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Popkultur

Zeitsprung: Am 16.8.1958 kommt die „Queen Of Pop“ Madonna zur Welt.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 16.8.1958.

von Timon Menge und Christof Leim

Mehr als 300 Millionen verkaufte Tonträger, künstlerischer Umbruch auf allen Ebenen und ein Vermögen von einer Milliarde US-Dollar: Madonna ist eine Frau der Superlative und die erfolgreichste Sängerin aller Zeiten. Am 16. August feiert die „Queen Of Pop“ Geburtstag. Wir gratulieren und blicken auf ihre bemerkenswerte Karriere zurück.


Hört hier in die wichtigsten Madonna-Songs rein:

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Am 16. August 1958 kommt Madonna Louise Ciccone in Michigan zur Welt und wächst mit sechs Geschwistern auf. Schon neben der High School nimmt die zukünftige Popikone Tanzunterricht und Klavierstunden. Nach ihrem Schulabschluss entscheidet sie sich zunächst für eine Tanzkarriere. Ihr Tanzlehrer Christopher Flynn ist es, der Madonnas Talent erkennt, sie fördert und mit Stephen Bray bekanntmacht, mit dem sie später einige ihrer größten Hits produziert.

Madonna 1983.

1977 bricht Madonna ihre diese Ausbildung jedoch ab und zieht stattdessen mit 30 US-Dollar im Portemonnaie nach New York City. Sie arbeitet als Kellnerin, verkauft Donuts, macht Nacktaufnahmen (die später in Millionenauflage in den Magazinen Playboy und Penthouse erscheinen), lernt, Schlagzeug und Gitarre zu spielen, und schreibt bereits einige Songs mit Stephen Bray und Dan Gilroy. Ihren ersten Plattenvertrag unterzeichnet sie bei Gotham Productions, doch die Zusammenarbeit währt nicht lange. Durch ihre Umtriebigkeit im New Yorker Nachtleben lernt Madonna viele DJs kennen, die wiederum Kontakte in die Musikindustrie pflegen. Einer dieser DJs heißt Mark Kamins, später wird er Madonnas erste Single Everybody produzieren. Kamnis macht sie zudem mit Seymour Stein bekannt, dem Geschäftsführer von Sire Records. Stein zeigt sich begeistert von Madonnas Demoaufnahmen und gibt ihr 1982 erneut einen Plattenvertrag.

Im Juli 1983 erscheint das schlicht Madonna betitelte Debüt. Die dritte Singleauskopplung Holiday sorgt für den internationalen Durchbruch, das Album verkauft sich millionenfach. Nach diesem Erfolg sucht Madonna einen neuen Produzenten und findet Nile Rodgers, der bereits mit Michael Jackson, Duran Duran und David Bowie gearbeitet hat. Mit ihm entsteht ein Jahr später Like A Virgin, dessen provokanter Titeltrack nicht nur in Quentin Tarantinos Film Reservoir Dogs für reichlich Diskussionsstoff sorgt.

1986 veröffentlicht die damals 27-Jährige mit True Blue ihr wichtiges drittes Album, das sie endgültig zur Ikone der 80er Jahre macht, nicht zuletzt durch das Coverfoto von Herb Ritts. Nach einer Schaffenspause entsteht dann 1989 das Jahrhundertwerk Like A Prayer und sorgt mit dem Musikvideo zum Titeltrack für Furore. (Die ganze Geschichte ist hier zu finden.)

Überhaupt: Furore kann Madonna gut. „Kunst sollte kontrovers sein“, hat sie einmal gesagt — ein Leitsatz, der sich durch ihre gesamte Karriere zieht. Ob nackte Haut, vorgetäuschte Masturbation auf der Bühne, mutmaßliche Bisexualität, BDSM- und Fetisch-Symbolik, erotische Bildbände, medienwirksame Live-Küsse mit Britney Spears, Gotteslästerung oder umstrittene Adoptionen: Wenn Madonna ein Handwerk beherrscht, dann das Aushebeln von Konventionen.



Like A Prayer bleibt für elf Jahre das letzte Madonna-Album, das es in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Großbritannien und den USA auf Platz eins der Charts schafft. Ab diesem Zeitpunkt gerät Madonnas Karriere vergleichsweise wechselhaft. Erotica von 1992 fällt erneut kontrovers aus, gilt aber mit sechs Millionen verkauften Platten als Madonna-Flop. Auch Bedtime Stories bleibt 1994 mit sieben Millionen hinter den Erwartungen zurück. Allerdings steht hierbei außer Frage, dass die Dame absolut gesehen immer noch verdammt erfolgreich ist und in jeder Hitparade auftaucht. Sagen wir es mal so: Einen Nebenjob wird sie sich nicht suchen müssen.

1998 geht Ray Of Light mit 20 Millionen wieder durch die Decke. Diese massiven Verkaufszahlen spiegeln sich in der Beharrlichkeit wieder, mit der sich Ray Of Light in der Hitliste hält: In den USA sind es 78 Wochen, in Deutschland sogar 83. Der Single Frozen kann man zu der Zeit nicht entkommen (muss man aber auch nicht, ist ein cooler Song).



Der nächste durchgängige Nummer-eins-Erfolg erscheint im Jahr 2000: Music findet bis heute mehr als 15 Millionen Abnehmer und läutet eine Serie ein, denn sowohl American Life (2003) als auch Confessions On A Dance Floor (2005) und Hard Candy (2008) erreichen in vielen Ländern die Pole Position.



Wie keine andere Künstlerin prägt Madonna die Popmusik der Achtziger und Neunziger, ebnet zahlreichen Musikerinnen den Weg. Daneben agiert sie in mehr als zwei Dutzend Filmen, Kurzfilmen und TV-Episoden sowohl vor als auch hinter der Kamera und spielt sogar im Theater. Allerdings kommt dieser Teil ihrer Karriere nie richtig in Gang, weswegen sie sich hauptsächlich und glücklicherweise auf die Musik konzentriert.

Madonna steht seit jeher für Authentizität, Unabhängigkeit und künstlerische Freiheit. Hochs und Tiefs sind bei dieser Herangehensweise inklusive, denn wer neue Wege bestreitet, stolpert hin und wieder. Was bleibt, sind eine beeindruckende Diskografie, Dutzende starke Songs, imposante Bühnenshows und die nachhaltige Veränderung der Musikwelt. Happy Birthday, „Queen Of Pop“!

Madonna auf der Bühne: begeisternd, unermüdlich, provokant


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