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Popkultur

Got Live If You Want It: Die Zehn legendärsten Konzertmitschnitte der Rolling Stones

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Die Welt des Pop braucht immer neue Gesichter: Junge Bands treten auf den Plan, treten wieder ab; was heute als größte Bühnensensation gilt, ist morgen womöglich schon wieder passé. Nur einer Band gelingt es, diese Regel auszuhebeln – weil sie immer da ist: The Rolling Stones. Jene englische Institution, die seit Jahrzehnten als „die größte Rock & Roll-Band der Welt“ gilt, hat sich diesen Titel immer wieder neu verdient. Und zwar vor allem auf Bühne: Mit ihren legendären Live-Shows.

von Paul Sexton

Das belegen auch die Deluxe-Editionen ihrer neuen Honk-Compilation, die Klassiker und Album-Highlights aus den letzten 45 Jahren zusammenbringt: Gleich 10 Live-Tracks sind darauf versammelt, mitgeschnitten während ihrer ausgiebigen Tourneen der letzten Jahre. Zu hören sind Meilensteine wie Let’s Spend The Night Together, Under My Thumb und She’s A Rainbow. Auch gesellen sich immer wieder hochkarätige Kollegen zu ihnen auf die Bühne: Mal ist es eine Florence Welch, dann ein Ed Sheeran. Mal Brad Paisley, dann Dave Grohl.


Hört hier in Honk rein:


Für das volle Vergnügen klickt auf “Listen”.


Um uns vor der überwältigenden Bühnenpräsenz der Briten zu verneigen und zu illustrieren, wie sie es seit ihrer Gründung im Jahr 1962 immer wieder geschafft haben, das Publikum in ihren Bann zu ziehen, haben wir diese Top-10 zusammengestellt: 10 der legendärsten Live-Auftritte der Rolling Stones. Alles von TV-Specials bis zu überdimensionalen Stadion-Performances ist dabei, ja sogar eines der größten Konzerte der Musikgeschichte darf hier nicht fehlen.

10: London Stadium, 22. Mai 2018: Wild Horses

Diese Live-Aufnahme, auch auf den Deluxe-Editionen von Honk zu hören, ist noch ziemlich jung – und doch ist sie jetzt schon legendär: Es ist jener Moment ihrer Show im einstigen Olympiastadion, in dem sich Mick Jagger das Mikrofon mit der fantastischen Florence Welch (von Florence + the Machine) teilt – für eine zeitlos-elegante Duett-Version von Wild Horses.


9: The Ed Sullivan Show, 13. Februar 1966: Satisfaction

Zwischen 1964 und 1969 waren die Stones gleich sechs Mal in der US-Kultsendung The Ed Sullivan Show zu Gast, allein 1966 lud Sullivan sie für zwei Auftritte ein. Im Februar des Jahres kam das Publikum in den Genuss von drei Songs: Eingerahmt von As Tears Go By und 19th Nervous Breakdown, belegt Jagger mit dieser Aufnahme von Satisfaction, was für ein unglaublich charismatischer Sänger er ist.


8: Texas, Juni 1972: Jumpin’ Jack Flash

Über die Jahrzehnte ist eine ganze Reihe von eindrucksvollen, aufwendig produzierten Konzertfilmen erschienen, doch gerade Ladies And Gentlemen… The Rolling Stones gilt für viele Fans als das ultimative Konzertdokument. Kein Wunder: Seit der Restaurierung im Jahr 2010 wirkt diese Performance aus dem Jahr 1972, inklusive Mick Taylor, sogar noch umwerfender.


7: London, 11. Dezember 1968: The Rolling Stones Rock And Roll Circus

Apropos restaurierte Aufnahmen und TV-Specials: Hier der Trailer zum legendären 1968er Live-Spektakel in London, bei dem unter der Ägide der Stones unter anderem auch John Lennon, Eric Clapton, Taj Mahal, Jethro Tull und The Who auftreten sollten. Allein die eröffnenden Worte von Mr. Jagger: „You’ve heard of Oxford Circus…“


6: Marquee Club, London, 26. März 1971: Dead Flowers

Auch zu sehen in der From The Vault-Filmreihe, präsentiert die Band den Song vom Klassikeralbum Sticky Fingers an diesem Frühjahrstag des Jahres 1971 an einem ganz besonderen Ort: Genau hier nämlich, im Londoner Marquee Club, hatten sie neun Jahre zuvor ihr allererstes Konzert gespielt.


5: Checkerboard Lounge, Chicago, 22. November 1981: Baby Please Don’t Go

Ein Auftritt, von dem die Bandmitglieder heute noch sprechen. Ein historischer Abend in der South Side von Chicago, denn Mick, Keith, Ronnie und ihr getreuer Roadmanager Ian Stewart gesellten sich auf der Bühne zu jenem Mann, der für sie nicht nur eine wichtige Quelle der Inspiration war, sondern darüber hinaus auch denjenigen Song aufgenommen hatte, nach dem sie ihre Band einst benannt hatten: Hier präsentieren sie einen anderen Muddy-Waters-Klassiker aus den Fünfzigern.


4: Hyde Park, London, Juli 2013: Miss You

Als sie 44 Jahre zuvor im Hyde Park spielten, war Brian Jones gerade erst gestorben: Der Auftritt wurde so zur unvergesslichen Open-Air-Gedenkfeier. Im Rahmen ihrer 2013 absolvierten 50 & Counting-Tour spielten die Stones gleich zwei Shows: Rund 65.000 Menschen kamen in den Hyde Park, um mit ihnen die Sweet Summer Sun zu zelebrieren…


3: Hyde Park, London, 5. Juli 1969: I’m Free

Und auch der Vorgänger aus dem Sommer des Jahres ’69 darf hier nicht fehlen: Immerhin war es für Mick Taylor der allererste Auftritt mit den Stones – kein schlechter Einstand vor einem Publikum, das je nach Schätzung zwischen einer Viertel- und einer halben Million Menschen vereinte. Die DVD-Neuauflage aus dem Jahr 2015 verewigt diesen großen Moment der Rockgeschichte, der selbst in der Masse der epochalen Stones-Konzerte noch als echtes Highlight heraussticht.


2: Ford Field, Detroit, 5. Februar 2006: Super Bowl XL

Mit dem Rückenwind ihrer gigantischen A Bigger Bang-Tour, der erfolgreichsten ihrer ganzen Karriere, kamen die Stones in die Motor City, um dort den denkbar wuchtigsten Soundtrack zur Halbzeitpause des Super Bowl abzuliefern: Eine Performance, die nicht nur zu den eindrucksvollsten Auftritten ihrer Bandgeschichte zählt. Denn es ist zugleich eine der atemberaubendsten Shows überhaupt.


1: Copacabana, Rio de Janeiro, 18. Februar 2006: You Can’t Always Get What You Want

In Sachen Live-Shows denkt keine Band größer als die Stones. Keine zwei Wochen nach dem zweitplatzierten Mega-Auftritt in Detroit, setzten sie selbst noch einen drauf, als sie eines der größten Konzerte in der Geschichte der Menschheit gaben. Wie viele Menschen am Strand von Rio „ihre Ya-Ya’s auspacken“ sollten? Schätzungsweise 1,5 Millionen.


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