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Popkultur

Zeitsprung: Am 18.2.1933 kommt Yoko Ono zur Welt.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 18.2.1933.

von Christof Leim

Yoko Ono führt kein gewöhnliches Leben: Sie hat ihre Kindheit auf verschiedenen Kontinenten zugebracht, sich als Musikerin, Künstlerin, Filmemacherin und Aktivistin betätigt und dabei selten herkömmliche Wege gewählt. Das blieb nicht ohne Einfluss auf ihren Ehemann, Beatles-Legende John Lennon – allerdings nicht ganz so, wie allgemein angenommen. Heute feiert sie Geburtstag.

Hört euch hier die besten Songs von Yoko Ono an:

„Kind des Ozeans“. Das bedeutet der Name der kleinen Yoko, die am 18. Februar 1933 in Tokyo zur Welt kommt. Schon mit vier Jahren erhält sie Klavierunterricht, besucht erstklassige Schulen und wächst sowohl in Japan als auch in New York City auf. Früh zieht es sie zur Kunstszene, etwa der Fluxus-Bewegung, bald wird sie selbst künstlerisch aktiv. Sie heiratet, bekommt eine Tochter, doch die Geschichte verläuft äußerst tragisch und traurig (mehr dazu hier).

Glück mit Lennon

1966 trifft sie John Lennon in London bei einer Ausstellung. 1968 werden die beiden ein Paar, ein Jahr später heiraten sie. Damals sind die Beatles noch aktiv, Yoko Ono ist in den letzten Jahren der Band immer dabei. Lennon und Ono nehmen abgedrehte Avantgarde-Musik auf, die nicht im traditionellen Sinne hörbar ist, zum Beispiel Unfinished Music No. 2: Life With The Lions (die krasse Geschichte dazu gibt’s hier.)

Sie gründen die Plastik Ono Band und protestieren gegen den Vietnamkrieg, indem sie in Amsterdam und Montreal zwei Wochen im Bett bleiben und das dokumentieren. 1975 erblickt der gemeinsame Sohn Sean Taro Ono Lennon das Licht der Welt. John und Yoko spielen gemeinsam das Album Double Fantasy ein (mit konventioneller Musik, wohlgemerkt). Es erscheint am 17. November, drei Wochen später wird Lennon ermordet.

Credit: Jack Mitchell

Schlechter Ruf zu Unrecht

In ihrer eigenen, äußerst experimentellen Kunst und Musik macht Yoko Ono stets Feminismus und Frieden zum Thema und ist bei unzähligen philanthropischen Projekten aktiv. Zudem verwaltet sie den Nachlass ihres Mannes. Unter Musikfans haftet ihr der Ruf an, für die Trennung der Beatles verantwortlich zu sein.

Das geht so weit, dass der Name „Yoko“ zum Synonym für einen weiblichen Eindringling in eine Gemeinschaft geworden ist, als Begriff für die Frau, die einen Mann vom rechten Weg (in einer Gruppe) abbringt. So wurde beispielsweise Courtney Love, Sängerin von Hole und Witwe Kurt Cobains, als die Yoko Ono für Nirvana bezeichnet.

Yoko Ono 2007. Credit: Marcela Cataldi Cipolla))

Allerdings stimmt das so nicht: Zwar gab Ono etwa bei den Aufnahmen zu Abbey Road (1969) ihren Senf ab und ging den restlichen Beatles damit auf die Nerven. Doch dass sie der Auslöser für die Trennung der „Fab Four“ gewesen sein soll, haben die Musiker selbst später eindeutig bestritten. So stellte George Harrison klar, dass die Beatles schon massive Probleme miteinander hatten, bevor Yoko Ono auftauchte.

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Zeitsprung: Am 20.3.1969 heiraten John Lennon & Yoko Ono. Ein Song entsteht auch.

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