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Popkultur

10 Jahre „Beyond Hell/Above Heaven“: Wie sich Volbeat in die erste Reihe katapultierten

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Foto: Mick Hutson/Redferns/Getty Images

Ein Jahrzehnt ist es her, dass Volbeat mit ihrem Meilenstein-Album Beyond Hell/Above Heaven Riesenerfolge feierten. Wir werfen einen Blick auf den Longplayer – und seine Folgen.

von Markus Brandstetter

Hört hier alle Songs von Volbeat:

Sitzen Elvis Presley, James Hetfield und Mike Ness am Bartresen und beschließen, gemeinsam Musik zu machen. So in etwa kann man die Richtung beschreiben, die die dänische Band Volbeat seit ihrer Gründung 2001 eingeschlagen hat. Das Konzept stand auch schon vor ihrem Megaseller Beyond Hell / Above Heaven fest: Sänger Michael Poulsen & Co. kombinierten Einflüsse aus Metal, Rock’n’Roll, Rockabilly, Country und Punk. Alleine ein Blick auf einen Teil von Poulsens Tattoo gibt Aufschluss über einige der großen Einflüsse.

Touren mit Metallica

Das Artwork des Albums

2010 erlebte die Band einen Höhepunkt. Die Arbeiten an Beyond Hell / Above Heaven hatte die Band bereits im Vorjahr begonnen. Gut Ding braucht eben Weile: Zunächst verschoben die Musiker den Studiotermin, weil sie das Gefühl hatten, die Songs seien noch nicht dort, wo sie hin sollten. Dann musste die Produktion erneut verschoben werden: Metallica fragten, ob Volbeat nicht als ihr Support-Act mit auf Tour wollten. Mit Hetfield & Co. hatte die Band bereits gemeinsam gespielt, Hetfield hatte sich von der Idee einer Band, die Elvis-Metal spielt, erfreut gezeigt. Und wer kann schon zu Metallica nein sagen?

Prominente Gaststars

Irgendwann klappte es aber doch. Die Band ging ins Studio – und das nicht alleine. Auf dem Longplayer waren zwei prominente Gastsänger zu hören, deren Bands ein großer Einfluss gewesen waren. Kreator-Chef und Thrash-Urgestein Mille Petrozza sang auf dem Stück 7 Shots, Napalm-Death-Frontmann Barney Greenway steuerte Vocals zum Song Evelyn bei. Außerdem gab sich Mercyful-Fate-Gitarrist Michael Denner für ein Gitarrensolo die Ehre. Dass Volbeat es mit ihrem Stilmix ernst meinen, zeigte sich vor allem an anderen Features: So spielt Henrik Hall beim Song Heaven Nor Hell ein Mundharmonika-Solo – jawohl, Mundharmonika, im Metal nicht so unbedingt verbreitet. Mit dem Rockabilly-Musiker Jakob Øelund (Taggy Tone) gab es auch einen Gast-Kontrabassisten auf Beyond Hell/Above Heaven – und auch ein Banjo war zu hören.

Mit Eingängigkeit zum Erfolg

Dass Volbeat mit ihrem Sound voll ins Schwarze trafen – und längst nicht nur in der Metal-Community ankommen – ist wenig verwunderlich. Bei Volbeat, das zeigte Beyond Hell / Above Heaven beeindruckend, ging es immer zuerst um den Song – und der Song ist bei Volbeat immer eingängig. Im Stilmix der Dänen war für alle was dabei: Die Hooklines für die Mitsing-Fraktion, der Outlaw-Vibe für Country-Fans, die Schnörkellosigkeit des Punk und natürlich jede Menge Metal-Gitarren. Rockabilly-Fans kamen genauso zu Volbeat wie eingefleischte Metaller. Die Presse, auch die in Deutschland, feierte die Band dafür ordentlich ab — und nicht nur die.
Volbeat feierten nämlich auch in den Charts Riesenerfolge: Platz eins in Dänemark, Schweden und Finnland, Platz zwei in Österreich, Platz drei in Deutschland. In den USA gab’s für den Longplayer eine Goldene Schallplatte – eine nette Addition zu den anderen Gold- und Platinplatten, die Beyond Hell / Above Heaven der Band einbrachte.

Dass Volbeat eine hervorragende Liveband sind, die jedes Festival tragen könnte, hatten sie zu diesem Zeitpunkt bewiesen. Mit Beyond Hell / Above Heaven katapultierten sie sich bis ganz nach vorne – und gingen den Weg konsequent weiter.

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