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Popkultur

Zeitsprung: Am 7.7.1955 schenkt Elvis seiner Mutter einen pinken Cadillac.

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Michael Ochs Archives/Getty Images

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 7.7.1955.

von Timon Menge und Christof Leim

… obwohl sie gar keinen Führerschein hat. Da liegt der Gedanke nah, dass der „King“ den Schlitten vielleicht doch ein kleines bisschen für sich selbst kauft. Verwunderlich wäre das nicht, denn Elvis’ Vorliebe für Cadillacs ist kein Geheimnis. Schauen wir uns das mal genauer an, und finden heraus, wo man den Wagen heute bestaunen kann.

Hier könnt ihr euch die größten Hits von Elvis Presley anhören:

Seinen ersten Cadillac kauft Elvis Presley bereits im Frühjahr 1955, ebenfalls in pink. Das extravagante Gefährt kutschiert den Musiker und seine Blue Moon Boys quer durch die USA, doch am 5. Juni kommt es in Arkansas zu einem Unfall: Einer der Bremsbeläge versagt und der schöne Wagen von 1954 brennt ab. (Angeblich ahnt seine Mutter das sogar im Schlaf; die ganze Geschichte dazu findet ihr hier.)

Nur einen Monat später sorgt der „King“ für Ersatz. Diesmal sucht er sich ein blaues Modell mit schwarzem Dach aus, lässt das Auto aber kurzerhand umlackieren, weil er in seinem ersten Charterfolg Baby, Let’s Play House von einem pinken Cadillac singt. Er bekommt sogar seinen individuellen Farbton namens „Elvis Rose“.

Mamas Auto, aber Elvis fährt

Das genaue Datum der selbstlosen Schenkung wird unterschiedlich angegeben, laut mehrerer Quellen nimmt Elvis das Gefährt am 7. Juli 1955 wieder in Empfang und schenkt es seiner Mutter Gladys. Die hatte zwar noch nie einen Führerschein, aber beim Verschenken von sündhaft teuren Autos geht es natürlich auch um die Geste. Stolz bezeichnet sie den Cadillac als „ihr Auto“. Gefahren wird der Wagen dann allerdings doch wieder von Elvis und seiner Band. Geschickt.

Am 2. September 1955 kommt es erneut zu einem Unfall: An jenem Tag fährt Elvis-Gitarrist Scotty Moore in ein überholendes Auto und verursacht einen Schaden von 1000 US-Dollar, damals ein Vermögen. Etwa zwei Monate später unterschreibt der „King“ allerdings einen dicken Plattenvertrag und lässt seinen Schatz im März 1956 reparieren. Das Dach lässt er nun weiß lackieren. In den Jahren danach kauft er außerdem noch weitere Cadillacs.

Die Welt wird pink

Als größter Rockstar der Welt nimmt Elvis mit seinem Spleen auch Einfluss auf die Popkultur. Nicht nur, dass viele Autohersteller die Farbe Pink in ihre Standardlackierungen aufnehmen. Nein, auch in der Kunst taucht der pinke Cadillac immer wieder auf, ob in der Musik (John Prine, Bruce Springsteen) oder im gleichnamigen Film mit Clint Eastwood von 1989.

Heute steht Elvis’ pinker Cadillac in seiner alten Heimat Graceland, wo eigens ein Automuseum eingerichtet wurde. Vorgefahren wurde der ikonische Wagen noch einmal im Juni 2006, als US-Präsident George W. Bush und der japanische Premierminister Junichiro Koizumi das Anwesen des ersten Rockstars besuchten. Roadtrip gefällig?

Der pinke Cadillac von Elvis’ Mutter Gladys beim Besuch von George W. Bush und dem japanischen Premierminister Junichiro Koizumi. Daneben ein aktuelleres Modell des US-Premiumherstellers – Pic: Tim Sloan/AFP/Getty Images

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