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Black Lives Matter: Diese Songs verzeichnen jetzt Streamingrekorde

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Foto: Kevin Winter/Getty Images

Songs wie Fuck Tha Police von N.W.A erleben im Rahmen der Proteste nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd neue Rekordzahlen.

von Markus Brandstetter

Die USA ist nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd im Ausnahmezustand. Im ganzen Land finden Proteste statt, immer wieder kommt es zu gewalttätigen Ausschreitungen. Dabei ist die Gesellschaft merklich gespalten: Während die Demonstrant*innen gegen Polizeigewalt und Rassenhass auf die Straße gehen, spricht Donald Trump von „Terroristen“ und droht mit voller polizeilicher und sogar militärischer Härte.

Gesteigerte Streamingzahlen für N.W.A

Die Stimmung spiegelt sich auch in der musikalischen Landschaft – konkreter: in den Streamingzahlen wider. So wurden Songs, die thematisch besonders passend sind, vermehrt abgerufen. Der Song Fuck Tha Police der legendären Rap-Crew N.W.A sah eine Steigerung von 227 Prozent auf Streaming-Plattformen verglichen mit den fünf Tagen vor Floyds Tod — das berichtet der US-amerikanische Rolling Stone. Es ist nicht das erste Mal, dass dieser Song bei vergleichbar traurigen Situationen eine Steigerung erlebt: Beim Mord an Michael Brown sah Fuck Tha Police einen ähnlichen Aufschwung.

Say It Loud – I’m Black And Proud und andere Songs

Aber auch andere Künstler*innen verzeichneten ähnliche Streaming-Rekorde. Das Stück This Is America von Childish Gambino sah eine Steigerung von 149 Prozent bei Streams. Ähnliches gilt für Kendrick Lamars Stück Alright (+71%), Fight the Power von Public Enemy (+89%), The Charade von  D’Angelo and the Vanguard (+122%), Don’t Die von Killer Mike (+542%) und Freedom von Beyoncé (+70%).

Auch ältere Songs verzeichnen Plus

Auch bereits ältere Songs sahen Steigerungen: Say It Loud – I’m Black And Proud verzeichnete 455 Prozent mehr Streams, I Wish I Knew How It Would Feel To Be Free von Nina Simone 34 Prozent.

Ehemalige N.W.A-Mitglieder äußern sich


Der Rapper Ice Cube, ehemaliges Mitglied von N.W.A, äußerte sich in den letzten Tagen immer wieder zur aktuellen Situation in den USA. „Es ist unsere Aufgabe, Mr. Floyd niemals zu vergessen“, schrieb er etwa.

„Worüber keiner spricht: Exzessive Gewalt geht nicht nur Schwarze etewas an. Jeder kann Opfer werden“, so der Musiker in Hinblick auf die rigorose Reaktion der amerikanischen Regierung auf die Proteste.

Auch Dr. Dre äußerte sich. „Diese Situation bricht mir das Herz. Mein Herz schmerzt immer noch“, so der Musiker in der Apple-Music-Show Young’s Money Radio.

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