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Popkultur

10 Songs, die jeder OMD-Fan kennen sollte

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Foto: ALEX LAKE/TWOSHORTDAYS

Geht es um das Thema britischer New Wave der 1980er-Jahre kommt man an OMD nur schwer vorbei. Ihre Leadsingle Electricity inspirierte Depeche Mode in ihrer Frühphase – und auch wenn ihnen im Gegensatz zu Dave Gahan & Co. der ganz große, andauernde Ruhm nicht geglückt ist: Orchestral Manoeuvres in the Dark – kurz: OMD  stehen seit 41 Jahren für eingängige und erinnerungswürdige Synth-Pop-Perlen.

von Markus Brandstetter

Wir werfen einen Blick auf zehn jener Songs von Andy McCluskey, Paul Humphreys & Co.,, die jeder Fan kennen sollte – angefangen von den Anfängen der Band bis hin zum heutigen Tag.


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1. Electricity (1979)

Mit Electricity hatte für OMD alles begonnen. Die Debütsingle der Briten erschien 1979 und fand schnell einen prominenten Förderer: DJ-Legende John Peel fand großen Gefallen im Kraftwerk-inspirierten Sound der Band und begann das Stück regelmäßig zu spielen. Factory-Records-Labelboss Tony Wilson hingegen soll zunächst weniger beeindruckt vom Song der Band gewesen sein, als er die Single in der Post fand. Weil seiner Frau Electricity aber so gut gefiel, veröffentlichte er die Single über sein Label.

Electricity erschien in mehreren verschiedenen Versionen: Die erste offizielle Version (die aber erst als zweites veröffentlicht wurde) wurde von Martin Hannett produziert. Die Band fand aber später, dass die Single überproduziert klang und nahm das ganze Stück noch einmal neu auf. Die Version, die schließlich auf dem Album landete und am geläufigsten ist, ist hingegen ein Remix von Hannetts Aufnahme. Bei den Sessions zu ihrem zweiten Album Organisation entstand eine weitere Version, die 1980 auf einem Sampler des Labels Dindisc erschien.

2. Enola Gay (1980)

Dieser Song, im Alleingang von Andy McCluskey komponiert, stammt vom zweiten Album der Band Organisation – und ist nicht nur einer der großen Hits der Platte, sondern auch einer der bekanntesten OMD-Songs überhaupt. Insgesamt 5 Millionen Mal verkaufte sich die Single. Diese Keyboard-Hook bekommt man so schnell nicht mehr aus dem Kopf — dabei ist das Thema alles andere als leicht verdaulich: Enola Gay ist der Name jenes Flugzeugs, das am 6. August 1945 die erste Atombombe über Hiroshima abwarf.

3. Souvenir (1981)

Eigentlich war Andy McCluskey alles andere als begeistert von dem Song, den Paul Humphreys gemeinsam mit Martin Cooper geschrieben hatte. Zu „soppy“, also rührselig, sei der Track, urteilte der OMD-Frontmann damals. Den Fans und Kritiker*innen schien der Song, der auf den Longplayer Architecture and Morality zu finden ist, allerdings deutlich besser zu gefallen. Schließlich kletterte er in mehreren Ländern auf Top 10-Positionen der Single-Charts – in England auf Platz drei, in Portugal und Spanien sogar auf Platz eins.

Der luftige Synth, der auch die Chorus Hook übernimmt, die zugängliche Melodie und die unbekümmerte Stimmung bleiben in Erinnerung. Am 26. Juli 2015 kam es zu einer kleiner Sensation im OMD-Universum. Weil Humphreys bei einem Konzert wegen einem Krankenhausaufenthalt nicht dabei sein konnte, übernahm McCluskey den Gesangspart. Humphreys sah den Clip am Krankenbett und erklärte, er fühle sich wie in einem Paralleluniversum.

4. Joan Of Arc (1981)

Die zwei Folge-Singles von Architecture And Morality behandelten eine historische Persönlichkeit: Jeanne d’Arc, oder in der englischen und von OMD verwendeten Schreibweise: Joan of Arc. Das Stück Joanne Of Arc war die zweite Single (nach Souvenir). Danach folgte Maid of Orleans (The Waltz Joan of Arc). Beide Songs wurden von McCluskey geschrieben und waren erfolgreiche Singles für die Band.

5. Maid of Orleans (The Waltz Joan of Arc, 1981)

Nach Joan Of Arc folgte der Song Maid of Orleans (The Waltz Joan of Arc). Und dieses Stück verfasste McCluskey an einem ganz besonders passendem Datum: dem 30. Mai 1981, dem 550. Todestag der Heiligen. Übrigens war Maid of Orleans (The Waltz Joan of Arc), das 1982 als Single ausgekoppelt wurde, in OMDs Heimat Großbritannien erfolgreicher: es kletterte auf bis auf Platz vier der britischen Albumcharts, die Vorgängersingle erreichte hingegen nur den fünften Platz.

6. Never Turn Away (1984)

Never Turn Away war die vierte und letzte Single des Albums Junk Culture – und die zweite in der Bandgeschichte (nach Souvenir), auf der Humphreys den Leadgesang übernahm. In den Charts schnitt Never Turn Away zwar relativ schwach ab (Platz 70 in den britischen Singlecharts), ist definitiv aber eines der Highlights von Junk Culture.

7. So In Love (1985)

Es ist Martin Cooper zu verdanken, dass So In Love schlussendlich doch noch auf dem Longplayer Crush landete. Denn eigentlich wurde das Stück wieder verworfen. Doch Cooper überredete McCluskey und Humphreys, die den Song gemeinsam geschrieben hatte, sich das ganze nochmal zu überlegen. Damals wurde das Stück in England kein großer Hit und erreichte nur den 27. Platz der Single-Charts. In den USA erreichte es den 24. Platz der US Billboard Hot 100 – einer erster Erfolg in Amerika, wo OMD bereits seit einigen Jahren versucht hatten, Fuß zu fassen.

8. Sailing On The Seven Seas (1991)

Wir springen von den 1980ern in die 1990er-Jahre. Am 7. Mai 1991 veröffentlichen OMD ihr achtes Studioalbum Sugar Tax. Insgesamt wirft der Longplayer vier Singles ab. Die erste – und erfolgreichste – ist der Song Sailing On The Seven Seas, den McCluskey gemeinsam mit Drummer Stuart Kershaw verfasste. Über den Charterfolg (immerhin Platz sechs in den UK-Singlecharts) zeigte sich McCluskey überrascht.

9. Metroland (2009)

Ein weiterer großer Zeitsprung ins Jahr 2009: Danals veröffentlichten OMD mit English Eccentric das zweite Album nach ihrer Wiedervereinigung im Jahr 2010. Die erste Single des Longplayers: Metroland.

10. Don’t Go (2019)

Im Rahmen ihres 40. Jubiläums veröffentlichen OMD auch einen ganz neuen Song, den es auf der aktuellen Greatest-Hits-Collection Souvenir zu hören gibt. Don’t Go zeigt einmal mehr, dass man auch 2019 mit OMD rechnen kann.

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