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Popkultur

Zeitsprung: Am 9.1.1944 kommt Jimmy Page von Led Zeppelin zur Welt.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 9.1.1944.

von Timon Menge und Christof Leim

Jimmy Page zählt zu den Ikonen des Classic Rock. Als Sessionmusiker erspielt er sich einen Namen, mit den Yardbirds und Led Zeppelin schreibt er Musikgeschichte. Am 9. Januar feiert der Rockstar seinen Geburtstag. Werfen wir einen Blick auf sein bewegtes Leben.


Hört hier in die bekanntesten Stücke von Led Zeppelin rein:

Klickt auf „Listen“ für die vollständigen Songs.

Die Kindheit

Zur Welt kommt James Patrick Page am 9. Januar 1944 im Londoner Vorort Heston. Sein Vater arbeitet als Personalmanager, seine Mutter als Sekretärin. 1952 zieht die Familie zuerst nach Feltham um, anschließend nach Epsom, wo Page seiner ersten Gitarre über den Weg läuft — und zwar im neuen Haus seiner Eltern. Ob das Instrument dort bloß vergessen wurde, weiß der Brite bis heute nicht.

Angefixt von der Musik Elvis Presleys bringt Page sich das Gitarrenspiel selbst bei. Er hört vor allem Blues, aber auch Skiffle — ein Mix-Genre aus Jazz, Blues, Folk und Americana. „Im Grunde war das der Anfang“, verrät er in einem Interview mit Musikjournalist Steven Rosen. „Eine Mischung aus Rock und Blues.“



Im Jugendalter treten Page und sein eigenes Skiffle-Quartett in einer britischen Talent-Show auf. Als Moderator Huw Wheldon den jungen Jimmy nach dem Auftritt fragt, was er nach der Schule beruflich machen möchte, antwortet der Nachwuchsgitarrist, er wolle in die biologische Forschung, um ein Heilmittel für Krebs zu finden. Dass er sich später anders entscheidet, wissen wir.

Der Sessionmusiker

Zu Beginn der Sechziger Jahre entwickelt sich Page zu einem gefragten Sessiongitarristen, nicht zuletzt aufgrund seiner regelmäßigen Auftritte im Londoner Marquee Club. So spielt er nicht nur mit Neil Christian und Alexis Korners Blues Incorporated, sondern auch mit den Kinks, Tom Jones, den Rolling Stones, Jeff Beck und Eric Clapton. Für The Who übernimmt er die Rhythmusgitarre auf deren erster Single I Can’t Explain. 1965 bringt er sogar eine Single unter eigenem Namen raus: She Just Satisfies. Darüber hinaus verewigt er sich auf Hitveröffentlichungen wie Tobacco Road von den Nashville Teens, As Tears Go By von Marianne Faithfull und Downtown von Petula Clark.

Wie ein junger Rockgott: Jimmy Page

Immer wieder dabei: sein späterer Led Zep-Kollege John Paul Jones: „Jimmy hatte durch seine Arbeit mit Neil Christian und The Crusaders schon einen guten Ruf, als ich noch weniger professionell unterwegs war“, erzählt der 2008 in einem Interview mit dem Uncut Magazine. „Mir wurde immer gesagt, dass ich mir diesen Typen unbedingt anhören muss. Das ist aber erst passiert, als wir zusammen gearbeitet haben.“ Mitte der Sechziger tritt Page den Yardbirds bei, aus denen 1968 Led Zeppelin hervorgehen. Der Sessionmusik bleibt er trotz eigener Karriere treu und spielt zum Beispiel das Intro für Joe Cockers Beatles-Cover With A Little Help From My Friends ein.

The Yardbirds/New Yardbirds

Bereits 1964 erhält Page das Angebot, seinen Freund Eric Clapton bei den Yardbirds zu ersetzen, lehnt aber aus Loyalität ab. Selbst als Clapton die Gruppe 1965 auf eigenen Wunsch verlässt, reißt sich Page nicht um das Engagement. Stattdessen bringt er seinen Kollegen Jeff Beck ins Gespräch. Am 16. Mai 1966 nehmen Schlagzeuger Keith Moon, Bassist John Paul Jones, Keyboarder Nicky Hopkins, Jeff Beck und Jimmy Page gemeinsam den Song Beck’s Bolero auf. Die Erfahrung inspiriert Page dazu, eine Supergroup mit Beck, Moon und The-Who-Bassist John Entwistle zu gründen. Zu jener Zeit werfen Moon und Entwistle erstmals den Namen „Lead Zeppelin“ in den Raum, weil sie befürchten, dass die Band abstürzen werde wie ein „Ballon aus Blei“.



Einige Wochen später besucht Page ein Konzert der Yardbirds. Vor Ort erfährt er, dass Bassist Paul Samwell-Smith die Band verlässt. Der junge Gitarrist bietet an, die Rhythmusabteilung wieder zu vervollständigen, und die restlichen Musiker empfangen ihn mit offenen Armen. Als Chris Dreja der Gruppe beitritt, wechselt Page vom Bass zurück zu seinem Hauptinstrument. 1968 jedoch brechen die Yardbirds auseinander, doch Page möchte weitermachen. Er benennt die Gruppe in New Yardbirds um und rekrutiert drei neue MusikerRobert PlantJohn Bonham und John Paul Jones. Schnell erinnert sich Page an den Namensvorschlag von Moon und Entwistle, doch Led Zeppelin-Manager Peter Grant befürchtet, „Lead Zeppelin“ könne missverstanden werden, weil das Wort „Lead“ zwei Bedeutungen und vor allem Aussprachen hat. Stattdessen schlägt er vor, die Band schlicht Led Zeppelin zu nennen.



Led Zeppelin

In den folgenden Jahren gelingt Page, Plant, Bonham und Jones nichts anderes als die Definition des Classic Rock. Led Zeppelin begeistern Massen, füllen Stadien und verkaufen mehr als 300 Millionen Platten. Zu ihren Shows reisen die Briten im eigens gecharterten Luxusflugzeug. Die Gruppe legt den Grundstein für Hard Rock und Heavy Metal, nicht zuletzt wegen Pages Kompositionen und seines herausragenden Gitarrenspiels. Als Archetyp des Rockgitarristen gibt er mit seinen Riffs und Leads den Ton an; brillant und scheinbar mühelos orchestriert er Gitarrenstimmen und testet die Grenzen seines Instruments aus, sogar mit Hilfe eines Violinbogens.

Höhenflug mit dem Zeppelin: Robert Plant und Jimmy Page 1976

Bei Kritikern kommen Led Zeppelin zunächst nicht gut an, doch die Band veröffentlicht über zehn Jahre hinweg acht bahnbrechende und wahnwitzig erfolgreiche Alben — angefangen mit Led Zeppelin (1969) und aufgehört mit In Through The Out Door (1979). Vor allem Led Zeppelin VI (1971) geht in die Rockgeschichte ein und gehört bis heute zu den unangefochtenen Klassikern des Genres. Die Rock And Roll Hall Of Fame attestiert der Gruppe einen genauso großen Einfluss auf die Siebziger, wie die Beatles Einfluss auf die Sechziger genommen haben. 1980 allerdings stirbt Schlagzeuger John Bonham – und die Musiker lösen die Gruppe auf.



Der Solokünstler

Nach der Schließung des Kapitels Led Zeppelin widmet sich Page anderen Projekten, kann sich aber nicht so recht von seinem Baby trennen. Er startet zwar die Bands The Firm und The Honeydrippers, veröffentlicht Soloalben mit Bandkollege Robert Plant, etwa Walking Into Clarksdale von 1988 und nimmt mit Whitesnake-Legende David Coverdale 1993 eine gemeinsame Platte auf. Vor allem aber kümmert er sich um die Nachlassverwaltung von Led Zeppelin, zum Beispiel indem er sämtliche Werke der Gruppe neu abmischt und remastert. Für eine Tour nach der gemeinsamen Reunion-Show im Jahr 2007 wäre Page durchaus zu haben gewesen, doch Sänger Plant zieht es zu jeder Zeit vor, neue Wege einzuschlagen.


Sein Einfluss

Der Rolling Stone sieht Jimmy Page auf Platz drei der „100 Greatest Guitarists Of All Time“, gleich hinter Jimi Hendrix und Eric Clapton. In der Rock And Roll Hall Of Fame findet man ihn doppelt: als ehemaliges Mitglied der Yardbirds und als Gitarrist von Led Zeppelin. Wer sich länger als fünf Minuten mit Rockmusik beschäftigt, kommt nicht an Jimmy Page vorbei. Heerscharen an Rockern nennen ihn als Inspiration. Wir lehnen uns also nicht zu weit aus dem Fenster, wenn wir Page zu den größten, erfolgreichsten und einflussreichsten Gitarristen aller Zeiten zählen. Happy Birthday!


Weiter musikalisch aktiv: Jimmy Page heute – Pic: Avda/Wikimedia Commons


Credit Header-Foto: Robert Knight Archive/Redferns

Zeitsprung: Am 28.2.1970 müssen Led Zeppelin sich The Nobs nennen.

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Zeitsprung: Am 6.2.1998 kommt Falco bei einem Autounfall ums Leben.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 6.2.1998.

von Christof Leim

“Österreichs einzigen Popstar von Weltrang” hat ihn einmal jemand genannt: Hans Hölzel alias Falco. Am 6.2.1998 stirbt er bei einem Autounfall in Übersee.

Hier könnt ihr euch die Greatest Hits von Falco anhören:

Falco kommt als Johann „Hans“ Hölzel 1957 in Wien zur Welt. Schon früh wird eine hohe musikalische Begabung und sogar ein absolutes Gehör festgestellt. Anfangs spielt er Gitarre, später dann Bass in Jazz-Bands. Ein Musikstudium am Wiener Konservatorium lässt er nach einem Semester links liegen, um „richtiger Musiker“ zu werden. Anfang und Mitte der Achtziger fährt Falco dann fette Erfolge ein mit Songs wie Der Kommissar und Jeanny. Rock Me Amadeus schaffte es sogar als einziges deutschsprachiges Lied an die Spitze der US-Charts. In den Neunzigern wird es jedoch sehr still um den Musiker.

Kurz vor der musikalischen Rückkehr

Doch 1998 nimmt er ein neues Album namens Out Of The Dark (Into the Light) auf. Angeblich hört er es vor seinem Tod über eine Stunde in seinem Auto, um die Reihenfolge der Songs zu bestimmen. Damals hält er sich gerade in Dominikanischen Republik auf. Gegen 16:40 Uhr an jenem 6. Februar verlässt der Sänger ein Restaurant namens Turist Disco, das an einer Straße zwischen den Städten Villa Montellano und Puerto Plata liegt. Als er vom Parkplatz fährt, kracht ein Reisebus ungebremst mit 100 km/h in seinen schwarzen Mitsubishi Pajero-Geländewagen. Der Musiker stirbt sofort, zwei Wochen vor seinem 41. Geburtstag. 

Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass Falco nicht nur mit einem Blutalkohol von 1,5 Promille unterwegs war, sondern auch Kokain und Cannabis konsumiert hatte. Ein tragisches Ende für „Österreichs einzigen Popstar von Weltrang“, wie einmal genannt wurde. Out Of The Dark (Into the Light) erscheint am 27. Februar 1998, drei Wochen nach seinem Tod, und erreicht in Deutschland, Österreich und der Schweiz die obersten Plätze der Charts.

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Zeitsprung: Am 29.3.1986 landet Falco auf Platz eins der US-Charts

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Zeitsprung: Am 5.2.1935 kommt Alex Harvey zur Welt.

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Foto: Evening Standard/Hulton Archive/Getty Images

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 5.2.1935.

von Timon Menge und Christof Leim

Besonders geradlinig verläuft die Karriere von Alex Harvey und seiner Sensational Alex Harvey Band nicht. Dennoch gehört der schottische Musiker zu den bekannteren Gesichtern der britischen Rockmusik der Siebziger. Heute hätte er Geburtstag gefeiert. 

Hier könnt ihr euch die größten Hits von Alex Harvey anhören: 

Das Licht der Welt erblickt Alexander James Harvey am 5. Februar 1935 in einem Arbeiterstadtteil von Glasgow. Bevor er seinen Weg als professioneller Musiker einschlägt, jobbt er unter anderem als Kellner und als Dachdecker. Zeitweise graviert er sogar Grabsteine. Zu Beginn der Fünfziger begeistert er sich für Dixieland-Jazz und Skiffle, bevor er ab 1954 selbst die Bühnenbretter betritt.

Im Vorprogramm der Beatles

Ab 1958 reist Harvey mit seiner Big Soul Band durch England und Deutschland. Schnell entwickelt er sich zu einem der Aushängeschilder der britischen R&B-Szene, obwohl er auch Rocksongs zum Besten gibt. So spielt er am 20. Mai 1960 mit seiner Big Beat Band im Vorprogramm von Johnny Gentle And His Group. Hinter dem Kürzel „His Group“ verbirgt sich niemand Geringeres als die späteren Beatles, die zu jener Zeit noch aus John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Stuart Sutcliffe und Tommy Moore bestehen. Es handelt sich um den ersten Termin einer siebentägigen Schottland-Tour.

Hier tourt Alex Harvey mit. Eigentlich heißen die Beatles zu jener Zeit aber noch The Silver Beetles. Wer hat George sofort erkannt?, Foto: Buchcover

Gegen Ende der Sechziger versucht er es als Solokünstler, doch der Durchbruch bleibt aus. Der folgt dann zu Beginn der Siebziger, nach einem kleinen Umweg als Session-Musiker für die Londoner Inszenierung des Musicals Hair. Denn jetzt gründet er die Sensational Alex Harvey Band.

Die großen Erfolge

Mit der Gruppe bleibt Harvey während der gesamten Siebziger erfolgreich, steigt von 1976 bis 1978 allerdings kurzzeitig aus. Schon auf dem Debüt Framed (1972) liefert die Band Granaten wie Midnight Moses und den Titelsong Framed aus der Feder des Songschreiber-Duos Jerry Leiber und Mike Stoller ab. Zeitgleich erobert der Glam Rock das Vereinigte Königreich und später auch den Rest Europas. Harvey und seine Mitmusiker greifen den Stil auf. So entdeckt er zu jener Zeit sein legendäres, schwarz-weiß-gestreiftes Shirt. Gitarrist Zal Cleminson setzt noch einen drauf und tritt in Pantomime-Schminke und gelb-grünem Overall auf.

Mit einer Coverversion des Tom-Jones-Songs Delilah landet die Band 1975 einen Top-Ten-Hit, auch der Song The Boston Tea Party (1976) feiert große Erfolge. 1978, kurz nach Harveys Rückkehr, erscheint mit Rock Drill das letzte Album der Band. Im Anschluss veröffentlicht er zwei weitere Soloplatten und geht ab 1979 wieder auf Tour. Doch leider stirbt Alex Harvey am 4. Februar 1982 einen Tag vor seinem 47. Geburtstag an Herzversagen. Er hinterlässt zwei Söhne, einen aus jeder seiner beiden Ehen.

Zeitsprung: Am 9.1.1975 endet die Geschichte der Beatles offiziell

 

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Popkultur

10 Songs von Alice Cooper, die man kennen sollte

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Alice Cooper
Foto: Grant Lamos IV/Getty Images

Schock-Schminke, Schauer-Schlangen und schreckenerregende Songtexte: Alice Cooper hat den Schockrock zwar nicht erfunden, doch er hat ihn als erster auf die Spitze getrieben. Seit knapp 60 Jahren steht er nun auf der Bühne. Diese zehn Songs gruseln uns bis heute — auf die gute Art!

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch einige der besten Songs von Alice Cooper anhören:

Ob Vincent Damon Furnier schon bei seiner Geburt am 4. Februar 1948 geschminkt war, ist nicht überliefert — doch wir gehen davon aus. Die Geschichte seiner ersten großen Band Alice Cooper reicht bis ins Jahr 1964 zurück. „In der Highschool haben uns alle gehasst“, erinnert er sich in einem Interview mit der Schweizer Illustrierten. „Sehr lange Zeit mochte uns wirklich niemand.“ Das ändert sich Anfang der Siebziger, denn mit ihrer Single I’m Eighteen gelingt Alice Cooper der Durchbruch. In Windeseile erobert die Gruppe die Musikwelt; ab Mitte der Siebziger spielt Furnier seine Rolle als Alice Cooper solo weiter. „Ich wollte einen Charakter spielen, der so ist, wie ich mir den besten Rockstar aller Zeiten vorstelle“, erzählt er. „Also habe ich Alice so kreiert, wie ich das wollte: ein bisschen böse, lustig, total gruselig, aber auch elegant. Alice ist mein allerliebster Rockstar.“ Unserer auch! Das sind seine zehn besten Songs.

1. I’m Eighteen (1970)

„I’m eighteen and I like it“ — Selten wurde die Volljährigkeit mit mehr Begeisterung besungen. Ursprünglich handelte es sich bei I’m Eighteen um eine achtminütige Jam-Session, doch Produzent Bob Ezrin überredete Alice Cooper dazu, den Song auf drei Minuten einzudampfen. Zum Glück — acht(zig)minütige Jam-Sessions gab es in den Sechzigern nun wirklich genug.

2. Under My Wheels (1971)

Bei Under My Wheels handelt es sich um die erste Single vom vierten Alice-Cooper-Album Killer (1971). Seitdem hat er das Stück auf wirklich jeder(!) Tour zum Besten gegeben, weshalb Under My Wheels Platz drei von Coopers meistgespielten Live-Songs belegt. 1988 nahm Cooper die Nummer übrigens noch einmal auf, und zwar mit Guns N’ Roses. Im Gegenzug ist Cooper auch in The Garden von Use Your Illusion I zu hören.

3. School’s Out (1972)

Keinen Song hat Alice Cooper häufiger live gespielt: Mehr als 2.900(!) Mal war School’s Out auf den Konzerten des Schockrockers zu hören, also quasi acht Jahre lang jeden Tag einmal. Dass Cooper und sein Publikum so viel Freude an dem Stück haben, überrascht nicht. Schließlich hat er selbst einmal gesagt: „Die beiden schönsten Zeiten des Jahres sind der Weihnachtsmorgen und der Beginn der Sommerferien.“

4. No More Mr. Nice Guy (1973)

Wer hinter diesem Titel Autobiografisches vermutet, ist auf dem richtigen Weg. In No More Mr. Nice Guy beschäftigt sich Cooper mit den Reaktionen der Kirchengruppe seiner Mutter auf seine mitunter okkult-gruseligen Bühnenauftritte. „Jetzt gibt es keinen Weg zurück“, meint er mit dem Titel. Gut so! Was hätten wir in den vergangenen Jahrzehnten bloß ohne unsere Tante Alice gemacht.

5. He’s Back (The Man Behind The Mask) (1986)

Ganze 13 Jahre liegen zwischen dem vierten und dem fünften Song unserer Liste. 13 Jahre, in denen Alice Cooper erfolgreich solo durchstartete, aber auch heftig abstürzte. An manche seiner Alben aus den Achtzigern kann er sich aufgrund seines Drogen- und Alkoholkonsums noch nicht einmal erinnern. Dieser Titel passt also zu seinem Mini-Comeback 1986 — und zum Soundtrack des Films Freitag der 13. Teil VI – Jason lebt.

6. Poison (1989)

Wann immer es um die größten Rockhymnen aller Zeiten geht, darf dieser Song nicht fehlen. In den Achtzigern hatte sich Alice Cooper durch seine Alkohol- und Drogeneskapaden beinahe selbst ins Aus geschossen, doch mit seinem 18. Studioalbum Trash gelang ihm der große Sprung zurück in den Mainstream. Bis heute handelt es sich um seine erfolgreichste Platte — und das nicht zuletzt aufgrund großer Hits wie Poison.

7. Bed Of Nails (1989)

Auch Bed Of Nails stammt von Coopers Über-Album Trash und geriet gleich hinter Poison zum zweiterfolgreichsten Song der Platte. Komponiert hat Cooper das Stück zusammen mit seinem Ex-Bassisten Kane Roberts, seinem Produzenten Desmond Child sowie mit Diane Warren, die nicht nur für Rockgrößen wie Elton John, Tina Turner und Aerosmith tätig war, sondern auch für Popstars wie Whitney Houston und Britney Spears.

8. Hey Stoopid (1991)

Hey Stoopid gehört nicht nur zu Alice Coopers berühmtesten Songs, sondern der Meister des Schockrock begrüßte für das Stück auch jede Menge Gaststars im Studio. Slash, Ozzy Osbourne, Steve Vai, Joe Satriani: Sie alle geben sich in der Nummer die Klinke in die Hand und unterstützen ihren Kumpel Alice bei seinem Rock’n’Roll-Auftrag. Die Botschaft des Songs: „Hey Dummerchen, lass das mit den Drogen doch einfach sein …“.

9. Snakebite (1991)

Wie oft Alice Cooper im Lauf seiner jahrzehntelangen Karriere von Schlangen gebissen wurde, können wir nicht mit Sicherheit sagen. Doch wir wissen, dass es sich bei Snakebite um einen seiner allerbesten Songs handelt! Inhaltlich ist die Nummer quasi vertonter Machismo. „My face is tattooed in your shoulder / Your name is scratched into my bike“, singt Cooper darin. Na dann …

10. Feed My Frankenstein (1991)

Wer den Rockfilmklassiker Wayne’s World kennt, liebt bestimmt auch Feed My Frankenstein von Alice Cooper. Vor der legendären „Wir sind unwürdig!“-Szene besuchen die beiden Chaoten Wayne und Garth in dem Streifen nämlich ein Konzert des Schockrockers und kommen in den Genuss seiner damals brandneuen Single. Heute gehört die Nummer zu Coopers späten Klassikern — aus gutem Grund!

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Sechs Anekdoten, die nur aus dem Leben von Alice Cooper stammen können

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