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10 Songs, die jeder Johnny-Cash-Fan kennen muss

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All hail the King of Country! Johnny Cash muss man einfach mögen, auch wenn man ansonsten wenig für das superamerikanische Genre übrig hat. Nicht umsonst wurde Johnny Cash schon früh zu einem Star weit über die Country-Welt hinaus – seine Songs, sein Stil und seine Persönlichkeit machten ihn zu einer Identifikationsfigur jenseits von Szenen und Geschmäckern. 2003 starb Cash in Nashville nach langer und schwerer Krankheit, doch gerade in seinen letzten Lebensjahren setzte er sich noch einmal ein künstlerisches Denkmal. Neben vielen alten Cash-Klassikern haben auch Songs aus dieser Zeit einen Platz in unserer Best-Of-Liste gefunden.

1. I Won’t Back Down (2000)

Wir beginnen direkt mit einer doppelten Legenden-Ladung. Der „Man In Black“ war während seiner ganzen Karriere ein Garant für geniale Coverversionen. Besonders die kurz vor seinem Tod entstandenen American Recordings sind vollgepackt mit solchen Highlights. Unter anderem findet man darauf I Won’t Back Down, einen Klassiker von Tom Petty – rest in peace! Tom und die Heartbreakers fungierten übrigens als Band auf Johnny Cashs Album Unchained (1996), und auch diese Coverversion spielte Petty zusammen mit Cash ein. Damit ist der Song ein Andenken an zwei ganz große Musiker.

2. Flesh And Blood (1970)

Mit diesem Song schaffte es Cash nicht nur an die Spitze der Country-Charts, sondern schrieb auch einen seiner schönsten Lovesongs. Im selben Jahr wurde John geboren, das gemeinsame Kind von Cash und June Carter, die er zwei Jahre zuvor geheiratet hatte. Kein Zweifel, dass ihn sein neu gefundenes Liebesglück zu dieser Nummer inspiriert hatte. Man muss sich die Lyrics auf der Zunge zergehen lassen: Aufrichtiger und reiner kann man kein Liebeslied schreiben.

3. A Boy Named Sue (1969)

Geschrieben wurde dieser Song von Shel Silverstein, doch seine Aufnahme hatte keinen besonders großen Erfolg. Also wandte er sich an Johnny Cash. Erst kurz seinem legendären Konzert im Gefängnis von San Quentin erhielt Cash den Song und spielte ihn dort relativ unvorbereitet – den Text musste er noch ablesen. Das Live-Album At San Quentin (1969) wurde allerdings ein massiver Erfolg und A Boy Named Sue einer von Cashs größten Hits. An vielen Stellen der Aufnahme hört man Cash und das Knast-Publikum gleichermaßen lachen – ein unglaubliches Stück Geschichte.

4. I Walk The Line (1956)

Mit Lovesongs kannte sich Cash schon immer aus, auch bevor er sich endgültig in June Carter verguckte. I Walk The Line bezieht sich auf seine erste Ehefrau Vivian Liberto. Eigentlich sollte der Song eine etwas langsamere Ballade werden, doch auf Bestreben der Plattenfirma wurde er ein wenig beschleunigt – mit großartigem Ergebnis, wie wir alle wissen. I Walk The Line beeinflusste damals nicht nur die Entwicklung der modernen Country-Musik, sondern wurde zur Ikone: Zwei Filme wurden nach ihm benannt, einer aus dem Jahr 1970 mit Gregory Peck in der Hauptrolle und der Cash-Film mit Joaquin Phoenix aus dem Jahr 2005.

5. Man In Black (1971)

Diesen Song muss wirklich jeder Fan des „Man In Black“ kennen, denn hier erklärt Johnny Cash seine Vorliebe für schwarze Klamotten und seine recht düstere Persönlichkeit. „Warum trage ich immer Schwarz, fragt ihr euch“, singt Cash, und setzt dann in vielen Strophen zur Erläuterung an: „I wear the black for the poor and the beaten down, livin’ in the hopeless, hungry side of town.“ Der Song drückt auch das soziale Engagement aus, das immer ein wichtiger Teil von Cashs Karriere war: Er gab den Unterdrückten und Ausgegrenzten eine Stimme.

6. Jackson (1967)

Als die Sache zwischen Johnny und June Carter so richtig ernst wurde, nahmen die beiden ihr erstes gemeinsames Album auf: Carryin’ On With Johnny Cash And June Carter aus dem Jahr 1967. Es gibt zwar viele spätere Duette, in denen die beiden ihre Liebe ohne Zurückhaltung zelebrieren, doch Jackson ist in dieser Hinsicht besonders: Man ahnt die Funken zwar fliegen, aber es ist doch alles noch unausgesprochen und unschuldig. Abgesehen davon ist der Song ein Gipfeltreffen von zwei der größten Country-Musiker aller Zeiten, schwer zu überhören.

7. Folsom Prison Blues (1957)

Johnny Cash, der Knastbruder! Obwohl er einige Male verhaftet wurde, musst Cash nie selbst im Gefängnis sitzen. Dass er zwei seiner bekanntesten Live-Alben im Knast aufnahm, ist wie schon erwähnt mehr als nur ein Faible für Gangster und Verbrecher: Cash wollte den Leuten im Knast Hoffnung geben, und schrieb solche Songs wie diesen für sie. Dass er dafür nicht ganz grundlos von vielen ebenfalls für einen Ex-Knacki gehalten wurde, war ihm bestimmt herzlich egal.

8. Sunday Morning Come Down (1970)

Für viele Experten gilt dieser Song als eines der stärksten Stücke Musik, die je in Nashville geschrieben wurden. Er stammt von Kris Kristofferson, doch erst – wer sonst – Johnny Cash machte ihn zu einem Hit. Und Sunday Morning Come Down ist natürlich auch eine Nummer, die uns alle angeht: Die Geschichte beginnt mit dem schweren Kopf, den man nach einer langen Nacht hat, und wechselt zwischen den Höhepunkten der letzten Nacht und dem Leiden am Tag danach. Das ist der Preis, den man für ein gutes Leben bezahlen muss, das wusste Mr. Cash ganz genau.

9. Ring Of Fire (1963)

Diese Nummer brennt und brennt und brennt, für immer. Gibt es einen einzigartigeren Country-Song? Mit seinem Text und den genialen Trompeten-Parts ist Ring Of Fire kaum zu übertreffen. Merle Kilgore und June Carter schrieben den Song im Jahr 1962 und Johnny Cash benötigte dringend einen neuen Hit – manchmal fügt sich einfach alles perfekt zusammen.

10. Bridge Over Troubled Water

Der berühmteste Song aus Johnny Cashs Spätwerk ist eigentlich Hurt, ein Cover eines Nine-Inch-Nails-Songs. Doch dieser Song soll nicht immer herhalten müssen, er ist ja auch fragil und nutzt sich deshalb leicht ab. Es fehlt außerdem überhaupt nicht an Highlights auf den American Recordings. Cash interpretiert auf American IV: The Man Comes Around (2002) zum Beispiel den Simon & Garfunkel-Klassiker Bridge Over Troubled Water. Wer hier keine Gänsehaut bekommt, sollte schleunigst einen Arzt aufsuchen.

 

Johnny Cash, Paul McCartney, Aerosmith: Die Simpsons hatten sie alle!

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50 Jahre „Deuce“: Rory Gallaghers Klassiker wird aufwändig neu aufgelegt!

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Rory Gallagher
Titelfoto: Universal Music

Im November 1971 überrascht und begeistert Rory Gallagher mit dem rohen, ungeschliffenen Meisterwerk Deuce. Zum 50. Geburtstag bekommt der Klassiker zahlreiche Neuauflagen beschert. Sie erscheinen am 30. September 2022 und sind ab sofort bei uns im Shop vorbestellbar.

Hier könnt ihr euch Deuce von Rory Gallagher anhören:

Es ist eine Zeitenwende: Als Rory Gallagher im November 1971 sein zweites Soloalbum Deuce veröffentlicht, hat sich die Welt noch nicht mal an seinem selbstbetitelten Debüt sattgehört. Das war erst sechs Monate zuvor erschienen – und zeigte dennoch einen vollkommen anderen Rory Gallagher. Ein halbes Jahr später ist er endlich da angekommen, was er nach dem Ende von Taste verkündet hatte: Ein Album wie ein Konzert, unmittelbar nach seinen Konzerten aufgenommen und kaum produziert.

50 Jahre später rangiert Deuce noch immer unter den großen Klassikern der Musikgeschichte – und erscheint zum runden Geburtstag in zahlreichen Jubiläumskonfigurationen. Hier bei uns im Shop kann man die neuen Editionen bereits vorbestellen:


Jetzt in unserem Shop erhältlich:

Rory Gallagher - Deuce (50th Anniversary Edition)
Rory Gallagher
Deuce (50th Anniversary Edition)
3LP, 2CD, 4CD Deluxe Set

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28 unveröffentlichte Takes

Die Deluxe Edition der Neuauflage fördert auf vier CDs Schätze zutage, die tief in den Archiven verborgen waren: 28 bislang unveröffentlichte Takes, ein BBC-Radiokonzert von 1972 und sieben Session-Tracks von Radio Bremen, dazu Deuce mit einem komplett neuen Mix. Dazu kommt ein 64-seitiges Buch mit einem Vorwort von Johnny Marr (The Smiths), der über das Album sagt: „Eines Tages spielte ich Deuce mal an der Gitarre mit – für mich als Gitarristen war das ein absoluter Wendepunkt.“

Neben der Deluxe-Fassung erscheint Deuce als Doppel-CD, limitierte Triple-Vinyl, limitierte Coloured Vinyl und als digitaler Download. Somit kann wirklich jeder den runden Geburtstag dieser musikalischen Sternstunde zelebrieren.

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Vier neue Songs: Ringo Starr kündigt EP für September an

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Ringo Starr
Foto: VALERIE MACON/AFP via Getty Images

Ringo Starr ist ungebrochen kreativ. Jetzt hat der Beatle seine EP3 für September angekündigt. Die Vorbestellungen starten jetzt – unter anderem gibt es auch eine Edition auf Tape!

von Björn Springorum

Erst Change The World, dann Zoom In, jetzt EP3: Ringo Starr ist mal wieder auf einem kreativen Hoch. Am 16. September 2022 erscheint die EP digital und auf CD, am 18. November 2022 folgen die Konfigurationen auf Vinyl und – Achtung – durchscheinendem Tape. Hier geht es direkt zu den Vorbestellungen:


Jetzt in unserem Shop erhältlich:

Ringo Starr - EP3
Ringo Starr
EP3
10″, CD, Excl. Cassette

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Aufgenommen wurden die Songs natürlich wieder in seinem Rocabella West Studio, auch die Liste seiner musikalische Gäste kennt man so langsam vom Beatles-Schlagzeuger: Steve Lukather, Linda Perry, Dave Koz, José Antonio Rodriguez und Bruce Sugar. „Ich bin in meinem Studio so oft ich kann“, sagt er zu den vier neuen Songs. „Das habe ich immer schon getan und das werde ich auch weiterhin tun.“

Arbeit mit guten Freunden

Auf EP3 finden sich die vier neuen Songs World Go Round, Everyone And Everything, Let’s Be Friends und Free Your Soul – verwöhnt von seinem unnachahmlichen Gesang, seinen positiven Texten und seinem munteren Changieren zwischen Pop, Country, Reggae und Rock’n’Roll. World Go Round ist ein Uptempo-Rocker, geschrieben von den Toto-Genies Steve Lukather und Joseph Williams; Everyone And Everything stammt aus der Feder von Linda Perry und wurde auch von Perry und Ringo Starr gemeinsam eingespielt. Let’s Be Friends ist von Starrs Tontechniker Bruce Sugar, für das rhythmische Free Your Soul zeichnet Sugar gemeinsam mit Starr verantwortlich. Arbeit mit gutem Freunden eben.

Alles shiny, happy people also, wie immer bei Ringo Starr, dem Hippie aus Überzeugung. Einfach eine riesige Freude, dem frisch 82 gewordenen Star(r) bei der Arbeit zuzuhören.

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Sensation: Verschollener Song von George Harrison und Ringo Starr entdeckt!

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„Crazy Times“: Sammy Hagar hat seine neue Platte angekündigt

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Sammy Hagar
Foto: Leah Steiger

Rock-Tausendsassa Sammy Hagar ist bereit für die nächste Stufe: Am 30. September lädt er mit Crazy Times zum kollektiven Durchdrehen. Bei uns im Store kann man die Platte schon vorbestellen.

von Björn Springorum

Gibt es eigentlich etwas, das Sammy Hagar nicht kann? Er ist in der Rock And Roll Hall Of Fame, hat einen Grammy zuhause stehen, arbeitet seit Jahrzehnten als Sänger, Songwriter, Autor und Rock’n’Roll-Impressario. In letzter Zeit macht er besonders gern mit seiner Supergroup The Circle Musik – und kündigt mit Crazy Times jetzt ihr zweites gemeinsames Album an. Hier gleich per Vorbestellung sichern:


Jetzt in unserem Shop erhältlich:

Sammy Hagar & The Circle - Crazy Times
Sammy Hagar & The Circle
Crazy Times
Excl. Col. LP, CD, LP

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Auf Crazy Times findet sich Sammy Hagar wieder mit Michael Anthony, Jason Bonham und Vic Johnson vereint. Für die Aufnahmen reisten sie diesmal nach Nashville, wo sie mit Grammy-Gewinner Dave Cobb im ikonischen RCA Studio A ein ganzes Set besonderer Songs für die Ewigkeit festhielten. Auf CD und digital wird das Album am 30. September 2022 erscheinen, Vinyl folgt dann am 28. Oktober 2022. Den Titeltrack gibt es ab sofort hier zu hören:

Sammy Hagar selbst sagt über die Platte: „Wir gingen im Herbst 2021 ins Studio, als die Welt gerade wieder aus der pandemischen Bubble kroch. Die Texte für Crazy Times reflektierten genau das – diese wiedergefundene Freiheit, die sich so unglaublich, aber auch so zerbrechlich anfühlte. Wir fragten uns: ‚Was tun wir hier und was wollen wir eigentlich?‘“ Anscheinend wollten sie eine lupenreine, organische, atmende, echte Rock-Platte machen. Einen würdigen Nachfolger zu Space Between mit zehn wunderbaren Songs – darunter mit Pump It Up auch ein Elvis-Costello-Cover.

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Zeitsprung: Am 24.1.1995 veröffentlichen Van Halen ihr letztes Album mit Sammy Hagar: „Balance“.

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