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Popkultur

10 Songs, die „Goodbye” sagen

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Time to say goodbye. Keine Angst, wir bleiben euch erhalten, wir beerdigen nur eine langjährige Rubrik. Seit einigen Jahren liefern wir euch nun fast im Wochentakt eine mit Liebe, Blut, Schweiß und Tränen zusammengestellte und hochkompakte Auswahl zu den wahnsinnigsten Themen – von den zehn wirklich wichtigsten Bob Marley-Songs über die definitiven Nu-Metal-Klassiker bis zu den besten Songs, um euren Kater zu kurieren. Damit ist nun Schluss, wir wollen uns neuen Aufgaben und Ideen widmen, die hoffentlich genau so langlebig sind. Mit dieser großen Abschiedsgala schauen wir zurück auf unzählige Playlists und was wir daraus gelernt haben. Und sagen zum Abschied ganz laut Servus.


Hört hier in unsere 10 Songs, die „Goodbye” sagen, rein:

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Für die ganze Playlist klickt auf „Listen“.

1. The Beatles – Hello, Goodbye

Wenn es eine große Konstante bei uns gibt, dann die Beatles. Okay, vielleicht auch die Stones oder ein paar andere Bands aus dem Rock-Olymp. Aber an Paul, John, Ringo und George führte meist kein Weg vorbei, egal zu welchem Thema wir eine 10-Song-Liste erstellt haben. Songs über das Wetter? Here Comes The Sun! Liebeslieder? All You need Is Love, was sonst? Und so weiter. Natürlich haben wir auch für diesen Anlass den passenden Beatles-Klassiker auf Lager: „I don’t know why you say goodbye, I say hello!” So ist es: Jeder Abschied ist auch ein neuer Anfang.


2. Metallica – Fade To Black

Auch Metallica waren bei uns immer ein heißes Thema, vor allem die legendären frühen Alben. Welche Platte denn nun tatsächlich die beste ist, konnten wir wohl nie wirklich endgültig sagen. Sicher ist nur, dass Ride The Lightning ein heißer Anwärter ist. Darauf befindet sich Fade To Black, eine Powerballade, die jeder Fan kennt und liebt. Auch hier geht es um Abschied, und zwar sehr dramatisch. Es ist eine Auseinandersetzung mit Depressionen und Selbstmord: „There is nothing more for me / Need the end to set me free.” Wir hoffen inständig, dass euer Leben auch ohne unsere 10 Songs noch einen Sinn hat. Es ist schwierig, aber machbar!


3. Simple Minds – Don’t You (Forget About Me)

Zu jedem Thema ist uns auch immer ein klassischer Pop-Song eingefallen. Auch als hartgesottene Rocker haben wir nämlich einen weichen Platz in unserem Herz. Gutes Songwriting steht sowieso über allen Dingen, und da sind ja gerade die 1980er besonders gut bestückt. Zu unseren Abschiedshymnen passt ganz wunderbar dieser 1985er-Hit der Schotten Simple Minds. Sinngemäß so: Denkt an uns und die schönen Stunden, die wir zusammen hatten. (bitte!)


4. Sam Smith – Too Good At Goodbyes

Zugegeben: Wir hängen meistens ganz tief in der Vergangenheit. Früher war alles besser? Na vielleicht nicht, aber es gab schon ziemlich viel gute Musik, damals. Neue Releases haben es da oft ziemlich schwer, die alten Favoriten auszustechen. Aber in dem Moment, in dem man sich nicht mehr für neue Musik interessiert, läuft etwas ganz gehörig falsch. Also haben wir auch immer anständig neues Material in unsere Listen zwischen die Oldies geschmuggelt. Sam Smiths ist zum Beispiel jemand, der ordentlich was auf dem Kasten hat – gesanglich, aber auch musikalisch ist seine Sorte Pop ziemlich ausgefeilt. Er hat auch ein paar Worte für unser Anliegen übrig: „I’m way too good at goodbyes”, singt er. Wir auch, passende Songs fallen uns jedenfalls viel genug ein.


5. Apparat – Goodbye

Wir mögen unsere Musik meistens laut und hart. Aber manchmal auch so richtig ruhig und sphärisch. Unseren alten Freund Brian Eno und seine Ambient-Sounds haben wir zum Beispiel regelmäßig in einer Playlist untergebracht – Ambient passt ja auch einfach zu jeder Lebenslage. Nicht ganz Ambient, aber schön verträumt und episch ist auch dieser Goodbye-Song von Sascha Ring alias Apparat. Genau, das ist der Sänger von Moderat, der hat auch vor diesem Projekt schon unglaublich tolle Musik gemacht. Kommt euch dieser Song vielleicht bekannt vor? Richtig, der wurde als Titelmelodie in der deutschen Netflix-Serie Dark benutzt. Die Kreuzung aus Tatort, Akte X und Stranger Things sei auch noch mal dringlich empfohlen.


6. Underworld – Beautiful Burnout

Wenn wir so zurückblicken, müssen wir ganz klar feststellen: Gitarren, Rock und alles, was meistens unter handgemachter Musik gehandelt wird, haben fast jede Auswahl dominiert. Das wollten wir, das wolltet ihr, völlig klar. Habt ihr mehr andere Genres vermisst? Hier und da haben wir jedenfalls verlässlich den ein oder anderen Hip-Hop-Beat oder einen House-Track eingestreut. So soll es auch in der letzten Ausgabe sein, denn Underworld bringen die Situation mit Beautiful Burnout perfekt auf den Punkt: Wir haben uns wunderbar verausgabt, die Themen sind abgegrast, das 10-Songs-Reservoir ist leergeschrieben. Aber von Burnout-Trauma kann keine Rede sein: Wir sind jetzt schon heiß auf das nächste Projekt.


7. Nick Cave & The Bad Seeds – Death Is Not The End

Kann man schöner Abschied nehmen als mit diesem Bad Seeds-Klassiker? Nie und nimmer. Nick Cave hätten wir eigentlich mindestens so oft in eine Liste aufnehmen müssen, wie die Beatles oder die Stones, denn er ist einer der größten Künstler unserer Zeit. Einer, der auch nach Jahrzehnten des Schaffens noch inspirierte neue Alben veröffentlicht. Das können wir wirklich nicht von jedem unserer alten Helden von sich behaupten.


8. Crosby, Stills & Nash – Just A Song Before I Go

Noch ein, zwei Lieder, bevor wir die Schotten dicht machen. Ein Song über das schnelle, aufreibende Leben als Musiker von den Country-Rock-Legenden Crosby, Stills und Nash. Merke: „Traveling twice the speed of sound / It’s easy to get burned.” Genau deshalb schalten wir jetzt ja einen Gang runter, gehen in uns und kommen besser denn je wieder zurück. Verbrannt haben wir uns nämlich schon das eine oder andere Mal, wenn unsere Song-Auswahl nicht ganz mit euren Erwartungen zusammenpasste. Die zehn besten Iron Maiden-Songs – das musst natürlich ein Himmelfahrtskommando werden, denn welcher Fan hat nicht seine eigenen Favoriten? Wir stehen nun mal auf Hits, schuldig im Sinne der Anklage.


9. Manowar – Carry On

Darf’s zur Versöhnung ein kleiner Metal-Hit sein? Manowar mit Carry On aus dem Jahr 1987, auch so eine kämpferische Hymne. Wir stellen uns mal vor, dass jemand an uns denkt, wenn es da heißt: „Carry on my sons forever!” Vielleicht machen wir irgendwann mal ja genau da weiter, wo wir heute aufhören. Mit den zehn besten Manowar-Songs vielleicht, das könnte auch sehr interessant werden.


10. Neil Young & Crazy Horse – Hey Hey, My My (Into The Black)

Der große Moment ist gekommen: der letzte Song der letzten 10-Songs-Liste. Und es war doch völlig klar, dass wir mit dieser Nummer aufhören. Wir machen genau jetzt Schluss, solange es noch lustig ist, denn: „It’s better to burn out than to fade away”. Das wusste schon Neil Young, das wusste auch Kurt Cobain. Zwei unserer Helden, denen wir uns nur zu gerne anschließen. In diesem Sinne, macht es gut! Hey hey, my my, rock and roll can never die.


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Popkultur

Zeitsprung: Am 21.1.1984 erscheint das Debüt von Bon Jovi.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 21.1.1984.

von Timon Menge und Christof Leim

Als Jon Bon Jovi 1980 in einem Aufnahmestudio in Manhattan arbeitet, kennt ihn noch kein Mensch. Zwar verschickt der damals 17-jährige bereits fleißig Demobänder, doch Amerikas Plattenfirmen möchten nichts von ihm wissen. Erst als Runaway im Radio gespielt wird, erlangt der junge Rockmusiker lokale Berühmtheit und veröffentlicht wenig später sein erstes Album.

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Hört hier in Bon Jovi rein:

Klickt auf „Listen“ für das ganze Album.

Einige von uns werden das kennen: Während seiner Jugend findet John Bongiovi deutlich mehr Gefallen an der Musik als an der Schule. So schwänzt er regelmäßig den Unterricht, um in lokalen Bands spielen zu können, zum Beispiel mit seinem Cousin Tony Bongiovi. Der betreibt zu jener Zeit das Aufnahmestudio The Power Station in Manhattan, wo er mit Künstlern wie Aerosmith, den Ramones, Gloria Gaynor, den Talking Heads und früher sogar mit Jimi Hendrix arbeitet.

Im Alter von 16 Jahren beginnt John in den Clubs seiner Heimatstadt New Jersey aufzutreten. Weil er keine zusätzlichen Finanzspritzen aufgrund herausragender schulischer Leistungen zu erwarten hat, heuert er ein Jahr später in der Power Station an. Zunächst wischt er dort die Böden, doch als Produzent Meco 1980 an seinem Star Wars Christmas Album arbeitet, schlägt Tony seinen kleinen Cousin als Sänger für den Song R2-D2 We Wish You A Merry Christmas vor — Bon Jovis erste Aufnahme unter eigenem Namen.



Zeitgleich verschickt der junge Rocker unermüdlich Demoaufnahmen an Plattenfirmen, stößt allerdings überall auf Ablehnung. Für Aufwind sorgt erst sein Stück Runaway, den er gemeinsam mit Songschreiber George Karak verfasst und mit professionellen Studiomusikern aufnimmt. Dazu gehören der heutige Bon Jovi-Bassist Hugh McDonald, Sessiongitarrist Tim Pierce (später unterwegs mit Rick Springfield), Keyboarder Roy Bittan aus Springsteens E Street Band und Drummer Frankie LaRocka. Diesen ersten Erfolge mit Runaway verdankt Jon nicht zuletzt seiner eigenen Initiative. So marschiert der junge Musiker 1982 ohne Ankündigung in die Zentrale des Radiosenders WAPP und überreicht DJ Chip Hobart ein Demo mit dem Stück. Der Titel landet in der Heavy Rotation und öffnet einige Türen.

Das erste Line-up von Bon Jovi: 1983, Baby!

1983 ergattert Bon Jovi so einen Plattenvertrag mit Mercury Records und stellt eine Band zusammen. Zu der gehört anfangs auch Gitarrist Dave „The Snake“ Sabo, der später als Gründer der Hardrocker Skid Row in Erscheinung tritt. Er bleibt nur kurz an Bord, an seine Stelle tritt Richie Sambora, der für die nächsten 30 Jahre ein geniales Songwriting-Duo mit dem Sänger bildet. Keyboarder David Bryan und Schlagzeuger Tico Torres komplettieren das Line-Up und gehören bis heute zur Mannschaft, Bassist Alec John Such bleibt bis 1994. Auf den Bandnamen kommt eine Mitarbeiterin von Manager Doc McGhee, womit der ursprüngliche Plan – Johnny Electric – zu den Akten gelegt wird. Ist vielleicht besser so. Aus John Bongiovi wird spätestens hier dann auch Jon Bon Jovi.



Am 21. Januar 1984 schließlich erscheint das langersehnte Debüt Bon Jovi. Aus der Veröffentlichung gehen mit Runaway, Burning For Love und She Don’t Know Me drei Singles hervor. Bei letzterem handelt es sich um den einzigen Bon Jovi-Studiotrack auf allen offiziellen Alben, der kein Coversong ist und den Jon nicht selbst geschrieben oder mitgeschrieben hat. Die Nummer stammt vom US-amerikanischen Songwriter Mark Avsec und wurde auf Betreiben des Labels aufgenommen.



Runaway schafft es jetzt bis in die Top 40 der Single-Charts, das Album selbst erreicht Rang 43 – kein schlechtes Ergebnis für einen Einstand. Es folgen weltweite Tourneen, zum Beispiel als Vorgruppe für die Scorpions in Nordamerika und für Kiss Europa. Die Verkaufszahlen können sich sehen lassen, doch der ganz große Durchbruch mit dem dritten Album Slippery When Wet lässt noch zwei Jahre auf sich warten. „Wir waren damals nicht gut“, räumt Frontmann Bon Jovi mehr als 20 Jahre später in einem Interview ein. „Das waren wir bis zu unserem dritten Album nicht, aber wir hatten einen Schlagzeuger, der den Takt halten kann. Das sollte man nie als selbstverständlich ansehen. Für einen 22-Jährigen habe ich mich ganz gut geschlagen.“

Die drei Singles: nur eine davon läuft noch im Radio

Den Takt halten Bon Jovi bis heute. Millionen verkaufter Platten, ausverkaufte Stadionkonzerte und Airplay bis zum Abwinken stehen für sich. Zwar hat das Debüt einer der größten Rockgruppen der Welt ein wenig an Reiz verloren, zumindest im Schatten der späteren Megaseller wie New Jersey. Doch mit Bon Jovi haben Bon Jovi den Weg Richtung Rockolymp angetreten.

Zeitsprung: Am 19.9.1988 erscheint „New Jersey“ von Bon Jovi

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Popkultur

Die 10 größten Meat-Loaf-Hymnen

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Meat Loaf
Foto: Sony Music Archive via Getty Images/Terry Lott

Er war ein gewaltiger Rockstar im Wortsinn: Die Musikwelt trauert um den großen Meat Loaf. Wir erinnern uns an den legendären Koloss des Hard Rock und blicken auf seine unvergesslichsten Songs zurück.

 von Björn Springorum

Auch wenn er natürlich viel mehr gemacht hat: Am ehesten bringt man Meat Loaf mit seiner Bat-Out-Of-Hell-Trilogie in Verbindung. Mehr als 65 Millionen Mal haben sich diese drei Alben verkauft, das erste und erfolgreichste geht bis heute rund 200.000 Mal jährlich über den Ladentisch. Kein Wunder: Das Meisterwerk von 1977 ist ein stellarer Moment des theatralischen Hard Rock, eine Art Broadway-Musical mit harten Gitarren.

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Seine Stimme und das kompositorische Genie seines langjährigen Partners Jim Steinman nehmen eine Ausnahmestellung im Kanon des Rock‘n‘Roll ein. Hier kommen zehn seiner mächtigsten, emotionalsten, größten Songs.

1. I’d Lie For You (And That’s the Truth) (1995)

Meat Loaf hat sich nicht immer auf die Kompositionen von Jim Steinman verlassen. Schon zwei Jahre nach dem Erfolg von Bat Out of Hell II: Back Into Hell kommt Meat Loaf mit Welcome To The Neighborhood um die Ecke, einem Album, das auch ohne Steinman so klingt, als hätte er es geschrieben. Der erfolgreichste Song daraus wurde von Diane Warren komponiert, die zur damaligen Zeit eine unaufhaltsame Hitmaschine war. Die Power-Ballade wird dann auch zu seinem letzten großen Hit.

2. Rock And Roll Dreams Come Through (1993)

So ziemlich jeder Song auf der Fortsetzung von Bat Out Of Hell zeigt, dass weder Meat Loaf noch Jim Steinman die Pause von 16 Jahren geschadet hat. Ursprünglich für Steinmans 1981er Soloalbum aufgenommen, wird es durch Meat Loaf zu einem weiteren großen Epos aus Herzschmerz und einem Refrain, der so heute einfach nicht mehr gemacht wird. Ganz großes Kitschkino.

3. You Took The Words Right Out Of My Mouth (On A Hot Summer Night) (1977)

Als erster Beitrag seines legendären Gamechangers Bat Out Of Hell steht hier You Took The Words Right Out Of My Mouth, ein wahrgewordener Hard-Rock-Traum mit gotischem Video, grandioser Hook und allem, was den Rock‘n‘Roll der Siebziger so größenwahnsinnig machte. Besser wird‘s auch auf der größten Bühne nicht.

4. Two Out Of Three Ain’t Bad (1977)

Eigentlich könnte hier ja einfach das gesamte Bat Out Of Hell stehen, fertig. Es gibt einfach keinen Filler auf diesem Album. Auch Two Out Of Three Ain’t Bad ist ein echter Killer: Eine große, große Ballade, die Meat Loaf auf einem absoluten Höhepunkt zeigt und zugleich eins der besten Beispiele für Steinmans kompositorisches Genie ist. So was nennt man dann wohl perfekte Chemie.

5. Bat Out Of Hell (1977)

Allen Ernstes, wer sein Debüt mit einem Paukenschlag wie diesem eröffnen kann, der hat schon alles geschafft, ehe er überhaupt so richtig angefangen hat. Fast zehn Minuten nimmt sich der ausladende Opener Zeit und zieht auf dieser Langstrecke gleich mal alle Register: die Ouvertüre zu diesem unfassbaren Musiktheater, ein Start mit Feuerwerk, Kanonen und massiver Produktion. Übrigens: Als musikalische Gäste mischen hier Todd Rundgren sowie Roy Bittan und Max Weinberg von der E Street Band mit. Es heißt schon was, wenn man sagt, dass es die echt nicht gebraucht hätte.

6. Hot Patootie – Bless My Soul (1975)

Natürlich darf die Rocky Horror Picture Show hier nicht fehlen. Meat Loaf gibt in diesem schrägen Stück Rock‘n‘Roll den dusseligen Biker Eddie, der den Laden gehörig aufmischt. Sicherlich nicht seine Sternstunde. Aber allein aus popkultureller Sicht erwähnenswert.

7. Read ’Em And Weep (1981)

Kurioserweise wird nicht alles, was Meat Loaf und Jim Steinman gemeinsam angingen, zu Gold. Dead Ringer, der schwierige Nachfolger zu Bat Out Of Hell, leidet unter dem enormen Erfolg des Vorgängers, hat aber einige Perlen zu bieten. Read ’Em And Weep zum Beispiel, eine stimmungsvolle Ballade, die aber erst zwei Jahre später durch Barry Manilow zu einem gewaltigen Erfolg wird. Muss man manchmal nicht verstehen.

8. Objects In The Rear View Mirror May Appear Closer Than They Are (1993)

Am besten waren Meat Loaf und Jim Steinman immer zusammen. Das zeigt auch Bat Out Of Hell II: Back Into Hell, das Album, das 1993 eine zwölfjährige Funkstille beendet. Da ist sie wieder, diese theatralische, dramatische Magie und diese unfassbare Energie. Wir wiederholen uns, aber: Niemand schreibt solche Refrains!

9. I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That) (1993)

Sein wahrscheinlich größter Hit stammt ebenfalls vom zweiten Teil seiner definierenden Trilogie: I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That) ist eine der größten Rock-Balladen aller Zeiten – obwohl bis heute eigentlich niemand so recht weiß, worum es in der Nummer eigentlich geht. Egal, die Musik ist so unfassbar spektakulär, dass Meat Loaf auch nur summen könnte und die Nummer wäre immer noch unsterblich.

10. Paradise By The Dashboard Light (1977)

Wenn wir uns festlegen müssten, würden wir diesen Song als absolutes Karrierehoch von Meat Loaf wählen. Unterteilt in drei Kapitel und über acht Minuten lang, dennoch als Single veröffentlicht: Für Meat Loaf und Jim Steinman gelten damals andere Regeln. Der Song ist ein Überbleibsel aus Steinmans Neverland-Musical und bringt Meat Loaf mit der Hauptrolle Ellen Foley zusammen. Ziemlich irre ist er auch: Inhaltlich dem Thema Sex im Auto verschrieben, gibt es im Video eine wilde Rummachszene, geschnitten in ein Baseballspiel.

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Popkultur

Stadionhymnen vom Strand: 20 Jahre „Auswärtsspiel“ von den Toten Hosen

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Die Toten Hosen
Foto: Danny Gohlke/Bongarts/Getty Images

Als Die Toten Hosen 2002 ihr neuntes Album Auswärtsspiel veröffentlichen, hat die Band bereits 20 Jahre auf dem Buckel. Diese Erfahrung hört man den Düsseldorfern an: Mindestens vier Songs von der Platte zählen heute zu den „Greatest Hits“.

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von Timon Menge

2001 haben sich Die Toten Hosen längst an der Spitze der deutschsprachigen Musikbundesliga etabliert. Stadionkonzerte in ganz Deutschland, Europa und sogar auf Kuba begeistern das Publikum; im Sommer steht die Band hierzulande als Vorgruppe von den mächtigen AC/DC auf den größten Bühnen. Vier Nummer-eins-Alben haben die Hosen zu der Zeit bereits im Rücken, 2002 soll das fünfte folgen: Auswärtsspiel.

Die Toten Hosen Auswärtsspiel Album Cover

Für das Cover lassen sich Die Toten Hosen während ihres Kuba-Aufenthalts in einem Meerwasserfreibad in Havanna ablichten. Das Schwarz-Weiß-Foto zeigt die Musiker, wie sie in der südamerikanischen Abenddämmerung einen Steg auf dem Meer entlanglaufen. Nicht die schlechteste Kulisse. Im Booklet gibt es viele weitere Fotos aus der Zeit der Hosen in Kuba.

Songwriting im Sonnenschein

Anschließend mieten die Hosen ein Haus auf Ibiza, um sich ganz auf ihre neue Platte konzentrieren zu können. Die Sonne Spaniens scheint die Kreativität zu beflügeln, denn während der Auswärtsspiel-Entstehungsphase schreiben Campino und Co. mehr als 75 Songs. Das ist Stoff für gut fünf Alben, doch die Band wählt die 15 besten Stücke aus und begibt sich für die Aufnahmen nach Avinyonet de Puigventós in Katalonien.

20 Jahre Tote Hosen

Als das Album am 21. Januar 2002 erscheint, haben Die Toten Hosen gleich zwei Dinge zu feiern: Zum einen die Veröffentlichung der Platte, zum anderen ihr 20-jähriges Jubiläum, denn der Startschuss für die Gruppe fiel 1982. Auf die Frage, wie es ihm damit geht, antwortet Sänger Campino 2002 in der Viva-Sendung Interaktiv: „Ich hab kaum was gemerkt in der Zeit. Die Hälfte habe ich vergessen, weil ich früher sowieso immer benebelt war. Dann waren es nur noch zehn Jahre.“

Nicht schlimm, zehn Jahre kann man auch gut feiern, und die Fans feiern mit: Auswärtsspiel steigt auf Platz eins der deutschen Albumcharts ein, später kassieren die Hosen drei goldene Schallplatten und einmal Platin.

Auch die Hit-Dichte dürfte zum Erfolg des Albums beigetragen haben: Mit Was zählt, Kein Alkohol (ist auch keine Lösung)!, Nur zu Besuch und Steh auf, wenn du am Boden bist enthält Auswärtsspiel mindestens vier Songs, die es bei vielen Hosen-Konzerten zu hören gibt, auch wenn keine der Singles die Top Ten erreicht.

Generell überraschend: Den Hosen gelingen im Verlauf ihrer Karriere bloß zwei deutsche Nummer-eins-Hits: Zehn kleine Jägermeister (1996) und Tage wie diese (2012).

Fußball als Martyrium?

Im Titeltrack von Auswärtsspiel geht es um das nicht immer einfache Dasein als Fußball-Fan, wie Campino zu jener Zeit in einem Interview mit dem Münchner FHM Magazin berichtet: „Du entscheidest dich einmal in deinem Leben für ein Team, und das ist es dann in der Regel auch. Wenn du erst einmal Fan von einem Team geworden bist, dann kannst du, egal wie schlecht es spielt, nicht einfach mit einer Mannschaft Schluss machen, wie du es vielleicht mit deiner Freundin tun würdest, nur weil sie dir auf die Nerven geht.“ Soso.

Wieder auf Tour

Ihre eigenen Auswärtsspiele bewältigen die Hosen nach der Albumveröffentlichung: Mehr als siebzig Konzerte geben die Musiker, die meisten davon in ausverkauften Hallen. Auch bei Festivals in ganz Europa und in Buenos Aires legen die Düsseldorfer einen Halt ein. Mehr als eine halbe Millionen Zuschauer*innen sehen die Band im Laufe des Jahres. Genug haben die Hosen natürlich noch lange nicht: Mit ihrer anschließenden Platte Zurück zum Glück legen Punkrocker nochmal eine kräftige Schippe drauf.

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Die Toten Hosen verkünden Tourdaten für 2022!

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