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Astrid Kirchherr ist tot: Die Frau, die die Beatles erfand

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Astrid Kirchherr
Astrid Kirchherr 2009 bei der Eröffnung der Hamburger Beatlemania-Ausstellung (Foto: Krafft Angerer/Getty Images)

Sie schoss die ersten professionellen Fotos der Beatles und war für ihre ikonischen Frisuren verantwortlich: 60 Jahre nach ihrem Aufeinandertreffen in Hamburg ist Astrid Kirchherr im Alter von 81 Jahren gestorben.

von Björn Springorum

Viele Menschen sind für den Erfolg der Beatles verantwortlich. Brian Epstein, der größer dachte als alle anderen und ihnen die Bedeutung von Panache vermittelte. George Martin, der aufopferungsvolle Produzent, der die Songs von Lennon und McCartney zu Welthits formte. Klaus Voormann, dessen grafischer Stil viel zum Ikonenstatus des Revolver-Albums beigetragen hat. Astrid Kirchherr jedoch war als erste da. Sie gab den Beatles vor allen anderen ein Image, einen Look, eine Ausstrahlung. Jetzt ist die Fotografin und Stilikone im Alter von 81 Jahren gestorben.

https://twitter.com/oblabeatles/status/1261350149076516866

Kirchherr wurde in den frühen Sechzigern schnell zur konstanten Begleiterin der Beatles auf ihren Streifzügen durch Hamburgs Tage und Nächte. Anfangs musste sie jedoch regelrecht von Klaus Voormann überredet werden, sich diese jungen, lauten, unglaublichen Jungs aus Liverpool mal im dunklen und feuchten Kaiserkeller anzuschauen, wo sie wie besessen Little-Richards-Cover exorzierten und jede Nacht literweise Schweiß vergossen.

Die Pilzköpfe kommen

Danach wich sie ihnen nicht von der Seite: Die Assistentin des Fotografen Reinhart Wolf fotografierte die Beatles auf einem Jahrmarkt in Hamburg, verpasste den Fotos ein monochromes Spiel aus Licht und Schatten, das schnell ikonisch werden sollte. Und nicht nur das: Sie war es auch, die die Beatles zu neuen Klamotten überredete. Weg von Denim und Leder, hin zu einem eher eleganten, androgynen, franzözisch-düsteren Look. Auch die Frisur, die als Pilzkopf in die Geschichte eingehen sollte, ging auf ihr Konto: Sie schnitt zunächst dem ehemaligen Gitarristen Stuart Sutcliffe einen sogenannten Mop-Top. Der brachte John Lennon zwar erst zum Lachen, doch schon 1961 zog McCartney nach. Und ab 1964 wurden dann hunderttausende Beatles-Perücken als Merchandise auf der ganzen Welt verkauft.

https://twitter.com/groovymccartney/status/1261359671085953025

Sutcliffe und Kirchherr verlobten sich, die Beatles kehrten Ende 1960 erst mal wieder nach Großbrtiannien zurück. Sutcliffe blieb, studierte an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Er starb am 10. April 1962 an einer Gehirnblutung in den Armen von Astrid Kirchherr. Da war sie schon die Mutter der langsam erwachenden Beatlemania. „Die Beatles werden für immer die Boyband schlechthin sein“, schrieb Stephanie Eckardt 2018. „Doch die Männer, oder eher die Jungs, verdanken ihren Erfolg ganz besonders einer Frau.“ Einer Frau, die schon lange vor Twiggy ihre Haare kurz geschnitten trug.

1964 fotografierte Kirchherr die Beatles noch mal. Nur vier Jahre waren vergangen, doch aus den schüchternen, unerfahrenen Jungs aus Liverpool war in der Zwischenzeit die größte Band der Welt geworden. Es ist auch Astrid Kirchherr zu verdanken, dass aus ein paar austauschbaren Liverpooler Rockern ein Phänomen wurde, das die Welt eroberte.

Zeitsprung: Am 18.12.1962 beginnen die Beatles ihr finales Engagement im Star-Club – Sex, Drogen, Pilzköpfe in Hamburg

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Johnny Rotten: Traum von Eurovision Song Contest geplatzt!

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Foto: Jim Dyson/Getty Images

Es war ja von Anfang an ein seltsamer Wunsch: Johnny Rotten wollte mit Public Image Ltd. unbedingt zum Eurovision Song Contest. Am Ende übersteht er leider nicht mal die Vorrunde.

von Björn Springorum

Die Absicht waren ehrbar, die Performance beherzt – doch am Ende hat es nicht gereicht: Der ehemalige Sex-Pistols-Sänger John „Johnny Rotten“ Lydon wollte mit seiner Band Public Image Ltd für Irland beim Eurovision Song Contest antreten. Doch in der Qualifikationsrunde kam er nur auf den vierten Platz. Und schied somit aus.

Johnny Rotten und seine Band gaben Hawaii zum Besten, eine neue Nummer, die der Frontmann in einem kurzen Einleitungsvideo als „Liebesbrief“ an seine Frau Nora beschreibt, die unter Alzheimer leidet. Die beiden sind seit bald 50 Jahren ein Paar. „Ich arbeite seit ein paar Jahren an diesem Song. Wir hatten auf Hawaii mal einen wunderschönen Urlaub“, fügt der Ur-Punk sichtlich bewegt hinzu. Hier kann man sich den Auftritt ansehen:

„Diese Art von Show wirkt einfach nur wie ein mieser Fake“

Dass Public Image Ltd. ausgeschieden sind ist schade, Bands wie diese werten die ganze Eurovision-Chose natürlich merklich auf. Ein wenig fragt man sich nur, weshalb John Lydon überhaupt mitgemacht hat. In einem relativ neuen Interview ließ er sich noch zünftig über diese Veranstaltung aus: „Die ganze Sache widert mich an“, sagte er da. „Ich bin ein Songwriter, ich spiele live, und diese Art von Show wirkt einfach nur wie ein mieser Fake“, sagte er. „Aber hey, wir geben der ganzen Sache mal die Chance, wachgerüttelt zu werden.

Der Eurovision Song Contest 2023 wird am Freitag, den 13. Mai 2023, in der M&S Bank Arena in Liverpool ausgetragen. Die BBC arbeitet dafür mit Vertretern des ukrainischen Rundfunks zusammen, um ukrainische Elemente in die Show einzubinden. Die Ukraine gewann den ESC 2022 und hätte eigentlich den nächsten Contest ausrichten sollen.

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Udo Lindenberg feiert mit 76 Jahren seinen ersten Nummer-eins-Hit in den Charts

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Matthias Nareyek/Getty Images

76 Jahre musste Udo Lindenberg alt werden, um zum ersten Mal die Spitze der deutschen Singlecharts anzuführen. Jetzt ist es aber endlich so weit: Der legendäre Sänger feiert — gemeinsam mit dem Rapper Apache 207 den Spitzenplatz der Hitparade.

 von Markus Brandstetter

Komet heißt der Song von Udo Lindenberg x Apache 207, dessen Musikvideo auf YouTube innerhalb von zwei Wochen über fünf Millionen Mal angesehen wurde.

Der Song beginnt wie eine typische Lindenberg-Ballade. „Ich hör’ die Möwen singen am Hafen / Das letzte Lied zum Rausschmiss / Zähl’ schon lang nicht mehr die Jahre / Die ich im dichten Rauch sitz’“, singt Udo — und weiter: „Hier war vorher mal ‘ne and’re Bar / Doch der Schnaps schmeckt noch genauso / Und wenn ich irgendwo zuhause war / Dann immer dort, wo der Applaus tobt“. Dann setzt sein Kollege Apache 707 ein — im Gegensatz zu Lindenberg offenbar mit ein wenig Autotune-Effekt auf der Stimme.

Udo Lindenberg freut sich

Udo Lindenberg zeigt sich darüber natürlich äußerst erfreut. Der „Udonaut“ dazu auf der Website der deutschen Charts: „Wow, Leude, das erste Mal in meinem Leben mit einem Song Nummero Uno bei den Singles! Seit 2008 geht’s kometenmäßig ab, auch dank meiner Geheimräte und -rätinnen, meiner Löwin Rita von DolceRita, meinen Warner Brothers & Sisters und jetzt auch meinem neuen Kumpel Apache 207 und Feder Musik. Einfach fantastisch!“

Hier gibt es das Musikvideo zu sehen:

Besonders Jubiläum im Hause Lindenberg

Lindenberg feiert übrigens demnächst ein besonderes Jubiläum: Sein Kultsong Sonderzug nach Pankow wird 40 Jahre alt. Aus diesem Grund bekommt der Song eine limitierte 7-Inch-Vinyl im Farbton Violet Transparent spendiert — und auch das zugehörige Album Odyssee wird mit einer limitierten und nummerierten Glow-in-the-dark-LP gefeiert. Mehr Infos zu den Veröffentlichungen findet ihr hier.

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Bruce Springsteen: So war die erste E-Street-Band-Show seit sechs Jahren

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Octavio Jones/Getty Images

Bruce Springsteen und seine E Street Band spielten vor kurzem ihr erstes Konzert seit sechs Jahren — und dabei blieben der Boss und seine Band den Fans definitiv nichts schuldig.

 von Markus Brandstetter

Am 1. Februar 2023 war es endlich so weit: Springsteen und die E Street Band setzten zur ersten Tour seit sechs langen Jahren an. Die Premiere fand am 1. Februar 2023 in der Amalie Arena in Tampa im US-amerikanischen Bundesstaat Florida statt.

Klassiker und aktuelles

Springsteen eröffnete den Abend mit dem Klassiker No Surrender, ehe die Band in Stücke wie Prove It All Night, Letter To You und The Promised Land überging. Das Hauptset umfasste 21 Songs, danach gab’s noch sieben Zugaben.

Die meisten Stücke gab es an diesem Abend vom Album Letter To You zu hören (sechs an der Zahl), jeweils vier gab es von Born To Run und Darkness on the Edge of Town. Klassiker wie Born To Run, Glory Days, Dancing In The Dark und Badlands durften dabei natürlich nicht fehlen. Ein paar Songs wurden an jenem Abend dann aber doch vermisst — etwa Born In The USA und The River. Ingesamt dauerte das Konzert rund drei Stunden — Standard für den hemdsärmeligen Stadionrocker.

Bruce kommt nach Europa

Eigentlich hatte Springsteen ja bereits 2020 mit der E Street Band auf Tournee gehen wollen. Bald dürfen sich auch deutsche Fans auf den Boss freuen: Im Juni 2023 kehrt der 71-Jährige im Rahmen seiner Europatournee für vier Shows nach Deutschland zurück, auch in Wien ist ein K0nzert angesetzt.

  • 21.06.2023, Düsseldorf – Merkur Spiel Arena
  • 15.07.2023, Hamburg – Volksparkstadion
  • 18.07.2023, Wien – Ernst Happel Stadion
  • 21.07.2023, Hockenheim – Hockenheimring
  • 23.07.2023, München – Olympiastadion

Das erste Konzert der Europatour spielt Springsteen am 28. April 2023 im spanischen Barcelona.

Die Setlist

No Surrender
Ghosts
Prove It All Night
Letter to You
The Promised Land
Out in the Street
Candy’s Room
Kitty’s Back
Brilliant Disguise
Nightshift
Don’t Play That Song (You Lied)
The E Street Shuffle
Johnny 99
Last Man Standing
House of a Thousand Guitars
Backstreets
Because the Night
She’s the One
Wrecking Ball
The Rising
Badlands

Zugaben:

Burnin’ Train
Born to Run
Rosalita (Come Out Tonight)
Glory Days
Dancing in the Dark
Tenth Avenue Freeze-Out
I’ll See You in My Dreams

 

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„The Rising“: Wie Bruce Springsteen 2002 nach einer Tragödie das große Comeback gelingt

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