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Kurz vor der Abschiedstour: Peter Frampton veröffentlicht „All Blues“

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Jesse Grant/Getty Images for NAMM

Peter Frampton hat die Identität der Gitarrenmusik so sehr geprägt, dass es als Musiker*in schwierig ist, nicht von ihm beeinflusst worden zu sein – auch wenn man seinen Namen vielleicht noch gar nicht gehört hat. Kurz vor seiner großen Abschiedstour hat „einer der wichtigsten Protagonisten des Rock’n’Roll“, wie ihn der Rolling Stone ehrfürchtig nennt, ein neues Album rausgebracht. Ihr könnt es hier bestellen.

von Timo Diers

Doch was macht man, wenn man dabei geholfen hat, den Grundstein des Rock zu legen und auf Kooperationen mit David Bowie und Ringo Starr zurückblicken kann? Für Frampton war es eine ganz natürliche Entscheidung. Sein neues Coveralbum heißt All Blues und ist seit dem 7. Juni erhältlich.

Und wie er lebt! Peter bei der “Frampton Comes Alive”-Tour 1976. Kevin Cummins/Getty Images

„Ich habe es schon immer geliebt, den Blues zu spielen“, sagt Frampton in einem Statement über seine neue Platte, die mit 10 Blues Klassikern seine eigene musikalische Abstammung erkundet. „Als wir damals Humble Pie gründeten, haben wir anfangs nichts Anderes gespielt. Und in den letzten zwei Jahren habe ich jeden Sommer, wenn ich Abend für Abend mit der Steve Miller Band auf der Bühne stand, auch immer eine Handvoll Bluesnummern eingestreut. Mir hat das sehr Spaß gemacht, woraus dann die Idee entstehen sollte, so ein reines All Blues Album zu machen – und zwar im Studio mit meiner Band“.

Der erste Track I Just Want To Make Love To You hätte keine bessere Eröffnung des Albums sein können. Zusammen mit Kim Wilson (Fabulous Thunderbirds) arbeiten sich Frampton und seine Band anmutig durch den Muddy Waters-Hit und werden dem rauchigen, dreckigen Sound mehr als gerecht. Dan Wojciechowskis offen klingende Drums drücken den Song behäbig voran, während sich Frampton und Gitarrist Adam Lester mit Hingabe an dem zeitlosen Riff abarbeiten. Hört selbst!



Und allein bei dieser Perle bleibt es nicht. Mit der Ray Charles Ballade Georgia On My Mind verzichten Peter Frampton und seine Band auf Vocals und geben sich ganz dem instrumentalen Arrangement hin, was Framptons melodisches Talent an der Gitarre noch mehr in den Vordergrund rückt. Bei Me And My Guitar oder She Caught The Katy tritt hingegen Framptons Blues Rock Seite immer deutlicher hervor, was aus All Blues nicht nur ein leidenschaftlich gut gespieltes, sondern auch vielseitiges, in sich sehr fein abgestimmtes Coveralbum macht. „Wir verneigen uns damit vor all den Ikonen, den Wegbereitern dieses Genres, die diese unglaubliche Musik erfunden haben“.


Hört hier das ganze Album:


Das Release der neuen Platte kommt nur wenige Tage vor dem Beginn seiner letzten Tour am 18. Juni. Nachdem Frampton mit Einschlusskörper-Myositis, einer die Muskeln entzündende Autoimmunkrankheit diagnostiziert wurde, entschied sich der 1950 geborene Brite dazu, sein Tour-Leben abzuschließen.

In seiner mehr als 50 Jahren langen Karriere arbeitete Frampton mit den größten Namen aus dem Musikgeschäft zusammen und feierte auch als Solokünstler beeindruckende Erfolge. Sein fünftes Album Frampton Comes Alive! verkaufte sich allein rund 17 Millionen Mal und zählt damit zu den erfolgreichsten Livealben der Geschichte.

Frampton 1973. Michael Putland/Getty Images


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