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Popkultur

Die beste Horrorfilm-Musik: 10 Soundtracks mit Gänsehautgarantie

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Für Horrorfilme ist die Musik wohl wichtiger, als für jedes andere Genre (außer vielleicht für Musicalfilme). Die Sinfonie aus berührenden Klängen weckt Emotionen. Außerdem ist die Filmmusik wohl maßgeblich daran beteiligt, Stimmungen zu erzeugen und aufzubauen. Den besten Komponist*innen gelingt es sogar, die Erinnerung an eine bestimmte Szene fest in unserem Gedächtnis zu verankern – wie zum Beispiel das Kreischen der Violine bei der Duschszene in Psycho und das Staccato der Instrumente vor dem Haiangriff in Der weiße Hai. Wer sich einen Soundtrack allerdings ohne Film anhört, kann seine Wirkung nochmal ganz anders wahrnehmen.

von Caren Gibson 

Die besten Horrorfilm-Soundtracks: 10 ultimative Soundtracks mit Gänsehautgarantie

10: It Follows (Disasterpeace, 2015)

Für seinen ersten Soundtrack wählte Komponist Rich Vreeland, a.k.a. Disasterpeace, eine elektronische Retro-Atmosphäre. Grollende, basslastige Synths mäandern um die schrille Instrumentierung und die wabernden Electronica-Klänge, während die Spannungskurve steigt und wieder abfällt. Dieser Soundtrack würde jedem Hitchcock- oder Carpenter-Klassiker gerecht werden.

Bester Track: Title

9: Das Omen (Jerry Goldsmith, 1976)

Für seine Musik zu Das Omen erhielt der Komponist Jerry Goldsmith den einzigen Oscar seiner glanzvollen Karriere. Ein Großteil der Orchesterpassagen untermalt das wenig bemerkenswerte Leben der Familie Thorn, aber die Chorpassagen werden im Laufe der Handlung immer chaotischer. Der Text des Openers geht folgendermaßen: „Sanguis bibimus, corpus edimus, tolle corpus Satani,“ oder „Wir trinken das Blut, wir essen das Fleisch, erwecke den Körper Satans.“ Lecker.

Bester Track: Ave Satani

8: Rosemaries Baby (Krzysztof Komeda, 1968)

Dem polnischen Komponisten und Jazzpianisten Krzysztof Komeda verdankt die Filmmusik zu Rosemaries Baby ihren Jazzeinschlag. Darüber hinaus leiht Hauptdarstellerin Mia Farrow dem Schlaflied, das das Album eröffnet, ihre zarte Stimme. Das traumartige Cembalo und das atmosphärische Orchester geben einen Vorgeschmack auf die dunklen Mächte, die sich durch den Film ziehen.

Bester Track: Rosemary’s Baby Main Theme

7: Psycho (Bernard Herrmann, 1960)

Der größte Teil der Filmmusik von Psycho ist recht angenehm. Aber parallel zur Handlung baut sich auch die Spannung im Laufe des Soundtracks immer weiter auf. Der Höhepunkt ist natürlich eines der bekanntesten Themen der gesamten Filmwelt: die staccato gespielten Streicher auf The Murder, zu deren Klang Janet Leigh in der Dusche ihr blutiges Ende findet.

Bester Track: The Murder

6: Nackt und zerfleischt (Riz Ortolani, 1980)

Ruggero Deodatos Nackt und zerfleischt (original: Cannibal Holocaust) wurde im Stil einer Dokumentation gedreht und war so überzeugend, dass die italienischen Behörden die Bilder für authentisch hielten. Riz Ortolanis Filmmusik spielt oft mit Einflüssen aus Jazz-Funk, Electro-Lounge und Folkballaden und bildet einen krassen Kontrast zu der blutrünstigen Optik.

Bester Track: Cannibal Holocaust (Main Theme)

5: Der weiße Hai (John Williams, 1975)

Auch wenn der wichtigste Track aus Der weiße Hai nur aus zwei Noten besteht, gehört es zu den Stücken, die den höchsten Wiedererkennungswert der Filmgeschichte haben: bedrohlich und voller Spannung transportiert er peferkt das Gefühl des sich nähernden Horrors. Williams beschrieb die Musik mit den Worten: „Sie reibt einen auf, genauso wie ein Hai es tun würde; instinktgetrieben, unnachgiebig, unaufhaltsam“.

Bester Track: Shark Attack

4: Alien (Jerry Goldsmith, 1979)

Alien gilt als einer von Jerry Goldsmiths besten und rundesten Soundtracks. Goldsmith Ziel war es, Musik zu komponieren, die die kalte und abweisende Atmosphäre des Films transportiert. Allerdings wurde nur ein Teil der Musik im Film eingesetzt. Der komplette Soundtrack kam erst 1999 mit der 20th Anniversary Edition von Alien heraus.

Bester Track: Face Hugger

3: Eraserhead (David Lynch, Alan R Splet, 1982)

Viele mögen es für diskussionswürdig halten, ob Eraserhead überhaupt ein Horrorfilm ist. Aber der Streifen ist auf jeden Fall genauso grotesk, wie man es von David Lynch erwartet. Der Soundtrack ist streng genommen auch kein Soundtrack, sondern eher eine dunkle, sphärische Klanglandschaft. Aber seine bizarre Stimmung passt perfekt zur surrealen Handlung des Films.

Bester Track: In Heaven (Lady In The Radiator Song)

2: Suspiria (Goblin, 1975)

Regisseur Dario Argento gab den italienischen Progrockern Goblin das Drehbuch von Suspiria zum Lesen und danach absolut freie Hand beim Erschaffen der Atmosphäre zu seinem Werk. Die experimentierfreudigen Avantgardisten bringen eine wilde Mischung aus Moogs, Tablas und Bouzoukis zum Einsatz – Instrumente, die man normalerweise sicherlich nicht mit einem Horrorfilm assoziieren würde. Das Ergebnis ist dieser zeitlose Soundtrack zu einem übernatürlichen Schocker.

Bester Track: Suspiria (Main Title)

1: Halloween (John Carpenter, 1979)

Halloween kann fast als Einzelleistung von John Carpenter bezeichnet werden: Er war nicht nur der Autor und Regisseur des Films, sondern komponierte auch die Musik. Carpenter hielt sich an alle Tricks im Regelwerk der Horrorfilm-Soundtracks – von der bewährten  „Weniger-ist-mehr”-Methode für mehr Spannung bis zu den schmetternden Keyboards für das Überraschungsmoment. So erschuf er ein Monster, das ewig leben wird.

Bester Track: Halloween Theme

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