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Enthüllt: Die Beatles planten Abbey Road-Nachfolger!

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50 Jahre später kommt es ans Licht: Die Fab Four wollten nach Abbey Road wohl doch noch mal ein gemeinsames Album aufnehmen. Die Popgeschichte muss teilweise neu geschrieben werden.

von Björn Springorum

Die Story kennt jeder Beatles-Fan: Obwohl Let it Be das letzte erschienene Album der Beatles war, war Abbey Road ihr eigentlicher Schwanengesang. Es war die letzte gemeinsam eingespielte Platte, die letzte Studio-Amtshandlung als existierende Band. Let It Be, das Album des großen Zerwürfnisses, war da zu einem Großteil bereits im Kasten und wurde erst nach der Trennung veröffentlicht – im Mai 1970.

Jetzt veröffentlichte Tonbandaufnahmen aus dem Jahr 1969 werfen ein ziemlich anderes Licht auf die letzten Monate der größten Band der Welt. Am 8. September, zwei Wochen vor Erscheinen von Abbey Road, gab es ein Meeting zwischen John Lennon, Paul McCartney und George Harrison im Apple-Hauptquartier in der Londoner Savile Row. Ringo Starr war damals im Krankenhaus und konnte nicht dabei sein. Also nahmen sie die Unterredung auf, die jetzt vom Beatles-Historiker Mark Lewisohn ausgegraben wurde.

Freilich nicht ganz zufällig kurz vor dem nahenden 50. Geburtstag von Abbey Road; aber deswegen nicht weniger explosiv. In dem Gespräch schlägt Lennon vor, dass jeder der drei anwesenden Haupt-Songwriter je vier Songs beisteuert – und Starr zwei haben kann „wenn er sie denn will“. Zudem deutet er an, das Trademark „Lennon and McCartney“ abzuschaffen und fortan individuell hinter den Kompositionen zu stehen.


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Paul mochte Georges Songs nicht

Jetzt wird es interessant: Als Antwort darauf möchte McCartney George Harrison ungern ebenso viel Songwriting-Gewicht einräumen wie sich und Lennon. „Bis zu diesem Album dachte ich, dass Georges Songs nicht allzu gut seien“, gibt er zu. Harrison darauf: „Das ist Geschmackssache: Bislang mochten eigentlich alle meine Songs.“ Die Spannungen, sie waren unverkennbar präsent in Savile Row. Aber eben nicht so eklatant, wie man bislang gern obduzierte. Trocken merkt Lennon zum Beispiel an, dass ja wohl niemand McCartneys seltsamen Song Maxwell‘s Silver Hammer von Abbey Road mochte und man derlei Material wohl besser anderen Künstlern zur Verfügung stellen sollte.

Man war sich also vielleicht nicht mehr ganz grün, war aber offensichtlich schon wieder dabei, ein neues Album zu schreiben. „Das ist eine Offenbarung“, sagt Lewisohn, „denn die Geschichtsbücher sagten uns bisher immer, dass Abbey Road ihr letztes Album war und sie auf einem künstlerischen Höhepunkt gehen wollten. Aber nein – sie diskutierten bereits das nächste Album. Und wenn man John so hört, dann hat man auf einmal gar nicht mehr den Eindruck, dass er es war, der die Band auflösen wollte. Ändert das nicht alles, was wir bisher zu wissen glaubten?“ Es macht zumindest ziemlich neugierig, wie dieses Album wohl geklungen hätte – und setzt noch ein größeres Fragezeichen hinter Lennons Ausstieg noch vor der Veröffentlichung von Abbey Road.

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