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Popkultur

5 Wahrheiten über Rise Against

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Hier nehmen wir uns mal ein paar Minuten Zeit und prüfen gängige Klischees und Falschannahmen in der Musikwelt… Einfach, weil wir es können bzw. einfach, weil es so viel mehr Vorurteile gibt als alle Beatles, Rolling Stones und Queen-Singles zusammenaddiert (lies: sehr viele). Wir nehmen uns also ein Genre oder einen Künstler und schauen wie stichhaltig die gemeinhin als richtig wahrgenommenen Annahmen sind.


Tierschützer, Menschenrechtler, Politaktivisten, Straight Edger und obendrein noch verdammt gute Musiker. Seit fast 20 Jahren machen Tim McIlrath, Joe Principe, Brandon Barnes und Zach Blair aus Chicago als Rise Against das Maul auf – mit Erfolg. Der melodische Hardcore-Punkrock mit Attitude wurde mittlerweile sieben Mal auf Platte gepresst und stürmt in schöner Regelmäßigkeit die Charts. Wir haben uns die Vita der vier Jungs mal angesehen und ihre Karriere, Gerüchte und über sie erzählte Geschichten einem Faktencheck unterzogen.



1. Der Tierschutz

Alle vier Mitglieder von Rise Against leben straight edge. Heißt: Verzicht auf Alkohol, Drogen, Tabak und häufig wechselnde Geschlechtspartner. Für manche Straight Edger ist auch Koffein oder das Essen von Tieren oder tierischen Produkten tabu. Letzteres trifft auch auf Rise Against zu. Zwei Mitglieder der Band leben vegetarisch, die anderen beiden sogar vegan. Auch in ihren Songs machen die Jungs keinen Hehl daraus. Im Video zu Ready To Fall sind etwa Szenen aus Massentierhaltungsställen und Sportjagden zu sehen. Darüberhinaus setzten sich Rise Against für die Sea Shepherd und die Tierschutzorganisation PETA ein, von denen sie 2009 zur besten tierfreundlichen Band gewählt wurden.


2. Rise Against X VANSrise

Das tierrechtliche Engagement von Rise Against übertrugen die Jungs 2007 auch auf eine Kooperation mit der Sport- und Skatemarke VANS und einen komplett veganen Schuh ohne Verwendung von Leder und anderen tierischen Materialien. Kurz darauf sah sich die Band in einen Shitstorm erster Güte verwickelt. Der Vorwurf: Was nützt ein vegan hergestellter Schuh, wenn er angeblich, wie viele andere VANS-Produkte auch, in Sweatshops gefertigt wird? Nicht viel. Aber Rise Against schlugen zwei Fliegen mit einer Klappe und konnten im Rahmen der Vorwürfe gleich auch die unwahren Gerüchte über ungute Arbeitsbedingungen in den Produktionsstäten von VANS aus der Welt schaffen.


3. Politisches Engagement

Rise Against kümmern sich nicht nur um Tiere, sondern auch um die Menschen und ihre politische Gesinnung. Während den US-Wahlen im Jahr 2004 waren Tim McIlrath, Joe Principe, Brandon Barnes und Zach Blair Teil des Punkvoter-Projektes und waren auch auf dem Soundtrack Rock Against Bush Vol. 1-Sampler vertreten. Im Wahlkampf des Jahres 2008 unterstützten Rise Against Präsidentschaftskandidat Barack Obama. Außerdem machen sie sich immer wieder für Amnesty International und das “It Gets Better Project” stark.


4. Tim McIlrath, Aldous Huxley und George Orwell

 

Als Kind war RA-Frontmann Tim McIlrath ein echter Science-Fiction-Nerd. Er verschlang Comics, Filme und auch Bücher zum Thema. Dabei steckte er seine Nase auch in die Bücher „1984“ und „Schöne neue Welt“ von Orwell und Huxley. Erst Jahre später, mittlerweile Erwachsen, wurde McIlrath sich darüber bewusst, was diese Bücher eigentlich im Hinblick auf unsere gesellschaftliche Entwicklung bedeuten. „Als ich das realisierte, wurde Kritik an Staat und Gesellschaft zu üben zu einem wichtigen Teil meines Lebens, denn die zentrale Message der Bücher ist doch: ‚Wenn wir nicht wachsam sind, werden wir uns auf ein gleichgeschaltetes System zubewegen, das uns überwachen und keinerlei Abweichungen zulassen wird’. Das ist der Grund, warum mich diese Bücher bis heute faszinieren und warum ich sogar sagen würde, dass sie mit Auslöser dafür waren, weshalb ich überhaupt begann, mich mit Punk als kritischer Bewegung zu beschäftigen“, erklärte McIlrath mal in einem Interview.


5. Vorbilder Minor ThreatRise-Against-The-Black-Market-2014

Tim, Zach und Joe sind große Verehrer der Hardcore-Punker und Straight Edger aus Washington. Das ist auch der Grund, warum sich alle drei zu Ehren der Band ihren Namen haben tätowieren lassen. Gestochen wurde die Honorierung auf der Haut übrigens von Minor-Threat-Fan Anthony Civarelli, der Teil der befreundeten Band Gorilla Biscuits ist.


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