns beruflich, politisch und musikalisch in jeder Richtung zu verwirklichen.“

Von der Art und Weise der Wiedervereinigung hält er allerdings weniger: „Wir wurden als unnützes Land angegliedert, ganze Biografien für wertlos erklärt, Firmen geschlossen, damit sich die Westfirmen breitmachen konnten. Wir sind so sehr zurückgesetzt worden, dass sich Groll und Enttäuschung aufgebaut haben, die bis jetzt anhalten. Im Großen und Ganzen war die Wiedervereinigung in dieser Form eine Sauerei.“

„Ich persönlich kann nicht nachvollziehen, wie man die AfD wählen kann.“

Dort sieht er auch einen der Gründe für den Erfolg der AfD: „Viele Menschen sind enttäuscht, weil sich bestimmte Versprechungen nicht erfüllt haben. Das politisch Linke hatten sie aber schon in ihrem Leben, jetzt probieren sie es mit rechts. Ich persönlich kann nicht nachvollziehen, wie man AfD wählen kann. Aber die, die es tun, machen es zum Großteil aus Protest gegen die etablierten Parteien. Dass die AfD die Erwartungen auch nicht erfüllen kann, ist klar. Wenn die AfD regieren würde, würden viele Leute sehr schnell merken, dass es nicht besser, sondern schlimmer wird.“

Rammstein hätte es in der DDR wohl gar nicht gegeben: „Innerhalb der DDR hätten wir eine Band wie Rammstein nicht gegründet, weil es die falsche Antwort auf dieses System gewesen wäre. Rammstein haben wir gegründet, weil wir gemerkt haben, dass wir im Westen mit unserer Punkmusik nicht weiterkommen. Da brauchte es Härteres.“

„Das Geld, das uns privat bleibt, kann uns eigentlich kaum schaden.“

Ökonomisch betrachtet, nimmt die Herkunft der Gruppe auch heute noch Einfluss auf ihr Handeln: „Rammstein ist ein Betrieb, wo das Geld sehr fluktuiert. Wir haben sehr viele Mitarbeiter, kaufen Unmengen an Pyrotechnik ein, haben eine riesige Bühne, Kostüme, unser eigenes Stromnetz, drehen verdammt aufwendige Videos. Das Geld, das uns privat bleibt, kann uns eigentlich kaum schaden, weil es sich so im Rahmen hält. Wir müssen echt darauf achten, dass die Plus-minus-Rechnung aufgeht.“

Dazu haben Rammstein dieses Jahr unter anderem in Europa und Nordamerika Gelegenheit, wenn sie wieder auf Tour gehen.

„Könnt ihr uns sehen?“: Rammsteins Karriere in Bildern

News

Grammy-Preisträgerin Irene Cara („Flashdance … What A Feeling“) ist gestorben

Published on

Aaron Rapoport/Corbis/Getty Images

Die mehrfache Grammy-Preisträgerin Irene Cara ist tot. Die US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin, die mit ihrem Titelsong zum Kultfilm Flashdance im Jahr 1983 bekannt wurde, starb am 25. November 2022 im Alter von 63 Jahren — das erklärte ihre Publizistin in einem Social-Media-Posting.

Das offizielle Statement im Wortlaut

„In tiefer Traurigkeit gebe ich im Namen ihrer Familie den Tod von Irene Cara bekannt. Die mit dem Academy Award prämierte Schauspielerin, Sängerin, Songwriterin und Produzentin ist in ihrem Haus in Florida verstorben“, so Publizistin Judith A. Moose im Statement. Die Todesursache sei bislang nicht bekannt und werde bekanntgegeben, sobald diese feststehe.

„Irenes Familie hat um Privatsphäre gebeten, um ihren Kummer zu verarbeiten. Sie war eine wunderschöne, begabte Seele, deren Vermächtnis durch ihre Musik und ihre Filme für immer weiterleben wird. Die Beerdigungsfeierlichkeiten stehen noch aus und eine Gedenkfeier für ihre Fans wird zu einem späteren Zeitpunkt geplant“, heißt es in dem Statement weiter.

Große Erfolge durch Filme

Irene Cara, geboren am 18. März 1959 in der New Yorker Bronx, wurde mit dem Stück Flashdance … What A Feeling – dem Titelsong des 1983 erschienenen Films Flashdance – weltbekannt. Für den Song, den sie mitgeschrieben hatte, erhielt sie einen Oscar für die Beste Filmmusik sowie zwei Grammy Awards. Ihr Durchbruch gelang ihr aber schon drei Jahre zuvor mit ihrer Rolle im Film Fame. Cara stand seit frühester Kindheit in der Öffentlichkeit.

 

In späteren Jahren gelang ihr kein großer Hit mehr — laut eigenen Angaben konnte sie aber bis zuletzt von ihren Tantiemen gut leben und bezeichnete ihren Lebensstatus als „Halbruhestand“. Ein paar kleinere Comeback-Erfolge konnte sie aber doch verbuchen — etwa 2005, als sie mit ihrer Band Hot Caramel in der US-Show Hit Me Baby One More Time als Siegerin hervorging. 2001 sang sie als Gastsängerin beim Schweizer Popstar DJ BoBo ihren Hit What A Feeling.

Du willst nichts mehr in der Rockwelt verpassen? Melde dich hier für unseren Newsletter an und werde regelmäßig von uns über die wichtigsten Neuigkeiten, die spannendsten Geschichten sowie die besten Veröffentlichungen und Aktionen informiert!

Continue Reading

News

„Tiefes Bedauern“: Bob Dylan entschuldigt sich für Unterschriftenskandal

Published on

Jeffrey R. Staab/CBS via Getty Images

Eine vermeintlich handsignierte, limitierte Auflage von Bob Dylans neuem Buch „The Philosophy of Modern Song“ hatte kürzlich für viel Verärgerung gesorgt. Die Ausgaben, die der Verlag Simon & Schuster mit Echtheitszertifikat für einen Preis von über 600 Dollar verkaufte, hatten nämlich einen Haken: Die Bücher hatte Dylan gar nicht per Hand unterschrieben — sondern mit einem sogenannten „Autopen“. In den sozialen Medien hatten zuvor einige Personen Zweifel an der Echtheit der begehrten Dylan-Signaturen geäußert.

 von Markus Brandstetter

Es ist selten, dass sich Bob Dylan zu Wort meldet, umso bemerkenswerter ist, dass der legendäre wie auch schweigsame Musiker sich in einem Statement an seine Fans wendet. „An meine Fans und Anhänger, Ich bin darauf aufmerksam gemacht worden, dass es eine Kontroverse über die Unterschriften auf einigen meiner jüngsten Kunstdrucke und auf einer limitierten Auflage von Philosophy Of Modern Song gibt. Ich habe im Laufe der Jahre jeden einzelnen Kunstdruck handsigniert, und es gab nie ein Problem“, schreibt Dylan.

„Im Jahr 2019 hatte ich jedoch einen schlimmen Schwindelanfall, der bis in die Pandemiejahre anhielt. Es braucht eine fünfköpfige Crew, die eng mit mir zusammenarbeitet, um diese Unterschriftensitzungen zu ermöglichen, und wir konnten keinen sicheren und praktikablen Weg finden, um das zu erledigen, was ich tun musste, während das Virus wütete. Während der Pandemie war es also unmöglich, etwas zu unterschreiben, und der Schwindel half auch nicht. Angesichts der drohenden Vertragsfristen wurde mir vorgeschlagen, einen automatischen Stift zu verwenden, und mir wurde versichert, dass so etwas in der Kunst- und Literaturwelt ‚ständig‘ gemacht wird“, so die Songschreiberlegende weiter.

Dylan entschuldigt sich am Ende des Statements in aller Form für diese „Fehleinschätzung“, man arbeite bereits an einer Wiedergutmachung. „Der Einsatz einer Maschine war eine Fehleinschätzung, die ich sofort korrigieren möchte. Ich arbeite mit Simon & Schuster und meinen Galeriepartnern zusammen, um genau das zu tun. Mit tiefem Bedauern, Bob Dylan“.

Auch Verlag entschuldigt sich

Der Verlag selbst hatte vor wenigen Tagen verlautbart: „Bei denjenigen, die die limitierte Ausgabe von THE PHILOSOPHY OF MODERN SONG gekauft haben, möchten wir uns entschuldigen. Wie sich herausgestellt hat, enthalten die Bücher der limitierten Auflage zwar Bobs Originalunterschrift, aber in Form einer handgeschriebenen Replik. Wir werden uns sofort darum kümmern, indem wir jedem Käufer eine sofortige Rückerstattung gewähren.“

Du willst nichts mehr in der Rockwelt verpassen? Melde dich hier für unseren Newsletter an und werde regelmäßig von uns über die wichtigsten Neuigkeiten, die spannendsten Geschichten sowie die besten Veröffentlichungen und Aktionen informiert!

Continue Reading

News

„Adieu“: Rammstein nehmen bildgewaltig Abschied! Aber wovon?

Published on

Foto: Santiago Bluguermann/Getty Images

Es ist die fünfte und letzte Single aus Zeit: Jetzt hat auch die elegische Ballade Adieu ein episches Video bekommen. Seht hier, wie Rammstein zu Killern werden. War’s das dann so langsam in Sachen neuer Musik?

von Björn Springorum

Fans spekulieren ja schon seit Veröffentlichung des neuen Albums Zeit, ob selbige für Rammstein so langsam gekommen ist. Und während die Band weiterhin fleißig Konzerte für 2023 bestätigt und wir also zumindest live nicht sofort Abschied nehmen müssen, zeigt jetzt auch das bewegende neue Video zur fünften Single Adieu, dass die Zeit auch für Rammstein kommen wird. Die Frage ist nur: wann? Hier gibt es das epische, knapp neunminütige (!) Video zu sehen:

Die Band verbrennt sich selbst

Der opulente Clip wurde wieder von Specter Berlin umgesetzt und inszeniert die Band als militantes Kommando, das in einer futuristischen Welt ein Gebäude überfällt, in dem die „Verdammten“ festgehalten werden, wie es im Abspann heißt. Ein bildmächtiges Spektakel ist Adieu geworden, ganz ähnlich dem sensationellen Video zu Zeit, mit dem Rammstein dieses Kapitel begannen. Jetzt beenden sie es – und kündigen damit vielleicht auch das Ende ihrer Karriere an? „Nur der Tod währt alle Zeit“, heißt es bekanntlich im Song, der lyrisch einen Abschied beschreibt. Welcher das ist – Tod, Trennung, Ende der Band –, bleibt weiterhin offen.

Im Video laufen Till Lindemann Tränen die Wangen herab, am Ende zündet Paul Landers alles an und verbrennt damit symbolisch auch die Band. Am Ende werden die Bandmitglieder zu riesenhaften Steinfiguren, zu Ikonen, stumm und starr für alle Zeit. Da kann man natürlich wieder eine ganze Menge hineininterpretieren. Und das ist ja irgendwie auch das Schöne: Wie immer wissen wir mal nicht, was Rammstein genau vorhaben. Genießen wir es, solange wir noch können.

Du willst nichts mehr in der Rockwelt verpassen? Melde dich hier für unseren Newsletter an und werde regelmäßig von uns über die wichtigsten Neuigkeiten, die spannendsten Geschichten sowie die besten Veröffentlichungen und Aktionen informiert!

Sehnsucht: Wie Rammstein der große Durchbruch gelang

Continue Reading

Latest Music News

Top Stories

Don't Miss