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Die Country Music Awards 2019 im Fernsehen und auf CD

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Die Country Music Awards gehören zu den festen Größen der US-amerikanischen Unterhaltungswelt, vergleichbar mit den Oscars oder den Grammys. Am 26. November 2019 wird die Veranstaltung erstmals auch im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Wenige Tage vorher erscheint außerdem eine CD mit den wichtigsten Künstler*innen.

von Timon Menge

Bereits seit 1967 verleiht die Country Music Associaton jährlich die Country Music Awards. Jeweils fünf Künstler*innen werden in zwölf Kategorien nominiert, darunter „Entertainer Of The Year“, „Album Of The Year“ oder „Song Of The Year“. Zu den bisherigen Preisträger*innen zählen nicht nur Superstars wie Garth Brooks, Brad Paisley und Dolly Parton, sondern auch große Outlaw-Künstler wie Johnny Cash oder Willie Nelson. In den USA flimmert die Veranstaltung schon seit 1968 über die Mattscheiben. Dieses Jahr zeigt der Sender VOX das Event erstmals auch im deutschen Fernsehen.

Der „einsame Cowboy“

Die US-Country-Szene unterteilt sich seit vielen Jahrzehnten in zwei Lager. Auf der einen Seite steht der poppige Nashville-Sound, und auf der anderen Seite der traditionellere Outlaw-Country, der in den Medien weniger Beachtung findet. Die Country Music Awards widmen sich üblicherweise der ersten Kategorie. So dürfte es viele deutsche Zuschauer überraschen, dass der „einsame Cowboy“ in jener Welt weitestgehend ausgedient hat. Stattdessen verschmelzen Künstler*innen wie Billy Ray Cyrus, Dan + Shay, Lady Antebellum oder Midland den Country mit Pop-, Rock- oder gar Hip-Hop-Elementen.

Über die Bühne gehen die 53. Country Music Awards bereits am 13. November in der Bridgestone-Arena in Nashville. Der deutsche TV-Sender VOX strahlt die Veranstaltung am 26. November um 22:15 Uhr zeitversetzt aus. Vier Tage vorher erscheint außerdem eine begleitende CD mit 24 Songs.

Die Trackliste der CD CMA Awards 2019, die am 22. November via Polydor erscheint:

  1. Keith Urban – We Were
  2. Dan + Shay – Speechless
  3. Lil Nas X & Billy Ray Cyrus – Old Town Road (Remix)
  4. Lady Antebellum – What If I Never Get Over You
  5. Carrie Underwood – Southbound
  6. Zac Brown Band – Someone I Used To Know
  7. Luke Combs – Beautiful Crazy
  8. Eric Church – Some Of It
  9. Kacey Musgraves – Rainbow
  10. Midland – Mr. Lonely
  11. Maren Morris – Girl
  12. Blake Shelton – God’s Country
  13. Dierks Bentley feat. Brothers Osborne – Burning Man
  14. Miranda Lambert – It All Comes Out In The Wash
  15. Thomas Rhett – Look What God Gave Her
  16. Kelsea Ballerini – Miss Me More
  17. Old Dominion – Written In The Sand
  18. Cody Johnson – On My Way To You
  19. Brothers Osborne – Shoot Me Straight
  20. Little Big Town – Better Man
  21. Maddie & Tae – Friends Don’t
  22. Carly Pearce – Closer To You
  23. Morgan Wallen feat. Florida Georgia Line – Up Down
  24. Blanco Brown – The Git Up

Zeitsprung: Am 12.9.2003 stirbt Country-Legende Johnny Cash im Alter von 71 Jahren.

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Loretta Lynn ist tot: Die Grande Dame des US-Country

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Loretta Lynn
Foto: Erika Goldring/WireImage/Getty Images

Country-Star Loretta Lynn ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Mit ihr verliert die Country-Welt eine bahnbrechende Sängerin.

Loretta Lynn war etwas so wie die Grand Dame der US-amerikanischen Country-Musik. Sie stand für „female empowerment“ — und das in einer Szene, in der als Songwriter in erster Linie Männer das Sagen hatten und Frauen höchstens als Interpretinnen auftraten. Ihr Selbstverständnis zog sich auch durch die Texte ihrer zahlreichen Hits, die sie verfasste. Miranda Lambert, Taylor Swift — die Liste an Country-Sängerinnen, die ihr viel zu verdanken haben, ist lang. Lynn blieb dabei stets bescheiden, unterstützte ihre jungen Kolleginnen und feuerte sie an. Mehr noch: Sie identifizierte sich regelrecht mit ihnen — und als Swift dem Country den Rücken kehrte und damit viele alten Fans vor den Kopf stieß, meinte Loretta nur: „Taylor, get it girl!“ und bezeichnete sich selbst als „about as pop as cornbread“.

Loretta Lynns größter Hit heißt Coal Miner’s Daughter. Es war keine fiktive Geschichte, die sie darin erzählte — denn ihr Vater war tatsächlich Bergmann. Lynn, am 14. April 1932 als Loretta Webb in Butcher Hollow, Kentucky geboren, heiratete 1948 im Alter von 15 Jahren einen sieben Jahre älteren Mann — gemeinsam zogen sie nach Washington, um dem Leben als Bergarbeiter zu entfliehen. Ihr erster Hit war Honky Tonk Girls, es sollten viele weitere folgen. Ihre Biografie ist so umfangreich wie ihre Diskografie — letztere beinhaltet unter anderem 48 Studioalben sowie etliche Compilations und Livealben. Ihre Hitbilanz ist ebenfalls enorm, 80 Songs sollen es gewesen sein, die im US-Countryradio rauf- und runtergespielt wurden. Sie wurde dreimal mit dem Grammy ausgezeichnet und kam auf 17 Nominierungen.

Autobiografien und Album mit Jack White

Ihr Leben erzählte sie auch in zwei Autobiografien. Eine davon, Coal Miner’s Daughter, verhalf Sissy Spacek zu einem Academy Award für die beste Hauptdarstellerin — Spacek spielte in der Verfilmung Lynn. Nachdem es einige Zeit ruhig um die Musikerin geworden war, überzeugte sie Jack White von einem Comeback — gemeinsam veröffentlichten die beiden 2004 das Album Van Lear Rose.

Ihre Familie veröffentlichte anlässlich ihres Todes ein Statement. „Unsere geliebte Mutter Loretta Lynn ist heute Morgen, am 4. Oktober, zu Hause auf ihrer geliebten Ranch in Hurricane Mills friedlich im Schlaf verstorben“, heißt es darin.

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Van Halen: Darum finden keine Tribute-Konzerte für Eddie statt

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Über ein Tribute-Konzert für die 2020 verstorbene Gitarrenlegende Eddie Van Halen wurde immer wieder spekuliert — leider dürfte es dazu aber wohl nie kommen. Warum, darüber sprach Eddies Sohn Wolfgang Van Halen in einem Interview mit Classic Rock.

 von Markus Brandstetter

„Ich weiß nicht, woran es bei manchen Bands liegt, aber bestimmte Persönlichkeiten können sich einfach nicht überwinden, gemeinsam für ein Ziel zu arbeiten – das war der Fluch von Van Halen während ihrer gesamten Karriere“, erklärt er darin. Dass Wolfgang auf den Tribute-Konzerten für den verstorbenen Foo-Fighters-Drummer Taylor Hawkins mit Performances des Van-Halen-Klassikers Eruption auch seinem Vater ein Denkmal setzen konnte, ist für ihn eine Genugtuung: „Meine Auftritte bei den Taylor-Shows lieferten also diese Katharsis, ohne den Stress, der mit dem Van-Halen-Lager und den beteiligten Spielern verbunden ist. Ihr Lager ist sehr dysfunktional – jeder! – Zur Hölle, es war schon schwierig, Pläne zu machen, als die Band noch aktiv war.“

Van Halen über Sammy Hagar

Dass er mit den verschiedenen Van-Halen-Camps in erster Linie die miteinander verfeindeten Frontmänner der Band, David Lee Roth und Sammy Hagar sowie Michael Anthony meint, scheint klar. Darauf angesprochen, dass Hagar vor Kurzem in Interviews geäußert hatte, dass er die Van-Halen-Songs gerne wieder spielen würde, relativiert Van Halen: Das hat er gesagt, aber er hat auch gesagt, er würde es nicht tun. Sammy hat zwei verschiedene Dinge gesagt. Nein… Ich habe das Gefühl, dass ich meinen Teil gesagt habe, und wenn die Taylor-Konzerte alles sind, was passiert, dann bin ich damit zufrieden.“

Im April 2022 hatte Ex-Metallica-Bassist Jason Newsted erklärt, er sei von Ex-Van-Halen-Drummer Alex Van Halen wegen einer Reunion-Show angesprochen worden. Newsted habe sich zunächst bereit erklärt, mit Van Halen und Gitarrenlegende Joe Satriani zu jammen, habe sich aber gegen eine Teilnahme entschieden. „Es gibt niemanden, der [Eddie] übertreffen kann, also wie kann man angemessen Tribut zollen? Ich wollte nicht, dass es als Geldmacherei angesehen wird. Und dann ist das Ganze irgendwie im Sande verlaufen“. Scheint so, als würde es wohl nie zu Tribute-Shows für Eddie Van Halen kommen.

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Bruce Springsteen crasht Auftritt von den Killers!

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Foto: NBC/Getty Images

Am vergangenen Samstag legten die Killers im Madison Square Garden eine beeindruckende Show auf die legendären Bretter. Für die Zugabe ließ es sich sogar der Boss persönlich nicht nehmen, die Band bei gleich drei Songs zu begleiten.

von Björn Springorum

Es ist ja kein Geheimnis, dass die Killers riesige Fans von Bruce Springsteen sind und von ihm mehr beeinflusst wurden als von allen anderen. Es ist aber ebenso wenig ein Geheimnis, dass auch Bruce Springsteen einen Narren an der Nevada-Truppe gefressen hat. Längst sind der Boss und die Killers befreundet – und wie eng, das konnte man vergangenen Samstag mal wieder in New York City beobachten.

Der Boss taucht am Arbeitsplatz auf

Das Konzert der Killers im Rahmen ihrer Imploding The Mirage-Tour fand im ikonischen Madison Square Garden statt und war auch so ein gewohnt sehenswertes, emotionales Spektakel. Für die Zugabe ließ sich die Band um Frontmann Brandon Flowers dann aber was ganz Besonderes einfallen: Sie luden sich niemand Geringeren als Bruce Springsteen zu sich auf die Bühne ein, um das Finale der Show gemeinsam zu bestreiten!

Flowers kündigte den Ehrengast aus dem nahen New Jersey mit folgenden Worten an: „Jeder wird nervös, wenn der Boss plötzlich an seinem Arbeitsplatz auftaucht, richtig? Ich weiß nicht, ob es euch aufgefallen ist, aber meine Freunde und ich hier machen uns schon den ganzen Abend in die Hose, weil der Boss da ist. Ladys und Gentlemen, Bruce Springsteen.“

Dann kam Springsteen auch schon an der Seite von Jake Clemons aus der E Street Band auf die Bühne, stimmte mit den Killers Badlands, Born To Run und den Killers-Song A Dustland Fairytale an… und hatte sichtlich Spaß mit seinen musikalischen Ziehsöhnen.

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40 Jahre „Nebraska“: Als Bruce Springsteen durch Zufall zum einsamen Cowboy wurde

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