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Popkultur

Zeitsprung: Am 23.7.1989 steht Ringo Starr wieder auf der Bühne.

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Time & Life Pictures/Getty Images

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 23.7.1989.

von Timon Menge und Christof Leim

1966 beschließen die Beatles nach einer sechsjährigen, steilen Karriere, dass sie nicht mehr live auftreten möchten. Das Tourleben nimmt sie mit, wegen der Kreischerei ihrer Fans können sie sich auf der Bühne nicht mehr hören. 1970 löst sich die Gruppe ganz auf, und die Mitglieder gehen ihrer Wege. Schlagzeuger Ringo Starr braucht ganze 19 Jahre, bis er sich wieder ins Rampenlicht stellt. Am 23. Juli 1989 geht er wieder auf Tour — mit seiner legendären All-Starr Band.

Hier könnt ihr euch die besten Songs von Ringo Starr anhören: 

Zur Besetzung gehören Könner wie die Gitarristen Joe Walsh von den Eagles, Nils Lofgren von der E Street Band, der Pianist Dr. John und Keyboarder Billy Preston, den Ringo noch aus der Endphase der Beatles kennt. Der Chef selbst singt und spielt gelegentlich Schlagzeug, unterstützt von Sessiondrummer Jim Keltner. Auf dem Programm stehen Ringos eigene Songs sowie die Stücke. die seine seiner Mitstreiter in ihren Bands berühmt gemacht haben. Natürlich ebenfalls in der Setlist: die Lieder der Beatles, die er damals selbst gesungen hat, allen voran Act Naturally, With A Little Help From My Friends und Yellow Submarine.

Für die nächste Runde 1992 gibt es einen ersten Line-up-Wechsel: Hochkarätige Musiker wie Joe Walsh bleiben dabei, neue Gesichter wie Dave Edmunds oder Burton Cummings von The Guess Who stoßen dazu. Ihr Repertoire stellt die Gruppe ebenfalls um. 1995 folgt der nächste Umbruch, diesmal mit Künstlern wie Randy Bachman von Bachman-Turner Overdrive oder John Entwistle von The Who. Als Gäste treten auch Steven Tyler von Aerosmith, Stevie Nicks oder Slash von Guns ‘N Roses mit den All-Starrs auf.

Das Konzept der Tour stammt von Produzent David Fishof, dem Gründer des Rock And Roll Fantasy Camp. Durch seine Arbeit mit Bands wie The Turtles oder The Monkees, weiß er, wie der Hase läuft und schlägt vor, mit wechselnden Künstlern zu arbeiten. Acht verschiedene, hochgradig erfolgreiche All-Starr-Tourneen produziert er von 1989 bis 2003, danach steigt er aus. 2019 findet bereits die 14. All-Star-Tour statt, immer wieder verändert sich die Besetzung. Das Motto des Projektes: “Everybody on stage is a star in their own right.“ Es geht also mitnichten ausschließlich um Ringo Starr, auch wenn er seinen Namen gibt. Stattdessen kann man die Konzerte als eine Art „Best Of Rock“-Shows verstehen, bei denen auch die Songs der gastierenden Musiker gespielt werden.

Um nur einige der größten Stars zu nennen, die während der vergangenen Dekaden mit Starr um die Welt reisen: Peter Frampton, Ginger Baker von Cream, Greg Lake von Emerson, Lake & Palmer, Colin Hay von Men At Work, Billy Squier, Edgar Winter und Gregg Rolie von Santana. Außerdem stoßen je nach Auftrittsort weiter verschiedene Gastmusiker dazu, ob Eric Burdon von den Animals, Andy Summers von The Police, Pete Townshend von The Who, Joan Baez oder auch Paul McCartney. 

Die erste Veröffentlichung von Ringo Starrs All-Star Band (1992)

Darüber hinaus belässt Starr es nicht bei den Live-Shows, sondern veröffentlicht mit seiner All-Star-Band auch Alben, angefangen mit Ringo Starr And His All-Star Band (1990). Schön, dass er uns auf diese Weise erhalten bleibt!

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