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„Propagandainstrument“ und „Feind des Volkes“: Schlagzeuger von System Of A Down übt heftige Kritik an „Black Lives Matter“-Bewegung

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Foto: David Pomponio/FilmMagic/Getty Images

Dass die politischen Meinungen innerhalb der Mitglieder von System Of A Down auseinandergehen, ist bekannt. Deshalb ist es anzunehmen, dass zumindest Sänger Serj Tankian mit den Äußerungen seines Bandkollegen und Schlagzeugers John Dolmayan nicht unbedingt glücklich sein dürfe. Dolmayan äußerte sich kürzlich nämlich zur „Black Lives Matter“-Bewegung – und das nicht gerade positiv.

von Markus Brandstetter

Der Musiker äußerte sich auf Instagram zum Tod des achtjährigen Mädchens Secoriea Turner, das von Unbekannten im Auto erschossen wurde – angeblich von einem Anhänger der BLM-Bewegung.

„Sie werden vor Gericht gestellt werden“

„Die vermeintliche Black-Lives-Matter-Bewegung hatte meiner Ansicht nach nie eine Legitimität und war immer ein Spendensammel- und Propagandainstrument der Demokratischen Partei”, so Dolmayan, der ein Bild des Mädchens postete. „Zusammen mit der Antifa haben sie sich als Feind des Volkes der Vereinigten Staaten erwiesen und sich die Gesetzlosigkeit zu eigen gemacht, ermutigt durch sensationsgierige Medien und die schwachsinnigen Eliten Hollywoods, die ihnen bei jeder Gelegenheit nachgeben. Sie werden vor Gericht gestellt werden, aber wann? Wie viele Unschuldige müssen noch ermordet werden, bevor wir zur Vernunft kommen“, heißt es in dem Posting weiter..

„Kein systematischer Rassismus“

Wie die Website-Blabbermouth hinweist, reagierte Dolmayan auf Kritik an seinem Posting erneut mit mit rechter Gegenkritik. Auf die Anmerkung, dass Dolmayan sich nicht äußern würde, wenn Schwarze Menschen in den USA rassistische Erfahrungen machen müssen, antwortete der Schlagzeuger: „Es gibt keinen systematischen Rassismus in den USA. Nenne mir auch nur ein Beispiel.”. In einem weiteren Posting kritisierte der Musiker außerdem die geforderte Entfernung von etlichen Denkmälern in den USA.

Serj Tankian über Meinungsverschiedenheiten

Dass Dolmayan dem republikanischen Spektrum zuzuordnen ist, war bereits bekannt. Auch, dass SOAD-Frontmann Serj Tankian sich dessen durchaus bewusst ist. Dieser erklärte vor einiger Zeit in einem Instagram-Posting: „Mein Drummer und Schwager @johndolmayan_, den ich ungeachtet unserer extrem polarisierten politischen Kommentare und Differenzen liebe und respektiere, war immer mein treuer Verbündeter bei den Bemühungen um die Anerkennung des armenischen Völkermords innerhalb von Soad. Das Ausmaß des Online-Hasses und der Dummheit gegen ihn und mich ist nicht zu rechtfertigen: Die sozialen Medien haben eine fehlerhafte digitale Gesellschaft geschaffen, die teilweise von dieser Realität lebt. Denkt unabhängig von der Haltung daran, dass nur Künstler, die sich wirklich sorgen und leidenschaftlich sind, das Risiko eingehen, ihre Fanbasis für das, was sie für die Wahrheit halten, zu entfremden. Unser Dilemma und möglicher Trugschluss ist, dass wir zwei in einer Band haben. Manche mögen das als Schwäche ansehen, aber die künstlerische, politische und soziale Dichotomie, wenn nicht Quadrichotomie (kein Wort) hat @systemofadown zu dem gemacht, was es heute ist“.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

My drummer and brother in law @johndolmayan_ whom I love and respect irrespective of our extremely polarized political commentary and differences has always been my stalwart ally in efforts for recognition of the Armenian genocide within Soad. The amount of online hate and stupidity against him and I are unjustifiable: social media has created an erroneous digital society that partially thrives on this reality. Remember irrespective of the stance, only artists that truly care and are impassioned will risk alienating their base for what they consider the truth. Our dilemma and possible fallacy is that we have two in one band. Some may consider that a weakness but the artistic, political and social dichotomy if not quadrichotomy (not a word) has made @systemofadown what it is today. Thank you all for reading. We should all do more non-online reading 🙂

Ein Beitrag geteilt von Serj Tankian (@serjtankian) am

Zu Dolmayan äußerte sich Tankian bis dato nicht.

Zeitsprung: Am 3.9.2001 endet ein System Of A Down-Gratiskonzert im Chaos.

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Bruce Springsteen crasht Auftritt von den Killers!

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Foto: NBC/Getty Images

Am vergangenen Samstag legten die Killers im Madison Square Garden eine beeindruckende Show auf die legendären Bretter. Für die Zugabe ließ es sich sogar der Boss persönlich nicht nehmen, die Band bei gleich drei Songs zu begleiten.

von Björn Springorum

Es ist ja kein Geheimnis, dass die Killers riesige Fans von Bruce Springsteen sind und von ihm mehr beeinflusst wurden als von allen anderen. Es ist aber ebenso wenig ein Geheimnis, dass auch Bruce Springsteen einen Narren an der Nevada-Truppe gefressen hat. Längst sind der Boss und die Killers befreundet – und wie eng, das konnte man vergangenen Samstag mal wieder in New York City beobachten.

Der Boss taucht am Arbeitsplatz auf

Das Konzert der Killers im Rahmen ihrer Imploding The Mirage-Tour fand im ikonischen Madison Square Garden statt und war auch so ein gewohnt sehenswertes, emotionales Spektakel. Für die Zugabe ließ sich die Band um Frontmann Brandon Flowers dann aber was ganz Besonderes einfallen: Sie luden sich niemand Geringeren als Bruce Springsteen zu sich auf die Bühne ein, um das Finale der Show gemeinsam zu bestreiten!

Flowers kündigte den Ehrengast aus dem nahen New Jersey mit folgenden Worten an: „Jeder wird nervös, wenn der Boss plötzlich an seinem Arbeitsplatz auftaucht, richtig? Ich weiß nicht, ob es euch aufgefallen ist, aber meine Freunde und ich hier machen uns schon den ganzen Abend in die Hose, weil der Boss da ist. Ladys und Gentlemen, Bruce Springsteen.“

Dann kam Springsteen auch schon an der Seite von Jake Clemons aus der E Street Band auf die Bühne, stimmte mit den Killers Badlands, Born To Run und den Killers-Song A Dustland Fairytale an… und hatte sichtlich Spaß mit seinen musikalischen Ziehsöhnen.

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Prince-Familie verbietet Sinéad O´Connor Nutzung von „Nothing Compares 2 U“

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Mairo Cinquetti/NurPhoto via Getty Images

Mit ihrer Coverversion des Prince-Stücks Nothing Compares 2 U wurde Sinéad O’ Connor 1990 zum Weltstar. Nun untersagte ihr die Familie des 2016 verstorbenen Musikers die Nutzung des Songs für die O’Connor-Doku Nothing Compares.

 von Markus Brandstetter

Die Regisseurin der Doku, Kathryn Ferguson, erklärte gegenüber Billboard: „Ursprünglich hatten wir vor, den Song zu verwenden, aber wir erhielten eine Absage (was als Rechteinhaber ihr Vorrecht war). Am Ende waren wir mit diesem Teil des Films sehr zufrieden. Es bedeutete, dass der Fokus auf Sinéads Worten und auf ihrem eigenen Songwriting lag.”

Prince’ Schwester Sharon Nelson erklärte in einem Statement die Hintergründe zum Nein folgendermaßen: „Nichts ist vergleichbar mit der Live-Version von Prince mit Rosie Gaines, die auf dem Album Hits 1 zu hören ist, und wir werden dieses Album am 4. November auf Vinyl wiederveröffentlichen”, so Nelson. Dann wird es noch richtiggehend persönlich: „Ich fand nicht, dass [O’Connor] es verdient hat, den Song, den mein Bruder geschrieben hat, in ihrer Dokumentation zu verwenden, also haben wir abgelehnt. Seine Version ist die beste.“

Woher der Groll Nelsons gegen die irische Sängerin (die im Rahmen ihrer Konversion zum Islam ihren Namen in Magda Davitt änderte) kommt, ist nicht klar – es könnte allerdings mit Vorwürfen der Musikerin gegenüber Prince zu tun haben, die sie 2020 in der  New York Times erhob. Darin hatte sie unter anderem behauptet,  Prince habe sie terrorisiert, beschimpft und bei einer Kissenschlacht mit einem harten Gegenstand geschlagen.

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„Verrückte Hexen und Elfen”: Björk spricht über Sexismus, den sie und Kate Bush erlebten

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Santiago Felipe/Getty Images

Auch wenn sie (sowohl als Künstlerin als auch als Produzentin und Komponistin) seit langem als eine der interessantesten Erscheinungen in der jüngeren Popmusik gilt: Die isländische Sängerin, Musikerin, Produzentin und Songschreiberin Björk Guðmundsdóttir ist mit der Rezeption von Künstlerinnen wie ihr und Kate Bush alles andere als einverstanden. In einem aktuellen Interview mit der britischen Musikzeitschrift NME erklärte die Künstlerin, welche Art von Sexismus ihr und Kollegin Bush immer wieder entgegenschlug.

 von Markus Brandstetter

„Ich war immer ziemlich empört darüber, wie oft über Kate Bush so geschrieben wurde, als ob sie verrückt sei oder eine geistesgestörte Hexe – oder über mich als verrückte Elfe“, sagt sie. „Wir sind Produzentinnen. Ich habe 20 Jahre lang alle meine Partituren geschrieben. Ich gebe nicht damit an, ich sage das nur, weil die Leute immer noch wollen, dass ich eine naive Elfe bin. Wenn wir Männer wären, würden wir ernster genommen werden“. Björk prangert unter anderem an, dass männliche Rockkritiker Songs aus weiblicher Perspektive aus Prinzip geringer schätzten als „Rocktypen, die über Titten, Bier und Heroin sangen“.

Björk: „Lasst uns 50 Prozent ‚Titten und Bier’ machen — und 50 Prozent andere Sachen!“

Die Musikerin räumt aber auch ein, dass sich in den jüngeren Generationen viel zum Positiven geändert hat. „Endlich können sich die Leute der Generation Z eine weibliche Produktion oder eine weibliche Welt vorstellen, ohne dass es ihnen verrückt vorkommt oder dass sie sich darüber lustig machen oder Angst davor haben müssen.“ Auch bei Künstlerinnen hat sich viel getan: „Es hat einen großen Wandel gegeben, und es ist wirklich schwer, das Leuten zu erklären, die jünger sind als ich”, sagt sie. “Wenn man sich die vielen US-Rapperinnen heute anschaut, hätte es das in den 80er Jahren nie gegeben.“

Björk stellt auch klar, dass es nicht um die Bevorteilung von Frauen geht — sondern um nichts anderes als Gleichberechtigung. „Ich will auf keinen Fall, dass die Frauen die Oberhand gewinnen; ich bin ganz froh, wenn wir 50/50 machen! Lass uns 50 Prozent ‚Bier und Titten‘ machen und 50 Prozent andere Sachen. Damit bin ich einverstanden!”

In die Generation Z setzt Björk auch abseits der Musik große Hoffnungen: „Die Generation Z ist wirklich radikal, und ich bin erleichtert, dass die Umwelt für sie eine Priorität ist – ich bin dafür. Wenn ich die Nachrichten lese, wird das meiste davon in 20 Jahren keine Rolle mehr spielen. Das Einzige, was wirklich zählt, ist, wie wir mit der Umwelt umgehen“.

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