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Popkultur

5 Wahrheiten über Metal-Fans

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© P. Schwichtenberg, CC BY-SA 3.0

I) Metal-Fans sind krank

Kostverächter versuchen schon seit den Anfängen der Rockmusik, die Hörer als gestört hinzustellen und dürfen sich neuerdings sogar auf ärztliche Diagnosen stützen: Dass jemand im ohnehin Musik-verrückten Schweden offiziell als ‘Metal-süchtig’ gilt, verwundert uns jedoch nicht weiter, denn stimmt der Sound – egal aus welchem Genre er stammt –, kriegt man eben nicht genug davon.

II) Metal-Fans sind stets areligiös oder Satanisten
Klischee is’ schee, doch Fakt bleibt: Im Metal hat man es in den seltensten Fällen mit Teufelsanbetern zu tun, und selbst Slayer-Frontmann Tom Araya bezeichnet sich als Christ. Seit je existiert eine sogenannte White-Metal-Szene, zu deren dienstältesten Betbrüdern ausgerechnet die Grunzgurgelknüppler Mortification zählen, also verwundert es auch nicht, dass so viel Spiritualität merkwürdige Blüten wie ‘Unblack Metal’ treibt. Wir sagen wieder: stimmt der Sound, dürfen die Macher auch ihren Dackel verehren. Mehr dazu lest ihr hier.

III) Metal-Fans sind ungebildete Hinterwäldler
Noch so ein Stereotyp, und falls es überhaupt je stichhaltig war, haben Musik-begeisterte Hohlbrote längst anderen Stilen zugewandt, während es im in Metal-Texten spätestens seit den 1980ern oft sogar politisch zugeht und die Musiker so virtuos zocken, dass sie es nicht in der Gosse gelernt haben können. Außerdem regt der Stil Studien zufolge sogar die Intelligenz an und lädt zum wissenschaftlichen Diskurs an; nichts da also von wegen ‘tumber Krach’ und so…


Slayer auf dem Wacken 2014.

IV) Wacken ist das Mekka aller Metal-Fans
Der Basis und solchen Zeitgenossen, die sich unter Punkt III tummeln, ist das berühmteste Genre-Festival mittlerweile zu viel Event und zu wenig Musik. Alternativen gibt es zur Genüge (das Summer Breeze im schönen Süden), und so wie sich die Meinungen die Waage halten, untermauert die Szene, dass sie eben nicht nur gerne feiert, sondern auch Wert auf Substanz legt.

V) Begeisterung für Metal ist eine bloße Phase, die vergeht
Man kennt das: “Wenn du erst mal älter wirst …” Solche Sprüche unterstellen der Musik eine geringe Halbwertszeit, obwohl sie in vielerlei Hinsicht Teil der Gegenwartskultur geworden ist. Außerdem muss nicht auf Richard Wagner stehen, um zu wissen, dass Metal-Fans ihren Helden mit beispielloser Nibelungentreue folgen. Diese Kultur ist gekommen, um zu bleiben, organisch gewachsen (wie die Haare ihrer Vertreter) und – jawohl: a way of life …

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