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Popkultur

Schwarze Wucht: Das „Black Album“ von Metallica

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Metallica

Am 12. August 1991 kracht ein schwarzer Monolith auf Erde: Metallica veröffentlichen Metallica. „Die Schwarze“ oder auch The Black Album klingt zugänglicher, konzentrierter, mächtiger – und wird zum erfolgreichsten Metal-Album aller Zeiten. Hier seine Geschichte.

von Christof Leim

Hier könnt ihr Metallica anhören:

Im Sommer 1990 wollen es Metallica wissen: Sie gehören zu den größten Bands im Metal, an der Spitze der Thrash-Welle stehen sie sowieso. Mit dem komplexen Rifffeuerwerk …And Justice For All haben sie 1988 nicht nur die US-Top Ten und das Musikfernsehen geknackt, sondern sich weltweit als Headliner etabliert.

Doch der kompositorische Weg ist ausgereizt: Noch verschachtelter, noch thrashiger als auf Justice geht es nicht, zumindest nicht, wenn das nicht zum Selbstzweck verkommen soll. Das Format langer Metal-Songs mit siebenhundert Riffs und dauerdurchgedrücktem Gaspedal langweilt James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Jason Newsted zusehends. „Auf sicher“ zu spielen und Justice II zu schreiben, ist keine Option. Metallica wollen den Erfolg, sie wollen ihre Musik noch größer, noch besser machen und sie auch besser klingen lassen.


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Metallica
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Neuer Fokus

Dazu brauchen sie einen neuen Ansatz, nicht zuletzt beim Produzenten: Der Kanadier Bob Rock hatte sie mit seiner Arbeit für Sonic Temple von The Cult und insbesondere Dr. Feelgood von Mötley Crüe mit seinem unglaublich wuchtigen Drumsound beeindruckt. Rock wiederum kannte die Thrash-Könige nur am Rande und stand eigentlich im Wort bei seinem Kumpel Richie Sambora von Bon Jovi für dessen erstes Soloalbum. Doch er entscheidet sich für Metallica und will das Album nicht nur wie angedacht abmischen, sondern komplett produzieren. Die Metal-Szene-Polizei heult natürlich sofort rum, aber Hetfield sagt zu Recht: „Klingen Bon Jovi plötzlich wie Metallica, wenn Flemming Rasmussen sie produziert?“

Metallica

Die Entscheidung erweist sich als goldrichtig: Rock bricht liebgewonnene Arbeitsweisen auf und richtet den Blick auf den Kern der Songs, auf den Vibe und auch auf Groove – Parameter, die der perfekten und mit Überschall getackerten Riffwelt bisher keine große Rolle einnahmen. Die Platte soll kein auf ein Raster genageltes Metal-Reißbrett werden, weswegen er die die Jungs die Basic Tracks (vor allem der Drums) auch zusammen einspielen lässt. Rock scheut sich auch nicht, Metallica in ihre Songs reinzureden, was zu ständigen, harten und nervtötenden Diskussionen und so viel Streit führt, dass die Parteien nach der Produktion tatsächlich erstmal eine ganze Weile nicht miteinander reden.

Rocks Ansatz passt zu dem Material, das Lars und James in zwei Monaten im Keller des Drummers zusammengesetzt haben. Die Songs sind langsamer und kürzer als früher, kommen mit wenigen Riffs aus und deshalb besser zum Punkt, doch als simpel und billig entpuppen sie sich bei genauerem Hinsehen nicht. Natürlich entfernen Metallica sich damit von der reinen Thrash-Lehre, doch von kindischen Underground-Werten lassen sich die Musiker seit 1984 nicht beeindrucken, und mit Nische und Untergrund hat es wenig tun, was da gerade entsteht. Die neue Musik klingt größer, zugänglicher und unbeschränkter als früher.

Nachtriffs & Monsterwalzen

Gleich der erste geschriebene Song gibt die Marschrichtung vor: Enter Sandman basiert auf einem Riff von Kirk, dass ihm nachts um zwei und inspiriert von Soundgardens Louder Than Love aus der Gitarre gefallen war. Nach einem kleinen Umbau durch Lars entsteht daraus ein Ohrwurm erster Güte, auf dem das gesamte Stück aufbaut. Enter Sandman erscheint zwei Wochen vor der Platte als erste Single und wird, ganz einfach gesagt, zum Megahit. Mehr Fakten zu der Nummer findet ihr hier.

Für das folgende Sad But True stimmen Metallica ihre Gitarren tiefer, lassen ihrem inneren Godzilla freien Lauf und konzentrieren sich auf Groove, Wucht und Heaviness. Alleine das Hauptriff ist so heavy, dass sich das Erdgravitationsfeld verbiegt. Ursprünglich spielen Metallica das Ding ein Stück schneller, aber Bob Rock regt an, sich zurückzulehnen. Sad But True genießt lange den Status eines Livestandards und erscheint als fünfte und letzte Single mehr als anderthalb Jahre nach dem Album – was zeigt, wie lange die Platte „heiß“ und die Band auf Tour bleibt. Bob Rock zieht bei diesem Lied sogar Vergleiche mit Kashmir von Led Zeppelin, und das darf er auch.

Der kann ja singen!

Holier Than Thou weist mit zackigem Tempo und gehackten Riffs noch am ehesten Spuren der alten Thrash-Zeiten auf und wird vielleicht deswegen als erste Single gehandelt. Doch Lars besitzt die richtige Vision und setzt die in langen Diskussion durch: Von Anfang an sieht er in Enter Sandman die Nummer, mit der Metallica das neue Jahrzehnt einläuten sollten. Offensichtlich zu Recht. Und tatsächlich verlieren Metallica an Holier irgendwann die Lust: In 30 Jahren spielen sie das Stück weniger als 100 mal live, was man von Enter Sandman nicht behaupten kann (bis zum Jubiläum: 1356 Einsätze).

Eine Tradition ziehen die Kalifornier aber durch: Die Ballade kommt an vierter Stelle. Üblicherweise hören wir dann eine ruhige Strophe und einen lauten Chorus, aber Metallica drehen das für The Unforgiven um. Das Horn zu Beginn soll aus einem Ennio-Morricone-Soundtrack gemopst worden sein, die fingergepickte Konzertgitarre als Intro gibt dem Ganzen einen Westerncharakter. Im Chorus wiederum nimmt die Band die Dynamik zurück und lässt viel Raum für Hetfield, der hier ungewohnt „richtig“ singt. Die melodramatische Stimmung, der düstere Clip und die Massentauglichkeit lassen The Unforgiven zu einem Schlüsselstück werden, das als zweite Single ausgekoppelt wird und in späteren Jahren zwei „Sequels“ bekommt. Vom Video existiert sogar eine zwölfminütige „theatrical version“.

Versteckte Perlen & schwierige Verbindungen

Metallica gelten schon immer als Straßenköter, für das Black Album werden sie sogar an die 300 Shows abreißen. Wherever I May Roam thematisiert dieses Leben und klingt auch so: weit, frei und zielstrebig. Die vierte Single. Don’t Tread On Me gehört zu den „Deep Tracks“ der Platte, dabei steht das Lied gewissermaßen sogar auf dem Albumcover – in Form der Schlange, die wie der Titel von der so genannten Gadsen-Flagge aus dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg stammt. Im Intro zitieren Metallica sogar Leonard Bernsteins America aus West Side Story.

Historisch stehen Flagge, Schlange und Zeile für Freiheit, Unabhängigkeit und die Unterstützung des Militär. Diese patriotischen Konnotationen kommen nicht überall gut an, zumal die Flagge im neuen Jahrtausend zusehends Verwendung in reaktionären oder gar extremistischen Kreisen findet (etwa bei der Capitol-Erstürmung am 6. Januar 2021), was allerdings nur lose auf ihrer Historie beruht. Stattdessen kann man die Titelzeile vor allem im Wortsinn und auf die Band selbst bezogen verstehen: „Legt euch nicht mit uns an.“ Das wiederum passt bestens zum Anti-Establishment-Charakter vieler Metallica-Songs und darf durchaus auch als Kommentar zu erwartbarem Fan-Geschimpfe über die gemäßigtere Gangart auf dem Black Album gelesen werden darf. Zum Bühneneinsatz kam die Nummer erst ein Dutzend Mal.

Etwas für’s Herz

Mit Through The Never zeigen die Burschen dann, dass sie es durchaus noch schnell können, doch dann wird es ungewöhnlich melodisch: Nothing Else Matters ist zweifelsfrei einer der wichtigsten Metallica-Songs – und einer der weichesten, weswegen Hetfield ihn ursprünglich gar nicht für die Band verwenden wollte. Auch hier schreitet Lars ein und beweist die richtige Vision. Den Startschuss gibt ein offener E-moll-Akkord, den James während eines Telefonats auf Tour mit der rechten Hand zupfte – die andere Hand braucht man dazu gar nicht. Daraus entstand eine Megaballade, die nur während des Solos mal laut wird. Das spielt ausnahmsweise James, und auch sonst hört man Kirk in der Albumversion nicht. Hetfield zeigt hier erstaunlich viel Gefühl in Gesang und Text, was vor allem Bob Rocks Zuspruch zu verdanken ist. Sogar eine Orchesterbegleitung wird komponiert von Soundtrack-Guru Michael Kamen, doch da treten die vier Headbanger dann doch auf die Bremse. Sie verbannen Celli und Geigen weit in den Hintergrund.

Nothing Else Matters erscheint als dritte Single, wird ein MTV- und Radiostandard und bringt Metallica einem ganz neuen Publikum nahe. Heute lässt sich das Lied aus keiner Setlist mehr wegdenken und ebensowenig bei Lagerfeuersessions, Hochzeitsfeiern, Balladenmixtapes, Heiratsanträgen, Geburten und sonstigen Liebesbezeugungen. Wenn Möbelhauseröffnungen romantischer werden, würde Nothing Else Matters sicher auch da laufen. Heute lässt sich das Lied aus keiner Setlist mehr wegdenken und läuft überall, wo es romantisch wird.

Wenige Motive, geschickt variiert

Für Of Wolf And Man geht es dann raus in die Wildnis: Hetfield singt über seine Jagdleidenschaft und Verbindung zur Natur. Im Text des stampfenden The God That Failed klagt er schließlich den strengen christlichen Glauben seiner Eltern an, der ihnen verbat, medizinische Hilfe anzunehmen – und die an Krebs erkrankte Cynthia Hetfield das Leben kostet, als der spätere Rockstar noch ein Teenager war.

My Friend Of Misery entspringt einer Idee von Jason, der hier seinen zweiten von drei „Writing Credits“ in 14 Jahren Bandzugehörigkeit einfährt. Eigentlich sollte daraus ein Instrumental werden, wie es sie auf den letzten drei Metallica-Platten gegeben hat, doch Hetfield und Ulrich machen aus Jasons Riff einen düsteren, melancholischen Rock-Song. Das schnellste Stück der Platte kommt zum Schluss. The Struggle Within ballert mit 200bpm und viel Start-Stop-Riffing durch die Botanik.

Was ein Sound!

Diesen zwölf Songs verpasst Bob Rock einen Sound, der noch 30 Jahre später als Goldstandard gilt. Metallica klingt nahezu perfekt – groß, schwarz, breit und stark. Die Drums wirken so groß wie Mount Rushmore, Hetfields Gitarrenwand steht unverrückbar, ertönt dabei lebendig und rund. Zum ersten Mal zeigt sogar Newsteds Bass eine Wirkung, weil Bob Rock die Frequenzen sortiert und die vier Saiten von den sechs Saiten klanglich trennt. Die Songs besitzen Vibe und Swing, vor allem aber einen laserscharfen Fokus auf das Wesentliche, und doch sind sie unbestreitbar: Metal. 

Acht Monate verschanzen sich Metallica für die Aufnahmen in einen Studio namens One On One in Los Angeles, in dem schon Justice entstanden war. (Diese Dauerbesetzung des Studio nervt den japanischen Superstar Yoshiki so sehr, dass er es später kurzerhand kauft, damit das nicht nicht nochmal passiert.) Die Produktion von Metallica verschlingt eine Million Dollar und trägt wesentlich zum Ende der Ehen von Jason, Kirk und Lars bei. Am Ende wird selbst diese lange Zeit knapp, parallel zu den letzten Mixen müssen die Musiker schon das Sandman-Video drehen und erste Interviews geben. Premiere feiern die zwölf Songs bei einer öffentlichen Hörprobe im legendären Madison Square Garden in New York am 3. August 1991 für 19.000 Fans.

Epilog

Schnell stellt sich heraus: Metallica haben es geschafft, sie haben den nächsten Schritt getan. Folgerichtig knallt die Platte auf Platz eins der Charts in den USA, ebenso in Deutschland und acht weiteren Ländern. Heute gehört Metallica zu den meistverkauften Alben aller Zeiten; seit 1991 (und Einführung des elektronischen Zählsystems) hat sich keine Platte in den USA häufiger verkauft. Insgesamt verbrachte das Werk bisher über 550 (!) Wochen in den amerikanischen Albumcharts Billboard Top 200. 1992 erhalten die vier Musiker den Grammy für „Best Metal Performance“.

Metallica

Mit der Schwarzen zu Superstars: Jason Newsted, Lars Ulrich, Kirk Hammett, James Hetfield

Der Rest der Metal-Welt horcht auf: Megadeth, Testament und Annihilator beispielsweise drosseln ebenfalls das Tempo, das Gros der Thrash-Blase zieht sich in den Untergrund zurück, zumal die Metal-Welt ohnehin von neuen Sounds aus Seattle durchgeschüttelt wird. Metallica können dem gelassen entgegenblicken. Sie begeben sich erstmal auf eine mehrjährige Tour mit fast 300 Shows, von der sie als platindekorierte und schwerreiche Superstars zurückkehren.

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„Enter Sandman“: 8 überraschende Fakten zum Metallica-Klassiker

Popkultur

Die 15 besten Weihnachtsgeschenke für Rockfans

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Weihnachtsgeschenk
Foto: Getty Images

Weihnachten nähert sich in großen Schritten. Du weißt immer noch nicht so recht, was du deinen rock-affinen Liebsten schenken sollst? Kein Problem — wir haben da ein paar Ideen!

1. Bono — Surrender: 40 Songs, One Story

U2-Frontmann Bono veröffentlichte im November 2022 seine Memoiren — und darin erzählt einer der größten Frontmänner der Rockgeschichte, wie Paul aus Dublin zu Rockstar und Weltbürger/Weltretter Bono wurde. Ein spannendes Buch, das nicht nur die Anfänge U2s beleuchtet, sondern Bono auch als selbstironischen, reflektierten Zeitgenossen zeigt.

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 2. Guns N’ Roses — Use Your Illusion Super Deluxe 12-LP Box

Use Your Illusion

Was für einen Nachfolger macht man nach einem Mega-Debüt wie Appetite For Destruction? Am bestengleich zwei neue Longplayer! Use Your Illusion I + II, das sind zwei Alben, die nur so überquellen. Opulent, rockig, dreckig, hochglanzproduziert, bluesy, überladen, rotzig — alles zugleich, alles auf Maximum. Im November 2022 öffneten Axl, Slash & Co. das Bandarchiv und veröffentlichten ein Boxset, das Fans der Gunners das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. 97 Tracks auf 12 LPs, davon 63 unveröffentlicht — mit Blu-ray, Buch, Lithografien und jeder Menge Goodies… und das alles natürlich im stylischen Boxset. Das mega ausführliche Boxset gibt es bei uns im uDiscover Store — übrigens auch als günstigere 7-CD-Box.

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3. BAP — Bap Vinyl Box Vol. 3 (2001-2011)

Wolfgang Niedecken lud in letzter Zeit vermehrt zur Vinyl-Retrospektive und widmete jedem Jahrzehnt von BAP eine Vinyl-Box. Zuletzt erschien mit Volume 3 eine Rückschau auf die 2000er-Jahre. Fünf Alben auf je zwei 180-Gramm-LPs, dazu schöne Artworks, Prints, Texte und Faksimiles. Für Fans von BAP ein Muss!

(Hier für 173,99 Euro)

4. 101 Rock Stories: Anekdoten, Exzesse und wilde Geschichten von Christof Leim

Warum wollte Axl Rose einst David Bowie verhauen? Was verbindet AC/DC mit einem Serienkiller? Und was haben Faith No More mit dem Fall der Berliner Mauer zu tun? — Diesen (und etlichen weiteren Fragen) geht uDiscover-Autor Christof Leim in seinem Buch 101 Rock Stories: Anekdoten, Exzesse und wilde Geschichten nach. Der Musiker und Musikjournalist gräbt tief in der Schatzkiste der Rock’n’Roll-Geschichten — und sorgt für ein kurzweiliges Lesevergnügen. 

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 5. Peter Frampton — Do You Feel Like I Do? A Memoir

Vor wenigen Wochen sagte die US-amerikanische Rock-Ikone Peter Frampton seinen deutschen Fans mit den letzten Deutschlandkonzerten seiner Abschiedstournee Lebewohl. Wie bewegt seine Karriere war, lässt sich in seinen Memoiren nachlesen, die Ende 2021 erschienen sind.

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6. Heavy Metal Ukulele

UkuleleHeavy Metal funktioniert auch auf der Ukulele — das beweist dieses Prachtstück in Flying-V-Form. Wieso nicht mal Thunderstruck, Raining Blood und Enter Sandman auf der Uke zum Besten geben — unter dem Weihnachtsbaum, wo sonst?

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7. Slayer-Wein

Slayer-Fan, aber zugleich auch Reben-Feinspitz? Bekennende Weinliebhaber*innen kommen mit dem Slayer Reign In Blood Red auf ihre Kosten. Der Cabernet Sauvignon stammt, wie Araya & Co., aus Kalifornien — und passt hervorragend zum musikalischen Oeuvre der Herren.

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8. Rolling-Stones-Baumwollbeutel

Wie soll man eigentlich die ganzen Weihnachtsgeschenke nach Hause tragen? Am besten stilecht im Rolling-Stones-Baumwollbeutel mit dem ikonischen Zungen-Logo. Hier findet von exklusiven CDs und LPs bis zu T-Shirts und anderen Goodies so einiges Platz!

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9. Marshall Bluetooth Lautsprecher

Marshall LautsprecherKeine richtige Stereoanlage da? Kein Problem, mit der richtigen Bluetooth-Lautsprecherbox lässt sich auch ganz unkompliziert via Bluetooth gut Musik hören. Wer dabei nicht auf den klassischen Retro-Rocklook verzichten möchte, findet einige tolle Modelle von Marshall, zum Beispiel wie den Acton II. Der überzeugt mit druckvollem Sound und edlem Look!

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10. AKG Kopfhörer

Gute Kopfhörer sind für jeden Musikfan ein absolutes Muss — denn so lässt sich auch ohne sündteure Boxen Musik im hochwertigen Klang genießen. Die Auswahl an guten Kopfhörern ist groß, wir entscheiden uns an dieser Stelle für die AKG K-612, einfach weil sie gute Allrounder sind und auch fürs Studio taugen!

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11. Inhaler — It Won’t Always Be Like This (LP)

Im Februar 2022 veröffentlichen Inhaler ihr neues Studioalbum Cuts & Bruises. Die Wartezeit kann man aber auch mit ihrem Debüt It Won’t Always Be Like This überbrücken, das es im uDiscover Store als LP-Version gibt.

(Hier für 24,99 Euro)

12. Schallplatten-Reinigungsset

Natürlich muss die eigene Plattensammlung auch gepflegt werden. Um dem edlen Vinyl die Liebe zukommen zu lassen, die es verdient, empfehlen wir ein Vinyl-Reinigungsset.

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13. Squier Jazzmaster Gitarre

Squier JazzmasterWer gerne E-Gitarre lernen möchte, muss keineswegs gleich zu teuren Marken greifen. Fender etwa hat mit seiner kostengünstigen Tochterfirma Squier einige fabelhafte Modelle im Sortiment, die sich wahrlich nicht vor deutlich teureren Gitarren nicht verstecken müssen. Etwa die 40th Anniversary Jazzmaster, die nicht nur toll aussieht, sondern auch exzellent klingt.

(Hier für 599 Euro)

14. Kreator-T-Shirt

Mal unter dem Weihnachtsbaum mit ein paar Metal-Motiven bei Oma und Opa anecken? Wir hätten da ein paar Ideen — beispielsweise dieses Shirt der deutschen Metallegenden Kreator.

(Hier für 9,99 Euro)

15. Noch mehr Exklusives!

Da geht noch viel mehr! Werft einfach einen Blick in den uDiscover Store — und findet limitierte Editionen, tolle Vinyls, Boxsets und andere Highlights!

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Großer Sale im uDiscover-Store: Die Empfehlungen der Redaktion

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Popkultur

Zeitsprung: Am 6.12.1994 erscheint „Vitalogy“ von Pearl Jam auf CD und Kassette.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 6.12.1994.

von Victoria Schaffrath und Christof Leim

1994 markiert den Wendepunkt für den Grunge: Nach Kurt Cobains Tod wenden sich die Medien gegen die Rock-Bewegung, während sich Pearl Jam im kalten Krieg mit Ticketmaster befinden. Die Jungs aus Seattle wagen mit Vitalogy den Befreiungsschlag und ebnen den Weg für Meisterwerke wie Yield. Am 6. Dezember 1994 erscheint das Album regulär auf CD…

Hört hier in Vitalogy rein: 

„Lives opened and trashed / Look, Ma, watch me crash“ intoniert Eddie Vedder im Opener Last Exit und fasst damit schon ziemlich gut zusammen, was da so in der Welt von Pearl Jam vor sich geht. Als Teil der Grunge-Szene von Seattle kommen sie mit ihrem Debüt Ten trotz kommerziellem Durchbruch nicht wirklich gut an, die Folgeplatte Vs. (1993) zementiert dafür ihren Platz zwischen Nirvana, Soundgarden und Alice In Chains. So sehr, dass der daraus resultierende Erfolg die Gruppe in eine schwere Sinnkrise stürzt. Dazu noch der Medienrummel um Kurt Cobains Suizid sowie eine Extraportion Streitigkeiten um Konzertpreise((LINK)) mit Ticketmaster. Kurzum: Der Boden unter den Bandgrundmauern wackelt.

Vorsicht, rissig

Die Aufnahmen für das dritte Album entstehen während der Tour zu Vs., die Sänger (und nun auch Gitarrist) Vedder, Bassist Jeff Ament, den Gitarristen Stone Gossard und Mike McCready und Schlagzeuger Dave Abbruzzese einiges abverlangt. Abbruzzese darf gegen Ende der Aufnahmen den Abflug machen, denn seine Kritik am Ticketmaster-Konflikt stößt auf. McCready wiederum merkt, dass sein Kokain- und Alkoholproblem die Gruppe gefährdet: „Nach dem die Band durchgestartet war, befand ich mich in meiner eigenen kleinen Welt.“ Er checkt zwischen Aufnahmen und Veröffentlichung in die Entzugsklinik ein.

An den Drums übernimmt Vedder-Vertrauter und ehemaliger Red Hot Chili Pepper Jack Irons, der positive Energie in den Laden bringt. Die braucht es dringend, denn der Sänger, der hier verstärkt die kreativen Zügel in die Hand nimmt, gerät nun mit Gossard aneinander. Für ersteren stellt der Führungswechsel eine natürliche Konsequenz dar: „Das war keine feindliche Übernahme. Ich fand, dass alle unsere Veröffentlichungen stellvertretend für mich standen. Da ich sowas wie das Gesicht der Band wurde, musste ich auch musikalisch mehr repräsentiert werden“, erzählt er später in der Dokumentation Pearl Jam Twenty

Lebenszeichen

Diese Kehrtwende äußert sich auch in, sagen wir mal, etwas wundersameren Werken wie Hey Foxymophandlemama, That’s Me, einer Soundcollage mit Äußerungen von Insassen einer Nervenklinik. Dagegen stehen aber Stücke wie das unangepasste Spin The Black Circle, Immortality und das wunderbare Better Man, die das umstrittene Album zu einem wichtigen Punkt der Bandgeschichte machen.

Ganz bewusst veröffentlichen Pearl Jam das Ding zunächst am 22. November 1994 auf Vinyl und für die damals gängigen Formate CD und Kassette gibt’s ein zweiwöchiges Embargo. Das zahlt sich aus, denn Vitalogy hält bis zur Veröffentlichung von Jack Whites Lazaretto 2014 den Rekord für die meisten Vinylverkäufe innerhalb einer Woche. Ab dem Nikolaustag 1994 stehen dann auch CDs und Kassetten zum Verkauf. Wie Kollege Chris Cornell in der Doku treffend bemerkt: „Amerikanische Rockbands lösen sich auf. Pearl Jam schafften es zusammenzubleiben.“ Vitalogy entpuppte sich dabei als der Kitt der beginnenden Risse.

Zeitsprung: Am 30.6.2000 passiert Schlimmes bei einer Pearl Jam-Show in Roskilde.

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Popkultur

10 Songs von Little Richard, die man kennen sollte

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Little Richard
Foto: Getty Images

„Wop bop a loo bop a lop bom bom“! Wenn diese Laute ertönen, wissen wir alle: Gleich legt Little Richard los, der Architekt des Rock’n’Roll, der Miterfinder dessen, was wir alle so sehr lieben. Die folgenden zehn Songs geben einen Einblick in die jahrzehntelange Karriere des virtuosen Künstlers.

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch einige der besten Songs von Little Richard anhören:

Zur Welt kam Little Richard am 5. Dezember 1932 in Macon, Georgia. Sein bürgerlicher Name: Richard Wayne Penniman. Als Schwarzer, homosexueller Mann, dürfte er es im Süden der USA mehr als nur schwer gehabt haben. Umso beeindruckender ist sein Lebenswerk, das aus unsterblichen Songs wie Tutti Frutti, Long Tall Sally, Good Golly, Miss Molly, Lucille und Rip It Up besteht. (Mehr dazu gleich.) Elvis Presley, Paul McCartney, Mick Jagger, Elton John, John Fogerty, Bob Dylan: Sie alle schauten und schauen zu ihm auf. Immerhin 87 Jahre wurde Little Richard alt. Am 9. Mai 2020 verstarb er in Tullahoma, Tennessee an den Folgen einer Knochenkrebserkrankung. Sein musikalisches Vermächtnis bleibt uns zum Glück erhalten.

1. Tutti Frutti (1955)

Little Richards größter Hit entsteht quasi aus Wut. Bei Aufnahme-Sessions im September 1955 regt sich der Künstler nämlich darüber auf, dass sich die animalische Energie seiner Live-Auftritte nicht so recht auf Band bannen lässt, also setzt er sich verärgert ans Piano. „Wop bop a loo bop a lop bom bom“, ruft er und haut wütend in die Tasten. Produzent Robert Blackwell möchte das Stück sofort aufnehmen.

2. Long Tall Sally (1956)

Was ein gut gepflegtes Adressbuch alles bewirken kann. Damit sie die Krankenhausrechnungen für ihre Tante Mary bezahlen kann, entwickelt Radio-DJ Honey Chile in den Fünfzigern die Grundidee für den Song Long Tall Sally und bietet das Stück Little Richards Produzent Robert Blackwell an. Der arbeitet die Komposition mit Richard weiter aus — und ein Hit war geboren!

3. Slippin’ And Slidin’ (1956)

Buddy Holly, die Beatles, Otis Redding, Shakin’ Stevens: Sie alle haben diesen Song gecovert oder zumindest öffentlichkeitswirksam zum Besten gegeben. Entstanden ist die Nummer im Februar 1956; ursprünglich diente sie als B-Seite für Long Tall Sally. Doch Slippin’ And Slidin’ markiert einen von Little Richards größten Hits, der bis heute auf zahlreichen Rock’n’Roll-Playlisten zu finden ist.

4. Rip It Up (1956)

„Well, it’s Saturday night, and I just got paid“ — Mit diesen Worten beginnt der nächste von Richards wichtigsten Songs. Zugegeben, allzu viel Tiefgang hat die Nummer nicht. Es geht im Wesentlichen darum, an einem Samstagabend zu feiern, sein Geld zu verjubeln und Mädels aufzureißen. Es handelt sich allerdings um einen Rock’n’Roll-Klassiker, der auch von Elvis Presley gecovert wurde.

5. Ready Teddy (1956)

Das gleiche gilt für Ready Teddy, der im Sommer 1956 auf der B-Seite von Rip It Up zu finden war. „I’m ready ready ready to rock’n’roll“, verkündet Richard in dem Song. Als hätten wir je daran gezweifelt! Einen seiner größten Auftritte hatte das Stück am 9. September 1956, als Elvis Presley Ready Teddy für 60 Millionen Fernsehzuschauer*innen in der Ed Sullivan Show zum Besten gab.

6. Lucille (1957)

Lucille ist nicht nur der Name von B.B. Kings Gitarre, sondern auch der Titel eines der größten Hits von Little Richard. Komponiert wurde das Stück von ihm selbst und einem Herrn namens Albert Collins, bei dem es sich allerdings nicht um den gleichnamigen Bluesgitarristen handelt. 1994 dichtete Richard den Song von Lucille in Rosita um und besang damit die gleichnamige Figur in der Sesamstraße.

7. Keep A-Knockin’ (1957)

Auch mit seiner erfolgreichen Single Keep A-Knockin’ trat Little Richard im Fernsehen auf, diesmal in der der Familien-Sitcom Full House. Inhaltlich beschäftigt sich die Nummer je nach Version mit einem Liebhaber, der vor verschlossener Tür steht — entweder, weil schon jemand anderes zu Besuch ist, oder, weil er sich daneben benommen hat. Ob es sich um einen autobiografischen Song handelt, können wir nur erahnen.

8. Good Golly, Miss Molly (1958)

Den Ausruf Good Golly, Miss Molly hörte Little Richard zum ersten Mal bei Jimmy Pennick, einem DJ aus den Südstaaten. Das Intro für den gleichnamigen Song entlieh Richard laut eigener Aussage dem Stück Rocket 88 von Ike Turner. „Ich mochte das Stück immer schon“, erzählte er mal in einem Interview. „Und ich habe das Riff oft für meine Konzerte benutzt. Als wir eine Einleitung gesucht haben, passte das einfach.“

9. Get Down With It (1967)

Diesen Song kennt ihr möglicherweise vor allem von den britischen Glam-Rockern Slade. Doch Noddy Holder und Co. entdeckten das Stück bloß, weil Little Richard es vor ihnen gecovert hatte. „Jahrelang , bis zum Ende unserer Karriere, war das der Song, mit dem wir unsere Sets vor den Zugaben beendeten“, erzählt Holder in einem aktuellen Interview mit Classic Rock. Die Vorarbeit dafür leistete Little Richard.

10. Mockingbird Sally (1972)

Bei Mockingbird Sally handelt es sich weder um das bekannteste, noch um das wichtigste Lied von Little Richard. Doch die Nummer ist vor allem eins: ein richtig guter Rock’n’Roll-Song. 1972 veröffentlicht, gehört das Stück schon zum Spätwerk des Künstlers. Begeisterung im Mainstream konnte Richard zu jener Zeit kaum noch entfachen. Doch seine Bedeutung für die Musikgeschichte kann gar nicht überschätzt werden.

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Zeitsprung: Am 14.9.1955 nimmt Little Richard „Tutti Frutti“ auf.

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