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„No Man’s Land“: Frank Turner veröffentlicht ein Album das (fast) nur von Frauen handelt

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Gut ein Jahr nachdem Frank Turner mit Be More Kind die Kritiker begeisterte und mit über 100 Headliner-Shows die große weite Welt unsicher machte, kehrt er nun mit einem brandneuen Konzeptalbum zurück: No Man’s Land erzählt von wahren Frauen, deren beeindruckende Geschichten nie sehr bekannt wurden. Die ersten beiden Singles könnt ihr euch jetzt anhören!

von Timo Diers

„Im Moment schreibt sonst niemand diese Songs. Deshalb will ich diese Geschichten teilen!“ sagt Turner gegenüber NME über seine Motivation, ein Album allein über Frauen zu schreiben. „Es bringt die beiden großen Interessen aus meinem Leben zusammen, die bisher immer getrennt voneinander waren – Geschichte und Songwriting“. Einen Vorgeschmack darauf, wie No Man’s Land klingen wird, gibt es seit kurzem mit den ersten Singleauskopplungen The Death Of Dora Hand und Sister Rosetta.

Letztere erzählt die Geschichte der Gitarristin Rosetta Tharpe aus Arkansas, von der selbst Herren wie Chuck Berry, Elvis und Johnny Cash zwar immer wieder als große Inspiration schwärmten, die aber erst 2018 in die Rock’n’Roll Hall Of Fame eingeführt wurde. Ganze 45 Jahre nach ihrem Tod.

Bleibt nur noch zu klären, warum der Refrain ein ganz klein bisschen nach Stacey’s Mom klingt. Hört mal rein:

Auf No Man’s Land handeln nicht nur alle 13 Songs von Frauen wie der frühen ägyptischen Frauenrechtlerin Huda Sha’arawi (The Lioness), der Lehrerin und Astronautin Christa McAuliffe (Silent Key) oder – aus der Liste etwas herausstechend – Frank Turners Mutter (Rosemary Jane), sondern auch die Produktion war in rein weiblicher Hand. Zumindest fast, denn einen Herrn musste es selbst in einem Land ganz ohne Männer geben: Frank Turner himself! Netter Weise macht er mit No Man’s Land nicht den Eindruck, als kühner Verfechter zu Unrecht vergessener Frauen nach Komplimenten zu fischen. Turner betont in einem kurzen Video sein Interesse an der Geschichte der Frauen und kündigt mit Tales From No Man’s Land eine passende Podcast-Serie an. In jeder Episode will er mit Musikern, Geschichts-Experten und – als großes Highlight – seiner Mutter über je einen Song und der dazugehörigen Story sprechen.

Produziert wurde No Man’s Land von Catherine J. Marks, die bereits mit den Foals, The Amazon oder The Big Moon zusammenarbeitete, und soll am 16. August erscheinen.

Schaut euch hier die Tracklist für No Man’s Land an:

1. Jinny Bingham’s Ghost
2. Sister Rosetta
3. I Believed You, William Blake
4. Nica
5. A Perfect Wife
6. Silent Key
7. Eye Of The Day
8. The Death Of Dora Hand
9. The Graveyard Of The Outcast Dead
10. The Lioness
11. The Hymn Of Kassiani
12. Rescue Annie
13. Rosemary Jane

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