------------

Popkultur

Die musikalische DNA von Blondie

Published on

Manche Fehler können Karrieren zerstören, andere legen erst den Grundstein für welche. Als eine kleine New Yorker Band im Jahr 1976 mit ihrer ersten LP debütierte, fand sie über die Grenzen der eigenen Szene hinaus kaum Zuspruch. Mehr noch weigerten sich viele Radiostationen, ihre Single X-Offender zu spielen. Der Song hieß nämlich ursprünglich “Sex Offender” und die Lyrics waren der prüden Medienwelt der siebziger Jahre zu anrüchig. In Australien aber lief die Platte bei der TV-Show Countdown – fälschlicherweise aber wurde die B-Seite abgespielt, In the Flesh. Die kam dagegen sehr gut an und ermutigte die Band, ihr altes Label fallenzulassen und bei einem neuen anzuheuern, ihr erstes Album neu aufzulegen und der Rest… Ja, der Rest ist Geschichte. Wäre dem Produktionsteam von Countdown nicht dieser Schnitzer unterlaufen, wer weiß, ob wir sonst jemals wieder von Blondie gehört hätten.


Hört hier in die musikalische DNA von Blondie rein:

Für die ganze Playlist klickt auf „Listen“.


Dass Blondie von Anfang an allerdings ebenso aneckten wie sie ein breites Publikum mit der süßlichen Power-Ballade In the Flesh für sich begeistern konnten, sagt bereits alles. Wo andere Bands an ihren Widersprüchen und Kontrasten zerbrachen, bezog die Band um Debbie Harry und Chris Stein genau daraus ihre Energie. Punk und New Wave trafen auf astreinen Pop und glamouröse Disco-Klänge, mit Rapture wagte sich die Gruppe sogar als eine der ersten Rock-Kombos überhaupt an die Hip Hop-Kultur heran. Blondie stehen somit beispielhaft für das, was früher als „cooles Wissen“ bezeichnet wurden: Sie wussten, wo der heiße Scheiß abging und wie er zu klingen hatte, bauten ihn selbst in ihre ganz eigene, eigensinnige Musik ein und schufen etwas Einzigartiges, nie vorher Dagewesenes. Das gilt natürlich auch heute noch, über zwei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung der zwischen 1982 und 1997 aufgelösten Gruppe.

Und wie klingt das coole Wissen von Blondie nun genau? Das verrät uns ein Blick auf die musikalische DNA der Band um Debbie Harry, die farbenfroher ist als alles, was heute so im Radio zu hören ist. Denn Blondie waren ihrer Zeit nicht allein um ein paar Jahre, sondern gleich Jahrzehnte voraus.


1. Rhys Chatham – A Crimson Grail Part 2

Die siebziger Jahre in New York waren hart. Die Verbrechensraten gingen durch die Decken, die Märkte stagnierten. Armut machte sich breit und damit das Elend. Aber wo eine Krise ist, da wartet auch eine Chance. So faulig der Big Apple roch, so viele Menschen lockte er doch genau deswegen an. Wohnraum war günstig, die Obrigkeit lax und gegen die Tristesse des Alltags regte sich vor allem kreativer Widerstand. Ob die ersten Hip Hop-Block-Partys, die aufblühende Disco-Szene oder die Punk-Community: Hier ging etwas ab! In der Küche des Mercer Arts Center trat sich zwischen den Jahren 1971 und 1973 die Avantgarde der Stadt auf die Füße. Neben den dort stattfindenden Videoinstallationen war The Kitchen auch ein Austauschort für die Musikszene.

Verantwortlich für die Programmierung war der La Monte Young-Schüler Rhys Chatham, der sich gleichermaßen für Minimal Music, elektronische Kompositionen und später Punk interessierte, was Werke wie A Crimson Grail beweisen – eingespielt wurde es in seiner ursprünglichen Form von einem Orchester mit 400 Gitarren. Dank Chathams feinsinniger Kuration war auch Chris Stein völlig begeistert von der örtlichen Szene und wollte mitmischen. Zuerst heuerte er bei den Stilettoes an, wo Debbie Harry am Mikro stand, bevor sie gemeinsam mit Billy O‘Connor und Fred Smith eine neue Band gründeten.


2. Television – Marquee Moon

Wie diese Band hieß? Zuerst Angel and the Snake! Dann aber Blondie in Anspielung auf die Zurufe, die sich Harry – ein ehemaliges Model – auf den Straßen der Stadt gefallen lassen mussten. Aus dem erniedrigenden Sprüchlein wurde so eine Kampfansage an die Macker dieser Welt. 1975 formierte sich die Band neu und fing an, erste Gigs in den wichtigsten Clubs von New York zu spielen, wo sie gleichgesinnte Menschen und Bands vorfanden, deren Attitüde deutlich in ihrer Musik reflektiert wurde. Neben dem Max‘s Kansas City war das 1973 eröffnete CBGB der wichtigste Anlaufpunkt der Stadt. Patti Smith oder die Talking Heads begannen hier ihre Karrieren und die US-amerikanische Version des Punk-Sounds entwickelte sich ein paar Meter neben der berüchtigten CBGB-Toilette in Echtzeit voran.

Nachdem er Blondie im Frühjahr 1975 verließ machte eben jener Fred Smith, der zur Ursprungsformation der Band gehörte, mit einer anderen Truppe aus dem CBGB-Umfeld Karriere. Television legten 1977 mit Marquee Moon ein Album vor, das den Punk-Sound der Stunde schon wieder auflöste, mit konventionellen Harmonien aus dem Rock spielte und sogar Jazz-Elemente in sich aufnahm. Es sollte eine bahnbrechende, einflussreiche Platte werden, die ein Michael Stipe von R.E.M. bis heute neben Patti Smiths Horses zu einer der zwei besten LPs aller Zeiten zählt. Als sie damit auf Tour nach England gingen, nahmen sie Blondie gleich mit. Die beiden Gruppen verstanden sich aber wohl nicht sonderlich, wenn wir den Erzählungen Glauben schenken dürfen…


3. Ramones – Pet Semetary

Television gehörten eben zu den Exzentrikern, die ein Club wie das CBGB zwangsläufig hervorbringt. Und eigentlich lassen sich Blondie ähnlich kategorisieren. Ihre Musik war von Punk geprägt, spielte aber schon auf der Debüt-LP mit vielen anderen Elementen und begeisterte damit die Kritik, wenngleich die Verkäufe anfangs schleppend liefen. Mit den Punks kamen sie dennoch gut zurecht – sehr gut sogar. Als Tommy Ramone im Jahr 2014 starb, erinnerte sich Stein daran, die Band des Drummers von Anfang an geliebt zu haben. „Ich traf ihn früh“, erinnerte er sich. „Mit seiner Band Butch spielte er im Mercer Art Center, bevor es buchstäblich zusammenfiel.“

Als die beiden sich das nächste Mal über den Weg liefen, erzählte Tommy von seiner neuen Band. „Ich war vermutlich bei ihrer ersten Show im CBGB und erinnere mich noch genau daran, wie fantastisch sie trotz ihrer Unerfahrenheit waren“, so Stein. Noch 1990, als Harry und Stein lange nach der Auflösung von Blondie für eine kurze Tour durchs Land zogen, taten sie das unter dem Titel „Escape from New York“ gemeinsam mit den hageren Ramones. Und Songs wie Pet Semetary gehörten immer auf die Setlist von Blondie oder Debbie Harrys Solo-Shows. Die Zeit im CBGB schweißte beide Gruppen für immer zusammen.


4. Iggy Pop – Ordinary Bummer (Live)

Zwischen 1982 und 1997 war bei Blondie der Ofen aus – so halb zumindest, denn Harry und Stein trugen das Erbe der Band ja weiter. Interne Spannungen hier, Steins Autoimmunerkrankung und das eine oder andere Rock-Star-Problemchen wie illegale Substanzen und finanzielle Fehlkalkulationen ließen die Gruppe erst ihre Europa-Tour 1982 absagen und dann im November ihre Auflösung bekannt geben. 1997 aber raufte sich die Band wieder zusammen, gab im Mai des Jahres ein Reunion-Konzert und ging später auf eine internationale Tour. Währenddessen veröffentlichten sie beinahe klammheimlich ein neues Stück Musik.

Oder besser: ein altes. Denn bei Ordinary Bummer handelte es sich um eine Iggy Pop-Nummer vom Album Zombie Birdhouse, das die Gruppe unter dem Pseudonym Adolph‘s Dog einspielte. Eine etwas pikante Anspielung, denn mit Adolph war Adolf Hitler gemeint – und dessen Schäferhündin hieß nochmal wie genau? Eben, Blondie. Das Cover war eine Hommage an Pop, der sie – damals mit David Bowie als Teil seiner eigenen Band – auf Tour eingeladen hatte. „Sie waren unsere absoluten Helden“, erinnerte sich Harry an das explosive Doppelpack in einem Interview nach Bowies Tod Anfang 2016.


5. Roxy Music – More than This

Die ungezügelte „raw power“ von Iggy Pop und das glamouröse Auftreten Bowies waren jeweils für sich legendär, gemeinsam aber entzündeten sich an diesem Kontrast die intensivsten musikalischen Feuerwerke. Blondie waren ganz ähnlich, sie lebten von den vermeintlichen Widersprüchen, die ihre Musik von Anfang an auszeichneten. Von Avantgarde bis Punk reichte ihr Einflussspektrum und natürlich stand auch exaltierter Art Rock und Glam auf dem Programm. Dass sie 2006 den Roxy Music-Song More than This coverten, versteht sich da fast wie von selbst. Denn auch Blondie waren immer schon „mehr als das“!

So nahe die Verbindung zwischen Roxy Music und Blondie aus heutiger Sicht auch liegen mag, wurden die Trennlinien früher noch schärfer gezogen. Drummer Clem Burke verriet, dass er bereits zu Jugendzeiten mit seiner Passion für Roxy Music und andere auf taube Ohren stieß. „Ich war ein riesiger Fan von den New York Dolls und David Bowie, Roxy Music, Cockney Rebel, The Sweet und T.Rex. Meine Freunde aber mochten Zappa und Captain Beefheart, ihnen gefiel diese Musik gar nicht. Deshalb habe ich Leute gesucht, die ähnlich drauf waren wie ich.“ Er fand Blondie und damit ein paar sehr offene Menschen vor, die gutes Songwriting unabhängig von allen Genrebestimmungen zu wertschätzen wussten.


6. Randy and the Rainbows – Denise

Denn diese Band konnte auch mit ausgemachten Pop-Nummern etwas anfangen! Als Blondie 1978 ihr zweites Album Plastic Letters veröffentlichten, fand sich darauf eine etwas ungewöhnliche Cover-Version, die sogleich zur ersten Single ernannt wurde: Denise hieß der ursprünglich von Neil Levenson geschriebene Hit, der von Randy and the Rainbows bekannt gemacht wurde, einer Doo-Wop-Gruppe aus den frühen sechziger Jahren. Bei Blondie bekam die Nummer einen deutlichen Punk-Anstrich und klingt eher nach den Ramones als nach dem schmalzigen Original.

Wichtiger noch verdrehte Debbie Harry den Text leicht: Aus Denise wurde Denis, die männliche Form des Namens. Neben den improvisierten französischen Lyrics im Mittelteil gab die Gruppe dem Stück so eine ganz andere Bedeutung, indem sie die Sprecherrollen umkehrte und klar herausstellte, dass mit Harry eine Frau sprach. Was eigentlich nur logisch klingt, hatte Ende der siebziger Jahre – mit Frauenrechten war es noch nicht sonderlich weit her und dass eine Frau einer ganzen Band vorstand war keinesfalls üblich – eine noch größere Bedeutung. Der Erfolg gab der Gruppe aber recht: Mit Denis konnten Blondie ihren ersten internationalen Hit landen.


7. Kraftwerk – Metropolis

Sowieso waren die siebziger Jahre eine Zeit, in welcher neben den pompösen Rock-Operetten und den Exzessen der britischen Punk-Bewegung noch ganz andere Revolutionen stattfanden, wenngleich stiller und heimlicher. Mit der neu umgearbeiteten Version von Heart of Glass – eigentlich ein Reggae-inspiriertes Rock-Stück – toppten Blondie 1979 die Charts. Zwei Einflüsse waren dafür besonders wichtig: Einerseits (ausgerechnet) die Bee Gees mit dem unvergesslichen Stayin‘ Alive, deren Beat Burke auf der Aufnahme zu imitieren versuchte.

Andererseits öffneten sich Blondie spätestens mit Heart of Glass der neuen Technologie, die Ende der siebziger Jahre immer erschwinglicher wurde und ungeahnte Möglichkeiten bot. Jimmy Destri soll seine Truppe dazu gedrängt, mehr mit Synthesizern zu experimentieren und sie prominent in der neuen Version des Stücks einzubauen. Als große Vorlage diente eine deutsche Band, die Anfang der siebziger Jahre eine musikalische Revolution (und damit gleich die gesamte Zukunft) einläuteten. Stücke wie Metropolis vom Album Die Mensch-Maschine waren tanzbar und simpel, klangen aber verheißungsvoll und aufregend. Kein Wunder, dass sich auch Blondie dem Ruf der Zukunft nicht entziehen konnten.


8. Donna Summer – I Feel Love

Doch der stilistische Umschwung kam nicht bei allen gut an. „Die Ramones machten Bemerkungen über uns, dass wir Sell-Outs wären“, erinnerte sich Stein in einem Interview. „Im CBGB allerdings waren alle zufrieden und amüsiert darüber, dass wir einen Hit hatten. Und neidisch darauf, dass sie nicht dasselbe von sich behaupten konnten…“ Tja. Blondie polarisierten eben selbst dort, wo sie ihre Wurzeln hatten. Das ist mit Blick auf die Stimmung dieser Zeit wohl nur verständlich: Nicht nur von Kraftwerk, sondern auch von Disco war Heart of Glass beeinflusst – und Disco war damals der erklärte Feind. Wieso aber eigentlich? Wieso zum Beispiel trafen sich am 12. Juli 1979 bei der Disco Demolition Night im Chicagoer Chomiskey Park tausende Menschen, um ihre Disco-Platten zu verbrennen?

Einerseits wohl, weil für viele Disco mit tumben Konsum und egomanischer Selbstdarstellung gleichgestellt wurde. Andererseits wurde die Disco-Szene aus der LGBTQ-Szene heraus aufgebaut und das überwiegend von Menschen, die nicht weiß waren. Lange bevor die Bee Gees, Filme wie Saturday Night Life oder sogar ABBA auf den Zug aufsprangen, bot die Community denjenigen Zuflucht, die von der weißen Mehrheitsgesellschaft an den Rand gedrängt wurden. Tatsächlich also war Disco zumindest in seiner ursprünglichen Form mehr Punk als Punk selbst! Der Backlash gegen Disco war häufig homo- oder transphob bis offen rassistisch. Blondie aber zeigten, dass beide Subkulturen buchstäblich in Einklang zu bringen waren. Überrascht es da noch weiter, dass sie schon bald mit Giorgio Moroder zusammenarbeiteten, der mit Donna Summers I Feel Love das Subgenre Eurodisco aus der Taufe hob und damit nebenbei noch eine Schwulenhymne schuf, gesungen von einer Schwarzen?


9. Grandmaster Flash & The Furious Five – The Message

Es ist mit Blick auf die vielseitigen Einflüsse, die sich in Blondies Werk auftun, ganz eindeutig, dass diese Band das Miteinander dem Gegeneinander stets vorzog. Damit spiegelten sie von Anfang an wider, was New York zu einer der schönsten Städte dieser Welt macht, einem echten „melting pot“ der (Sub-)Kulturen. Neben Disco und Reggae (wir denken an The Tide Is High) war Hip Hop das jüngste Genre, das die Five Boroughs während Blondies Frühphase rasant eroberte – auch dank weißen Acts wie Blondie, die den Sound der schwarzen Viertel der Stadt mit ihrem Track Rapture aufnahmen.

Hip Hop wurde in ärmlichen Verhältnissen erfunden und spiegelte diese auch in seinen Texten wieder. Ein fundamentaler früher Rap-Track ist The Message von Grandmaster Flash & The Furious Five, der ungeschönt aus dem Leben im Ghetto erzählt. Neben Grandmaster Flash („Flash is fast, Flash is cool“) wird in Rapture auch Fab 5 Freddy, ein anderer Pionier des Hip Hops erwähnt. Er brachte Debbie und ihre Band zu den Block Partys der Bronx, wo sie ihre ersten Rap-Performances erleben durften. Eine Erfahrung, die sie mit der Welt teilen wollten, indem sie ein breites Publikum an Rap heranführten. „Für den Großteil des weißen Mainstreams war es das erste Mal, dass sie Rap zu hören bekamen und auf eine Art ebnete das sozusagen den Weg für das, was danach kam“, so Fab 5 Freddy selbst über Rapture.


10. No Doubt – Just a Girl

Mit ihrem furchtlosen Auftreten, ihrer einzigartigen Neugier für das Treiben weit abseits des Tellerrandes und nicht zuletzt ihrem fantastischen Songwriting waren Blondie ohne Frage stilprägend. Harry, Stein und ihre verschiedenen Mitstreiter haben ganze Generationen geprägt. Vor allem natürlich Harry, die als Frontfrau der Band für viele Künstlerinnen zum Vorbild wurde. Während sie noch weitgehend auf verlorenem Posten stand, wurden Frauen ab Ende der achtziger Jahre in der – nach wie vor – männerdominierten Rock-Welt immer sichtbarer und lauter. Zwei Bands waren es vor allem, die sich mit ihrem Schaffen auf Blondie bezogen. Zum einen waren da Garbage, deren Sängern Shirley Manson die Band im Jahr 2006 sogar in die Rock and Roll Hall of Fame einführen durfte.

Auch No Doubt und vor allem deren Sängerin Gwen Stefani berifen sich immer wieder explizit auf Blondie. Die Liste der Cover-Versionen ist lang, am bekanntesten sind ihre Interpretationen von One Way or Another und Call Me. Nicht wenige sahen in der Band zu ihren Anfangszeiten die Ablösung für die 1982 aufgelösten Blondie. Selbst Harry hatte immer nur lobende Worte für Stefani und ihre Truppe über. „Ich liebe Gwen. Ich verehre Gwen!“, rief sie in einem Interview. Warum auch nicht? Mit Songs wie Just a Girl wandte sich Stefani ebenso so selbstbewusst gegen Machos wie Blondie es einst taten – und zum Glück immer noch tun. Denn niemand löst so einfach Blondie ab!


Das könnte euch auch gefallen:

5 Wahrheiten über Blondie

12 Songs, die dem Rock’n’Roll ein Denkmal setzen

“Outlandos d’Amour” von The Police: Drei Rebellen der Liebe erobern die Welt

Popkultur

35 Jahre „Lita“: Wie Lita Ford dem Hard-Rock-Männerclub den Kampf ansagte

Published on

Lita Ford
Foto: Al Pereira/Getty Images

1988 hat Lita Ford schon eine Weltkarriere mit den Runaways hinter sich. Ihr drittes Soloalbum wird dennoch zu ihrer Sternstunde – eine mustergültige Hard-Rock-Bibel, auf der auch Ozzy Osbourne nicht fehlen darf.

von Björn Springorum

Hier könnt ihr euch Lita anhören:

In der zweiten Hälfte der Achtziger ist die Rockmusik von zahlreichen weiblichen Stimmen geprägt. Roxette, Bonnie Tyler, Doro, Suzi Quatro oder Vixen feiern große Erfolge im Bandkollektiv oder im Alleingang. Ganz oben mischt auch Lita Ford mit. Die hat schon eine ganze Karriere hinter sich, als sie sich Anfang der Achtziger als Solitärin der Musikwelt stellt: 1975 wird sie in Los Angeles vom flamboyanten und undurchsichtigen Manager Kim Fowley für die neu gegründeten The Runaways entdeckt. Damals ist Lita Ford 16 Jahre alt.

Punk oder Hard Rock?

Die gebürtige Engländerin macht ihrem Namen alle Ehre, schmeißt alles hin und schließt sich der Damenband an, in der auch eine gewisse Joan Jett an der Gitarre steht. Musik spielt in ihrem Leben da schon lang eine Rolle: Mit elf fängt sie mit der Gitarre an, inspiriert von ihrem großen Helden Ritchie Blackmore, entdeckt auch ihre kräftige Stimme. Von Long Beach ist es nur ein Katzensprung auf den verruchten Sunset Strip, wo es dann nicht lange dauert, bis sie dem bestens vernetzten Fowley in die Arme läuft.

The Runaways werden zur Erfolgsgeschichte. Schon ihr Debüt The Runaways wird 1976 zum Hit, die Band tourt mit Van Halen, Cheap Trick oder Tom Petty And The Heartbreakers. Sie rutschen in die entstehende Punk-Bewegung, hängen im legendären New Yorker Club CBGB ab, feiern diesseits und jenseits des Atlantiks mit den Ramones oder den Sex Pistols. Nach einigen Welttourneen und dem großen Einmaleins der Rock’n’Roll-Exzesse geht es dann auch für die Runaways zu Ende. Erst feuern sie Manager Fowley, dann kriegen sie sich auch untereinander in die Haare. Joan Jett möchte mehr in Richtung Punk gehen, Lita Ford weiterhin Hard Rock spielen. Nach einem letzten gemeinsamen Auftritt am Silvesterabend 1978 bei San Francisco ist im April 1979 endgültig Schluss.

„Du musst hart sein, um in dieser Musik zu bestehen“

Für Lita Ford geht es da aber eben gerade erst los: Ihre ersten Gehversuche als Solokünstlerin verlaufen zunächst sehr unbefriedigend: Ihr früheres Runaways-Label Mercury Records bringt 1983 ihr Debüt Out For Blood raus, das Album bleibt aber weitgehend unbemerkt und floppt. Das lupenreine Heavy-Metal-Artwork mit Spinnweben, einer blutigen Gitarre und Ford in einem knappen Lederbody zeigt aber klar ihre musikalischen Ambitionen. „Rock’n’Roll ist eine harte Musik und du musst hart sein, um in dieser Musik zu bestehen“, sagte sie mal. „Leider sind nicht allzu viele Frauen hart, deswegen gibt es nicht so viele von uns.“ Ford gibt also nicht auf, beißt sich durch, landet mit dem Nachfolger Dancin’ In The Edge einen Achtungserfolg, der ihr zudem eine Grammy-Nominierung für ihre Gesangsleistung einbringt. Für eine Musikerin, die bislang überwiegend als Gitarristin aufgefallen ist, kann sich das durchaus sehen lassen. Oder auch: Die musikalische Früherziehung macht sich so langsam richtig bezahlt.

Ihren größen Coup landet Lita Ford vor 35 Jahren: Die selbstbetitelte dritte Platte Lita wird zum Vulkan, zum Platin-Erfolg, der sie für immer in den Annalen der Rockmusik verewigt. Nach den beiden Vorgängern gelingt Ford hier eine archetypische Rockplatte der Achtziger, wie viele ähnliche Releases der damaligen Zeit sorgsam austariert zwischen Hard Rock, Glam und Heavy Metal. Knackige, kernige Uptempo-Brecher, monumentale Balladen, flotte Pop-Rock-Hymnen, getragen von ihrer starken Stimme. Lita ist archetypisch Achtziger: Die Drums von Myron Grombacher klingen als wären sie in einer Kathedrale aufgenommen, die Keyboards laufen heiß, die Gitarren sägen, die Stimmung ist durch und durch hochdramatisch.

Duett mit Ozzy Osbourne

Lita ist aber auch aus anderen Gründen ein besonderes Album: Es markiert das erste Ergebnis der neuen Zusammenarbeit zwischen Ford und ihrer neuen Managerin Sharon Osbourne. Die bringt Ford gleich mit ihrem Ehemann Ozzy zusammen. Daraus entsteht der große letzte Akt Close My Eyes Together, eine große, epische Ballade mit amüsanter Background-Story: Ford und Osbourne müssen sich vom Fleck weg so gut verstanden haben, dass sie sich gleich mal gemeinsam im Studio die Birne vollsaufen und die Lyrics zu einem von Ozzy begonnenen Song gemeinsam schreiben. Der Song entsteht ungeplant – und wird doch zum größten Solo-Erfolg für sowohl Lita Ford als auch Ozzy Osbourne.

Schon abgefahren, wie es manchmal laufen kann. „Ich flog mal aus L.A. nach England nach Hause, als mich Sharon anrief und mich nach diesem halbfertigen Song fragte“, so Ozzy mal in einem Interview. „Ich konnte mich schon gar nicht mehr daran erinnern, aber offensichtlich wollte Lita mit mir an ihm arbeiten. Also flog ich zurück, wir tranken und schrieben das Ding und ich sagte ihr: Weißt du was? Du kannst ihn haben.“ Good guy Ozzy!

Ozzy Osbourne ist übrigens nicht der einzige Prominente, der sich auf Lita einfindet: Für Falling In And Out Of Love tut sich Ford mit Nikki Sixx von Mötley Crüe zusammen. Und Can’t Catch Me wird unter anderem von Lemmy Kilmister geschrieben. Wenn Lita Ford ruft, kommen sie damals eben alle. Und auch wenn sie seit 2012 kein Album mehr veröffentlicht hat: Lita Ford hat den Rock’n’Roll noch immer nicht aufgegeben.

Du willst nichts mehr in der Rockwelt verpassen? Melde dich hier für unseren Newsletter an und werde regelmäßig von uns über die wichtigsten Neuigkeiten, die spannendsten Geschichten sowie die besten Veröffentlichungen und Aktionen informiert!

Zeitsprung: Am 5.8.1975 werden The Runaways gegründet, die erste große weibliche Rockband.

Continue Reading

Popkultur

Zeitsprung: Am 2.2.1969 lässt sich Yoko Ono von Gatte Nr. 2 scheiden & verliert ihre Tochter.

Published on

Foto: Keystone/Hulton Archive/Getty Images

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 2.2.1969.

von Victoria Schaffrath und Christof Leim

Als sich Yoko Ono am 2. Februar 1969 von ihrem zweiten Ehemann Tony Cox scheiden lässt, steht Töchterchen Kyoko zwischen den Stühlen. Der folgende Sorgerechtsstreit sorgt dafür, dass Cox samt Kind schließlich untertaucht. Da die Scheidung den Stein ins Rollen bringt, nutzen wir ihr Datum für den heutigen Zeitsprung. Religiöser Fanatismus kommt auch vor.

Hört euch hier Sometime In New York City von John Lennon und Yoko Ono an, das kurz nach der Entführung entstand: 

Obwohl Yoko Onos Privatleben gefühlt der Weltöffentlichkeit gehört, dürften sich viele fragen: zweiter Gatte? Tochter? Die größte Aufmerksamkeit gilt stets der Beziehung und Ehe mit John Lennon, vielleicht noch Sohn Sean. Dass die Japanerin mit dem Beatle jedoch bereits das dritte Mal Hochzeit feierte, fällt häufig unter den Tisch. Angetrauter Nummer zwei: Anthony „Tony“ Cox, ein Filmproduzent und Kunstförderer.

Ungewöhnliche Verhältnisse

Der Amerikaner tritt 1961 in Onos Leben, nachdem er eines ihrer Werke sieht. Begeistert macht er sie in Tokio ausfindig. Man verliebt sich, die Ehelichung erfolgt ein gutes Jahr später. Oder tut es beinahe, denn die zierliche Künstlerin hatte wohl übersehen, die Scheidung von ihrem ersten Mann zu vollziehen. Macht ja nichts, nach einer Annullierung versucht man es einfach erneut, da ist dann auch schon Nachwuchs auf dem Weg. Kyoko Chan Cox kommt am 8. August 1963 zur Welt.

Auch beruflich macht man gemeinsame Sache, sodass beide trotz auftretender Eheprobleme an der Beziehung festhalten. Cox zeigt sich dabei verantwortlich für die Tochter und die Öffentlichkeitsarbeit des Künstlerpaares. Ono inspirieren die immer häufiger auftretenden Turbulenzen zu Konzeptkunst wie Half-A-Room und dem berühmten Ceiling Painting/Yes Painting.

Wer entführt wen?

Da kommt dann auch schon John Lennon ins Spiel, und die Ehe erhält den finalen Knacks. Die Scheidung von Ono und Cox erfolgt am 2. Februar 1969, aber 1971 nehmen die Dinge einen gleichermaßen unglaublichen und tragischen Verlauf: Mitten im Sorgerechtsstreit tauchen John und Yoko auf Mallorca auf und „entführen“ das dort lebende Kind, zumindest ein paar Stunden lang. Erst erhält Ono das Sorgerecht, dann kontert Cox mit deren Drogenkonsum; Kyoko soll laut Gericht doch bei ihm leben. Als seine Ex-Frau zumindest das Besuchsrecht durchsetzen möchte, sieht Cox rot.

Gemeinsam mit der Tochter und seiner neuen Frau taucht er in Kalifornien unter, verpasst Kyoko eine neue Identität und hält es scheinbar für eine gute Idee, sich einer Sekte namens The Walk oder Church Of The Living Word anzuschließen. Deren religiöser Fanatismus geht so weit, dass sie  unter anderem für die Ermordung diverser US-Präsidenten beten . Ab März 1972  verfrachten sie die Familie  in die ländliche Isolation. Ono und Lennon lassen derweil verzweifelt nach Kyoko suchen. Ohne Erfolg.

Ohne jede Spur

Nach einigen Jahren schnappt sich Cox seine Tochter und kehrt der Glaubensgemeinschaft den Rücken; Kontakt zu den Lennons sucht er keinen. Nach Johns Ermordung 1980 schicken er und Kyoko immerhin eine Beileidsbekundung an die Witwe. Erst 1986 gibt es wieder ein Lebenszeichen von Cox, dann gleich in Form einer Dokumentation: In Vain Glory erzählt er von seinen Erfahrungen im Schoße der Sekte. Ono sieht ihre Chance und verfasst einen öffentlichen Brief:

„Liebe Kyoko,

all diese Jahre gab es nicht einen Tag, an dem ich dich nicht vermisst habe. Du bist auf ewig in meinem Herzen. Ich werde jedoch keinen Versuch unternehmen, dich zu kontaktieren, da ich deine Privatsphäre respektiere. Ich wünsche dir nur das Beste. Falls du je mit mir in Kontakt treten möchtest, sei versichert, dass ich dich innig liebe und froh wäre, von dir zu hören. Du solltest dich jedoch nicht schuldig fühlen, wenn du dich entscheidest, es nicht zu tun. Du hast für immer meinen Respekt, meine Liebe und meine Unterstützung.

In Liebe, Mama“

Zunächst kommt nichts; erst in den Neunzigern meldet sich Kyoko bei ihrer Mutter. Seitdem pflegen die beiden regelmäßig Kontakt. So ganz scheinen sie die getrennte Zeit zwar bis heute nicht überwinden zu können, aber welche Familie ist schon perfekt?

Zeitsprung: Am 20.3.1969 heiraten John Lennon & Yoko Ono. Ein Song entsteht auch.

 

Continue Reading

Popkultur

Ein Schal für Freddie Mercury: Lisa Marie Presley wäre 55 Jahre alt geworden

Published on

Lisa Marie Presley
Foto: Christopher Polk/Getty Images for Wonderwall

Am 1. Februar 2023 hätte Lisa Marie Presley ihren 55. Geburtstag gefeiert. Der Schock, dass sie das niemals tun wird, sitzt immer noch tief: Die Tochter von Elvis und Priscilla Presley starb am 25. Januar 2023 völlig überraschend.

 von Markus Brandstetter

Ein Leben im Scheinwerferlicht, das war für die einzige Tochter des King of Rock’n’Roll vorprogrammiert. Genau neun Monate nach der Hochzeit von Elvis und Priscilla wurde Lisa Marie Presley in Memphis im US-amerikanischen Bundesstaat Tennessee geboren. Sie war sechs Jahre alt, als sich ihre Eltern scheiden ließen. Sie zog mit ihrer Mutter nach Los Angeles, besuchte Elvis aber oft in Graceland.

Gute Beziehung zu Elvis

„Er war sehr beschützend, sehr fürsorglich und sehr wachsam. Ich wusste, dass ich geliebt wurde, daran bestand kein Zweifel“, erzählte sie einmal in einem Interview über ihren Vater. Lisa Marie war neun Jahre alt, als ihr Vater starb. Gemeinsam mit ihrer Großmutter Minnie Mae und ihrem Großvater Vernon Presley wurde sie zur Erbin des Elvis-Nachlasses erkoren; als die beiden 1979 und 1980 starben, wurde sie zur Alleinerbin. Als sie 25 Jahre alt war, bekam sie das Elvis Estate, damals 100 Millionen Dollar wert. Gut gewirtschaftet wurde mit dem Geld aber wohl nicht: 2018 erklärte sie vor Gericht, dass sie nur noch 14.000 Dollar habe und dies ihrem ehemaligen Businessmanager Barry Siegel zu verdanken sei.

Lisa Marie Presley zog es selbst zur Musik hin — ihr erstes Konzerterlebnis hatte sie ein Jahr nach dem Tod ihres Vaters. Da sah sie die britischen Rocklegenden Queen — und schenkte Freddie Mercury nach dem Konzert ein Accessoire ihres Vaters. „Ich erinnere mich, dass ich Freddie Mercury einen Schal meines Vaters mitbrachte und ihn ihm nach der Show schenkte. Ich liebte es. Ich liebte die Theatralik. Ich liebte Freddie. Ich fand Queen großartig“, erzählte sie einmal. Das erste Mal selbst in Erscheinung trat sie erst 1997 — mit einem virtuellen Duett mit ihrem Vater. Elvis hatte vor seinem Tod einige Aufnahmen und Gesangsspuren hinterlassen — aus einem wurde das Duett Don’t Cry Daddy.

„Ihre eigene Rock-Queen“: Presleys erstes Soloalbum

2003 veröffentlichte Lisa Marie Presley ihr erstes Soloalbum — und alle Augen waren natürlich auf sie gerichtet. Auf To Whom It May Concern arbeitete sie mit bekannten Songwritern und Produzenten (unter anderem Glen Ballard) zusammen. Die Lyrics stammen alle von ihr (mit Ausnahme des Stücks The Road Between, das sie gemeinsam mit Gus Black verfasste), bei der Musik war sie an allen Songs als Co-Autorin beteiligt. „Presleys überraschend kraftvolle Stimme schwingt von einem tiefen Ton bis zu einem bluesgetränkten Heulen und übertrumpft die glänzende Produktion von Eric Rosse und Andrew Slater“, schrieb der US-amerikanische Rolling Stone damals. Die Kritiken waren wohlwollend: „Nichtsdestotrotz zeigt To Whom It May Concern eine Menge Herzenswärme. Wenn sie das hier gezeigte Potenzial ausschöpft, hat die Tochter des King of Rock die Chance, ihre eigene Rock-Queen zu werden.“ Noch überzeugter zeigte sich der Kritiker Robert Hilburn, der die Kompromisslosigkeit des Albums lobte und attestierte: „Presleys mutige, bluesige Stimme hat ein unverwechselbares Flair.“ Das Album schaffte es auf Nummer 5 der US-amerikanischen Billboard Charts und wurde mit Gold ausgezeichnet.

2005 legte Presley mit dem Album Now What nach — mit eher durchwachsenen Kritiken. Wie auch der Vorgänger war die Platte eher im Pop-Rock angesiedelt. Ihr wohl bestes Werk war ihr letztes: Auf Storm & Grace widmete sich Presley Country, Folk und Blues (das alles immer noch mit jeder Menge Pop-Appeal), arbeitete dafür mit dem renommierten Musiker und Produzenten T Bone Burnett zusammen.

Nicht wegen Musik im Scheinwerferlicht

Allerdings war Lisa Marie Presley mehr wegen ihres Privatlebens als ihres musikalischen Schaffens im Rampenlicht. Klar, wenn die Tochter des King of Rock’n’Roll den King of Pop — wir sprechen hier natürlich von Michael Jackson — heiratet, ist das schon spektakulär. Die Ehe — es war nicht ihre erste – hielt zwei Jahre. Insgesamt war Presley viermal verheiratet, mit Danny Keough (sie hatte ihn bei Scientology kennengelernt) hatte sie zwei Kinder. Sechs Jahre nach der Ehe mit Jackson heiratete sie den Hollywood-Schauspieler Nicholas Cage, die Ehe ging nach drei Monaten in die Brüche. Von 2006 bis 2008 war sie mit dem Musiker Michael Lockwood verheiratet, mit dem sie 2021 Zwillingstöchter bekam. Den größten Schicksalsschlag ihres Lebens erlitt Lisa Marie Presley im Juli 2020, als ihr Sohn Benjamin Keough sich das Leben nahm.

Kurz vor ihrem Tod zeigte sich Lisa Marie Presley noch gemeinsam mit Mutter Priscilla auf dem roten Teppich der Premiere des Elvis-Biopics. Kurz danach kam die Meldung, sie habe einen Herzstillstand erlitten und befinde sich im Krankenhaus. Wenig später kam die traurige Gewissheit, dass Lisa Marie Presley im Alter von nur 54 Jahren verstorben war. Über ihren Gesundheitszustand, ihre letzten Monate und zuletzt auch ihr Testament wird immer noch viel spekuliert und berichtet, dies soll an dieser Stelle ausgespart werden. Über ihre eigenen Kämpfe berichtete sie im Laufe der Jahre selbst immer wieder — erzählte von Süchten, zerbrochenen Ehen und ihrer Einsamkeit als Teenager.

Lisa Marie Presley wurde in Graceland beigesetzt — neben ihrem Vater Elvis und ihrem Sohn Benjamin.

Du willst nichts mehr in der Rockwelt verpassen? Melde dich hier für unseren Newsletter an und werde regelmäßig von uns über die wichtigsten Neuigkeiten, die spannendsten Geschichten sowie die besten Veröffentlichungen und Aktionen informiert!

Axl Rose: „November Rain“-Soloauftritt bei Lisa Marie Presleys Trauerfeier

Continue Reading

Latest Music News

Top Stories

Don't Miss