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Ozzy Osbourne: Neues Album entstand in nur vier Tagen

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Foto: Bryan Bedder/Getty Images

Im Frühjahr 2020 soll Ozzy Osbournes neues Album Ordinary Man erscheinen. Zwei Songs von der Platte hat der ehemalige Black-Sabbath-Sänger bereits veröffentlicht. In einem Interview gab Produzent Andrew Watt nun bekannt, dass die Rohfassung des Langspielers in nur vier Tagen entstand.

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch Ozzys neueste Single Straight To Hell anhören:

Ohne Osbournes Kollaboration mit dem US-amerikanischen Rapper Post Malone (Take What You Want) hätte es vielleicht gar kein neues Ozzy-Album gegeben. Während der Zusammenarbeit lernt der „Prince Of Darkness“ nämlich Malones Produzenten Andrew Watt kennen. Der gibt im Interview mit Billboard folgendes zu Protokoll: „Ich hatte Ozzy noch nie getroffen, seine Tochter [Kelly] aber schon. Ich erzählte ihr von meiner Idee und fragte, ob ihr Vater daran wohl Interesse hätte. Sie mag Post Malone und sagte: ‘Ja, bestimmt.‘ Danach ist Ozzy ziemlich krank geworden und musste ins Krankenhaus.“ Man habe sich nicht sicher sein können, ob er das Gastspiel packen werde. „Ich blieb an Kelly und Sharon [Osbournes Frau] und eines Tages sagten sie, ich solle rüberkommen. Dann haben wir die Aufnahme gemacht. Das war eine unglaubliche Erfahrung.“

„Verarscht du mich?“

Ozzy scheint das ähnlich gesehen zu haben, denn gleich am Tag danach schreibt er Watt eine SMS: „Ich möchte, dass du ein Album mit mir aufnimmst.“ Der Produzent und Gitarrist hat Bedenken, schlägt aber schließlich ein und erledigt sofort ein paar Telefonate: „Ich habe Chad Smith [Red Hot Chili Peppers] angerufen und ihn gefragt, ob er an Ozzys neuem Album mitarbeiten wolle. Er sagte: ‘Verarscht du mich? Wann?‘ Dann habe ich Duff McKagan von Guns N‘ Roses gefragt und er antwortete: ‘Verarscht du mich? Wann?‘“

Dann geht alles ganz schnell, wie Watt im Interview verrät: „Wir haben die Musik für Ozzys Album in vier Tagen geschrieben und aufgenommen. Das war nicht so geplant. Wir drei verschanzten uns in einem Keller, zogen unsere Kopfhörer auf, schauten uns an und komponierten zwölf Songs, von denen zehn auf dem Album gelandet sind. Das war magisch. Ich erinnere mich noch nicht einmal daran. Später ist Ozzy rübergekommen, um sich die Musik anzuhören. Ich spielte ihm alle zehn Stücke auf voller Lautstärke vor und am Ende sagte er nur: ‘Das ist cool.‘ Da ist mir das Herz in die Hose gerutscht. Er sagte, er wolle morgen anrufen, schnappte sich seinen Gehstock und ging die Treppe hinauf.“

 

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Endspurt für Ozzy Osbourne

Ozzys Reaktion bringt Watt aus dem Konzept: „Ich dachte: ‘Oh Gott, er hasst es!“, erinnert der sich. „‘Was mache ich denn jetzt?‘ Am nächsten Tag rief er an und frage mich, wann wir loslegen. Ich weiß, dass all das klingt, als würde ich es mir ausdenken, aber am nächsten Tag kam Ozzy wieder rüber und wir machten weiter. Nach vier Wochen hatten wir das Album komplett fertig geschrieben. Ich war noch nie so stolz auf etwas, denn dieses Album hat das zwölfjährige Kind in mir zum Vorschein gebracht. Versteh mich nicht falsch: Ich liebe die Popmusik, die ich sonst so mache, aber ich habe mich gefühlt, als sei ich dafür geboren, Rockgitarre zu spielen.“

Bei Ordinary Man handelt es sich um Ozzy Osbournes erstes Soloalbum seit beinahe zehn Jahren. Neue Tourtermine hat er auch gerade angekündigt.

Zeitsprung: Am 1.11.2007 wird Ozzy zum Polizeiköder.

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