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Popkultur

Die musikalische DNA von Cream

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Fto: Chris Walter/WireImage/GettyImages

Wenige Sekunden nach Gründung von Cream wäre es fast zu einem Unfall gekommen, der die Karriere des Trios für immer vereitelt haben könnte. Nach einem Gig der Band Bluesbreakers waren deren Gitarrist, ein gewisser Eric Clapton, und ein Schlagzeuger namens Ginger Baker auf dem Weg zurück nach London, als Baker dem Kollegen vorschlug, eine Band zu gründen. Der sagte prompt zu, hatte aber eine Bedingung: Jack Bruce sollte dabei sein. Das überraschte Baker dermaßen, dass er fast die Kontrolle über den Wagen verlor! Denn grün waren sich die beiden, die zuvor schon zusammen in Bands gespielt hatten, keineswegs. Und das ist nur milde ausgedrückt: Angeblich soll Baker Bruce mit einem Messer bedroht haben, um ihn aus einer Band zu schmeißen!

Hört euch hier das Album Wheels Of Fire von Cream an und lest weiter:

Clapton aber bekam seinen Willen und der Rest ist Musikgeschichte. Innerhalb von nur zwei kurzen Jahren avancierten Cream – so benannt, weil sich darin die crème de la crème der britischen Blues- und Jazz-Szenen vereinte – zu einer der erfolgreichsten Rock-Bands ihrer Zeit. Ihr drittes Album Wheels Of Fire brach alle bis dato aufgestellten Erfolgsrekorde und auch ihr Einfluss auf andere Rock-Bands jeglicher Couleur kann kaum unterschätzt werden. Der Prog Rock von Yes oder Rush? Ohne Cream nicht denkbar. Led Zeppelin, Deep Purple, Black Sabbath? Sie alle nannten Cream als Inspiration. Selbst in den Südstaaten der USA wurden Cream für ihren eklektischen Sound gefeiert und beeinflussten Bands wie die Allman Brothers Band und Lynyrd Skynyrd.

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Das Ende der Band wurde aber ebenso schnell besiegelt wie die spontane Gründung auf der Autofahrt nach London. Baker klagte in Interviews über Hörprobleme und die alten Zankereien zwischen ihm und Sänger Bruce flammten wieder auf – sehr zum Leidwesen Claptons, der zwischen ihnen vermitteln mussten. Und das obwohl er selbst gehörig kriselte! Positiv gesprochen machten Cream allerdings genau dann Schluss, als sie eigentlich alles erreicht hatten. Welche Musik sich in ihre musikalische DNA einschrieb und den Cream-Sound so einzigartig machte, das erfahrt ihr bei uns.

1. Howlin’ Wolf – Spoonful

Cream waren nicht nur – pardon – allererste Sahne, sie bewiesen ebenso selbst insbesondere in Sachen Blues den allerbesten Geschmack. Auf ihrem Debütalbum legte die dezidiert als gleichberechtigtes Songwritertrio angelegte Supergroup ihre Einflüsse offen dar. Ironischerweise war eine Coverversion allerdings nicht auf der US-Version von Fresh Cream enthalten: Mit dem 1960 von Howlin’ Wolf aufgenommenen Spoonful interpretierten die Drei ein Stück des Delta-Blues-Masters Willie Dixon neu, einem der produktivsten Songwriter seiner Zeit. Während der ebenfalls von Cream gecoverte Robert Johnson zu dieser Zeit bereits seine verdiente Aufmerksamkeit erhalten hatte, konnten Cream ihrem Idol noch zusätzliche Aufmerksamkeit einbringen. Wen würde es nicht glücklich machen, den eigenen Held endlich ins verdiente Spotlight zu rücken? Zugleich aber bewiesen Cream mit ihrer Coverversion ebenso, wie weit ihre musikalische Vorstellungskraft reichte: Die im Filmore eingespielte Live-Version des kargen Stücks uferte auf fast 17 Minuten aus! Nachzuhören ist die umwerfende Jam-Session auf Wheels Of Fire. Ihre Wurzeln im Blues waren für Cream lediglich die Basis für Größeres.

2. The Modern Jazz Quartet – The Golden Striker

Nicht zuletzt klangen Cream dermaßen einzigartig, weil sie auch dezente Jazz-Noten in ihre Musik einfließen ließen. Hauptverantwortlich dafür war Jack Bruce, dessen Spiel deutlich von den Großen des Genres geprägt war und der im Laufe seiner Karriere einige Jazz-Platten aufnahm. Das bereitete ihm zu Uni-Zeiten sogar Probleme: Nachdem er ein Stipendium für Cello und Komposition an der Royal Scottish Academy of Music and Drama gewonnen hatte, kam er für seine Mitgliedschaft in Jim McHargs Scotsville Jazz-Band in Schwierigkeiten, weil die Akademie ihren Schüler nicht Jazz spielen sehen wollte. Sie fanden es raus und sagten mir: ‚Entweder hörst du auf oder verlässt die Uni.‘ Also verließ ich die Uni“, erinnerte sich Bruce trocken in einem Interview. Während seiner Uni-Zeiten noch kam er allerdings mit der Musik von The Modern Jazz Quartet in Berührung. „The Golden Striker war die erste Platte, die ich während meines Studiums der klassischen Musik kaufte“, erinnerte sich der Bassist im Frühjahr 2014 im britischen Express. „Obwohl sie eine Jazz-Gruppe waren, spielten sie in einem vorzüglichen klassischen Stil und ich fand es großartig!“ Anders als seine Uni sah Bruce keinen Unterschied zwischen den beiden Welten – das machte ihn auch als Musiker aus.

3. Koola Lobitos – Highlife Time

Ein weiteres zentrales Element des Cream-Sounds war natürlich das druckvolle Drumming Ginger Bakers, der sich ebenfalls als Jazzer betrachtete und mit der Lautstärke seiner Band so seine Schwierigkeiten hatte. Baker ist eben ein Mann fürs Feine, auch wenn er beispielsweise mit dem Song Toad eines der frühesten Beispiele für Schlagzeug-Soli in der Rock-Geschichte für sich verbuchen kann. Eine ganz besondere Leidenschaft aber hat der aufbrausende Drummer für die Afrobeat-Rhythmen von Fela Kuti, mit dem er sogar gemeinsam auf Tour ging, als er nach dem Ende von Cream für einige Jahre nach Nigeria zog. Felas Rhythmussektion wurde indes von Tony Allen perfektioniert, dem Ausnahmedrummer des Genres. Bevor sie gemeinsam mit Kutis Band Africa ‘70 über 30 (!) Alben aufnahmen, spielten beide Mitte bis Ende der siebziger Jahre in der Band Koola Lobitos, welche den nigerianischen Highlife-Sound mit Jazz zusammenführte. „Tony Allen motzte die Band auf“, sagte Baker später über den Kollegen und Africa ‘70. „Er hatte nahezu komplette Kontrolle über die gesamte Situation.“ Ein Drummer mit Vorbildfunktion also: Baker schließlich musste seine jamwütigen Kollegen nicht selten zur Räson bringen.

4. The Beach Boys – Wouldn’t It Be Nice

Es fällt nicht gerade schwer zu verstehen, warum Baker mit seinem Bandkollegen Jack Bruce nie zurechtkam. Charakterlich waren beide an ganz verschiedenen Polen angesiedelt. Anders als der hitzige Baker hat der reservierte Bruce ein Faible für Pop-Musik. Den Cream-Song I Feel Free aus dem Dezember 1966 hätte es wohl nicht ohne die Pet Sounds-LP der Beach Boys gegeben, welche früher im Jahr die Pop-Musik revolutioniert hatte. „Es hatte dieselbe Auswirkung wie Sgt. Pepper“, erinnerte sich Baker. „Es war so frisch und kreativ. Es zeigte uns, was im Rahmen eines Pop-Songs alles möglich war und trieb meine Ambitionen an, I Feel Free zu schreiben.“ Vielleicht werden es insbesondere die komplexen Harmonien von Ohrwürmern wie Wouldn’t It Be Nice gewesen sein, die Bruce den Mut dazu verliehen. Zur Freude Claptons wohl, denn der wollte lieber bei der Gitarre bleiben anstatt zu singen. Es half aber nichts und alle mussten am Mikro aushelfen – schließlich galt es sich mit den Beach Boys zu messen!

5. Big Bill Broonzy – Hey Hey

Warum Clapton lieber schweigen wollte? Na, die „Slowhand“ hatte schließlich den Takt zu halten. Allein, weil einer seiner größten Helden aus Anfangstagen einen strammen Beat vorlegte. „Sein Rhythmus, er ist einfach so perfekt“, stöhnte Clapton begeistert beim Hören von Big Bill Broonzys Hey Hey. Auf der Aufnahme des Songs nämlich ist neben der Stimme und dem Gitarrenspiel des 1958 verstorbenen Blues-Pioniers noch ein anderes Instrument zu hören: sein Fuß! Der klopft mit der Ruhe und Genauigkeit eines Metronoms den Takt mit. So steppt Talent! Zumal Broonzy selbst mit einer Akustikgitarre bewaffnet noch einen Raum für sich gewinnen konnte – während Clapton zu Cream-Zeiten auf hohe Verstärkertürme und auf Anschlag aufgerissene Lautstärkeregler setze. Sehr zum Leidwesen seines Kollegen am Schlagzeug natürlich. Die Akustikgitarre meisterte er aber schlussendlich ebenso. Sein Unplugged-Album gehört zu einem Höhepunkt der Rockgeschichte. Darauf zu hören: Ein Cover von Hey Hey. Wer genau hinhört, wird im Hintergrund ein stetes Tapsen hören…

6. Albert King – Oh, Pretty Woman

Wie seine Bandkollegen war auch Clapton allerdings schon immer ein Freund von musikalischen Grenzüberschreitungen, wie nicht allein seine Annäherung an Reggae und andere Genres bewies. Dem Blues allerdings blieb er dabei stets treu – manchmal sogar zu sehr! Creams Durchbruchsalbum Disraeli Gears verblendet die neue britische Psychedelik von Bands wie Pink Floyd mit US-amerikanischem Blues, durchgehend originell aber daran war nur die Mischung an sich. Beim Opener Strange Brew nämlich bediente sich Clapton frech und frei an Albert Kings Oh, Pretty Woman, dessen Gitarrensolo er Note für Note nachspielte! King wird es dem jungen Kollegen aber wohl nachgesehen haben, denn tatsächlich teilten sich die beiden viele Zeit später mit anderen Blues-Giganten wie B. B. King und Etta James die Bühne. Puh, noch mal Glück gehabt… Zumal es nicht das einzige Mal bleiben sollte, das eine Clapton-Band sich von King mehr als nur Inspiration lieh: Das Gitarrenriff von Layla etwa basiert auf der Melodie von Kings As Years Go Passing By! Der Übeltäter war in dem Falle nicht Clapton, sondern der während der Aufnahmensessions zu Derek & The Dominos gestoßene Duane Allman.

7. Bond + Brown – Lost Tribe

Albert King sollte die Band aber noch weiter begleiten. Tatsächlich findet sich auf ihrem Überalbum Wheels Of Fire ein – diesmal offizielles – Cover von seinem Stück Born Under A Bad Sign. Das nahmen die Drei auf Bitten ihrer Plattenfirma auf, die ebenso King unter Vertrag hatten. Nicht ganz freiwillig also, aber mit großem Erfolg. Sogar bei ihrer Aufnahme in die Rock and Roll Hall Of Fame im Jahr 1993 spielten sie das Stück. Mit Wheels Of Fire deutete sich ein Stilwechsel an, der Folgen haben sollte. Komplexere Taktarten waren angesagt, der Sound wurde opulenter. Es war ein Album, zu dem Clapton ausnahmsweise recht wenig beitrug und zu dem Baker und Bruce jeweils drei beziehungsweise vier Stücke beisteuerten. Bruce’ schrieb seine Songs zusammen mit dem Lyriker Pete Brown, der schon die Texte zu I Feel Free und anderen Stücken verfasst hatte. Manche Fans handeln Brown deshalb als inoffizielles viertes Mitglied der Band, tatsächlich aber kann auch er auf eine eigene musikalische Karriere mit Bands wie Piblotko, The Interoceters und anderen zurückblicken. Nach dem Ende von Cream fand er sich unter anderem mit dem Keyboarder Graham Bond zusammen, mit dem er gemeinsam ein Album mit dem vielsagenden Titel Two Heads Are Better Than One einspielte. „Jack und ich hatten immer diese Chemie, eine Telepathie, genau zu wissen, was gebraucht wurde“, verlautbarte er vor wenigen Jahren mysteriös über seine Zusammenarbeit mit Bruce. Eine Symbiose, der seine Kollaboration mit Bond in nichts nachsteht!

8. The Band – Tears Of Rage

Wheels Of Fire markierte zugleich jedoch den Anfang vom Ende der zu diesem Zeitpunkt noch so jungen Band. Das letzte gemeinsame Jahr war ein beschwerliches und anstrengendes für die drei Mitglieder. Clapton insbesondere driftete auf eine kreative Krise zu, die in einer Rolling Stone-Rezension von Jon Landau gipfelte, in welcher dieser den Gitarristen abfällig als einen „Meister des Blues-Klischees“ bezeichnete. Das saß! Dazu kam seine Frustration mit den Live-Auftritten der Band. Angeblich hörte er während eines Gigs einfach auf zu spielen – und seine Kollegen bemerkten es über die irrwitzige Lautstärke der Marshall-Türme hinter ihnen überhaupt nicht! Es stand fest: Clapton wollte sich neu orientieren. Halt fand er in der Musik Bob Dylans und insbesondere deren früherer Band mit dem nüchternen Namen The Band. Deren Album Music From Big Pink soll seine Welt regelrecht auf den Kopf gestellt haben. „Ich wurde sehr, sehr unzufrieden mit meinem eigenen Kram“, erinnerte er sich Jahrzehnte später in einem Interview. „Ich habe dieses Album gehört und dachte mir: ‘Das ist es. Da hätte Musik hingehen sollen und endlich ist genau das passiert.‘“ Besonders reizte Clapton das Miteinander von Einflüssen aus schwarzen und weißen Musiktraditionen, die einzigartige Mischung aus Blues und Folk. Schon der Albumopener Tears Of Rage scheint eine perfekte Synthese aus psychedelischen Rock-Elementen, dezenten Bluegrass-Noten und einer gehörigen Portion Soul. Kein Wunder, dass sich Clapton sofort in die Platte verliebte! „Sie wussten ganz genau, was sie wollten.“ Anders als seine eigene Band also.

9. The Beatles – Let It Be

Lasst es sein! Das haben vielleicht auch einige Menschen der maroden Band geraten, als sie sich an die katastrophalen Aufnahmen ihres letzten Albums mit dem sprechenden Titel Goodbye machten. Darauf zu hören war auch das Gitarrenspiel eines ominösen Gasts: Als L’Angelo Misterioso, als mysteriöser Engel, war der Rhythmusgitarrist in den Credits der Platte genannt, welcher auch als Ko-Songwriter involviert war. Dahinter verbarg sich niemand anderes als George Harrison. Clapton und er kannten sich bestens, hatte das Cream-Mitglied doch auf dem White Album der Beatles mit einem Gitarrensolo auf Harrisons Song While My Guitar Gently Weeps einen Auftritt und war ebenso auf Harrisons erster Solo-Platte Wonderwall Music zu hören. Im Folgejahr übrigens, kurz nach der Auflösung von Cream, sah es auch bei den Beatles nicht zum Besten bestellt aus: Während der Aufnahmen von Let It Be verließ Harrison sogar für einige Tage die Band. Kein großes Drama für John Lennon, der bereits einen Ersatzgitarristen im Hinterkopf hatte. Ihr könnt bestimmt erraten, welchen…

10. Jimi Hendrix – 1983… (A Merman I Should Turn To Be)

Zwei Jahre nur existierten Cream, nahmen lediglich vier Alben auf und doch kann ihr Einfluss auf spätere Generationen nicht unterschätzt werden. Die crème de la crème der britischen Rock-Szene begeisterte nicht nur Fans in aller Welt, sondern ebenso zahllose Bands. Ein ganz besonderer Musiker sollte schneller vom Fan zum ebenbürtigen Konkurrenten aufsteigen, als es den ehrgeizigen Cream und vor allem ihrem Gitarristen lieb war: Jimi Hendrix war bereits auf den ersten Konzerten der Band zugegen und improvisierte sogar bei einem Auftritt im Oktober 1966 gemeinsam mit der Band über Howlin’ Wolfs Killing Time – in doppelter Geschwindigkeit! Zu viel für Clapton, der prompt die Bühne verließ und noch viel später aufgelöst den Kollegen Chas Chandler fragte: „Ist der immer so verfickt gut?“ Chandlers Antwort ist nicht überliefert, wir können sie uns aber denken: Ja, ist er. Hatten Cream schon mit Feedback experimentiert und mit protzigen Verstärkertürmen um Aufmerksamkeit geheischt, setzte Hendrix dem noch ganze andere Feinheiten entgegen. Wah-Wah-Pedale, psychedelische Soundeffekte und aufwändige Studiospielereien machten seinen Sound einzigartig. Ginger Baker übrigens freundete sich mit dem früh verstorbenen Genie sogar an und hatte noch Jahrzehnte später nur warme Worte für ihn übrig. „Jimi trug seine Band. Er trug sie allein. Da hatten die anderen kaum einen Anteil dran.“ Vielleicht hätte es einen dermaßen entschiedenen Bandleader bei Cream gebraucht, die über ihren Egos zerbrachen.

Ein kaputtes Fahrrad und fünf weitere Anekdoten aus dem Leben von Ginger Baker

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Popkultur

Ohrfeigen, Improvisation & die Hells Angels: 6 Anekdoten, die nur aus dem Leben von Janis Joplin stammen können

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Janis Joplin

Janis Joplin stach schon von Anfang an heraus: Ihre verklemmte texanische Heimatstadt ließ sie mit 17 hinter sich, um in Los Angeles in Kneipen und Bars aufzutreten. Ihre monströse Reibeisenstimme machte aus jedem simpel gestrickten Blues-Stück einen ikonischen Soundtrack der Flower-Power-Zeit und ihr ungebremst hemmungsloses Leben erzählt legendäre Geschichten – bis zum tragischen, viel zu frühen Ende.

von Timo Diers

Nicht alle dieser Geschichten sind groß oder besonders lang. Aber so verrückt, dass sie nur von ihr stammen können. Sechs solcher typischen Janis-Joplin-Momente haben wir hier für euch aufgeschrieben.

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Hört hier in die Greatest Hits von Janis Joplin rein:

1. Sie schlug Jim Morrison eine Whiskeyflasche über den Kopf.

Joplins Vorliebe für Southern Comfort sollte hinlänglich bekannt sein – davon könnte wahrscheinlich auch Jim Morrison berichten, der die junge Sängerin bei einer Party in Hidden Hills, Kalifornien kennenlernte. Wie für Morrison üblich, betrank er sich und verwandelte sich von einem charmanten jungen Mann in einen ungehobelten Raufbold. Die beiden verstanden sich zunächst gut. Doch irgendwann war Joplin von Morrisons Art so dermaßen genervt, dass sie die Party frühzeitig verlassen wollte. Aber der Doors-Sänger war hartnäckig und wollte sie am Wegfahren hindern – da zog sie ihm kurzerhand eine Whiskeyflasche über den Kopf.

2. Sie sprang bei Tina Turner auf die Bühne und gab ein Impromptu-Duett.

Als Janis Joplin in der Dick Cavett Show nach ihren Lieblingskünstlern gefragt wurde, war die Antwort eindeutig: „Tina Turner – die beste Braut aller Zeiten!“ Und das war noch bevor Tina Turner auch nur in die Nähe des Popstar-Daseins kam. Als Ike & Tina Turner 1969 für die Rolling Stones im Madison Square Garden eröffneten, stand Joplin zunächst am Bühnenrand und beobachtete die Show. Sie war flammender Fan von Tina. Als dann Land Of 1000 Dances angestimmt wurde, sprang sie für ein spontanes Duett auf die Bühne. Leider gibt es von dem Auftritt nur einige wenige Fotos.

3. Sie gab Jerry Lee Lewis eine saftige Ohrfeige.

Das letzte Mal, dass Laura Joplin ihre große Schwester sah, war 1970. Damals kam Janis zurück nach Texas, um bei ihrem 10-jährigen High-School-Jubiläum dabei zu sein. In derselben Nacht nahm sie ihre Schwester mit zu einem Jerry-Lee-Lewis-Konzert. Als sie ihn später Backstage trafen, sagte er zu Laura: „Du würdest gar nicht mal so schlecht aussehen, wenn du nicht versuchen würdest, wie deine Schwester zu sein.“ Janis konterte nicht, sondern scheuerte ihm direkt eine.

4. Sie improvisierte einen ihrer größten Hits.

„Oh Lord won’t you buy me a Mercedes Benz?“ Ihre Stimme ist rau, ganz nah am Mikrofon, kein anderes Instrument begleitet sie. Mercedes Benz geht keine zwei Minuten – ist eigentlich das genaue Gegenteil eines Rock-Hits. Und doch ist es einer ihrer bekanntesten Songs. Co-Writer Bob Neuwirth erinnert sich:

„Früher haben wir auf diesen fetten 16-Zoll-Bandmaschinen aufgenommen. Aber Paul Rothchild, der Produzent, ließ immer eine kleine Zwei-Spur-Bandmaschine mitlaufen, falls jemand eine gute Idee hatte und etwas improvisiert. An einem Tag sind die großen Bandmaschinen kaputtgegangen und wir mussten warten, bis wir mit den Aufnahmen weitermachen konnten. Um die Stimmung etwas zu entspannen, sagte Janis ‚Habt ihr schon meinen neuen Hit gehört?’ und improvisierte einfach Mercedes Benz.“

So wurde einer ihrer größten Songs auf einer kleinen Zwei-Spur-Bandmaschine aufgenommen. An dem Tag bekam Neuwirth einen Einblick in Janis’ einzigartige Persönlichkeit: „Diese pure Kraft und das Charisma machen den Song so besonders – dieses Kichern am Ende. Das ist so Janis!“

5. Sie brachte die Hells Angels dazu, für sie einkaufen zu gehen.

Es klingt nach einer ungewöhnlichen Kombination, aber Janis Joplin war gut mit den Hells Angels befreundet. Sie stand zeitweise sogar unter persönlichem Schutz der Rockergang. Eines Nachts wurden Joplin und ihr Freund David Niehaus von Geräuschen im Wohnzimmer ihres Hauses in Marine County wach. Einbrecher? So ungefähr. Fünf Hells Angels waren grade dabei, Joplins Kühlschrank nach etwas Essbaren zu durchwühlen. Und als der schmächtige Niehaus nicht so recht wusste, wie er den bewaffneten Rockern beibringen sollte, doch bitte wieder zu gehen, nahm Joplin die Sache selbst in die Hand. Sie machte die Fünf so dermaßen zur Schnecke, dass sie ein paar Nächte später wiederkamen – dieses Mal beladen mit Einkäufen, um den Kühlschrank wieder aufzufüllen.

6. Sie schmiss selbst postum noch eine Party für ihre Freunde.

Als Janis Joplin am 4. Oktober 1970 von ihrem Road Manager John Cooke tot aufgefunden wurde, stand die Musikwelt unter Schock. Sie war erst 27 Jahre alt, doch einen letzten Willen hatte sie schon verfasst. Darin war auch vermerkt, dass 2500 Dollar aus ihrem Vermögen für eine Party mit ihren Freunden eingesetzt werden sollen – als „ein letztes Zeichen der Wertschätzung und des Abschieds“. Also organisierte John Cooke eben diese Party als Totenwache im The Lion’s Share, einem Musikclub in San Anselmo, Kalifornien. Auf der Einladung hieß es, die Getränke gingen auf Pearl. So wurde Joplin von ihren Freunden genannt.

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Zeitsprung: Am 4.10.1970 stirbt Hippie-Ikone Janis Joplin.

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Zeitsprung: Am 19.1.1949 kommt Robert Palmer zur Welt.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 19.1.1949.

von Timon Menge und Christof Leim

Robert Palmer gehört zu den unterschätzten Personen der Rockgeschichte. Von 1974 bis 2003 veröffentlicht er (mehr oder weniger) starke Alben, beweist ein besonderes Gespür für Coversongs und gewinnt zahlreiche Preise, unter anderem einen Grammy. Hits wie Bad Case Of Loving You und Addicted To Love kennt jeder. Am 19. Januar hätte der 2003 verstorbene Musiker seinen Geburtstag gefeiert.

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Hört hier in die besten Songs von Robert Palmer rein:

Klickt auf „Listen“ für die vollständigen Stücke.

Kindheit und Jugend

Robert Palmer kommt 19. Januar 1949 in Batley zur Welt. Noch im selben Jahr zieht die Familie nach Scarborough, sein Vater arbeitet als britischer Offizier in Malta. Die Musik entdeckt Palmer bereits in jungen Jahren, er hört unter anderem Blues, Jazz und Soul im American Forces Radio — Einflüsse, die ihn sein Leben lang begleiten. Schnell greift er selbst zur Gitarre, außerdem trommelt er die ersten Takte auf dem Schlagzeug. Mit 15 tritt der junge Musiker The Mandrakes bei, im Alter von 20 Jahren kündigt er seinen Job als Grafikdesigner und zieht mit Sack und Pack nach London, um die dortige Künstlerszene zu erobern.




Die Siebziger

Nach kurzen Mitgliedschaften in den Jazzgruppen The Alan Bown Set und Dada gründet Palmer im Jahr 1971 die Band Vinegar Joe, mit der er drei Alben einspielt. 1974 gehen die Musiker getrennte Wege, Palmer orientiert sich in Richtung Solokarriere. Sein Debüt Sneakin’ Sally Thru The Alley erscheint noch im selben Jahr, doch der Brite trifft nicht den richtigen Nerv: Das Blues-/Funk-Album erregt keine große Aufmerksamkeit und bleibt in den meisten Plattenregalen liegen.



Er beschließt, nach New York zu ziehen, doch sein zweites Soloalbum Pressure Drop (1975) floppt ebenfalls. Mit Album Nummer drei, Some People Can Do What They Like (1976), stellen sich erste kleine Erfolge ein. Erneut siedelt Palmer um, diesmal auf die Bahamas. Keine schlechte Wahl, offensichtlich auch in musikalischer Hinsicht: Nach einem Umweg über die Veröffentlichung der Soul- und Disco-beeinflussten Rockplatte Double Fun (1978) landet er 1979 seinen ersten Hit mit dem Moon Martin-Cover Bad Case Of Loving You. Zu finden ist der Song auf dem Album Secrets (1979), für das Palmer erstmals eine eigene Band zusammenstellt. Die Scheibe markiert seinen Durchbruch in den USA.



Die Achtziger

Das Jahr 1980 verschafft ihm auch den europäischen Durchbruch, zeitgleich entdeckt Palmer die New Wave. Das verstärkt mit Synthesizern arbeitende Clues stürmt die Top Ten in Frankreich und Deutschland; in Schweden reicht es sogar zu Platz eins. Der Song Looking For Clues erklimmt Platz drei der deutschen Charts, die spätere EP-Veröffentlichung seiner Coverversion von Some Guys Have All The Luck funktioniert ebenfalls. Seine nächste Platte Pride (1983) orientiert sich an ähnlichen Einflüssen, lässt qualitativ aber ein wenig nach.



1984 gründet er die Supergroup The Power Station gemeinsam mit John und Andy Taylor von Duran Duran sowie Tony Thompson von Chic. Seine Solokarriere hängt Palmer vorerst an den Nagel, aber schon eine erfolgreiche Veröffentlichung und eine gemeinsame TV-Performance später verlässt er die Band wieder und bringt mit Riptide (1985) sein erfolgreichstes Album auf den Markt, das zudem einen seiner größten Hits enthält. So belegt Addicted To Love drei Wochen lang Platz eins der US-Charts und verschafft ihm sogar eine Grammy-Nominierung. 1988 landet auch Rockröhre Tina Turner einen Treffer mit dem Song.



1987 verschlägt es den Briten nach Lugano (Schweiz), wo er sich ein eigenes Tonstudio aufbaut. Er schreibt die Filmmusik für Sweet Lies (1988), zusätzlich nimmt er die Arbeit an seinem etwas härteren Erfolgsalbum Heavy Nova (1988) auf. Der Hit Simply Irresistible verschafft ihm erneut eine Grammy-Nominierung, diesmal erhält er auch die Auszeichnung.


Die Neunziger

Zu Beginn des neuen Jahrzehnts singt Palmer seinen nächsten Langspieler Don’t Explain (1990) ein, das auch den Song I’ll Be Your Baby Tonight enthält, eine Kollaboration mit der Reggae-Gruppe UB 40. 1992 veröffentlicht er Ridin’ High und lässt eine Menge Jazz in seine Musik einfließen — leider nicht zur Freude seiner Anhänger. Generell gestaltet sich das Verhältnis zwischen Palmer und seinen Fans in den kommenden Jahren schwierig. Er weigert sich, im Rahmen seiner Konzerte ältere Songs zu spielen und stößt seine Anhänger damit vor den Kopf. Seine nächste Veröffentlichung Honey (1994) verkauft sich nicht unterirdisch, kann aber bei weitem nicht an vergangene Erfolge anknüpfen.



1996 reanimiert er die Gruppe The Power Station, mit Living In Fear veröffentlicht die Band ohne großen Erfolg ein Reunionalbum. Gegen Ende des Jahrzehnts wird es ruhig um den britischen Musiker. Sein vorletztes Werk Rhythm & Blues (1998) kommt schlechter an als beinahe alle seine Veröffentlichungen der vergangenen Jahrzehnte.



Sein letztes Album

Am 12. Mai 2003 erscheint mit Drive der letzte Eintrag in der Diskografie von Robert Palmer. Statt eigenes Material zu schreiben, covert er Songs von J. B. Lenoir, Keb’ Mo’, ZZ Top und Elvis Presley. Die Platte verschafft ihm gute Rezensionen und ein wenig Aufwind, verkauft sich allerdings erneut eher schlecht als recht. Am 26. September desselben Jahres stirbt Palmer in Paris überraschend an einem Herzinfarkt. Er wurde nur 54 Jahre alt. Von 1970 bis 1993 war er mit seiner Frau Sue verheiratet, das Paar hat zwei Kinder.


Zeitsprung: Am 24.10.2013 gibt Tina Turner ihren US-Pass ab.

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Popkultur

Zeitsprung: Am 18.1.1974 gehen falsche Fleetwood Mac auf Tour – ganz offiziell.

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"Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 18.1.1974.

von Christof Leim

Im Januar 1974 spielen Fleetwood Mac Konzerte in den USA. Das wäre eigentlich ein Grund zur Freude für Classic Rock-Fans, doch leider steht da niemand auf der Bühne, der auf den aktuellen Platten oder den letzten Touren gespielt hat. Anders formuliert: Nur der Name Fleetwood Mac geht auf Tour, die Band blöderweise nicht. Das finden Besucher und Veranstalter natürlich befremdlich, zumal sie das oft erst am Showtag erfahren. Was ist da passiert und wer steckt hinter den „Fakewood Mac“?

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Hört hier in die damals aktuelle Platte Mystery To Me rein:

Klickt auf „Listen“ für das volle Programm.

Wer sich Anfang 1974 ein Konzertticket für Fleetwood Mac kauft, der erwartet auf der Bühne die Musiker der gerade neuen Platte Mystery To Me: Schlagzeuger Mick Fleetwood und Bassist John McVie zum Beispiel, dazu Sängerin Christine McVie und die Gitarristen Bob Welch und Bob Weston. Doch schon bei der ersten Show der Tour am 18. Januar 1974 ist keine einzige Person dieses Line-ups anwesend. Niemand. Stattdessen spielen fünf Unbekannte Fleetwood Mac-Songs.

Da muss also etwas vorgefallen sein. In einem Artikel des Rolling Stone von damals erzählt der Manager Clifford Davis: „Ich habe mich entschieden, etwas an der Band zu ändern, insbesondere auf der Bühne. Und das habe ich getan. Ich war immer schon der Anführer, der entscheidet, wer mitspielt und wer nicht.“ Eine krasse Ansage, aber Davis geht noch weiter: „Ich möchte endlich den Eindruck zerstreuen, dass dies Mick Fleetwoods Band ist. Diese Band war immer schon meine Band.“

Die echte Band Ende 1973: Welch, Fleetwood, McVie, McVie (v.l.) – Pic: Promo

Doch wie kommt der Mann dazu? In jenen Jahren verlieren Fleetwood Mac ständig ihre Gitarristen: Danny Kirwan fliegt 1972 raus, was den Abbruch einer Tour bedeutet. Im Herbst 1973 wird dann Bob Weston gefeuert, weil Drummer Mick kann es nicht länger mit ansehen, dass sein Kollege ein Verhältnis mit seiner Frau Jenny hat und damit auch in der Öffentlichkeit nicht hinter dem Berg hält. Autsch. Damit endet auch die erste Tour zu Mystery To Me vorzeitig. Dem Manager passt das gar nicht, angeblich nennt er das „unprofessionell“. Als die Musiker dann sogar eine Pause einlegen wollen, in der Mick sich um seine unvermeidliche Scheidung kümmern muss, stellt er kurzerhand eine Ersatztruppe zusammen und schickt sie in den USA auf die Straße.

Das Ersatzaufgebot besteht aus Musikern der Band Legs, die eine Single unter der Ägide des Managers veröffentlicht hatte: Sänger Elmer Gantry, Gitarrist Kirby Gregory, Bassist Paul Martinez und  Pianist John Wilkinson. „Ich habe mich aber entschieden, Mick zu behalten“, erklärt Davis im Rolling Stone. Allerdings habe der kurzfristig wegen privater Probleme wieder zurück nach England fliegen müssen. Also setzt sich Craig Collinge hinter das Schlagzeug.

Der erste Auftritt findet statt in Pittsburgh am 18. Januar 1974. Wenig überraschend gibt es dort umgehend Streit mit dem Veranstalter, und auch die Fans sind nicht erbaut. Deshalb muss Davis von nun an jeden Abend auf der Bühne verkünden, dass ganz neue Musiker spielen werden und Mick Fleetwood selbst, so ein Ärger, es leider nicht geschafft habe. Gut kommt das nicht an, doch es wird noch schlimmer: Eine Woche später rollt der Tross nach New York, wo 30 Minuten vor der Show feststeht, dass Elmer Gantry nicht singen können wird. „Das ist mir noch nie passiert“, röchelt er gegenüber dem Rolling Stone. Dummerweise hat sich ausgerechnet für diesen Abend die versammelte Musikpresse angekündigt. Noch doofer allerdings: Niemand sagt den Veranstaltern rechtzeitig Bescheid. Die hätten mit ein wenig mehr Vorlauf die Sause noch absagen können, jetzt aber stehen nach den Vorgruppen Kiss und Silverhead 3.400 Fans in der Halle und warten. Also fällt die Entscheidung, die „Band“ ohne Frontmann auf die Bühne zu schicken. Nach einer halben Stunde Boogie-Jam machen 800 Fans von dem Angebot Gebrauch, ihr Geld zurückzubekommen…

Das kann alles nicht lange gut gehen. Es gibt sogar die Geschichte, dass der langjährige Tourmanager John Courage irgendwann das Equipment versteckt und so dafür sorgt, dass die Konzertreise unter falscher Flagge gestört und abgebrochen wird. Kein Wunder also, dass der Spuk der„Fakewood Mac“ ziemlich schnell wieder vorbei ist und Clifford Davis mit Anlauf gefeuert wird. Ein unvermeidbares gerichtliches Nachspiel klärt zwar die Namensrechte eindeutig zu Gunsten der echten Fleetwood Mac, doch es bremst die Band mehrere Monate aus.

Die Musiker der Zweitbesetzung kehren zurück nach England und gründen die Band Stretch, die im November 1975 einen Hit landet mit dem Song Why Did You Do It?. Dessen Text kann mal an als klassisches Beziehungsdrama lesen, aber die meisten Kommentatoren sehen hier eine direkte Attacke auf Mick Fleetwood – weil der sich schließlich von der unglücklichen Tour zurückgezogen habe (was der weiterhin dementiert). Fleetwood Mac verstärken sich indes mit dem Gitarristen Lindsey Buckingham und der Sängerin Stevie Nicks und gehen in den Folgejahren durch die Decke. Der Rest ist Geschichte…



Titelfoto: Michael Putland/Getty Images

Zeitsprung: Am 11.7.1975 starten Fleetwood Mac ihrem gleichnamigen Album durch.

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