------------

Popkultur

Zeitsprung: Am 20.8.1948 kommt Robert Plant zur Welt.

Published on

Robert Plant
Foto: Phil King

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 20.8.1948."

von Christof Leim

Mit Led Zeppelin hat er definiert, was Rockmusik ausmacht. Als Solokünstler bleibt er fortwährend in Bewegung. Mit seiner Stimme hat er mehr Leute beeinflusst, als wir hier aufschreiben können. Am 20. August feiert er seinen Geburtstag – und wir blicken auf ein höchst kreatives Leben zurück.

Hört hier in die besten Solo-Songs von Robert Plant rein:

Man sieht folgendes Bild, wenn man an Robert Plant denkt: Blonde Locken, blanke Brust und die Haltung eines jungen Mannes, der mit jedem Schrei, jeder Pose Zehntausende in seinen Bann zieht. Dabei will die Hälfte der Fans mit ihm ins Bett, die andere Hälfte will schlicht sein wie er. So geht „Rockgott“, ein ikonisches Bild aus den Siebzigern, geprägt nicht zuletzt durch Plant als Frontmann der größten Band der Zeit. Doch der legendäre Sänger der noch legendäreren Led Zeppelin hat sein künstlerisches Schaffen schon lange über diese Rolle hinaus ausgedehnt – und gilt weiterhin als eine der großartigsten Stimmen der Rockmusik. Nach über fünf Dekaden bleibt Plant als Künstler weiter kreativ, wandelbar und auf der Suche nach neuen Klängen. In der Vergangenheit möchte er nicht leben, deshalb ist er es, der weiteren Reunion-Aktivitäten von Led Zeppelin konsequent eine Absage erteilt.

Selbständige musikalische Frühbildung

Robert Anthony Plant kommt am 20. August 1948 im englischen West Bromwich in Staffordshire zur Welt. Schon als kleiner Junge entwickelt er ein Interesse an Musik und Gesang. Vor allem der Blues hat es ihm angetan, zu seinen Helden gehören Willie Dixon und Robert Johnson. Als Teenager verlässt er die Schule, auf eine Ausbildung als Buchhalter hat er nach zwei Wochen keine Lust mehr. Stattdessen schreibt er sich an einer Universität ein und versucht, in der Blues-Szene von Mittelengland Fuß zu fassen. „Ich habe mein Zuhause mit 16 verlassen und mich meiner musikalischen Bildung gewidmet“, wird er später im Classic Rock zitiert. „Auf eine Band folgte die nächste, was mein Verständnis des Blues nur noch verstärkt hat, ebenso für andere Arten von Musik mit einem gewissen Gewicht und Wert.“ Berufsmusiker wird man allerdings nicht aus dem Stand, also muss Robert eine Menge an eines zukünftigen Rockgottes unwürdigen Jobs erledigen. So arbeitet er im Straßenbau und in einem Kaufhaus, nimmt aber immerhin drei obskure Singles für CBS Records auf, die jedoch alle umgehend in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Außerdem arbeitet er mit Terry Reid (der beinahe Led-Zeppelin-Sänger geworden wäre) und Alexis Korner. Außerdem singt Plant in einer Vielzahl an Bands, darunter die Crawling King Snakes, bei denen er einen Drummer namens John Bonham kennenlernt. In der Band Of Joy widmen sich die beiden dem Blues in Verbindung mit neueren psychedelischen Sounds. Schade finden wir, dass aus der Gruppe Hobstweedle nichts wurde – der Name ist doch so schön.

1968 schließlich sucht Yardbirds-Gitarrist und Sessionprofi Jimmy Page neue Musiker. Als er Plant singen hört, fragt er sich, ob mit dem Mann irgendwas nicht stimmt: „Vielleicht seine Persönlichkeit, vielleicht kann man mit ihm nicht vernünftig arbeiten“, sagt er später. „Ich konnte einfach nicht verstehen, warum nach einigen Jahren als Sänger noch nicht zu den ganz großen Namen gehörte. Ich habe ihn zu mir nach Hause eingeladen, und wir haben uns prima verstanden.“ Mit John Paul Jones findet Page einen passenden Bassisten, Plant empfiehlt seinen Drummer-Kumpel John Bonham – und am 12. August 1968 spielen die vier Musiker von Led Zeppelin dann zum ersten Mal zusammen (alles dazu hier). Der Rest ist Rock’n’Roll-Geschichte vom Feinsten…

Sex & Hobbits

Schon ein halbes Jahr später sorgt das Debüt Led Zeppelin für Furore, in den folgenden Jahren wird das Quartet zu einer der größten und aufregendsten Rockbands aller Zeiten. Ihre Musik gilt als Grundlage für den harten Rock, bietet neben Riffs aber noch viel mehr: Blues, Folk, Country, keltische Musik, Americana, Spurenelemente von Pop, Funk und Reggae und sogar Weltmusik. Texte schreibt Plant zunächst keine, doch anspornt von Page entwickelt er ab Led Zeppelin II (1969) seinen eigenen Stil, der oft mystisch, philosophisch und spirituell klingt. Der Sänger bezieht sich in seinen Worten gerne auf nordische Mythology, walisische Geschichte – und J.R.R. Tolkiens Der Herr der Ringe. Anderseits folgt er der Tradition des Blues und der frühen Rock’n’Roller und lässt jede Menge sexuell aufgeladene Zwei- und auch Eindeutigkeiten vom Stapel (man höre etwa The Lemon Song).

Led Zeppelin werden zu weltweiten Stars und leben ein Leben als überlebensgroße Rockgötter. Sie spielen riesige Shows, verdienen eine noch riesigere Menge an Geld und reisen auf Tour sogar in einem Luxusflugzeug. Plant gilt als der archetypische Frontmann, mit überbordendem Selbstbewusstsein, Sex-Appeal und begeisterndem Ausdruck. (Die englische Sprache bietet dafür die wunderbaren Begriffe „bravado“ und „swagger“.) In dieser Rolle können ihm damals höchstens Mick Jagger (The Rolling Stones), Roger Daltrey (The Who) und Jim Morrison (The Doors) das Wasser reichen. Als Songwriter schafft Plant vor allem in Zusammenarbeit mit Jimmy Page unsterbliche Stücke. Doch am 25. September 1980 ist alles vorbei: John Bonham stirbt an den Folgen seines ausschweifenden Lebensstiles. Weil Led Zeppelin von der Chemie genau dieser vier Musiker lebt, löst sich die Band auf. Robert Plant ist da gerade mal 32 Jahre alt.

Den Blick immer, immer nach vorne

Kurzzeitig denkt Plant darüber nach, die Musik hinter sich zu lassen. Angeblich soll er sogar eine Laufbahn als Lehrer an einer Rudolf-Steiner-Schule ins Auge gefasst haben. Rockfans wie wir müssen an der Stelle erstmal schlucken und danken schweigend allen uns sympathischen Gottheiten, denn Plant besinnt sich eines besseren und startet eine erfolgreiche, vielseitige und bis heute andauernde Solokarriere. Dazu redet ihm insbesondere Genesis-Drummer Phil Collins ins Gewissen; später spielen die beiden sogar zusammen. Sein erstes Soloalbum Pictures At Eleven erscheint 1982, bis 1993 folgen fünf weitere. Auf den dazugehörigen Tourneen gehören Stücke seiner alten Band zunächst nicht zum Programm, weil Plant nicht bis in alle Zeiten als „ehemaliger Led-Zeppelin-Sänger“ bekannt sein will.

Über die Jahre kooperiert er trotzdem immer wieder mit seinem Songwriting-Partner Jimmy Page, etwa 1984 in der kurzlebigen All-Star-Truppe The Honeydrippers, die die gemeinsamen R&B-Wurzeln feiert. (Jeff Beck spielt ebenfalls mit.) 1988 wirkt Plant an Jimmy Pages Solowerk Outrider mit, der revanchiert sich auf Now And Zen im gleichen Jahr. 1994 schließlich macht das Duo wieder ganz offiziell gemeinsame Sache als Page & Plant und veröffentlicht das Album No Quarter: Jimmy Page And Robert Plant Unledded, auf dem sie Led-Zeppelin-Stücke im Akustikgewand und mit Weltmusik-Einschlag präsentieren und sogar neues Material schreiben. Die Tour erfreut sich großer Beliebtheit, die Fans wünschen sich (natürlich) eine „richtige“ Led Zeppelin-Reunion, doch zunächst schreiben unsere beiden Helden mit Walking Into Clarksdale (1998) ein neues Studioalbum (alles dazu hier).

Geld ist nicht mehr wichtig

Doch für Robert Plant muss es nicht immer „groß“ sein, denn er gründet die Folk Rock-Truppe Priory Of Brion und spielt für ein, zwei Jahre am liebsten in kleinen Läden. Danach gibt es noch eine neue Band namens Strange Sensation, die mit Dreamland (2002) Blues- und Folk-Songs wiederbelebt und auf Mighty ReArranger (2005) sogar neue Stücke bietet. Das funktioniert so gut, dass dabei vier Grammy-Nominierungen rausspringen. Aber Robert Plant hält sich nie gerne an Erwartungen – und tut sich mit Bluegrass-Musikern Alison Krauss zusammen. 2007 erscheint Raising Sand, und damit gewinnen die beiden sogar mehrere Grammys. Mit über 60 könnte sich der Mann dann theoretisch zur Ruhe setzen, aber das kommt selbstredend nicht in Frage: 2010 veröffentlicht er mit Band Of Joy ein gleichnamiges Album – eine Referenz an seine erste Band mit John Bonham Dekaden vorher. 2012 und 2013 spielt er schließlich mit den Sensational Shape Shifters. (Mal ehrlich: Wenn ihr an der Stelle schon den Überblick über Bands von Robert Plant verloren habt, macht euch nix daraus. Das geht uns auch so.)

Mit all diese vielseitigen Aktivitäten erweitert Plant konsequent seinen künstlerischen Ausdruck, doch der Schatten Led Zeppelin bleibt groß – und das ist nicht mal schlimm, finden wir. Mit den überlebenden Mitgliedern der Band tritt er am 13. Juli 1985 bei Live Aid auf (Phil Collins und Tony Thompson trommeln), außerdem am 15. Mai 1988 beim 40. Jubiläum von Atlantic Records, hier mit Bonhams Sohn Jason am Schlagzeug. Beide Male spielen die Musiker nur wenige Songs mit minimaler Vorbereitung, was Plant mit „Sex mit der Ex-Frau“ vergleicht. Am 10. Dezember 2007 passiert es dann endlich: Led Zeppelin spielen mit Jason Bonham ein zweistündiges Konzert in London (alles dazu hier). Schon im Vorfeld war die mediale Aufmerksamkeit gewaltig, die Show wird ein großes Ereignis (aber angeblich setzt sich Plant danach erstmal alleine in eine Kneipe). Die Nachfrage nach weiteren Gigs überrascht nicht, doch eine Tour mit Led Zeppelin – für 200 Millionen Dollar – lehnt er ab.

Heute hat er sich als Solokünstler etabliert, dessen Liebe zur Musik ungebrochen scheint (und der immer noch eine blonde Löwenmähne trägt). Sein Einfluss auf alle Rockstimmen der Welt ist immens. Die Encyclopædia Britannica schreibt: „Plant übertreibt den Stil und Ausdruck von Blues-Vokalisten wie Howlin’ Wolf und Muddy Waters und kreiert so den Sound, der viel von Hard Rock und Heavy Metal definiert mit großem Stimmumfang, viel Lautstärke und emotionalem Exzess.“ Gut so.

Du willst nichts mehr in der Rockwelt verpassen? Melde dich hier für unseren Newsletter an und werde regelmäßig von uns über die wichtigsten Neuigkeiten, die spannendsten Geschichten sowie die besten Veröffentlichungen und Aktionen informiert!

Zeitsprung: Am 4.8.1975 hat Robert Plant einen folgenschweren Unfall.

Popkultur

Zeitsprung: Am 6.2.1998 kommt Falco bei einem Autounfall ums Leben.

Published on

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 6.2.1998.

von Christof Leim

“Österreichs einzigen Popstar von Weltrang” hat ihn einmal jemand genannt: Hans Hölzel alias Falco. Am 6.2.1998 stirbt er bei einem Autounfall in Übersee.

Hier könnt ihr euch die Greatest Hits von Falco anhören:

Falco kommt als Johann „Hans“ Hölzel 1957 in Wien zur Welt. Schon früh wird eine hohe musikalische Begabung und sogar ein absolutes Gehör festgestellt. Anfangs spielt er Gitarre, später dann Bass in Jazz-Bands. Ein Musikstudium am Wiener Konservatorium lässt er nach einem Semester links liegen, um „richtiger Musiker“ zu werden. Anfang und Mitte der Achtziger fährt Falco dann fette Erfolge ein mit Songs wie Der Kommissar und Jeanny. Rock Me Amadeus schaffte es sogar als einziges deutschsprachiges Lied an die Spitze der US-Charts. In den Neunzigern wird es jedoch sehr still um den Musiker.

Kurz vor der musikalischen Rückkehr

Doch 1998 nimmt er ein neues Album namens Out Of The Dark (Into the Light) auf. Angeblich hört er es vor seinem Tod über eine Stunde in seinem Auto, um die Reihenfolge der Songs zu bestimmen. Damals hält er sich gerade in Dominikanischen Republik auf. Gegen 16:40 Uhr an jenem 6. Februar verlässt der Sänger ein Restaurant namens Turist Disco, das an einer Straße zwischen den Städten Villa Montellano und Puerto Plata liegt. Als er vom Parkplatz fährt, kracht ein Reisebus ungebremst mit 100 km/h in seinen schwarzen Mitsubishi Pajero-Geländewagen. Der Musiker stirbt sofort, zwei Wochen vor seinem 41. Geburtstag. 

Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass Falco nicht nur mit einem Blutalkohol von 1,5 Promille unterwegs war, sondern auch Kokain und Cannabis konsumiert hatte. Ein tragisches Ende für „Österreichs einzigen Popstar von Weltrang“, wie einmal genannt wurde. Out Of The Dark (Into the Light) erscheint am 27. Februar 1998, drei Wochen nach seinem Tod, und erreicht in Deutschland, Österreich und der Schweiz die obersten Plätze der Charts.

Du willst nichts mehr in der Rockwelt verpassen? Melde dich hier für unseren Newsletter an und werde regelmäßig von uns über die wichtigsten Neuigkeiten, die spannendsten Geschichten sowie die besten Veröffentlichungen und Aktionen informiert!

Zeitsprung: Am 29.3.1986 landet Falco auf Platz eins der US-Charts

Continue Reading

Popkultur

Zeitsprung: Am 5.2.1935 kommt Alex Harvey zur Welt.

Published on

Foto: Evening Standard/Hulton Archive/Getty Images

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 5.2.1935.

von Timon Menge und Christof Leim

Besonders geradlinig verläuft die Karriere von Alex Harvey und seiner Sensational Alex Harvey Band nicht. Dennoch gehört der schottische Musiker zu den bekannteren Gesichtern der britischen Rockmusik der Siebziger. Heute hätte er Geburtstag gefeiert. 

Hier könnt ihr euch die größten Hits von Alex Harvey anhören: 

Das Licht der Welt erblickt Alexander James Harvey am 5. Februar 1935 in einem Arbeiterstadtteil von Glasgow. Bevor er seinen Weg als professioneller Musiker einschlägt, jobbt er unter anderem als Kellner und als Dachdecker. Zeitweise graviert er sogar Grabsteine. Zu Beginn der Fünfziger begeistert er sich für Dixieland-Jazz und Skiffle, bevor er ab 1954 selbst die Bühnenbretter betritt.

Im Vorprogramm der Beatles

Ab 1958 reist Harvey mit seiner Big Soul Band durch England und Deutschland. Schnell entwickelt er sich zu einem der Aushängeschilder der britischen R&B-Szene, obwohl er auch Rocksongs zum Besten gibt. So spielt er am 20. Mai 1960 mit seiner Big Beat Band im Vorprogramm von Johnny Gentle And His Group. Hinter dem Kürzel „His Group“ verbirgt sich niemand Geringeres als die späteren Beatles, die zu jener Zeit noch aus John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Stuart Sutcliffe und Tommy Moore bestehen. Es handelt sich um den ersten Termin einer siebentägigen Schottland-Tour.

Hier tourt Alex Harvey mit. Eigentlich heißen die Beatles zu jener Zeit aber noch The Silver Beetles. Wer hat George sofort erkannt?, Foto: Buchcover

Gegen Ende der Sechziger versucht er es als Solokünstler, doch der Durchbruch bleibt aus. Der folgt dann zu Beginn der Siebziger, nach einem kleinen Umweg als Session-Musiker für die Londoner Inszenierung des Musicals Hair. Denn jetzt gründet er die Sensational Alex Harvey Band.

Die großen Erfolge

Mit der Gruppe bleibt Harvey während der gesamten Siebziger erfolgreich, steigt von 1976 bis 1978 allerdings kurzzeitig aus. Schon auf dem Debüt Framed (1972) liefert die Band Granaten wie Midnight Moses und den Titelsong Framed aus der Feder des Songschreiber-Duos Jerry Leiber und Mike Stoller ab. Zeitgleich erobert der Glam Rock das Vereinigte Königreich und später auch den Rest Europas. Harvey und seine Mitmusiker greifen den Stil auf. So entdeckt er zu jener Zeit sein legendäres, schwarz-weiß-gestreiftes Shirt. Gitarrist Zal Cleminson setzt noch einen drauf und tritt in Pantomime-Schminke und gelb-grünem Overall auf.

Mit einer Coverversion des Tom-Jones-Songs Delilah landet die Band 1975 einen Top-Ten-Hit, auch der Song The Boston Tea Party (1976) feiert große Erfolge. 1978, kurz nach Harveys Rückkehr, erscheint mit Rock Drill das letzte Album der Band. Im Anschluss veröffentlicht er zwei weitere Soloplatten und geht ab 1979 wieder auf Tour. Doch leider stirbt Alex Harvey am 4. Februar 1982 einen Tag vor seinem 47. Geburtstag an Herzversagen. Er hinterlässt zwei Söhne, einen aus jeder seiner beiden Ehen.

Zeitsprung: Am 9.1.1975 endet die Geschichte der Beatles offiziell

 

Continue Reading

Popkultur

10 Songs von Alice Cooper, die man kennen sollte

Published on

Alice Cooper
Foto: Grant Lamos IV/Getty Images

Schock-Schminke, Schauer-Schlangen und schreckenerregende Songtexte: Alice Cooper hat den Schockrock zwar nicht erfunden, doch er hat ihn als erster auf die Spitze getrieben. Seit knapp 60 Jahren steht er nun auf der Bühne. Diese zehn Songs gruseln uns bis heute — auf die gute Art!

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch einige der besten Songs von Alice Cooper anhören:

Ob Vincent Damon Furnier schon bei seiner Geburt am 4. Februar 1948 geschminkt war, ist nicht überliefert — doch wir gehen davon aus. Die Geschichte seiner ersten großen Band Alice Cooper reicht bis ins Jahr 1964 zurück. „In der Highschool haben uns alle gehasst“, erinnert er sich in einem Interview mit der Schweizer Illustrierten. „Sehr lange Zeit mochte uns wirklich niemand.“ Das ändert sich Anfang der Siebziger, denn mit ihrer Single I’m Eighteen gelingt Alice Cooper der Durchbruch. In Windeseile erobert die Gruppe die Musikwelt; ab Mitte der Siebziger spielt Furnier seine Rolle als Alice Cooper solo weiter. „Ich wollte einen Charakter spielen, der so ist, wie ich mir den besten Rockstar aller Zeiten vorstelle“, erzählt er. „Also habe ich Alice so kreiert, wie ich das wollte: ein bisschen böse, lustig, total gruselig, aber auch elegant. Alice ist mein allerliebster Rockstar.“ Unserer auch! Das sind seine zehn besten Songs.

1. I’m Eighteen (1970)

„I’m eighteen and I like it“ — Selten wurde die Volljährigkeit mit mehr Begeisterung besungen. Ursprünglich handelte es sich bei I’m Eighteen um eine achtminütige Jam-Session, doch Produzent Bob Ezrin überredete Alice Cooper dazu, den Song auf drei Minuten einzudampfen. Zum Glück — acht(zig)minütige Jam-Sessions gab es in den Sechzigern nun wirklich genug.

2. Under My Wheels (1971)

Bei Under My Wheels handelt es sich um die erste Single vom vierten Alice-Cooper-Album Killer (1971). Seitdem hat er das Stück auf wirklich jeder(!) Tour zum Besten gegeben, weshalb Under My Wheels Platz drei von Coopers meistgespielten Live-Songs belegt. 1988 nahm Cooper die Nummer übrigens noch einmal auf, und zwar mit Guns N’ Roses. Im Gegenzug ist Cooper auch in The Garden von Use Your Illusion I zu hören.

3. School’s Out (1972)

Keinen Song hat Alice Cooper häufiger live gespielt: Mehr als 2.900(!) Mal war School’s Out auf den Konzerten des Schockrockers zu hören, also quasi acht Jahre lang jeden Tag einmal. Dass Cooper und sein Publikum so viel Freude an dem Stück haben, überrascht nicht. Schließlich hat er selbst einmal gesagt: „Die beiden schönsten Zeiten des Jahres sind der Weihnachtsmorgen und der Beginn der Sommerferien.“

4. No More Mr. Nice Guy (1973)

Wer hinter diesem Titel Autobiografisches vermutet, ist auf dem richtigen Weg. In No More Mr. Nice Guy beschäftigt sich Cooper mit den Reaktionen der Kirchengruppe seiner Mutter auf seine mitunter okkult-gruseligen Bühnenauftritte. „Jetzt gibt es keinen Weg zurück“, meint er mit dem Titel. Gut so! Was hätten wir in den vergangenen Jahrzehnten bloß ohne unsere Tante Alice gemacht.

5. He’s Back (The Man Behind The Mask) (1986)

Ganze 13 Jahre liegen zwischen dem vierten und dem fünften Song unserer Liste. 13 Jahre, in denen Alice Cooper erfolgreich solo durchstartete, aber auch heftig abstürzte. An manche seiner Alben aus den Achtzigern kann er sich aufgrund seines Drogen- und Alkoholkonsums noch nicht einmal erinnern. Dieser Titel passt also zu seinem Mini-Comeback 1986 — und zum Soundtrack des Films Freitag der 13. Teil VI – Jason lebt.

6. Poison (1989)

Wann immer es um die größten Rockhymnen aller Zeiten geht, darf dieser Song nicht fehlen. In den Achtzigern hatte sich Alice Cooper durch seine Alkohol- und Drogeneskapaden beinahe selbst ins Aus geschossen, doch mit seinem 18. Studioalbum Trash gelang ihm der große Sprung zurück in den Mainstream. Bis heute handelt es sich um seine erfolgreichste Platte — und das nicht zuletzt aufgrund großer Hits wie Poison.

7. Bed Of Nails (1989)

Auch Bed Of Nails stammt von Coopers Über-Album Trash und geriet gleich hinter Poison zum zweiterfolgreichsten Song der Platte. Komponiert hat Cooper das Stück zusammen mit seinem Ex-Bassisten Kane Roberts, seinem Produzenten Desmond Child sowie mit Diane Warren, die nicht nur für Rockgrößen wie Elton John, Tina Turner und Aerosmith tätig war, sondern auch für Popstars wie Whitney Houston und Britney Spears.

8. Hey Stoopid (1991)

Hey Stoopid gehört nicht nur zu Alice Coopers berühmtesten Songs, sondern der Meister des Schockrock begrüßte für das Stück auch jede Menge Gaststars im Studio. Slash, Ozzy Osbourne, Steve Vai, Joe Satriani: Sie alle geben sich in der Nummer die Klinke in die Hand und unterstützen ihren Kumpel Alice bei seinem Rock’n’Roll-Auftrag. Die Botschaft des Songs: „Hey Dummerchen, lass das mit den Drogen doch einfach sein …“.

9. Snakebite (1991)

Wie oft Alice Cooper im Lauf seiner jahrzehntelangen Karriere von Schlangen gebissen wurde, können wir nicht mit Sicherheit sagen. Doch wir wissen, dass es sich bei Snakebite um einen seiner allerbesten Songs handelt! Inhaltlich ist die Nummer quasi vertonter Machismo. „My face is tattooed in your shoulder / Your name is scratched into my bike“, singt Cooper darin. Na dann …

10. Feed My Frankenstein (1991)

Wer den Rockfilmklassiker Wayne’s World kennt, liebt bestimmt auch Feed My Frankenstein von Alice Cooper. Vor der legendären „Wir sind unwürdig!“-Szene besuchen die beiden Chaoten Wayne und Garth in dem Streifen nämlich ein Konzert des Schockrockers und kommen in den Genuss seiner damals brandneuen Single. Heute gehört die Nummer zu Coopers späten Klassikern — aus gutem Grund!

Du willst nichts mehr in der Rockwelt verpassen? Melde dich hier für unseren Newsletter an und werde regelmäßig von uns über die wichtigsten Neuigkeiten, die spannendsten Geschichten sowie die besten Veröffentlichungen und Aktionen informiert!

Sechs Anekdoten, die nur aus dem Leben von Alice Cooper stammen können

Continue Reading

Latest Music News

Top Stories

Don't Miss