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Vater von Amy Winehouse: „Das kommende Biopic wird vieles richtigstellen“

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Foto: Roger Kisby/Getty Images

Das Biopic über Amy Winehouse geht in die nächste Stufe. Ihr Vater verkündete jetzt weitere Details – und fadenscheinige Gründe, warum der Film ein ganz anderes Bild zeichnen wird als die Oscar-prämierte Doku Amy.

von Björn Springorum

Amys Vater war gegen die Dokumentation

Als Asif Kapadia im Juli 2015 seine Dokumentation Amy in die Kinos bringt, steht die Filmwelt Kopf. Keine Dokumentation war an den Kinokassen erfolgreicher als die Chronik vom kometenhaften Aufstieg und tragischen Fall der Amy Winehouse. Der Oscar im Folgejahr war der gerechte Lohn für eine, nach Meinung vieler, brillante und bewegende Dokumentation.

Amys Vater ist damit gar nicht einverstanden. Mehrfach hat sich Mitch Winehouse öffentlich gegen den Film und seinen Regisseur ausgesprochen, hat ihn kritisiert, Amy Winehouse als Opfer zu brandmarken und ihren „wunderbaren Sinn für Humor“ komplett unter den Tisch fallen zu lassen. All das, so verspricht der Vater, würde das kommende Biopic über seine Tochter richtigstellen. Das ist natürlich schon insofern schwierig, weil das Verhältnis zwischen Amy und ihrem Dad als mindestens angespannt galt und ihr Vater schon früher für ihren Absturz verantwortlich gemacht wurde: Er lässt die Familie mit neun Jahren im Stich und redet seiner eigenen Tochter einen Aufenthalt in der Entzugsklinik aus. Und das ist nur der Anfang.

Amys Leben als Broadway-Show

Das jetzt einfach auszublenden, ist falsch und allzu kurz gedacht. Im Gegenteil: Es zeigt eigentlich nur, dass sich Mitch Winehouse in keiner Weise verantwortlich für den Tod seiner Tochter fühlt. Dennoch darf mit Spannung erwartet werden, wie Amys kurzes, intensives Leben verfilmt wird. Ihr Vater jedenfalls spricht von einem „wunderbaren Film, einer tollen Broadway-Show, die Amy so zeigt, wie sie wirklich war.“ Derzeit werde das Drehbuch geschrieben und nach einer Hauptdarstellerin gesucht. Die soll am besten ein komplett unbeschriebenes Blatt sein, idealerweise ein „ jüdisches Mädchen aus dem Norden oder Osten Londons, die ein bisschen so aussieht wie Amy und redet wie sie.“

Wenn es nach dem Vater geht, wird daraus eine Pop-Operette wie Bohemian Rhapsody oder Rocketman – bezeichnenderweise beides Beispiele, die die Drogensucht der Protagonisten zwar beleuchten, aber nicht unbedingt in der gegebenen Schwere darstellen. Wie man das bei einer jungen Frau macht, die an einer Alkoholvergiftung stirbt, muss man dann erst mal sehen. Bei allem Interesse an Amys Leben macht es uns ihr Vater mit seinem Aussagen also nicht gerade leicht, der Sache einzig mit freudiger Erwartung entgegenzusehen.

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