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Sting: Klares Nein zu Biopics wie “Rocketman” und “Bohemian Rapsody“

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Foto: John Phillips/Getty Images

In einem neuen Interview spricht der ehemalige Police-Frontmann über seine nordenglische Herkunft, sein Erfahrungen als Schauspieler und warum sein aktuelles Musical-Projekt eine bessere Autobiografie ist als ein Blockbuster.

von Michael Döringer

Kritik an Rocketman und Bohemian Rapsody

Sting erteilt einer potenziellen großangelegten Filmbiographie eine klare Absage. Ein Rockstar-Biopic nach Machart von Rocketman oder Bohemian Rapsody würde für den Sänger und Ex-Frontmann von The Police nicht in Frage kommen, sagte der 68-jährige Brite in einem Interview mit dem Hollywood Reporter. „Ich will meine Geschichte auf künstlerische Weise erzählen“, erklärte er in Bezug auf das Musical The Last Ship, das momentan am Ahmanson Theatre in Los Angeles aufgeführt wird. Sting schrieb dafür die Musik und Texte, und spielt auch mit: als Vorarbeiter einer Werft in Newcastle. Eine klare biografische Parallele, denn er wuchs selbst in einem kleinen Ort nahe der grauen, nordenglischen Stadt auf. Über The Last Ship sagt er folgendes:

„Es erzählt die Geschichte meines Heimatortes. Wir hatten eine berühmte Werft, in der man die größten Schiffe des Planeten baute, und das direkt am Ende meiner Straße! Ich lebte in dieser episch-surrealen, industriellen Umgebung, aber das erkennt man als Kind nicht. Ich hatte vielmehr Angst, dass ich auch in dieser Werft enden würde, wie meine Vorfahren. Immer wenn ich morgens an den tausenden Arbeitern vorbeikam, dachte ich: Ich will das nicht.“

Sting als Bildungsvermittler

Sting setzte auf Bildung und wurde stattdessen Lehrer, bevor die Sache mit der Musik dazwischenkam. Auch als Schauspieler sammelte er früh Erfahrung. Seinen ersten Auftritt hatte er in Quadrophenia (1979), dem von The Who produzierten Kultfilm über die Mod-Bewegung. Sting war noch unbekannt, er ging zum Casting und hatte offenbar den gewünschten Look, um einen der Anführer der Mods im Kampf gegen Rockert und Polizei zu verkörpern.

„The Police gab es zwar schon, aber wir warteten noch auf den Durchbruch. Unser erster Hit fiel dann mit der Premiere von Quadrophenia in London zusammen – das gab natürlich einen richtigen Hype. Ich wurde sehr schnell sehr berühmt. Zum Glück war ich schon 26 oder 27 damals, wurde also nicht so ein Teenie-Star. Ich war ein Lehrer, stand mit beiden Beinen fest im Leben. Wäre das anders gewesen, wäre ich wohl durchgedreht.“

Stings Leben als Verfilmung?

Nachdem sich nun auch Elton John mit Rocketman ein filmisches Denkmal setzen ließ, läge ein solches Werk auch im Fall von Sting durchaus nahe. Davon will dieser aber gar nichts wissen. Filmen an sich sei er generell nicht abgeneigt, es komme immer wieder vor, dass er zufällig in eine größere Produktion hineingerate. Doch sein Leben will er nicht künstlich für die große Leinwand aufgeblasen sehen:

„Ich würde das nicht wollen. Ich erzähle meine Geschichte auf künstlerische Weise, wie in The Last Ship. Das Stück ist eine Metapher, es ist eine Geschichte über mich. Ich stecke auf viele Arten in diesem Werk, mehr sogar als ich ursprünglich geplant hatte. Die Figur, die ich spiele, ist zusammengesetzt aus Personen wie meinem Vater, meinen Onkeln oder Leuten, mit denen ich aufgewachsen bin. So will ich biografische Projekte angehen, und nicht nach dem Motto: ‚Wie sieht die Dramaturgie von Stings Leben aus?‘ Ich bin nämlich noch nicht fertig damit.”

Ganz im Gegensatz zu seiner Zeit bei The Police. Im Prinzip endete die Geschichte der Band im Jahr 1983 mit dem fünften Album Synchronicity, von kleineren Reunions abgesehen. Klar und nüchtern bringt Sting auf den Punkt, warum dieses Kapitel für ihn längst abgeschlossen ist: Man habe schlicht und ergreifend alles erreicht, was man sich als Band vorgenommen hatte – und das nicht nur einmal.

„Every Breath You Take“: Alles über den größten Hit von The Police & Sting

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Grammy-Preisträgerin Irene Cara („Flashdance … What A Feeling“) ist gestorben

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Aaron Rapoport/Corbis/Getty Images

Die mehrfache Grammy-Preisträgerin Irene Cara ist tot. Die US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin, die mit ihrem Titelsong zum Kultfilm Flashdance im Jahr 1983 bekannt wurde, starb am 25. November 2022 im Alter von 63 Jahren — das erklärte ihre Publizistin in einem Social-Media-Posting.

Das offizielle Statement im Wortlaut

„In tiefer Traurigkeit gebe ich im Namen ihrer Familie den Tod von Irene Cara bekannt. Die mit dem Academy Award prämierte Schauspielerin, Sängerin, Songwriterin und Produzentin ist in ihrem Haus in Florida verstorben“, so Publizistin Judith A. Moose im Statement. Die Todesursache sei bislang nicht bekannt und werde bekanntgegeben, sobald diese feststehe.

„Irenes Familie hat um Privatsphäre gebeten, um ihren Kummer zu verarbeiten. Sie war eine wunderschöne, begabte Seele, deren Vermächtnis durch ihre Musik und ihre Filme für immer weiterleben wird. Die Beerdigungsfeierlichkeiten stehen noch aus und eine Gedenkfeier für ihre Fans wird zu einem späteren Zeitpunkt geplant“, heißt es in dem Statement weiter.

Große Erfolge durch Filme

Irene Cara, geboren am 18. März 1959 in der New Yorker Bronx, wurde mit dem Stück Flashdance … What A Feeling – dem Titelsong des 1983 erschienenen Films Flashdance – weltbekannt. Für den Song, den sie mitgeschrieben hatte, erhielt sie einen Oscar für die Beste Filmmusik sowie zwei Grammy Awards. Ihr Durchbruch gelang ihr aber schon drei Jahre zuvor mit ihrer Rolle im Film Fame. Cara stand seit frühester Kindheit in der Öffentlichkeit.

 

In späteren Jahren gelang ihr kein großer Hit mehr — laut eigenen Angaben konnte sie aber bis zuletzt von ihren Tantiemen gut leben und bezeichnete ihren Lebensstatus als „Halbruhestand“. Ein paar kleinere Comeback-Erfolge konnte sie aber doch verbuchen — etwa 2005, als sie mit ihrer Band Hot Caramel in der US-Show Hit Me Baby One More Time als Siegerin hervorging. 2001 sang sie als Gastsängerin beim Schweizer Popstar DJ BoBo ihren Hit What A Feeling.

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„Tiefes Bedauern“: Bob Dylan entschuldigt sich für Unterschriftenskandal

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Jeffrey R. Staab/CBS via Getty Images

Eine vermeintlich handsignierte, limitierte Auflage von Bob Dylans neuem Buch „The Philosophy of Modern Song“ hatte kürzlich für viel Verärgerung gesorgt. Die Ausgaben, die der Verlag Simon & Schuster mit Echtheitszertifikat für einen Preis von über 600 Dollar verkaufte, hatten nämlich einen Haken: Die Bücher hatte Dylan gar nicht per Hand unterschrieben — sondern mit einem sogenannten „Autopen“. In den sozialen Medien hatten zuvor einige Personen Zweifel an der Echtheit der begehrten Dylan-Signaturen geäußert.

 von Markus Brandstetter

Es ist selten, dass sich Bob Dylan zu Wort meldet, umso bemerkenswerter ist, dass der legendäre wie auch schweigsame Musiker sich in einem Statement an seine Fans wendet. „An meine Fans und Anhänger, Ich bin darauf aufmerksam gemacht worden, dass es eine Kontroverse über die Unterschriften auf einigen meiner jüngsten Kunstdrucke und auf einer limitierten Auflage von Philosophy Of Modern Song gibt. Ich habe im Laufe der Jahre jeden einzelnen Kunstdruck handsigniert, und es gab nie ein Problem“, schreibt Dylan.

„Im Jahr 2019 hatte ich jedoch einen schlimmen Schwindelanfall, der bis in die Pandemiejahre anhielt. Es braucht eine fünfköpfige Crew, die eng mit mir zusammenarbeitet, um diese Unterschriftensitzungen zu ermöglichen, und wir konnten keinen sicheren und praktikablen Weg finden, um das zu erledigen, was ich tun musste, während das Virus wütete. Während der Pandemie war es also unmöglich, etwas zu unterschreiben, und der Schwindel half auch nicht. Angesichts der drohenden Vertragsfristen wurde mir vorgeschlagen, einen automatischen Stift zu verwenden, und mir wurde versichert, dass so etwas in der Kunst- und Literaturwelt ‚ständig‘ gemacht wird“, so die Songschreiberlegende weiter.

Dylan entschuldigt sich am Ende des Statements in aller Form für diese „Fehleinschätzung“, man arbeite bereits an einer Wiedergutmachung. „Der Einsatz einer Maschine war eine Fehleinschätzung, die ich sofort korrigieren möchte. Ich arbeite mit Simon & Schuster und meinen Galeriepartnern zusammen, um genau das zu tun. Mit tiefem Bedauern, Bob Dylan“.

Auch Verlag entschuldigt sich

Der Verlag selbst hatte vor wenigen Tagen verlautbart: „Bei denjenigen, die die limitierte Ausgabe von THE PHILOSOPHY OF MODERN SONG gekauft haben, möchten wir uns entschuldigen. Wie sich herausgestellt hat, enthalten die Bücher der limitierten Auflage zwar Bobs Originalunterschrift, aber in Form einer handgeschriebenen Replik. Wir werden uns sofort darum kümmern, indem wir jedem Käufer eine sofortige Rückerstattung gewähren.“

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„Adieu“: Rammstein nehmen bildgewaltig Abschied! Aber wovon?

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Foto: Santiago Bluguermann/Getty Images

Es ist die fünfte und letzte Single aus Zeit: Jetzt hat auch die elegische Ballade Adieu ein episches Video bekommen. Seht hier, wie Rammstein zu Killern werden. War’s das dann so langsam in Sachen neuer Musik?

von Björn Springorum

Fans spekulieren ja schon seit Veröffentlichung des neuen Albums Zeit, ob selbige für Rammstein so langsam gekommen ist. Und während die Band weiterhin fleißig Konzerte für 2023 bestätigt und wir also zumindest live nicht sofort Abschied nehmen müssen, zeigt jetzt auch das bewegende neue Video zur fünften Single Adieu, dass die Zeit auch für Rammstein kommen wird. Die Frage ist nur: wann? Hier gibt es das epische, knapp neunminütige (!) Video zu sehen:

Die Band verbrennt sich selbst

Der opulente Clip wurde wieder von Specter Berlin umgesetzt und inszeniert die Band als militantes Kommando, das in einer futuristischen Welt ein Gebäude überfällt, in dem die „Verdammten“ festgehalten werden, wie es im Abspann heißt. Ein bildmächtiges Spektakel ist Adieu geworden, ganz ähnlich dem sensationellen Video zu Zeit, mit dem Rammstein dieses Kapitel begannen. Jetzt beenden sie es – und kündigen damit vielleicht auch das Ende ihrer Karriere an? „Nur der Tod währt alle Zeit“, heißt es bekanntlich im Song, der lyrisch einen Abschied beschreibt. Welcher das ist – Tod, Trennung, Ende der Band –, bleibt weiterhin offen.

Im Video laufen Till Lindemann Tränen die Wangen herab, am Ende zündet Paul Landers alles an und verbrennt damit symbolisch auch die Band. Am Ende werden die Bandmitglieder zu riesenhaften Steinfiguren, zu Ikonen, stumm und starr für alle Zeit. Da kann man natürlich wieder eine ganze Menge hineininterpretieren. Und das ist ja irgendwie auch das Schöne: Wie immer wissen wir mal nicht, was Rammstein genau vorhaben. Genießen wir es, solange wir noch können.

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Sehnsucht: Wie Rammstein der große Durchbruch gelang

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