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Track by track: Das erwartet euch auf dem neuen Rammstein-Album!

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Am 17. Mai haben zehn lange Jahre des Wartens ein Ende: das neue Rammstein-Album erscheint! Wir haben vorab für euch in Rammstein reingehört und verraten, was euch erwartet.

von Christina Wenig

01. Deutschland – „Meine Liebe kann ich dir nicht geben.“

Es war das große Comeback – und zwar mit einem Knall: Rammsteins Hymne auf die Hassliebe zum konflikt- und krisengeplagten Vaterland schlug als erste Songauskopplung des neuen Albums hohe Wellen, sowohl der Begeisterung als auch der Empörung. Musikalisch ebenso wuchtig und dramatisch wie textlich, zeigt Deutschland, dass die Band mit voller Kraft zurückkehrt.

02. Radio – „Meine Ohren werden Augen.“

Auch diesen Rammstein-Song kennt man bereits: Radio ist eine nostalgisch-poppige Upbeat-Ode an den „Weltempfänger“, der als Tor zu und Flucht aus ebenjener fungiert. Die Nummer zählt zu den tanzbareren des Albums. Wie an manch anderer Stelle von Rammstein klingen die Synthies hier besonders dominant und lassen eine Verbeugung vor den Großmeistern Kraftwerk nicht leugnen.

03. Zeig dich – „Versteck dich nicht, wir verlieren das Licht.“

Ein Kirchenchor, ein großes Crescendo, dann der typische Stampfbeat: In Zeig dich wendet sich Till Lindemann an die Mächte des Himmels. Gewohnt scharfsinnig und -züngig schildert er die (Un-)Taten, die „im Namen des Herren“ vollbracht werden, etwa „aus Versehen sich an Kindern vergehen“ – Religionskritik à la Rammstein eben.

04. Ausländer – „Andere Länder, andere Zungen.“

Wenn zu diesem Song nicht die Tanzflächen gestürmt werden, dann wissen wir auch nicht. Mit seiner donnernden Bassdrum und tonangebenden Synthies hat Ausländer fast schon Rave-Qualitäten. Wer hinter dem Titel ein politisches Statement vermutet, liegt jedoch falsch: Lindemann zeigt sich als Womanizer von Welt, der seine Fremdsprachenkenntnisse primär für die Reise von Bett zu Bett nutzt.

05. Sex „Ich schau dir tief in das Geschlecht.“

Warum lange um den heißen Brei herumreden? In Sex kommen Rammstein direkt zur Sache und überlassen wenig der Fantasie. „Wir lieben Sex!“ frohlockt es da aus den Bandkehlen und Lindemann lacht dreckig, während die Musik passend dazu, nunja, knallt.

06. Puppe – „Es geht mir nicht gut!“

Bis jetzt war alles noch recht leicht verdauliche Kost, doch das ändert sich mit Puppe ganz schnell: Der Song beginnt ruhig, langsam und bedrohlich – hier etwas Gitarrengezupfe, da etwas Pianogeklimper. Der Text schildert aus der Sicht eines Kindes, wie seine Schwester sich im Nachbarzimmer prostituiert. Diese verstörenden Erlebnisse spiegeln sich im gruseligen Sound, bis das Ganze in einem alles zerstörenden Wutausbruch eskaliert.

07. Was ich liebe – „Was ich liebe, das muss sterben.“

Nichts Gutes hält für immer, alles Glück birgt auch Unglück in sich – also kann man es auch gleich lassen und so Enttäuschungen vermeiden. Was ich liebe ist eigentlich eine herzzerreißende Ballade, jedoch überzogen mit drei Meter dickem Kruppstahl.

08. Diamant – „Du bist schön wie ein Diamant, doch nur ein Stein.“

Zeigten sich Rammstein trotz allem Herzschmerz im vorangegangenen Song noch als harte Kerle, sind nun alle Schleusen offen: Diamant ist ein einfühlsames Liebes(kummer)lied mit Akustikgitarre und Streichern. So verletzlich hat man die Band seit Ohne dich nicht mehr gehört – also Achtung, Tränenalarm!

09. Weit Weg – „Ich stehle uns das Licht der Sonne.“

Es geht mit mehr Druck weiter: Wabernde Synthie-Sounds und ein leidenschaftliches Gitarrensolo begleiten die Geschichte eines Spanners, der seine Angebetete nachts durchs Fenster beobachtet. Nur eine Band wie Rammstein kann es schaffen, das irgendwie romantisch klingen zu lassen.

10. Tattoo – „Wer schön sein muss, der will auch leiden.“

Nach dem eher gedrückten Mittelteil des Albums werden hier wieder alle Regler voll aufgedreht. Lindemann schwärmt in dieser Liebeserklärung an Tätowierungen vom Blut, das „die Tinte küsst“ und vom Schmerz, der „das Fleisch umarmt“. Und ein bisschen Humor gibt’s bei dem typischen Rammstein-Stampfer auch: „Deinen Namen stech’ ich mir, dann bist du für immer hier. Aber wenn du uns entzweist, such ich mir jemand, der genauso heißt.“

11. Hallomann – „Hallo, kleines Mädchen, wie geht es dir?“

Schon diese ersten Worte des letzten Album-Tracks lassen – nach einem bedrohlichen Bass-Intro – einen Schauer über den Rücken laufen. Lindemann wird in seinem Text nicht explizit, doch das Kopfkino läuft bei dem Text über einen Mann, der mit einem jungen Mädchen ans Meer fahren will, sofort. Die seltsam friedliche und idyllische Atmosphäre von Hallomann macht die ganze Sache nur noch beklemmender und setzt Rammstein einen maximal verstörenden Endpunkt.

Ab dem 17. Mai könnt ihr euch selbst ein Bild von Rammstein machen – dann wird das Album endlich in voller Länge veröffentlicht.


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