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Popkultur

Queen veröffentlichten neue Staffel ihrer YouTube-Serie

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Freddie Mercury
Titelfoto: FG/Bauer-Griffin/Getty Images

Mit der YouTube-Serie „Queen: The Greatest“ gab die legendäre britische Band Queen ihren Fans 2021 einen spannenden Einblick hinter die Kulissen. Nun geht die Erfolgsserie weiter: Die erste Episode von „Queen: The Greatest Live“ erschien am 20. Januar 2023.

von Markus Brandstetter

Die erste Folge widmet sich den „Rehearsals — Part 1“ und zeigt, wie sich die Gruppe so auf ihre imposanten Auftritte vorbereitet. „In Japan nennt man das Kaizen; man verbessert winzige Kleinigkeiten auf dem Weg, und plötzlich ist das Ganze besser. Und deshalb ist die Show so gut, glaube ich.  Ich meine, ich hoffe, sie ist gut. Die Leute sagen, sie ist gut“, erklärt Queen-Gitarrist Brian May in einem Statement. Klingt schon mal sehr spannend.

Auch Roger Taylor erklärt ein wenig zu den Probeläufen der Rock-Institution:: „Normalerweise spielen wir einen Song durch und sehen, ob er live funktionieren wird.  Sie funktionieren nicht immer live. Es gibt also eine ganze Reihe von Songs, die wir nie live gespielt haben, die aber auf den Alben sind, und das wahrscheinlich aus gutem Grund“ Roger Taylor.

Queen: Ein Blick hinter die Tour-Kulissen

Folge eins bietet also einen Blick hinter die Tour-Kulissen — aktuelle und vergangene Aufnahmen sind dabei zu sehen. „Die Proben vor einer Tournee sind immer eine kleine Überraschung, weil man nicht weiß, an wie viel man sich erinnern wird und ob es sich noch genauso anfühlen wird. Aber es ist erstaunlich, wie die Dinge wieder in dich zurückfließen, in deine Adern, wenn du anfängst, mit den Dingen umzugehen“, erklärt May. Wir dürfen also gespannt sein!

Die erste Folge ist der Auftakt für 50 Videos, die im Laufe dieses Jahres erscheinen werden und den Fans weitere seltene Archivaufnahmen, zeitgenössische Auftritte und Interviews hinter den Kulissen aus fünf Jahrzehnten Queen bieten soll. Für die Zusammenstellung der Bilder zeichnet der langjährige Multimedia-Mitarbeiter Queens, Simon Lupton, verantwortlich.

„Queen: The Greatest Live“ soll für den eingefleischten Fan gleichermaßen spannend sein wie für den casual Queen-Hörer oder Leute, die das noch werden wollen!

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Popkultur

Zeitsprung: Am 9.2.1980 tritt Bon Scott von AC/DC zum letzten Mal öffentlich auf

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 9.2.1980.

von Christof Leim

Am 9. Februar 1980 tritt Bon Scott, Sänger der mächtigen AC/DC, zum letzten Mal öffentlich auf. Danach will sich die Band an den Nachfolger zu „Highway To Hell“ begeben. Doch daraus wird nichts…

Hier könnt ihr euch Highway To Hell anhören:

Im Februar 1980 stehen alle Zeichen auf Sturm für AC/DC. Mit Highway To Hell, erschienen im Juli 1979, haben sie zum ersten Mal den amerikanischen Markt geknackt und sich als eine der Top-Bands für besten Rock’n’Roll etabliert. Im Januar hatten sie noch acht Gigs in Frankreich gespielt und am 27.1. eine ausgefallene Show in Southampton nachgeholt. Jetzt sollen die Arbeiten am Nachfolger losgehen. Das Interesse an Highway To Hell nimmt indes nicht ab, weswegen die Band am 7. Februar in der legendären britischen Fernsehsendung Top Of The Pops auftritt und zu Playback die dritte Single Touch Too Much „aufführt“. Abends besucht Bon Scott noch eine Show von UFO im Londoner Hammersmith Odeon.



Kurz darauf fliegt das Quintett zum ersten Mal nach Spanien und spielt am 9. Februar in Madrid drei Songs in der TV-Show Aplauso. Das Publikum sieht so gar nicht nach Rock’n’Roll aus, aber das stört unsere Helden kein Stück: Selbst zu Playback geht Angus ab wie nichts Gutes. Auf dem Programm stehen Beating Around The BushGirls Got Rhythm und Highway To Hell.


Das letzte Album mit Bon Scott: Highway To Hell. Links das internationale Cover, rechts die australische Version.


Es sollte Bon Scotts letzter öffentlicher Auftritt sein, denn zehn Tage später, am 19. Februar 1980, stirbt der Sänger mit nur 33 Jahren. Als offizielle Todesursache wird „akute Alkoholvergiftung“ genannt. Aber das ist eine andere Geschichte, die ihr ausführlich hier findet.


Bon Scott. 1946-1980. Rest in peace.


Zum Andenken an den legendären Rock’n’Roller haben wir hier für euch das Video zu Beating Around The Bush aus der spanischen TV-Show. Dort stand Bon Scott zum letzten Mal auf einer Bühne:



Und weil es so schön ist, hier noch Touch Too Much von Top Of The Pops zwei Tage vorher. Warum die Regie Teile des Songs rausgeschnitten hat, ist uns schleierhaft, aber wir prangern es an.



Header Pic Credit: Elfast

Zeitsprung: Am 19.2.1980 stirbt der große Bon Scott von AC/DC.

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Popkultur

Interview mit In Flames: „Sobald man ein paar Alben veröffentlicht hat, ist plötzlich alles voller Regeln“

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In Flames

Mit Foregone liefern In Flames das Album, auf das alle seit Reroute To Remain gewartet haben: Ein großes Melodic-Death-Metal-Album, das mehr als nur ein bisschen auf die legendären Neunziger schielt. Warum das nichts mit Nostalgie zu tun hat, wie die Schweden Fortschritt dosieren und was er gern an seinem 50. Geburtstag machen würde, verrät uns Sänger und Kappenträger Anders Fridén im Interview.

von Björn Springorum

Ihr habt schon vor Veröffentlichung des neuen Albums eine lange Europatournee gespielt. Was man so gehört hat, kam die ja wahnsinnig gut an. Wie war es, wieder unterwegs zu sein?

Ich weiß nicht, was, aber wir scheinen gerade irgendwas richtig zu machen. (lacht) Der Band geht es sehr gut und wir alle haben es genossen, endlich mal wieder eine richtige Tour zu spielen. Es war viel zu lang her.

Die Stimmung in In Flames ist derzeit also bestens?

Unsere Band verteilt sich ja mittlerweile auf Schweden und die USA, also waren wir wegen der Pandemie ewig nicht zusammen im selben Raum. Das war nicht einfach, hat unserer Beziehung aber gut getan. Wir konnten alle mal einen Schritt zurücktreten und in aller Ruhe betrachten, was wir uns da eigentlich aufgebaut haben. Als Band machst du ja nie Pause, du machst einfach immer so weiter, bis du ein wenig aus den Augen verlierst, was für ein gewaltiges Privileg das alles ist. Alle sind jetzt wieder so dermaßen hungrig auf die Band, alle ziehen an einem Strang. Außerdem sind alle in absoluter Topform. So eine hohe Qualität hatten wir bei In Flames noch nie.

Wie hast du die Pandemie überstanden?

Habe ich das? (lacht) Ja, wahrscheinlich schon. Es ging. Ich fühlte mich merkwürdig ruhig, als alles losging. Erstmals in meinem Leben gab es da ein Ereignis, das alle auf der Welt im gleichen Maße betraf. Ich fühlte mich allen anderen Menschen verbunden, so etwas hatte ich noch nie erlebt. Das änderte sich dann auch bei mir irgendwann in Richtung Frustration, aber zumindest die erste Phase war durchaus inspirierend.

„Ich weiß, dass wir die Hoffnung nie verlieren sollten“

Deine Texte waren ja immer sehr introspektiv und persönlich. Hat die Pandemie sie universaler gemacht?

Die Texte sind persönlich wie immer, richtig. Aber wenn ich so darüber nachdenke, dann sind sie tatsächlich mehr nach außen gerichtet. Ich beobachte mein Umfeld mehr.

Foregone sprüht nicht gerade vor Optimismus und Zuversicht. Wo findest du noch Hoffnung?

In meinem ersten Kaffee am Morgen? (grinst) Ansonsten ist es schwierig, das gebe ich zu. Ich sollte wahrscheinlich einfach aufhören, die Nachrichten zu lesen. Sicher, Hoffnung gibt es irgendwie immer, aber manchmal scheint es alles immer nur noch schlimmer zu werden. Es ist nicht einfach und sagt sich so leicht, aber ich weiß, dass wir die Hoffnung nie verlieren sollten. Für unser eigenes Seelenheil.

Foregone wurde aus Frustration und Angst geboren“

Auf der letzten Tour habt ihr die Songs der neuen Platte direkt mit sehr alten Songs gepaart. Zufall?

Ich finde, dass die neuen Songs sehr gut zu den eher älteren Sachen aus unserem Kanon passen. Irgendwas an ihnen transportiert diese Stimmung der Neunziger.

Hat das mit Nostalgie zu tun?

Ich weiß schon, dass einige der neuen Songs nach unseren ganz frühen Alben klingen, aber wir sehen das anders. Ich bin kein nostalgischer Mensch, ich schaue eigentlich nie zurück. Diese Elemente waren immer da und kommen jetzt einfach wieder ein wenig mehr zum Vorschein, denke ich. Foregone wurde aus Frustration und Angst geboren, diese beiden abgefuckten letzten Jahre sind in dieses Album geflossen.

„Man hört einem Song an, dass es ein In-Flames-Song ist“

Dann war es also keine bewusste Wurzelkunde?

Nein. Mit In Flames haben wir im Grunde nur ein Ziel: Wir wollen besser werden. Bessere Songwriter, bessere Musiker, bessere Menschen. Es ist ja nun mal so: Wir schreiben Songs, mit denen wir für immer leben müssen. Also haben wir keine andere Wahl als alles zu geben. Wer uns nicht mehr mag, kann einfach aufhören, uns zu hören, aber ich muss hinter diesen Songs stehen und sie Nacht für Nacht spielen.

Es kommt also nicht vor, dass ihr im Proberaum mal sagt: „Cooles Riff, klingt aber zu sehr nach Cloud Connected“?

Wir haben unseren Sound, von dem können und wollen wir uns auch gar nicht lösen. Manchmal klingt ein Riff also nach The Jester Race, manchmal nach Reroute To Remain. Man könnte natürlich auch sagen: Manchmal klingen In Flames nach In Flames (lacht). Wir versuchen, uns nicht zu wiederholen, aber auch unsere Gitarren haben nur diese Anzahl an Noten…

Und wie dosiert ihr dann Fortschritt?

Gute Frage. Es ist uns wichtig, uns immer weiterzuentwickeln. Aber wir wollen nie so weit gehen, dass man uns nicht mehr erkennt. Ich denke, das haben wir geschafft. Sicher gab es Änderungen und eine Menge Evolution, aber man darf nicht vergessen, dass wir mittlerweile sehr viele Jahre, sehr viele Tourneen und sehr viele Biere hinter uns haben. Doch unser Sound ist sofort erkennbar. Man hört einem Song an, dass es ein In-Flames-Song ist. Das liegt sicherlich an meiner Stimme, aber auch an der Art und Weise, wie wir Songs schreiben. Das können nur wir so.

„Jede neue Band ist voller Naivität und Aufbruchstimmung“

Wie ist Foregone entstanden?

Wir schreiben weder, wenn wir auf Tour sind, noch alleine für uns. Björn [Gelotte] und ich müssen im selben Raum sein, sonst gibt es keine Magie. Wir zehren voneinander, beflügeln uns gegenseitig. Was sich nie ändern wird: Wir schreiben Alben, keine Singles. Da werden wir für immer alte Schule bleiben.

Du wirst im März 50. Was macht das Älterwerden mit dir?

Es bringt mehr Ruhe. Privat wie musikalisch. Jede neue Band ist voller Naivität und Aufbruchstimmung. Und das ist ja auch das Schöne daran. Deswegen fand ich mein Zuhause in der Heavy-Metal-Szene: Es gab keine Regeln. Doch sobald man dann ein paar Alben veröffentlicht hat, ist plötzlich alles voller Regeln. Fremde sagen dir, was du tun darfst und was nicht und du wirst plötzlich unsicher und weißt nicht mehr, wo du stehst. Das ändert sich mit dem Älterwerden zum Glück wieder. Du wirst dein eigener Kompass und hörst auf deine innere Stimme. Ich mache das seit 1989, da bleibt schon bisschen was hängen.

Was darf man als Band nie verlieren?

Die Leidenschaft. Ich will auf die Bühne geben und das Gefühl haben, dass es auf der ganzen Welt nichts Besseres gibt. Wenn das mal nicht mehr da ist, höre ich auf. Warum sollte ich das sonst auf mich nehmen? Ich war 2022 fast pausenlos auf der ganzen Welt unterwegs…

Was wünschst du dir zum 50. Geburtstag?

Ein Urlaub auf einer einsamen Insel mit meiner Familie, weit weg von euch allen. (lacht)

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Zeitsprung: Am 3.9.2002 wagen In Flames etwas mit „Reroute To Remain“.

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Popkultur

Zeitsprung: Am 8.2.2013 verliert Axl Rose den Prozess gegen „Guitar Hero III“.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 8.2.2013.

von Christof Leim

2010 verklagte W. Axl Rose die Firma Activision, die das Computerspiel Guitar Hero III auf den Markt gebracht hatte, in dem auch Guns N’ Roses vorkommen. Der Sänger störte sich vor allem daran, dass beim Song Welcome To The Jungle Gitarrist Slash als spielbare Figur auftaucht. Nicht nur das: Sein alter Kollege ziert sogar die Verpackung. Mit seiner Beschwerde kommt Axl allerdings nicht durch…

Hört euch hier die Klassiker von Guns N’ Roses an und lest weiter:

Den Deal damals hatte Axl als Herrscher über das Guns-N’-Roses-Imperium abgesegnet. Dabei vereinbarte er mit der Firma, dass auf keinen Fall sein (damals) ungeliebter Ex-Kollege Slash zu sehen sein darf. Dass zudem einige Songs von dessen neuer Combo Velvet Revolver in der Bonussektion gespielt werden können, störte den Rotschopf ebenso. Nach Meinung von Axl habe die Firma ihn trotz entsprechender Versprechen damit schlicht hintergangen und sei vertragsbrüchig. Als Schadenersatzsumme warf seine anwaltliche Vertretung eine praktische runde Summe in den Ring: 20 Millionen Dollar.

Tauchen beide in Guitar Hero III auf: W. Axl Rose und Slash. Das geht gegen die Abmachung, fand Axl. Credit Foto rechts: Stefan Brending / via Wikimedia Commons.

Die Klage wird abgewiesen

Doch daraus wird nichts: Am 8. Februar 2013, wird die Klage mit Schwung abgewiesen. Hauptgrund: Das Spiel war schon 2007 erschienen, aber Team Axl hat sich drei Jahre Zeit mit der Klageerhebung gelassen – zu lange. Und das, obwohl der Agent des Künstlers schon viel früher eine Beschwerdemail an Activision geschrieben hatte. Rose hatte aber einen guten Grund zu warten, denn die Firma hatte ihm ein eigenes Spiel angeboten. Da wartet man doch gerne. Über die juristischen Details streiten sich in der Folge diverse Anwaltskanzleien.

Ganz schön viel Theater um Daddelei und Rockbands, könnte man meinen. Allerdings geht es um viel Geld und, vielleicht wichtiger, Außenwirkung. Immerhin ist Axl Rose damals mit einer ganz neuen Gunners-Besetzung unterwegs. Glücklicherweise hat sich das aber erledigt: Heute sind er und Slash wieder Freunde und touren höchst erfolgreich um die Welt. Ist auch besser so.

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Zeitsprung: Am 21.7.1985 spielen Guns N’ Roses auf einer Universitätsparty.

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