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Popkultur

20 Songs über den Mond: Der Soundtrack zu 50 Jahren Mondlandung

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NASA [Public domain]

„Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit!“: Als Neil Armstrong und Buzz Aldrin am 21. Juli 1969 als erste Menschen den Mond betreten, wissen sie, dass sie damit in die Geschichte eingehen — nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der Popkultur. Zum Jubiläum der Mondlandung haben wir 20 passende Songs ausgesucht.

von Timon Menge

Frank Sinatra – Fly Me To The Moon

Eine Zusammenstellung von Mond-Songs ohne Fly Me To The Moon kann niemand ernst nehmen. Bereits seit 1954 weckt der Klassiker des Komponisten Bart Howard Sehnsüchte. Die Sinatra-Version erscheint zehn Jahre später, aber immer noch fünf Jahre vor der Landung. Außerdem handelt es sich offiziell um das erste Stück, das auf dem Mond zu hören ist, denn noch bevor Astronaut Buzz Aldrin ihn betritt, schaltet er das Lied an.

Duke Ellington – Moon Maiden

Als das Ereignis im Juli 1969 stattfindet, sendet ABC eine Sondersendung von stolzen 30 Stunden Laufzeit. Dafür gibt der US-Fernsehsender unter anderem einen Song bei der Jazzlegende Duke Ellington in Auftrag. Der schreibt daraufhin ein Stück für Piano, Bass und Schlagzeug — und singt zum ersten Mal selbst.

Pink Floyd – Moonhead

Auch in Großbritannien wird die Mondlandung übertragen, und zwar von der BBC. Den Soundtrack liefern: Pink Floyd. In einem Studio jammen sie live zur Landung, wobei der Song Moonhead entsteht. „Es war fantastisch, sich vorzustellen, dass wir dieses Stück Musik erschaffen, während die Astronauten auf dem Mond stehen“, schreibt David Gilmour in einem Artikel für The Guardian. Moonhead erscheint nie offiziell, dafür auf zahlreichen Bootlegs. 

Zager & Evans – In The Year 2525

Zager & Evans kennt man in der Regel für genau einen Song — und zwar für diesen. In etwas mehr als drei Minuten erzählt das Musikerduo, was in den Jahren von 2525 bis 10000 so alles passieren könnte. Als Apollo 11 auf dem Mond landet, belegt In The Year 2525 gerade die Spitze der Billboard-Charts.

David Bowie – Space Oddity

Nur wenige Monate nach dem Ereignis veröffentlicht David Bowie sein gleichnamiges Album — das zweite in seiner Diskografie. Mit Space Oddity enthält die Scheibe einen der wohl bekanntesten Weltraumsongs überhaupt. Die Inspiration für das Stück liefert der Film 2001: A Space Odyssey (1968) von Stanley Kubrick; 2013 erklingt Space Oddity zum ersten Mal im Weltraum.

Creedence Clearwater Revival – Bad Moon Rising

John Fogerty soll Bad Moon Rising geschrieben haben, nachdem er den Film Der Teufel und Daniel Webster von 1941 sah. In jenem Streifen taucht ein Hurrikan auf, was Fogerty laut eigener Aussage dazu inspiriert habe, einen metaphorischen Song über die naheliegende Apokalypse zu komponieren.

Janis Joplin – Half Moon

Buchstäblich bis zu ihrem Tod arbeitet Janis Joplin an ihrem letzten Album Pearl. Mercedes Benz singt sie am 1. Oktober 1970 ein, drei Tage später stirbt sie im Alter von nur 27 Jahren. Mit Half Moon enthält die Platte einen ihrer gesanglich stärksten Songs.

The Rolling Stones – Moonlight Mile

Bei Moonlight Mile handelt es sich um das letzte Stück, das für Sticky Fingers (1971) aufgenommen wurde. Als eine der wenigen Stones-Kompositionen liefert die Nummer einen Blick hinter die Kulissen des Rockstar-Daseins und offenbart einige der potenziellen Schattenseiten des Lebensstils, wie zum Beispiel Kokainsucht und Einsamkeit.

Elton John – Rocket Man (I Think It’s Going to Be a Long, Long Time)

Obwohl einer der berühmtesten Songs von Elton John zu einer Zeit entsteht, als das Thema Mondlandung gerade die Popkultur dominiert, verbirgt sich der textliche Ursprung woanders. Für einen seiner größten Würfe lässt sich Songschreiber Bernie Taupin von Ray Bradburys Kurzgeschichte The Rocket Man inspirieren. Die Produktion übernimmt Gus Dudgeon, der auch mit David Bowie zusammenarbeitet, als dieser Space Oddity einspielt. 

Can – Moonshake

Mit Moonshake zeigen sich Can 1973 von ihrer poppigen Seite. In gerade einmal drei Minuten beantworten die Kölner alle Fragen, üblicherweise brauchen sie dafür deutlich länger. Dennoch: Der Song eignet sich auch für längere Nächte im Mondschein. Wer hier jedes Detail erfassen möchte, kann nämlich ohne Weiteres für drei Stunden den Repeat-Knopf drücken.

Pink Floyd – Eclipse

Das legendäre Pink-Floyd-Album The Dark Side Of The Moon handelt zwar nicht tatsächlich vom Mond, sondern von Themen wie Habgier, Zeit, Tod und Geisteskrankheit; dennoch schaffen die britischen Psychedelic-Rocker auf ihrer achten Studioplatte akustische Sphären, die dem Titel der Scheibe ohne Weiteres gerecht werden. Das zweiminütige, von Roger Waters gesungene Stück Eclipse (übersetzt: Verfinsterung) schließt das Meisterwerk ab.

Thin Lizzy – Dancing In The Moonlight

Mit Dancing In The Moonlight (It’s Caught Me In Its Spotlight) zeigen sich Thin Lizzy 1977 von ihrer romantischen Seite und veröffentlichen einen Song für die Ewigkeit. Später sollen The Smashing Pumpkins und Alt-J das Stück covern. Verwechslungsgefahr: Bei Dancing In The Moonlight von King Harvest handelt es sich um eine andere Komposition!

The Police – Walking On The Moon

„Ich war betrunken in einem Hotelzimmer in München und sackte mit einem dicken Schädel auf das Bett, als mir dieses Riff in den Kopf kam“, erinnert sich Sting 1981 an die Entstehung des Liedes. „Ich bin aufgestanden und durch den Raum gegangen, dabei habe ich gesungen: ‘Walking round the room, ya, ya, walking round the room’. Das war alles. Im kühlen Morgenlicht fiel mir das wieder ein, und ich habe das Riff aufgeschrieben. Aber Walking Around The Room war ein dummer Titel, also dachte ich an etwas noch Dümmeres: ‘Walking On The Moon’.“ Dass der Einfall so dumm gar nicht war, beweist die anschließende Nummer-Eins-Platzierung der Single in Großbritannien.

Peter Schilling – Major Tom

Angelehnt an David Bowies Weltraumklassiker Space Oddity veröffentlicht Peter Schilling im November 1982 seine Single Major Tom (Völlig Losgelöst) und landet damit einen der größten Hits der Neuen Deutschen Welle. Gemeinsam mit Major Tom an Bord des Chartstürmers: jede Menge Weltraumbegeisterung. 

Ozzy Osbourne – Bark At The Moon

Okay, genau genommen geht es hier nur indirekt um den Mond und vielmehr um Werwölfe. Schwer zu entscheiden, was cooler ist. Auf die Liste der passenden Songs zum 50-jährigen Jubiläum gehört Bark At The Moon aber ohne Frage, denn seien wir mal ehrlich: Ozzy kommt auch irgendwie vom Mond.

Michael Jackson – Billie Jean

Billie Jean an sich hat mit dem Mond zwar so gar nichts zu tun, wohl aber der Tanz dazu: Am 16. Mai 1983 führt „King Of Pop“ Michael Jackson zum ersten Mal den legendären „Moonwalk“ auf, wenn auch zunächst in Form eines leicht abgewandelten „Backslide“. Der Unterschied: Der „Moonwalk“ verläuft im Kreis, der „Backslide“ auf einer gerade Linie. In den Jahren danach entwickeln sich beide Schritte zu Spezialitäten von Jackson.

Echo & The Bunnymen – The Killing Moon

Mit Killing Moon landen Echo & The Bunnymen im Jahr 1984 einen Charterfolg. Der Text fällt Frontmann Ian McCulloch buchstäblich im Schlaf ein, denn als er eines Morgens aufwacht, hat er die Zeilen im Kopf. Dass McCulloch sich auch astronomischer Metaphern bedient, erklärt er mit seiner kindlichen Begeisterung für den Weltraum. Die Akkorde des Stückes basieren auf David Bowies Space Oddity — allerdings rückwärts gespielt.

Neil Young – Harvest Moon

Den Song Harvest Moon widmet Neil Young seiner Frau Pegi Young, 1993 erscheint er. Für die Mondmetapher entscheidet sich der Komponist laut eigener Aussage, weil ihm das Thema sehr am Herzen liege, schon beinahe auf einer religiösen Ebene.

Beastie Boys – Intergalactic

Am 12. Mai 1998 liegt die Mondlandung zwar bereits um einige Jahrzehnte in der Vergangenheit; dennoch können die Beastie Boys mit ihrer Single Intergalactic noch einmal für mächtig Weltraumfurore sorgen. In den USA steigt der Song in die Top 40 ein, in Großbritannien sogar in die Top Ten. Ein Jahr später erhalten Mike D, Ad-Rock und MCA den Grammy für die „Best Rap Performance By A Duo Or A Group“.

Radiohead – Sail To The Moon

„Maybe you’ll be president, but know right from wrong. Or in the flood you’ll build an ark and sail us to the moon“ singt Thom Yorke hier — eine Botschaft an seinen damals recht frisch geborenen Sohn Noah, dass er alles erreichen kann, was er nur möchte. 

Ob Bowie, Pink Floyd oder die Beastie Boys: Der Weltraum und die Mondlandung haben auch 50 Jahre später nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Wir sprechen uns in einigen Jahrzehnten noch einmal — dann mit 20 Songs zur Marslandung.

Zeitsprung: Ab 8.7.1947 inspiriert der UFO-Absturz von Roswell unzählige Songwriter.

Popkultur

Im Auftrag des Herrn: Als Bob Dylan vor Papst Johannes Paul II. auftrat

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Bob Dylan
Foto: POOL/AFP/Getty Images

Gläubig war Bob Dylan irgendwie schon immer — mal in der einen, mal in der anderen Religion. Doch darum geht es nicht, als er am 27. September 1997 vor Papst Johannes Paul II. auftritt

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch Echoes, Silence, Patience & Grace von den Foo Fighters anhören:

Mit seinem Gig vor Papst Johannes Paul II. löst Bob Dylan im September 1997 einen ganz schönen Trubel aus. „Darf der das?“, lautet die allgegenwärtige Frage. „Nein“, finden zahlreiche Mitglieder der katholischen Kirche. Kardinal Joseph Ratzinger (später: Papst Benedikt XVI.) möchte den Auftritt sogar verhindern. Doch Dylan bahnt sich seinen Weg zum Häuptling und gibt in Anwesenheit von mehr als 300.000 jungen Katholiken Songs wie Knockin’ On Heaven’s Door, A Hard Rain’s A-Gonna Fall und Forever Young zum Besten. Der Papst hält anschließend ein flammendes Plädoyer für die katholische Kirche — und zitiert darin auch Dylans Songtexte.

„Du sagst, dass ‚blowin‘ in the wind’ die Antwort ist, mein Freund“, proklamiert das Kirchenoberhaupt in Dylans Richtung. „So ist es. Es ist aber nicht der Wind, der Dinge davonträgt, sondern der Atem und das Leben des Heiligen Geistes. Die Stimme die ruft und sagt: ‚Komm!‘. Du fragst, wie viele Wege ein Mann gehen muss, bevor er zum Mann wird. Ich antworte: Es gibt für einen Mann nur einen Weg und das ist der Weg von Jesus Christus, der gesagt hat: ‚Ich bin der Weg und das Leben.‘“ Ob der Papst Dylans Fragen damit beantworten konnte, wissen wir auch nicht. Was wir allerdings wissen, ist, dass Dylans Auftritt beinahe nicht stattgefunden hätte.

Johannes’ Nachfolger Benedikt XVI. hat Einwände

„Es gab Gründe, skeptisch zu sein und das war ich“, schreibt Papst Benedikt XVI. in seinem Buch Johannes Paul II: Mein geliebter Vorgänger. 1997 heißt Benedikt noch Joseph Ratzinger und ist Kardinal. „In gewisser Weise bin ich auch heute [2007] noch skeptisch.“ So äußert der Rockmusikhasser in dem Buch seine Zweifel darüber, ob es richtig gewesen sei, den „sogenannten Propheten“ Dylan auf die Bühne zu lassen. 1997 möchte Kardinal Ratzinger das Konzert sogar aktiv verhindern und spricht sich gegen Dylans Auftritt aus. Zum Glück hat er damals noch nicht allzu viel zu sagen — und zum Glück sieht der amtierende Papst das Ganze ein wenig anders.

Dylan selbst erklärt in einem Newsweek-Interview, wie es um seine Religiosität bestellt ist: „Die Sache mit mir und der Religion ist die … Das ist die reine Wahrheit: Ich finde die Religiosität und Philosophie in der Musik. Ich finde sie nirgendwo anders.“ Immer wieder war es zu Verwirrung um Dylans Glauben gekommen, der zwar jüdisch aufwuchs, Ende der Siebziger aber unter großem Tamtam zum Christentum konvertierte. Später wendete er sich wieder davon ab. „Ich halte mich nicht an Rabbiner, Prediger, Evangelisten und all sowas“, versichert er. „Ich habe mehr durch die Lieder gelernt, als durch irgendeine Einrichtung. Die Lieder sind mein Lexikon und ich glaube ihnen.“

Dylan beim Papst: „Das war eine der besten Shows, die ich je gespielt habe.“

Warum Dylan 1997 dennoch seine Chance ergreift und vor dem Papst auftritt, können wir nur erahnen. Die mediale Aufmerksamkeit wird sicher dazu beigetragen haben, denn nur wenige Tage später erscheint sein 30. Album Time Out Of My Mind. Doch auch der Spaß kommt nicht zu kurz: „Das war eine der besten Shows, die ich je gespielt habe“, verrät er später in einem Interview mit dem Irish Sunday Mirror. Außerdem erklärt er: „Es gab Zeiten in meinem Leben, da konnte ich nur auf der Bühne glücklich sein.“ Touren falle ihm nicht schwer. „Viele Leute halten das Touren nicht aus, aber für mich ist das wie Atmen.“ Hoffentlich kommt er dabei nicht dem Atem des Heiligen Geistes in die Quere.

Aufnahmefehler und schlechte Verkaufszahlen: Die holprige Geschichte von Bob Dylans Debütalbum

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Popkultur

Pinke Stromgitarren für den Weltfrieden: Barbie And The Rockers

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Barbie And The Rockers

„"Blonde Haare, ein pinkes Traumhaus und ein noch pinkeres Cabrio: Seit mehr als sechs Jahrzehnten gehört Barbie zu den beliebtesten Spielzeugfiguren der Welt. Der erste Film mit der populären Puppe erschien am 27. September 1987 auf Videokassette. Der Name des Streifens: Barbie And The Rockers: Out Of This World. Ja, wirklich.

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch einen Ausschnitt aus Barbie And The Rockers anschauen:

Ihr habt richtig gelesen: Mitte der Achtziger gründet Barbie ihre eigene Band. Der Hintergrund: Spielzeughersteller Mattel möchte dem Konkurrenzprodukt Jem And The Holograms aus dem Hause Hasbro etwas entgegensetzen und schickt Barbie in die Welt der Krachmusik. „Barbie And The Rockers“ heißt die neue Reihe; in Europa erscheint sie unter dem Namen „Barbie And The Rock Stars“. E-Gitarren, ein Drumkit, sogar eine Bühne: Kinder, die mit der blonden Puppe Rock’n’Roll spielen möchten, haben ab 1985 die freie Wahl. Und nicht nur das: Die lautstarke Spielzeugreihe läutet auch Barbies Filmdebüt ein. Am 27. September 1987 erscheint die allererste Fernsehsendung der Puppe auf Videokassette.

Zugegeben, die Handlung von Barbie And The Rockers: Out Of This World klingt ein wenig albern. In dem Film wird Barbie aufgrund ihrer weltweiten Berühmtheit zur Botschafterin für den Weltfrieden ernannt. Als die Gruppe ihre Welttournee beendet hat, sagt Barbie, sie habe etwas ganz Besonderes geplant, das „nicht von dieser Welt“ sei. Selbst ihre Band weiß noch nicht, worum es geht. Eines Tages bekommt Barbie eine Einladung von der Weltfriedensorganisation. Zu ihren Ehren soll ein Ball veranstaltet werden. Sie bittet Ken darum, sie zu begleiten, und geht mit ihren Freundinnen shoppen. Auf dem Ball verkündet Barbie dann die große Neuigkeit: Sie möchte mit ihrer Band ein Konzert im Weltall geben.

Barbie And The Rockers: Soundtrack von den Beatles und Lovin’ Spoonful

Anfangs sind ihre Bandmitglieder wenig begeistert von der Idee, stimmen aber schließlich zu. Später fliegt die Rockgruppe mit einem pinken Space Shuttle zum „Interstar Amphitheater“, wo sie von einem Herrn namens Dr. Leonard begrüßt wird. Ein kleines Publikum wartet auch schon auf die Rockerinnen. Der anschließende Auftritt von Barbie und Co. wird weltweit im Fernsehen übertragen und die Band stellt sogar einen neuen Song vor, den sie extra für die Show geschrieben hat. Zum Schluss der Show erklärt Barbie, dass dies der erste Tag des Weltfriedens sei, und dass es nicht der letzte sein wird, wenn alle das genug wollen. Leichte Kost, also. Für den Soundtrack des Streifens covert Barbie unter anderem die Beatles und Lovin’ Spoonful.

Heute gibt es unzählige Barbie-Filme; ein weiterer soll nächstes Jahr anlaufen. Falls wir euch mit unserem Artikel angefixt haben, müssen wir euch allerdings enttäuschen: Barbie And The Rockers: Out Of This World ist ausschließlich auf gebrauchten Videokassetten und einigen wenigen DVDs erhältlich. Einer Neuauflage scheinen vor allem die Coversongs im Weg zu stehen, die für eine erneute Veröffentlichung noch einmal lizensiert werden müssten. Vielleicht klappt das ja eines Tages. Es wäre sogar ein Box-Set möglich. Mit Barbie And The Sensations: Rockin’ Back To Earth gibt es nämlich noch eine Fortsetzung von Barbies Rockstar-Abenteuern. Im Sequel kehrt die Puppe mit ihrer Band auf die Erde zurück — und steckt auf einmal im Jahr 1959 fest. Doch das ist eine andere Geschichte.

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Popkultur

Die 10 größten Meat-Loaf-Hymnen

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Meat Loaf
Foto: Sony Music Archive via Getty Images/Terry Lott

Er war ein gewaltiger Rockstar im Wortsinn: Die Musikwelt trauert um den großen Meat Loaf. Wir erinnern uns an den legendären Koloss des Hard Rock und blicken auf seine unvergesslichsten Songs zurück.

 von Björn Springorum

Auch wenn er natürlich viel mehr gemacht hat: Am ehesten bringt man Meat Loaf mit seiner Bat-Out-Of-Hell-Trilogie in Verbindung. Mehr als 65 Millionen Mal haben sich diese drei Alben verkauft, das erste und erfolgreichste geht bis heute rund 200.000 Mal jährlich über den Ladentisch. Kein Wunder: Das Meisterwerk von 1977 ist ein stellarer Moment des theatralischen Hard Rock, eine Art Broadway-Musical mit harten Gitarren.

Seine Stimme und das kompositorische Genie seines langjährigen Partners Jim Steinman nehmen eine Ausnahmestellung im Kanon des Rock‘n‘Roll ein. Hier kommen zehn seiner mächtigsten, emotionalsten, größten Songs.

1. I’d Lie For You (And That’s the Truth) (1995)

Meat Loaf hat sich nicht immer auf die Kompositionen von Jim Steinman verlassen. Schon zwei Jahre nach dem Erfolg von Bat Out of Hell II: Back Into Hell kommt Meat Loaf mit Welcome To The Neighborhood um die Ecke, einem Album, das auch ohne Steinman so klingt, als hätte er es geschrieben. Der erfolgreichste Song daraus wurde von Diane Warren komponiert, die zur damaligen Zeit eine unaufhaltsame Hitmaschine war. Die Power-Ballade wird dann auch zu seinem letzten großen Hit.

2. Rock And Roll Dreams Come Through (1993)

So ziemlich jeder Song auf der Fortsetzung von Bat Out Of Hell zeigt, dass weder Meat Loaf noch Jim Steinman die Pause von 16 Jahren geschadet hat. Ursprünglich für Steinmans 1981er Soloalbum aufgenommen, wird es durch Meat Loaf zu einem weiteren großen Epos aus Herzschmerz und einem Refrain, der so heute einfach nicht mehr gemacht wird. Ganz großes Kitschkino.

3. You Took The Words Right Out Of My Mouth (On A Hot Summer Night) (1977)

Als erster Beitrag seines legendären Gamechangers Bat Out Of Hell steht hier You Took The Words Right Out Of My Mouth, ein wahrgewordener Hard-Rock-Traum mit gotischem Video, grandioser Hook und allem, was den Rock‘n‘Roll der Siebziger so größenwahnsinnig machte. Besser wird‘s auch auf der größten Bühne nicht.

4. Two Out Of Three Ain’t Bad (1977)

Eigentlich könnte hier ja einfach das gesamte Bat Out Of Hell stehen, fertig. Es gibt einfach keinen Filler auf diesem Album. Auch Two Out Of Three Ain’t Bad ist ein echter Killer: Eine große, große Ballade, die Meat Loaf auf einem absoluten Höhepunkt zeigt und zugleich eins der besten Beispiele für Steinmans kompositorisches Genie ist. So was nennt man dann wohl perfekte Chemie.

5. Bat Out Of Hell (1977)

Allen Ernstes, wer sein Debüt mit einem Paukenschlag wie diesem eröffnen kann, der hat schon alles geschafft, ehe er überhaupt so richtig angefangen hat. Fast zehn Minuten nimmt sich der ausladende Opener Zeit und zieht auf dieser Langstrecke gleich mal alle Register: die Ouvertüre zu diesem unfassbaren Musiktheater, ein Start mit Feuerwerk, Kanonen und massiver Produktion. Übrigens: Als musikalische Gäste mischen hier Todd Rundgren sowie Roy Bittan und Max Weinberg von der E Street Band mit. Es heißt schon was, wenn man sagt, dass es die echt nicht gebraucht hätte.

6. Hot Patootie – Bless My Soul (1975)

Natürlich darf die Rocky Horror Picture Show hier nicht fehlen. Meat Loaf gibt in diesem schrägen Stück Rock‘n‘Roll den dusseligen Biker Eddie, der den Laden gehörig aufmischt. Sicherlich nicht seine Sternstunde. Aber allein aus popkultureller Sicht erwähnenswert.

7. Read ’Em And Weep (1981)

Kurioserweise wird nicht alles, was Meat Loaf und Jim Steinman gemeinsam angingen, zu Gold. Dead Ringer, der schwierige Nachfolger zu Bat Out Of Hell, leidet unter dem enormen Erfolg des Vorgängers, hat aber einige Perlen zu bieten. Read ’Em And Weep zum Beispiel, eine stimmungsvolle Ballade, die aber erst zwei Jahre später durch Barry Manilow zu einem gewaltigen Erfolg wird. Muss man manchmal nicht verstehen.

8. Objects In The Rear View Mirror May Appear Closer Than They Are (1993)

Am besten waren Meat Loaf und Jim Steinman immer zusammen. Das zeigt auch Bat Out Of Hell II: Back Into Hell, das Album, das 1993 eine zwölfjährige Funkstille beendet. Da ist sie wieder, diese theatralische, dramatische Magie und diese unfassbare Energie. Wir wiederholen uns, aber: Niemand schreibt solche Refrains!

9. I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That) (1993)

Sein wahrscheinlich größter Hit stammt ebenfalls vom zweiten Teil seiner definierenden Trilogie: I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That) ist eine der größten Rock-Balladen aller Zeiten – obwohl bis heute eigentlich niemand so recht weiß, worum es in der Nummer eigentlich geht. Egal, die Musik ist so unfassbar spektakulär, dass Meat Loaf auch nur summen könnte und die Nummer wäre immer noch unsterblich.

10. Paradise By The Dashboard Light (1977)

Wenn wir uns festlegen müssten, würden wir diesen Song als absolutes Karrierehoch von Meat Loaf wählen. Unterteilt in drei Kapitel und über acht Minuten lang, dennoch als Single veröffentlicht: Für Meat Loaf und Jim Steinman gelten damals andere Regeln. Der Song ist ein Überbleibsel aus Steinmans Neverland-Musical und bringt Meat Loaf mit der Hauptrolle Ellen Foley zusammen. Ziemlich irre ist er auch: Inhaltlich dem Thema Sex im Auto verschrieben, gibt es im Video eine wilde Rummachszene, geschnitten in ein Baseballspiel.

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