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Finanzspritze: US-Bands wie Pearl Jam & Eagles nutzen staatlichen Hilfen

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„Let me shed a little light on it“: Pearl Jam haben für die Überbrückung der Corona-bedingten Finanzengpässe Hilfen für ihre Crew beantragt. Foto: Jason Kempin/FilmMagic/Getty Images

Seit Anfang März berichten wir regelmäßig über abgesagte Touren, eingebrochene Umsätze und Veranstaltungssperren. Die Corona-Pandemie macht dem Jahr 2020 und insbesondere der Musikindustrie noch immer einen gewaltigen Strich durch die Rechnung, und auch die ganz großen Namen der Rockmusik bilden da keine Ausnahme.

von Victoria Schaffrath

Kürzlich verabschiedete die amerikanische Regierung ein Covid-19-Hilfspaket in Höhe von 2 Billionen US-Dollar. Zum Verständnis: Das ist die Zahl, bei der vor dem Komma 12 Nullen stehen. Anders gesagt: zweitausend Milliarden oder zwei Millionen Millionen. Die Finanzspritze soll vor allem kleineren Unternehmen durch die Krise helfen.

Pearl Jam, Eagles, Guns ‘N Roses & Green Day

Der Rolling Stone prüfte nun eine Liste von Rezipient*innen des sogenannten „Paycheck Protection Program“ (kurz „PPP“), das dem Namen nach dazu dient, Lohnfortzahlungen sicherzustellen. Und genau dafür haben beispielsweise Acts wie Pearl Jam, die Eagles, Guns ‘N Roses und Green Day die fiskalische Unterstützung beantragt.

Die kürzlich wiedervereinten My Chemical Romance liefern dazu eine nachvollziehbare Erklärung: „Wie die meisten Touren, die dieses Jahr stattfinden sollten, wurde die Welttournee von My Chemical Romance abgesagt.“ In den Nullerjahren machte sich die Alternative-Band durch Songs wie Helena und Konzeptalben wie The Black Parade einen Namen, löste sich jedoch 2013 auf. Letztes Jahr dann die Nachricht einer Reunion-Show, gefolgt von Terminen in Europa, Japan und Australien.

Gelder sollen den Lohnfortzahlungen der Crew dienen

„Wir haben ‚PPP‘-Gelder beantragt, um sicherzustellen, dass die Crew in diesen unsicheren Zeiten ihre Bezahlung erhält, bis wir wieder selbst auf Tour gehen können. Wir sind diesen talentierten, engagierten Leuten so dankbar – einige von ihnen sind Eltern, pflegen Angehörige, wiederum andere müssen einfach Miete zahlen. Dieses Geld hilft ihnen, sich selbst und ihre Familien zu versorgen.“

Scheint nachvollziehbar, und auch die Liste der weiteren Antragsteller*innen und die Höhe der Bezüge überzeugt von der Notwendigkeit: Rund 50 namenhafte Bands erhielten laut dem Magazin verschiedene Beträge. So fallen Pearl Jam, die Eagles und Disturbed beispielsweise in die Kategorie, die zwischen 350.000 und einer Million Dollar entgegennahm. Weiterhin stehen auch Slipknot, Nickelback, Tool, Incubus, Weezer, Imagine Dragons, Papa Roach und Gary Clark Jr. im Verzeichnis.

Corona: keine Einnahmen, steigende Kosten

Rapper und Produzent Lil John macht außerdem auf einen weiteren Kostenverursacher aufmerksam: Seit Beginn der Pandemie siedelte man zahlreiche Inhalte auf Online-Plattformen um. Vom Live-Stream bis zum digitalen Archiv, neuen Content-Formaten und Kollaborationen gibt es neue Formen der Kreativität. Diese seien jedoch nicht nur schwer zu monetarisieren, sondern verursachten zudem Kosten, die oft unerwähnt blieben: „Ich habe mich dazu entschieden, DJ-Sets von zu Hause aus auszustrahlen. Um das zu machen, musste ich mich nicht nur mit ganz neuen Technologien auseinandersetzen – es kostet Geld. Es gehört eine Menge Produktion und Equipment dazu, sodass ich sogar noch jemanden einstellen musste, um mich mit den Videos und der Technik zu unterstützen.“

Dennoch folgten in den Sozialen Netzwerken Diskussionen über die Rechtmäßigkeit der Anträge. Eine Band sei kein Veranstalter und somit auch kein Kleinunternehmen und die Crew solle einfach Arbeitslosengeld beantragen, heißt es da zum Teil. Widerlegen kann man diese Aussage aber bereits am Beispiel von Lil John: Der stellte den Antrag nämlich mit seiner Firma „Lil John Touring“, die für 2020 mehr als 70 Konzerte geplant hatte und elf Mitarbeiter*innen vorweisen kann.

Krise der Veranstaltungs- & Musikbranche

Derweil laufen hierzulande die Hilfen für die Kreativbranche weiterhin schleppend und hängen zum Großteil von Spenden ab. Wann und wie Veranstaltungen wieder anlaufen bleibt unklar. Zuletzt versuchte der Sektor, die Politik durch die „Night of Light“ auf die Missstände aufmerksam zu machen.

Coronakrise: Wie man Kreativschaffenden helfen kann und wo sie Hilfe bekommen können

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Wanda: Keyboarder Christian Hummer ist tot

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Foto: Manfred Schmid/Getty Images

Kurz vor Veröffentlichung ihres neuen Studioalbums Wanda haben die Österreicher einen schweren Verlust zu beklagen: Ihr langjähriger Keyboarder Christian Hummer ist gestorben.

von Björn Springorum

Diesen Freitag, den 30. September 2022, werden Wanda ihre selbstbetitelte neue Platte Wanda veröffentlichen. Wirklich feiern werden die Wiener diesen Release nicht: Wie die Band jetzt vermeldet hat, ist ihr langjähriger Keyboarder Christian Hummer gestorben. Er sei nach langer und schwerer Krankheit verstorben, so vermeldeten die Österreicher am Montagabend auf den sozialen Netzwerken.

Die Band schrieb: „Es gibt keine Worte, die diesem Verlust gerecht werden können. Christian war ein begnadeter Musiker und ein wundervoller Mensch. Seine Begeisterung für die Musik und seine Zuwendung zu den Menschen haben ihn so liebenswert gemacht.“

Brahms und Nirvana als größte Einflüsse

Christian Hummer wurde 1990 geboren und zählte 2012 zu den Gründungsmitgliedern der Band Wanda. Er nannte Brahms und Nirvana zu seinen größten Einflüssen und war an der Entstehung vieler Songs beteiligt. Bologna zum Beispiel entstand bei ihm zuhause. „Ich glaube, dass die Musik von Wanda direkt Leben ist“, sagte er mal in einem frühen Interview im österreichischen Radio. „Es sind Lieder, mit denen man sich identifizieren kann, weil es Erfahrungen sind, die man – wenn man lebt – einfach macht!“

Im Oktober 2014 verdrehten Wanda der Welt mit ihrem Debüt Amore den Kopf und etablierten sich schnell als einer der wichtigsten und bekanntesten Acts aus Österreich. Songs wie Bologna, Columbo oder Bussi Baby gehören dank Schmäh, Zynismus und hoffnungsloser Romantik längst zum deutschsprachigen Indie-Kanon. Diesen Freitag erscheint ihr neues Album Wanda, ab Ende November will man eigentlich durch Deutschland touren. Wir wünschen den Angehörigen und der Band in dieser schweren Zeit viel Kraft.

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Kippen, Schmäh und viel Amore: 10 Jahre Wanda

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Roger Waters: Streit um Absage von Polen-Konzert

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Jane Tyska/Digital First Media/East Bay Times via Getty Images

Roger Waters sorgt mal wieder für eine Kontroverse. Diesmal geht es um eine Konzertabsage in Polen — und offenbar sind politische Gründe im Spiel.

 von Markus Brandstetter

Waters hätte am 21. April 2022 eigentlich in der polnischen Stadt Krakau spielen sollen. Die Show wurde vor Kurzem abgesagt — laut Medienberichten von Waters und ohne Angabe von Gründen. Das dementiert der Musiker nun mit einem ausführlichen Statement — und beschuldigt die Stadt, ihn aufgrund seiner politischen Meinung zum Ukraine-Krieg zensieren zu wollen.

Roger Waters Statement im Wortlaut

„Es stimmt, dass ein Stadtrat in Krakau, ein Herr Łukasz Wantuch, damit gedroht hat, eine Sitzung abzuhalten, in der er den Stadtrat auffordert, mich zur ‚Persona non grata‘ zu erklären, weil ich mich öffentlich dafür einsetze, dass alle an dem katastrophalen Krieg in der Ukraine Beteiligten, insbesondere die Regierungen der USA und Russlands, auf einen Verhandlungsfrieden hinarbeiten, anstatt die Dinge auf ein bitteres Ende hin zu eskalieren, das ein Atomkrieg und das Ende allen Lebens auf diesem Planeten sein könnte“, schreibt er. „Ungeachtet dessen, dass dieser Bursche Łukasz Wantuch nichts von meiner Geschichte zu wissen scheint, in der ich mich mein ganzes Leben lang, auch unter persönlichen Opfern, für die Menschenrechte eingesetzt habe, forderte er in einem Artikel in einer lokalen Zeitung die guten Menschen in Krakau auf, keine Karten für meine Show zu kaufen. Nicht sehr demokratisch, Sir? Wenn Herr Łukasz Wantuch sein Ziel erreicht und meine bevorstehenden Konzerte in Krakau abgesagt werden, wäre das ein trauriger Verlust für mich, denn ich habe mich darauf gefreut, meine Botschaft der Liebe mit den Menschen in Polen zu teilen, etwas, das ich auf vielen Tourneen in meiner über fünfzigjährigen Karriere getan habe. Und bedauerlicherweise wird den Menschen in Krakau dadurch auch die Möglichkeit genommen, meine aktuelle Show “This Is Not A Drill” zu sehen, die eine wichtige Ergänzung zu meinem Lebenswerk darstellt. Seine drakonische Zensur meiner Arbeit wird ihnen die Möglichkeit nehmen, sich eine eigene Meinung zu bilden.“

Stein des Anstoßes: Waters’ Meinung zur Ukraine?

Der ehemalige Pink-Floyd-Musiker hatte im August 2022 mit einem CNN-Interview für Aufsehen gesorgt. Darin erklärte der 78-Jährige, dass Joe Biden Schuld an dem anhaltenden Krieg zwischen Russland und der Ukraine sei. „Nun, zunächst einmal schürt er das Feuer in der Ukraine – das ist ein großes Verbrechen“, so der Musiker. „Warum ermutigen die Vereinigten Staaten von Amerika [Wolodymyr] Zelenskyy, den [ukrainischen] Präsidenten, nicht zu Verhandlungen, um diesen schrecklichen, schrecklichen Krieg zu vermeiden, in dem… Wir wissen nicht, wie viele Russen getötet werden“, so Waters weiter. Wenn Biden wirklich wollte, wäre der Krieg sofort beendet, attestierte er.

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Roger Waters: Ich bin „viel, viel, viel wichtiger“ als The Weeknd

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Haben Queens Of The Stone Age gerade ihr Comeback angekündigt?

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Foto: Sebastien Bozon/Getty Images

Die Anzeichen verdichten sich, dass Josh Hommes Wüstenbande Queens Of The Stone Age kurz vor ihrer Rückkehr steht: Ihre Homepage macht sich allem Anschein nach bereit für das Comeback!

von Björn Springorum

Seit die Queens Of The Stone Age 2017 ihr Album Villains veröffentlichten, wurde es relativ ruhig um Josh Hommes Desert-Rock-Geschoss. Gut, Homme ist beschäftigt wie immer, hat die Eagles Of Death Metal, seine Desert Sessions, die Arbeiten als Produzent und hat beim Tributkonzetr für Taylor Hawkins kürzlich auch Them Crooked Vultures reaktiviert.

Die Gerüchteküche brodelt

Jetzt könnte sich aber endlich wieder was bei der legendären Band tun: Im Zuge der Ankündigung, dass die Band drei ihrer Alben (Queens Of The Stone Age, …Like Clockwork und Villains) als limitierte Vinyl-Neuauflagen auf den Markt bringen wird, haben sie auch ihre offizielle Webseite ein wenig geupdated. Auf der Startseite gibt es jetzt einen animierten TV mit mehreren Knöpfen, darunter Buy und Tour.

„Weltweite Jagd“ auf die Band

Klickt man auf Buy, bekommt man eine durchaus aufregende Nachricht vorgesetzt: „Breaking news“, heißt es da. „Albumankündigung von Queens Of The Stone Age steht unmittelbar bevor.“ Was ganz ähnliches wartet hinter dem Live-Button: „Breaking news: Weltweite Jagd auf Queens Of The Stone Age.“ Sogar eine ganze Reihe von durchgestrichenen Daten und Locations ist da zu sehen. Sieht also ganz so aus, als würden wir spätestens 2023 endlich wieder in den Genuss einer neuen Platte samt großangelegter Tour kommen. Haben wir aber auch verdient nach all den Jahren. Und hey, wenn er gerade dabei ist, kann er ja gleich im Studio bleiben und eine neue Platte von Them Crooked Vultures aufnehmen, oder?

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20 Jahre „Songs For The Deaf“: Eine sandige Autofahrt mit den Queens Of The Stone Age

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