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Popkultur

The Beatles – Und der Blick nach vorn

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Die Veröffentlichung des Songs, der die bahnbrechende Experimentierphase der Beatles einleitete, ist nun genau 49 Jahre her. Am 6. April 1966 gingen die Fab Four in die Abbey Road Studios und schrieben Geschichte: Tomorrow Never Knows war der erste Track, den sie für ihr Erfolgsalbum Revolver einspielten. Diese Aufnahme-Session war die erste in ihrem berühmten musikalischen Unterschlupf – wenn man den 8. November des Vorjahres ausklammert, an dem sie dort in Windeseile ihr bevorstehendes Album Rubber Soul den letzten Schliff verpassten. Während der vorigen fünf Monate zeichnete sich bereits eine stetig zunehmende Bandbreite ihrer musikalischen Palette ab und es stellte sich nun die Frage ob man den gewachsenen Sound auch auf Platte darstellen kann. Man konnte. Lediglich drei Stunden war das Studio drei an diesem Abend gebucht, von 19-22 Uhr. Doch wie das immer so ist, wurde die Zeit weit überschritten. Auf dem Aufnahme Protokoll (Job Nr. 3009) sind schließlich über 5 Stunden vermerkt: von 20-1.15 Uhr. Der Song, der schließlich als Tomorrow Never Knows bekannt wurde und das Grande Finale des 7. Studioalbums Revolver bildet, hieß zuallererst übrigens Mark I. revolver An diesem Mittwochabend haben sich die Beatles auf die Rhythmus Spur mit den revolutionären Loops konzentriert. Doch auch die Lennon Lyrics („turn off your mind, relax and float downstream”), die einen großen Schritt in Richtung ihres neuen Bewusstseins bedeuteten, passten perfekt zum neuen, abenteuerlustigen Soundteppich. Dieser wurde von Produzent George Martin und dem neu beförderten Sound-Ingenieur Geoff Emerick maßgeblich mitgestaltet. Es klang demnach anders als alles andere davor. Am folgenden Nachmittag, nach dieser historischen Session, wurde der glorreiche Effekt-Mix zum Track hinzugefügt; unter anderem der Sound eines Weinglases. Der markante ‚Schrei einer Möwe‘ ist eigentlich eine beschleunigte Gitarre. Lennon sagte Martin er wollte klingen wie „the Dalai Lama, singing from the highest mountain top”. Die Beatles wuchsen über sich hinaus, mal wieder.

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