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Popkultur

5 Wahrheiten über Volbeat

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Hier nehmen wir uns mal ein paar Minuten Zeit und prüfen gängige Klischees und Falschannahmen in der Musikwelt… Einfach, weil wir es können bzw. einfach, weil es so viel mehr Vorurteile gibt als alle Beatles, Rolling Stones und Queen-Singles zusammenaddiert (lies: sehr viele). Wir nehmen uns also ein Genre oder einen Künstler und schauen wie stichhaltig die gemeinhin als richtig wahrgenommenen Annahmen sind.


Elvis-Metal, also die Verbindung aus harten Riffs und hüftenschwingendem Rock’n’Roll. Auf die Idee muss man erst mal kommen. Die Dänen von Volbeat haben das getan und mit diesem Konzept voll ins Schwarze getroffen. So sehr, dass sie seit ihrem Debütalbum The Strength / The Sound / The Songs mittlerweile längst über die Grenzen ihres skandinavischen Heimatlandes hinaus bekannt geworden sind und mittlerweile nicht nur in Europa sondern auch den USA erfolgreich sind – Grammy-Nominierung, Multiplatin-Platten, weltweite Touren und Respektsbekundungen von Metallica inklusive. Normalerweise lassen die Dänen die Musik für sich sprechen, aber wir haben mal ein paar Wahrheiten über Volbeat herausgefunden.


1. Volbeat und die FortsetzungenVolbeat-Pressebilder-2016 (1)

Volbeat können nicht nur Coverversionen, sondern natürlich auch eigene Songs schreiben – und zwar am allerliebsten Fortsetzungsgeschichten. So erzählen die Tracks Fire Song und Danny & Lucy vom drogensüchtigen Danny und seiner Freundin Lucy, die vor ihren Eltern fliehen und bei einem Autounfall ums Leben kommen. Auf dem Song Mr. & Mrs. Ness der nächsten Platte erzählten Volbeat dann vom Schicksal der Mutter, die sich angeblich selbst umbringt, ehe ihr Mann mit blutverschmierten Händen und einer Waffe gefunden wird. Im Song Mary Ann’s Place hat der Mann Freigang und besucht die Gräber seiner Frau und seiner Tochter.


2. Ein Pokémon als Namensvetter

Will man sich via Suchmaschine über die Dänen informieren, kann in das in schweißtreibende Recherchearbeit ausufern. Der Grund: Nicht nur die Band, sondern auch ein Pokémon hören auf den Namen Volbeat. Letzter ist eine Art Kreuzung aus Käfer und Glühwürmchen. Als Sänger Michael Poulsen noch als Lehrer an einer Schule tätig war, rieben ihm die Kinder diesen Zufall natürlich brühwarm unter die Nase.


3. Faszination Boxsport

Volbeat-Frontmann Michael Poulsen ist großer Fan des behandschuhten Faustkampfes. Das Faible dafür bekam er in die Wiege gelegt: Sein Vater war nämlich Boxer. Schon als Kind beobachtete er ihn beim Training oder schaute sich Kämpfe an. Boxen sei gar nicht so brutal, wie immer behauptet wird, sondern würde einem viel taktisches Denken abverlangen, so Poulsen. Bis heute checkt der Sänger jeden Morgen zuerst die einschlägigen Boxsport-News-Seiten. Und: Der dänische Boxer Mikkel Kessler verwendete viele Jahre Songs von Volbeat als Einlaufmusik, ehe er 2009 gemeinsam mit der Band seine eigene Hymne aufnahm.


4. Das ganz besondere Tribut an den King

Kurz nach der Veröffentlichung ihres ersten Albums The Strength / The Sound / The Songs bekam Frontmann Michael Poulsen eine Anfrage. Musiker, die in den 50er- und 70er-Jahren mit Elvis Presley gespielt hatten, tourten durch Europa und erkundigten sich, ob Poulsen nicht Lust hätte, mit ihnen aufzutreten. Poulsen dachte es wäre ein Scherz und lehnte ab – schließlich wollte er das Werk des Kings nicht beschmutzen. Erst als er wenig später dahinterkam, wer ihn eigentlich angefragt hatte, sagte er doch zu. Auf der Bühne sang Poulsen dann Elvis-Songs wie Suspicious Minds und Don’t Be Cruel und verkroch sich direkt nach dem Auftritt, überwältigt von seinen Elvis-Emotionen, weinend auf der Toilette.


5. Rob Caggiano spielte vorher bei AnthraxVolbeat-Pressebilder-2016

Eigentlich wurde Rob Caggiano 2013 nur angeheuert, um das neue Volbeat-Album Outlaw Gentlemen & Shady Ladies zu produzieren – aber die Chemie zwischen der gerade gitarrenlosen Band und dem bandlosen Caggiano stimmte so dermaßen, dass Michael Poulsen dem Produzenten irgendwann anbot, nicht einfach nur Knöpfe zu drücken, sondern bitteschön auch wieder Saiten zu schrammeln. Gute Entscheidung.


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