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Popkultur

10 Songs, die eine versteckte Bedeutung haben

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Manche Lieder sind nicht das, was sie scheinen. Manche Texte sind so herrlich zweideutig gehalten, dass man gar nicht anders kann als auf die falsche Fährte zu gelangen. Hier sind zehn berühmte Songs, von denen du vielleicht nicht geahnt hast, wovon sie wirklich handeln.


Höre dir hier alle 10 Songs, die eine versteckte Bedeutung haben in einer Playlist an und lies weiter:


1. The Police – Every Breath You Take

Ein wunderschönes Liebeslied, nicht? Nicht ganz. „Oh can’t you see, you belong to me“ singt Sting in einem seiner berühmtesten Songs. Every Breath You Take hat einen absolut zweideutigen Text, den man natürlich in eine romantische Richtung interpretieren kann, die Musik legt das auch nahe. Sting hatte allerdings ganz andere Themen im Kopf: Überwachung, Kontrolle, Besessenheit. Der Song ist aus der Perspektive eines verrückten Stalkers geschrieben, oder eines Überwachungsapparates à la Big Brother.


2. John Lennon – Imagine

Imagine ist die Friedenshymne schlechthin. Stell dir vor, alle Menschen lebten zusammen in Frieden. Stell dir vor, es gäbe keine Nationen, keine Religion, keine Besitztümer, keine Gier, keinen Hunger. Dann wäre die Menschheit gerettet. Ja, das wäre schön. Das wünschen wir uns doch alle. Lennons Text ist die ultimative Wahrheit. Und er wünschte sich genau das, was er da sang – nur unter etwas anderen Vorzeichen. Lennon zeichnet das Idealbild des Sozialismus. Er sah sich zwar nicht wirklich als Kommunist, doch der Weltfrieden schien ihm damals nur mit einem derartigen politischen System möglich zu sein.


3. The Stranglers – Golden Brown

Jetzt kommen wir zum Klassiker der versteckten Bedeutungen von Pop-Songs: Drogen-Referenzen! Mensch, Golden Brown, so ein schönes Lied! Denken sich bestimmt viele brave Bürger, wenn der große Hit der Stranglers im Radio läuft. Die meisten wissen wahrscheinlich nicht mal, dass die Stranglers eigentlich eine Punk-Band sind und der softe Sound von Golden Brown eher die Ausnahme. Und dann auch das noch: Golden Brown ist eine Heroin-Ballade und beschreibt die Wirkung der Droge. Aber man kann das auch ganz leicht ausblenden – so funktionieren gute Songs!


4. The Weeknd – Can’t Feel My Face

Machen wir gleich weiter bei mit dem Thema: Can’t Feel My Face von R&B-Star The Weeknd war ein ziemlich großer Hit vor zwei Jahren. Lief überall, immer noch. Wie die meisten Popsongs könnte es natürlich ein Liebeslied sein, es ist ja immer von „you“ die Rede. Aber wer von euch war schon mal so verliebt, dass er sein Gesicht nicht mehr gespürt hat in Anwesenheit der Angebeteten oder des Angebeteten? Niemand? Dachten wir uns. Für taube Gesichter gibt es eine relativ einfache Erklärung: Kokain!


5. Nirvana – Smells Like Teen Spirit

Was hat die Grunge-Hymne schlechthin doch für einen ikonischen Titel. Es riecht nach Revolution, nach Umsturz. Das ist der Geist der Jugend. So ähnlich hat sich das Kurt Cobain wahrscheinlich auch ausgemalt. Er hatte sich den Titel nämlich gar nicht selbst ausgedacht, und die Geschichte dazu geht so: Kathleen Hanna, Sängerin der Punk-Band Bikini Kill, hat sich einen Spaß erlaubt und in Kurts Schlafzimmer „Kurt smells like Teen Spirit“ an die Wand gesprüht. Cooler Slogan, dachte sich Kurt. Was er nicht wusste und offenbar erst nach der Veröffentlichung des Songs erfuhr: „Teen Spirit“ war der Name eines Damendeodorants.


6. Little Richard – Tutti Frutti

Dass es bei einem der größten Rock’n’Roll-Hits aller Zeiten (auch) um Sex geht, ist sicher keine total brandheiße Information. Dass Little Richard schwul war, ist für Experten auch kein Geheimnis. Ein brisantes Detail ist aber, dass Little Richards Text für den Song ursprünglich anders war und von den Songwritern der Plattenfirma umgeschrieben wurde. Zum Heil der Nation und ihrer unbefleckten Kinder. Richards Original-Zeilen “Tutti Frutti, good booty / If it don’t fit, don’t force it / You can grease it, make it easy“ beschrieben nämlich den Liebesakt zweier Männer.


7. Lou Reed – Perfect Day

Okay, noch eine kleine Drogen-Zugabe. Jeder liebt diesen Song von Lou Reed, zigfach wurde er in  rührseligen Filmszenen bemüht. Wer Lou Reed kennt, weiß natürlich, mit wem beziehungsweise was er seinen perfekten Tag verbrachte – mit seiner Nadel natürlich. Aber jeder wie er mag, nicht wahr?


8. Bryan Adams – Summer Of 69

Ach ja, damals im Sommer 1969, es war ein Traum. Bryan Adams scheint eine richtig gute Zeit gehabt zu haben. Aber Moment mal: Adams ist Jahrgang 1959, das heißt im Sommer 1969 wäre er ein neunjähriges Kind gewesen. Und Tatsache, Bryan Adams hat es selbst zugegeben: 69 bezieht sich überhaupt nicht auf das Jahr, sondern ist eine Anspielung auf bestimmte Liebespraktiken. Der Song handelt also von einem feurigen, erotischen Sommer, irgendwann. Aber das dürfte für die meisten auch okay sein.


9. Foster The People – Pumped Up Kicks

Wer hätte gedacht, dass sich hinter dieser leichtfüßigen Indie-Nummer ein so schwerwiegendes Thema verbirgt. Wenn man ein bisschen genauer auf den Text achtet, ist es ziemlich eindeutig: Foster The People beschreiben einen jugendlichen Außenseiter, der von einem Amoklauf fantasiert. Harter Tobak getarnt als Sommerhit.


10. Queen  Bohemian Rhapsody

Hier darf interpretiert werden, was das Zeug hält. Der Urheber steht ja leider nicht mehr für einen finalen Kommentar zur Verfügung. Oberflächlich handelt Queens überwältigendes Werk von einem tragischen Helden, der einen Mord gesteht, vor Gericht geführt wird und später entweder flüchten kann oder hingerichtet wird. Es deutet allerdings auch vieles darauf hin, dass Freddie Mercury hier seine Homosexualität verarbeitet und der „Mord“ eine Metapher für die damals auftretende HIV-Epidemie ist. Man weiß es nicht. Aber es ist doch auch schön, dass es noch Geheimnisse gibt auf dieser Welt.


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