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Popkultur

Highway To Hell? 10 Rocksongs für die Hochzeit

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Hochzeit
Foto: Alexandra Gornago/Unsplash

Für die meisten Brautpaare ist eines glasklar: Der (zumeist) schönste Tag des Lebens braucht einen gebührenden Soundtrack. Songs, die individuell auf die zwei Turteltauben abgestimmt sind. Doch wer nicht gerade zufällig auf frommen Kirchengesang steht, zieht zumindest bei einer Trauung vor Gott den Kürzeren. Nothing Else Matters auf der Orgel? Highway To Hell vom Kirchenchor? Das ist wohl eher die Ausnahme.

von Sina Buchwitz und Timon Menge

Glücklicherweise sind freie Trauungen auf dem Vormarsch, die abseits der Kirche stattfinden und bei denen Brautpaare auch musikalisch so richtig die (Rock-)Sau rauslassen dürfen. Wir haben ein paar Songs zusammengestellt, mit denen der Weg zum Traualtar auch ohne Wagner funktioniert.

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1. Lamb Of God – Remorse Is For The Dead

Zugegeben: Lamb Of God sind nicht gerade als klassische Hochzeitsband bekannt. Umso größer ist dementsprechend das Staunen der Hochzeitsgäste, als Superfan Amanda Lowther im Oktober 2020 zu den Klängen des Remorse Is For The Dead-Intros zum Traualtar schreitet. Im Schlepptau: Ihr Sohn Adler, benannt nach Lamb-Of-God-Bandmitglied Willie Adler. Im Anschluss postet die stolze Braut das Video auf Twitter – und erhält prompt Glückwünsche von Gitarrist Mark Morton höchstpersönlich.

2. The Darkness – I Believe In A Thing Called Love

Im Jahr 2002 konnte man kaum einen Musiksender einschalten, ohne über The Darkness zu stolpern. Kein Wunder, denn mit ihrem abwechslungsreichen Rocksong I Believe In A Thing Called Love versprühen die Briten nicht nur reichlich Sexappeal, sondern auch eine ganze Menge gute Laune. Die herrscht hoffentlich auch bei einer Trauung, sodass sich die Nummer perfekt für jede Hochzeit mit Spaßfaktor eignet. „We’ll be rocking till the sun goes down“, heißt es in den Lyrics. Nach dem Ja-Wort dauert die Party aber wohl eher bis zum Sonnenaufgang.

Love Lyrics: I believe in a thing called love / just listen to the rhythm of my heart / there’s a chance we could make it now / We’ll be rocking till the sun goes down / I believe in a thing called love

3. Babymetal – Road Of Resistance

In vielen Kulturen ist es üblich, dass das Brautpaar erst zum Empfang hinzustößt, wenn die gesamte Hochzeitsgesellschaft bereits Platz genommen hat. Dieser „erste Auftritt“ als Ehepaar verlangt selbstverständlich ein gewisses Maß an Dramatik. Ein Brautpaar aus Japan nutzte diese Gelegenheit, um ihrer Liebe zur Kawaii-Metal-Band Babymetal Ausdruck zu verleihen: Zu den dröhnenden Klängen von Road Of Resistance werden die Vorhänge gelüftet, hinter denen sich Braut und Bräutigam befinden. Mit wehenden Babymetal-Fahnen zieht das frisch vermählte Paar in den Saal, angefeuert von den Jubelrufen der Gäste. Coolness-Faktor? 10/10 Punkte.

4. Queen – You’re My Best Friend

Queen kennt man dafür, dass alle vier Bandmitglieder gleichermaßen erfolgreiche Hits für die Gruppe komponiert haben. You’re My Best Friend stammt aus der Feder von Bassist John Deacon, der die Nummer Mitte der Siebziger für seine Frau Veronica Tetzlaff schrieb. Und die Botschaft behält bis heute Gültigkeit, wie es scheint: Deacon und Tetzlaff sind seit mehr als 45 Jahren verheiratet und haben sechs Kinder.

Love Lyrics: Oh, you’re the best friend that I ever had / I’ve been with you such a long time / You’re my sunshine and I want you to know / that my feelings are true / I really love you

5. Converge – Concubine

Wer sagt, dass Hochzeitsempfänge staubtrocken oder kitschtriefend sein müssen? Im Jahr 2013 beweist eine japanische Hochzeitsband, dass es sich auch in Hemd und Krawatte einwandfrei headbangen lässt. Ein YouTube-Video gibt Einblick in die ungewöhnliche Feier: Auf ein – vergleichsweise ruhiges – Lied folgt absolutes Chaos. Die Jungs geben ein Cover von Converges Concubine zum Besten. Was für Nicht-Metaller vermutlich wie eine Hochzeit aus der Hölle klingt, sorgt bei dieser Hochzeitsgesellschaft für grölende Zustimmung. Auch die Band zeigt vollen Körpereinsatz: Erst verliert der Bassist einen Schuh, zum Schluss liegt er zappelnd auf dem Boden. Rock on!

6. Pachelbel – Canon In D

Als YouTube gerade nach Deutschland schwappte, war dieses Video aus der Rock- und Metal-Community nicht wegzudenken. Wann genau das Stück Canon a 3 Violini con Basso continuo geschrieben wurde, konnte bis heute nicht herausgefunden werden, aber es wird gemutmaßt, dass der Nürnberger Komponist Johann Pachelbel das Lied für die Hochzeit von Johann Christoph Bach (Johann Sebastians älterem Bruder) am 23. Oktober 1694 verfasste. Mit seinem YouTube-Cover verhalf der Gitarrist Funtwo dem alteingesessenen (mutmaßlichen) Hochzeitsstück im Jahr 2007 zu neuer Berühmtheit.

7. Foo Fighters – Everlong

Verlobungen gibt es auf beinahe jedem mittelmäßigen Konzert jeder mittelmäßigen Band. Wahre Fans gehen noch einen Schritt weiter – und heiraten gleich während eines Live-Auftritts ihrer Lieblingsband. So geschehen bei den Foo Fighters 2018, die in Dallas (unfreiwillig) zur Hochzeitsband zweier Turteltauben werden. Die hatten Standesbeamtin, Eheringe und Luftschlangen kurzerhand mit zum Konzert gebracht. Als die Band zu Everlong anstimmt, gibt das Paar sich das Ja-Wort; was aufgrund der Lautstärke gar nicht so einfach ist. Besiegelt wird die Mini-Zeremonie mit einem gebührenden Kuss sowie wildem Gekreische der umstehenden Fans.

Love Lyrics: If everything could ever feel this real forever / If anything could ever be this good again / the only thing I’ll ever ask of you / You’ve got to promise not to stop when I say when

8. Motörhead – Love Me Forever

Motörhead-Frontröhre Lemmy Kilmister scheint auf den ersten Blick nicht der emotionalste Kerl zu sein, doch wer sich ein wenig ausführlicher über den Briten informiert, kennt seine softe Seite nur allzu gut. In Love Me Forever geht es einerseits um den Wunsch nach Bindung, aber der Song hat auch eine melancholische Seite, die so viel sagt wie: Versprich mir bitte keine ewige Liebe; ich kann sie dir auch nicht versprechen. Ob sich die Nummer für eine Hochzeit eignet, kommt im Allgemeinen wohl auf den Grad der Desillusionierung des Brautpaares an, aber für Motörhead-Fans liefert der Song genau die richtige Untermalung für eine krachige Zeremonie.

Love Lyrics: You give me your hand / don’t you ever ask why / promise me nothing / live ’til we die

9. Train – Marry Me

The title says it all: Wer es etwas ruhiger mag, könnte auf Marry Me von Train zurückgreifen. In dem simplen Stück singt Pat Monahan von der klassischen Liebe auf den ersten Blick und darüber, wie es wäre, bereits diese erste Begegnung mit einem Heiratsantrag zu besiegeln. 2012 nahm Countrysängerin Martina McBride eine Duettversion des Songs auf, die noch immer gern für Trauungen genutzt wird.

Love Lyrics: I promise to sing to you / When all the music dies / and marry me / today and everyday

10. The Black Keys – Everlasting Light

Mit The Black Keys kann man die eigene Hochzeit ein wenig alternativer gestalten. In drei Minuten und 25 Sekunden trägt das Duo aus Ohio eine kitschfreie Lo-Fi-Liebeserklärung vor, die selbst dem hartgesottensten Bluesrocker ein paar Gefühle entlocken sollte. Das Beste daran: Everlasting Light eignet sich nicht nur für den Einmarsch, sondern aufgrund seiner Tanzbarkeit auch für die Party danach.

Love Lyrics: Let me be your everlasting light / the sun when there is none / I’m a shepherd for you / and I’ll guide you through

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Popkultur

„Der Triumph des Jazz“: Die musikalischen Einflüsse des Martin Luther King, Jr.

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Martin Luther King Jr.
Foto: Donald Uhrbrock/Getty Images

Am 15. Januar 2022 hätte die US-amerikanische Bürgerrechtsikone Martin Luther King ihren 93. Geburtstag gefeiert. Zu Ehren Kings möchten wir an dieser Stelle seine Verbindung zur Musikkultur ein wenig näher beleuchten.

von Markus Brandstetter

Die Bilder und Worte sind fest im kollektiven Bewusstsein verankert, selbst wenn man zu jener Zeit noch nicht auf der Welt war: Im August 1963 fanden sich über 200.000 Menschen in Washington, DC zum „Marsch auf Washington für Arbeit und Freiheit“ (englischer Titel: March on Washington for Jobs and Freedom) zusammen.

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Vor dem Lincoln Memorial hielt Martin Luther King seine berühmte Rede, deren Worte „I have a dream“ in die Geschichte eingingen. Musik war (nicht nur) an diesem Tag ein wesentlicher Bestandteil der Proteste. Bob Dylan und Joan Baez traten auf, Peter, Paul & Mary, Odetta Holmes, Mahalia Jackson und der Eva Jessye Choir, auch Harry Belafonte war anwesend. Für King war Musik aber weit mehr als eine akustische Untermalung — er sah sie als Mittel zur Veränderung an — und, im Falle von Jazz, Triumph der Schwarzen — dazu später mehr.

Kings musikalischer Background

Für Martin Luther King, das schreibt der US-amerikanische Autor Alfonso Pollard in seinem Artikel The Extraordinary Influences of Dr. Martin Luther King, Jr., habe Musik seit seiner Kindheit eine bedeutende Rolle gespielt. Kings Mutter Alberta King spielte hier wohl die Schlüsselrolle: Sie war Chorleiterin und Organistin in der Ebenezer Baptist Church. Auch Kings spätere Ehefrau Coretta Scott, die er an der Universität kennenlernte, war Kirchenchorleiterin, außerdem Sopranistin und Multiinstrumentalistin.

Geht es nach Pollard, gab es in Kings musikalischer Sozialisation zwei große Säulen: die Gospelmusik zum einen, zeitgenössische Sängerinnen wie Mahalia Jackson, Sister Rosetta Tharpe, Nina Simone, Miriam Makeba zum anderen. Später wurde auch Jazz für ihn immer wichtiger — eine Musik, die er als „triumphal“ bezeichnete. Damit meinte er den Triumph der Afroamerikaner*innen über die Unterdrückung, über Ungerechtigkeit, Kummer, Tragödien.

Der Triumph des Jazz

1964 wurde King gebeten, die Eröffnungsrede auf dem JazzFest Berlin (damals „Berliner Jazztage“ genannt) zu halten. In seiner Rede sprach er über eben dieses Triumphale im Jazz: „Gott hat viele Dinge aus der Unterdrückung heraus geschaffen. Er hat seine Geschöpfe mit der Fähigkeit ausgestattet, zu erschaffen, und aus dieser Fähigkeit sind die süßen Lieder der Trauer und der Freude hervorgegangen, die es dem Menschen ermöglicht haben, mit seiner Umwelt und vielen verschiedenen Situationen zurechtzukommen. Der Jazz spricht für das Leben. Der Blues erzählt von den Schwierigkeiten des Lebens, und wenn man einen Moment nachdenkt, wird man feststellen, dass er die härtesten Realitäten des Lebens in Musik umsetzt, um dann mit neuer Hoffnung oder einem Gefühl des Triumphs wieder herauszukommen.“

„Die letzte Bastion des Elitismus“

Wie die Verbindung Kings zur klassischen Musik ist, ist indes nicht hinreichend beleuchtet. Der US-Dirigent Paul Freeman (1936-2015) berichtete einst in einem Interview von ein Zusammentreffen mit dem Bürgerrechtler. Als dieser ihn fragte, was er in Atlanta mache, erklärte ihm Freeman, er habe ein Engagement als Gastdirigent des Atlanta Symphony Orchestra. Die Antwort von King darauf kann als sozialkritisch bis sarkastisch gelesen werden: „Ah, die letzte Bastion des Elitismus! Glory, Halleluja!“ Freeman, dessen erklärte Mission es war, die Klassik (sowohl als Musiker*in als auch als Hörer*in) für alle zugänglich zu machen, sah dies aber nicht als Seitenhieb, sondern als Inspiration, sein Ziel zu verfolgen.

Nachzusehen ist dies in diesem Interview:

Wie wichtig King war, zeigen zahlreiche Tribute. Soul-Legende Stevie Wonder war ausschlaggebend dafür, dass Martin Luther Kings Geburtstag zum Feiertag erklärt wurde — und widmete ihm das Stück Happy Birthday. U2 schrieben Pride (In The Name Of Love) über ihn, James Taylor zollte ihm mit Shed A Little Light Tribut — und natürlich darf man Nina Simones Stück Why (The King Of Love Is Dead) nicht vergessen, dass sie drei Tage nach seinem Tod vorstellte.

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Popkultur

Zeitsprung: Am 15.1.1969 kehrt George Harrison zu den Beatles zurück.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 15.1.1969.

von Timon Menge und Christof Leim

Getrennte Wege gehen die Beatles erst zu Beginn der Siebziger, doch dicke Luft herrscht schon vorher. Die Musiker fühlen sich ausgelaugt, gemeinsamer Tatendrang bleibt die Ausnahme. Am 10. Januar 1969 verlässt George Harrison sogar die Band. Fünf Tage später kehrt er zurück — allerdings mit Forderungen…

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Hört hier in Let It Be rein:

Klickt auf „Listen“ für das ganze Album.

Im Januar 1969 befinden sich die Beatles im Twickenham Studio in London und arbeiten an ihrer Platte Let It Be. Das White Album (1968) hallt noch nach, das Erscheinen von Yellow Submarine (1969) steht kurz bevor. Als die Band am Morgen des 10. Januar mit wenig Erfolg an den Songs Get Back und Two Of Us arbeitet, hat George Harrison die Nase voll. Er verlässt das Studio und lässt die anderen drei Musiker im Regen stehen. Nachdem sich McCartney, Lennon und Starr die erste Wut von der Seele gespielt haben, sagt Lennon trocken: “Ist er am Dienstag nicht zurück, holen wir Clapton.” Am 12. Januar treffen sich die Beatles bei Harrison zuhause, doch die Zusammenkunft verläuft alles andere als gut und endet von Harrisons Seite mit einem: “Man sieht sich.”

Einer der Gründe für Harrisons Abgang: Immer wieder geraten er und Paul McCartney aneinander. Harrison emanzipiert sich zu jener Zeit als Songschreiber und empfindet McCartney als zu dominant. In einem Interview mit dem Rolling Stone erzählt er: „Es ist mir immer sehr schwergefallen, beim Songwriting mitzumischen, weil Paul diesbezüglich sehr aufdringlich war. Wenn er meine Songs gespielt hat, lief das immer gut. Ich musste allerdings 59 seiner Ideen ausprobieren, bevor er sich meine überhaupt anhören wollte.“



Auch John Lennon und Harrison sind sich zu jener Zeit nicht grün. So stellt der britische Musikjournalist David Stubbs in einem Artikel für das Magazin Uncut die These auf, Harrison sei sogar noch genervter von Lennon als von McCartney, weil Lennon Probleme mit Harrisons wachsendem Einfluss auf das Songwriting gehabt habe. Nicht nur das: Lennons Beziehung zu Yoko Ono treibt einen Keil zwischen die beiden Beatles, die sich gerade erst richtig angefreundet hatten — vermutlich auch über ihre gemeinsame Vorliebe für LSD.

Außerdem stört Harrison sich daran, dass im Studio ein Film gedreht werden soll, obwohl die Beatles nur streiten. „Es kam vor der Kamera nie zum Eklat“, räumt er später ein. „Aber ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was das eigentlich soll.“ Er beschließt, die Band zu verlassen — ein Prozess, den auch Schlagzeuger Ringo Starr durchläuft, und zwar nur wenige Monate zuvor während der Sessions zum White Album.



Einige Tage nach Harrisons Abgang merken McCartney, Lennon und Starr endgültig, dass die Band nicht ohne den Gitarristen funktioniert. Die Musiker setzen ein Treffen für den 15. Januar an, und der verlorene Sohn taucht wieder auf — allerdings mit Forderungen. Harrison möchte im Gegensatz zu McCartney nach unfassbar vielen Konzerten nicht mehr live auftreten. Außerdem bittet er darum, das Studio zu wechseln. Die übrigen Bandmitglieder schlagen ein, die Beatles ziehen in die Apple Studios um und setzen den Aufnahmeprozess fort.


Die Symptome lassen sich durch die Veränderungen kurzzeitig bekämpfen, doch die Ursachen liegen tiefer. Trotz vorübergehender Wiedervereinigung kommt es langfristig zur Auflösung der Band. Vorher schließen die Briten die Aufnahmen des Albums Abbey Road ab, das durch diverse Umstände sogar noch vor Let It Be erscheint. Zur endgültigen Trennung kommt es im Frühjahr 1970, etwa einen Monat vor der Veröffentlichung der letzten Platte.

Zeitsprung: Am 21.1.1966 heiratet George Harrison. Eric Clapton grätscht rein.

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Popkultur

The Ronettes: 6 wegweisende Songs der legendären Girlgroup

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The Ronettes
Foto: Michael Ochs Archives/Getty Images

Am 12. Januar 2022 starb Ronnie Spector, die Leadsängerin der geschichtsträchtigen The Ronettes. Die Girlgroup aus New York war in den 1960er-Jahren eine wegweisende Popgruppe, die sich in Sachen Sound und Image deutlich vom Durchschnitt abhob.

von Markus Brandstetter

Ab 1963 arbeitete die Gruppe mit der Produzentenlegende (und dem späteren verurteilten Mörder) Phil Spector zusammen, den die Sängerin auch heiratete. Unseren Nachruf auf Ronnie Spector findet ihr hier. Zu Ehren der Sängerin wollen wir uns heute durch die größten Hits und wichtigsten und wegweisenden Songs von The Ronettes hören und ein wenig ihre Historie und den Hintergrund der Stücke beleuchten.

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1. Good Girls

Good Girls war die letzte Single von The Ronettes, die die Band über ihr altes Label Colpix Records veröffentlichte. Die Single schaffte keinen Platz in den Charts, die Band  war deswegen schwer enttäuscht und trennte sich von ihrem alten Label. Neue Geschäftsmöglichkeiten taten sich auf, die Gruppe unterschrieb bei Phil Spectors Label Philles Records. Der kommerzielle Erfolg konnte damit beginnen. Good Girls, die Single vor dem Erfolg, war vielleicht nicht so wegweisend, wie das, was unter Spectors Produktion folgen sollte — ist aber dennoch ein eingängiger, erinnerungswürdiger  Song.

2. Be My Baby

Be My Baby stammt aus der Feder von Phil Spector, Jeff Barry und Ellie Greenwich und ist der größte Hit der Band. Wobei: Spector hat im Grunde nur deswegen einen Songwriting-Credit, weil seine Produktion eben Kernstück des Songs ist. Be My Baby wurde am 15. August 1963 als Single veröffentlicht und schaffte es auf Platz zwei der US-Popcharts. Darauf zu hören ist die Creme de la Creme der damaligen Studiomusiker*innen-Szene — unter anderem spielt die großartige Carol Kaye (gemeinsam mit Ray Pohlmann) Bass, dazu sind mit Tommy Tedesco, Billy Strange, Barney Kessel und Bill Pitman gleich vier Gitarristen zu hören. Und weil ein Keyboard für eine Wall of Sound nicht reicht, sind auch vier Keyboarder mit dabei.

 3. Baby I Love You

Nachdem Be My Baby ein Erfolg wurde, war in Phil Spector der Ehrgeiz geweckt, nachzulegen. Allerdings gab es da ein Problem: The Ronettes sollten eigentlich touren. Ronnie blieb bei Phil im Studio, Estelle und Nedra gingen auf Tour, mit Verstärkung der Cousine Elaine. Weil man aber weitere Stimmen beim Aufnehmen brauchte, halfen Bekannte aus: So übernahmen Cher, Sonny Bono und Darlene Love die Backing Vocals auf dem Stück. Am Piano: der große Leon Russell.

 4. (The Best Part Of) Breakin’ Up

„Wenn Phil einen Song so sehr liebte wie (The Best Part of) Breakin’ Up, konnte er tagelang daran arbeiten, ohne jemals müde zu werden. Er verbrachte Stunden damit, die Harmonien mit Nedra und Estelle auszuarbeiten, und sprang jedes Mal auf und ab, wenn er etwas hörte, das ihm gefiel“, erinnerte sich Ronnie Spector in ihrer Autobiografie an die Aufnahmen zu  (The Best Part Of) Breakin’ Up.

 5. Do I Love You?

Junge Liebe – davon handelt Do I Love You?, das die Ronettes 1964 mit dem Song Bebe And Susu als B-Seite veröffentlichten. Geschrieben wurde der Song von Phil Spector, Pete Andreoli and Vini Poncia.

6. Walkin’ In The Rain (1964)

Walkin’ In The Rain — geschrieben von Barry Mann, Phil Spector und Cynthia Weil, wurde im Laufe der Jahre oft gecovert — unter anderem von The Walker Brothers und Jay & The Americans. The Ronettes, für die der Song geschrieben wurde, landeten 1964 damit auf Platz 23 der Billboard Top 100 Song, in den Billboard R&B Charts war sogar Platz 8 drin.

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Riot Girls: Die Musikerinnen, die die Welt veränderten

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