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Schwere Vorwürfe: Britney Spears kämpft vor Gericht für das Ende der Vormundschaft

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Britney Spears
Foto: Drew de F Fawkes, CC BY 2.0 , via Wikimedia Commons

Man habe sie auf Drogen gesetzt und ihr verboten, ein Kind zu bekommen: Britney Spears hat vor Gericht drastische Dinge ausgesagt, um die jahrelange Vormundschaft ihres Vaters zu beenden.

von Björn Springorum

Am gestrigen Mittwoch sagte Britney Spears via Zoom vor einem Gericht in Los Angeles aus, um die seit über zehn Jahren andauernde Vormundschaft ihres Vaters Jamie Spears für ungültig erklären zu lassen. Schon zu Beginn sprach sich der Popstar gegen eine Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus und begründete es so: „Man hat ausgezeichnete Arbeit bei der Ausbeutung meines Lebens geleistet. Ich denke also, es sollte eine öffentliche Anhörung sein und man sollte hören, was ich zu sagen habe.“

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Im Verlauf der Anhörung verglich Spears ihre Situation während ihrer erfolgreichen Karriere mit Sexhandel, weil sie zur Arbeit gezwungen wurde, ohne ihre Finanzen kontrollieren zu können und somit abhängig gemacht wurde. „Die Menschen, die mir das angetan haben, sollten damit nicht so einfach davonkommen“, sagte sie. Insbesondere für ihren Vater hat Spears kein gutes Wort übrig. Er „liebte die Kontrolle über mich“, so die Sängerin. „Zu hunderttausend Prozent.“

Lithium gegen ihren Willen

Doch es kommt noch schlimmer: Spears zufolge wurde ihr gegen ihren Willen Lithium verabreicht. „Das ist eine starke Droge, die dich mental schädigt, wenn du sie länger als fünf Monate einnimmst“, erklärte sie. „Ich fühlte mich ständig betrunken, konnte mich nicht mal normal mit meiner Mom oder meinem Dad unterhalten. Sie hatten sechs Krankenschwestern für mich da.“ Ihre Familie habe nur zugesehen und ihr zudem untersagt, zu heiraten oder weitere Kinder zu bekommen – ganz konkret habe man ihr sogar verboten, ihre Spirale zu entfernen. Da wird einem richtig schlecht. „Es ist mein Wunsch und mein Traum, dass all das endet“, so Spears weiter. „Ich will doch einfach nur mein Leben zurück.“ Der eine oder andere angeblich skandalöse Britney-Auftritt in der Öffentlichkeit, er dürfte sich damit auch erklären.

Nach der Anhörung meldeten sich zahlreiche Popstars in den sozialen Netzwerken zu Wort und stellten sich hinter Britney Spears. „Was mit ihr passiert, ist einfach nicht richtig“, twitterte Justin Timberlake, Halsey stellte klar: „Ich bewundere sie für ihren Mut, für sich selbst zu sprechen“, während von Mariah Carey ein „Stay strong“ kam. Fest steht: Die Bewegung #FreeBritney dürfte jetzt ordentlich an Momentum gewinnen.

Eine vollständige Transkription der Anhörung gibt es hier zu lesen.

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Zeitsprung: Ab 25.1.2000 erklärt uns Britney Spears die Halbleiterphysik. Quasi.

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